Festplatte heruntergefallen

Bowser

Ensign
🎅Rätsel-Elite ’25
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Feb. 2006
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Hallo,

mir ist aus ca 100cm Höhe meine externe Festplatte heruntergefallen :( (Auf Holzboden)
Festplatte war ausgeschaltet, ist meine Datensicherungsplatte.

Gehäuse ist unbeschadigt (Fantec Fanbox)
Festplatte ist eine besonders robuste Seagate ST31000525SV

SMART zeigt keine Auffälligkeiten, läuft normal, Geräusche normal.

Muss ich mir trotzdem Sorgen machen?
 
Wenn die Platte aus war in der Regel nicht. Aber beobachten würd ichs schon (ungesunde Geräusche, SMART, Lese/Schreibfehler)
 
Also ab 101cm Fallhöhe hätte ich mir schon Sorgen gemacht... :evillol:

Blick ins Datenblatt:

The nonoperating shock level that the drive can experience without incurring physical damage or degradation in performance when subsequently put into operation is 300 Gs based on a nonrepetitive half-sine shock pulse of 2 msec duration.

Jetzt müsste nur noch jemand ausrechnen wieviel Gs bei einer Fallhöhe von 100cm auftreten...
 
Zuletzt bearbeitet:
sorgen musst du dir in jedem fall machen, schließlich ist der kopf der fastplatte und die magnet scheibe(n) darauf sehr empfindlich. und 1m fallhöhe ist dazu nicht wenig

auch wenn die smart werte nichts an infos liefern, kann sein das auch dort mechanische defekte sind
 
Einfach mal aktuelle SMART-Werte checken, dann große Daten bewegen oder nen Oberflächenscan mit HD-Tune o.Ä. machen. Danach wieder SMART-Werte checken.
 
wenn sie läuft und keine geräusche macht, solltest du glückgehabt haben. Da die Platte auch noch in einem Gehäuse steckt ist wahrscheinlich nix passiert.. Smart Werte checken
 
Platte war aus. HDtune Quickscan zeigt keine Fehler => alles grün.

Hab wohl wirklich Glück gehabt :o

Edit: Crystaldiskinfo sagt alles Ok
 
Zuletzt bearbeitet:
Um sicher zu gehen, die Platte entweder mit Crystaldiskinfo prüfen oder aber mal auf der HP des Herstellers gucken, die bieten meist eigene Diagnose-Tools an. :)
 
Bowser schrieb:
Hab wohl wirklich Glück gehabt :o
Der QuickScan ist leider relativ müll :D
Ich hatt schon ne Platte, die ziemlich hinüber war. Etliche defekte Sektoren. Laut QuickScan war auch alles grün, mit "normalem" Scan kamen die Fehler dann zum Vorschein.
Ich würd noch einmal normal scannen, aber, wie schon gesagt wurde, wenn die Platte aus war, passt i.d.R. nichts. Schließlich is ne externe HDD dafür gemacht :freaky:
 
Wenn etwas herunterfällt kann immer was kaputt gehen. Niemand kann dir sagen "da ist was kaputt" oder "da ist nichts kaputt".
Die SMART-Werte haben nur eine sehr begrenzte Aussagekraft. Sie geben ja nur aufgetretene Fehler Bei Lese/Schreib-Operationen an. Und wenn du die Festplatte nur angeschlossen hast um Daten zu lesen und die SMART Werte auszulesen, dann kann es z.b. ja noch keine Schreibfehler gegeben haben ;)
Quickscan prüft nicht jeden Sektor, somit kannst du das Ergebnis vergessen.

Ich würde dieser Festplatte keine Daten mehr anvertrauen. Kauf die eine neue, so teuer sind Festplatten nicht und bei den eigenen Daten sollte man nicht sparen.
 
Ok wir nehmen an die Festplatte fällt aus einem Meter Höhe.

v^2=2as

v end= 4,429 m/s

2as= v^2 -v.^2

Der Bremsweg auf dem Holzboden ist etwa 2mm schätze ich.

Dann ist die Beschleunigung G die auf die Platte wirkt: -4905 m/s^2

Das enspricht dann genau 500G (was für ein Zufall ^^)




MFG

Angehender Ingenieur
 
Also normalerweiße (was ich heutzutage noch normal? :D ) befinden sich die Lese/Schreibköpfe bei ausgeschalteter Festplatte am seitlichen Rand der Festplatte in einer Art Warteposition

=> rein mechanisch gesehen können die Köpfe also nicht an den Platten angekommen sein.
 
v=wurzel(2*g*s) Beschleunigung der Festplatte

v=wurzel(2*9,81m/s²*1m)= 4,429 m/s

Nun kann man annehmen das die platte in 2 msec abbremmst

Also a = delta v / delta t = 4,429 m / 0.002 s² = 2214.5 m/s²

Das nun durch 9.81 m/s² weil das 1g ist = 225,74 G

Holzboden gibt aber mehr nach als Betongboden daher ist die Zeit des Rucks nicht unbedingt 0.002 sec sondern
eher etwas mehr und somit die Bremsbeschleunigung kleiner .

Weis ned wie man einen Bremsweg annehmen kann wenn man die Art des Holzes nicht kennt ...
daher hab ich mal die Zeit als anhaltspunkt genommen die der Bremsvorgang dauern sollte
laut Hersteller ^^
 
Zuletzt bearbeitet:
wenn sie "besonders robust" ist, und sie völlig ohne probleme läuft dürfte erstmal alles ok sein, aber wie oben schon gesagt, mal auf kratzende/ ratternde geräusche aufpassen (falls sie vorher nicht waren)....
 
Nimm mal die Platte, stell dich auf ne Leiter und wirf die mit Schmackes auf den Boden oder besser glei aus dem Fenster. Wenn die Platte danach kaputt is, weist du das sies vorher nicht wahr.

Tschuldigung... ich konnt grad nicht anders....Verdammtes Kopfkino...


Die meisten neueren Platten haben eine FreeFall Protection. Dort fährt der kopf zurück und der platte kan nix passieren. Garnatie auf die Mechanik ausgeschlossen.
 
Wenn die Platte aus ist sind die Leseköpfe geparkt. Das heißt fest verankert. Und wenn die Werte normal sind ist doch alles gut. Beobachte halt in der nächsten Zeit ob sie komische Geräusche macht. Aber ansonsten hast du wohl Glück gehabt ;)
 
Tja nun ist die Frage, welche der obigen Berechnungen korrekt ist. Einen 350G Schock im ausgeschalteteten Zustand können die Platten normalerweise ab :)
 
saugling schrieb:
Also ab 101cm Fallhöhe hätte ich mir schon Sorgen gemacht... :evillol:

Blick ins Datenblatt:

The nonoperating shock level that the drive can experience without incurring physical damage or degradation in performance when subsequently put into operation is 300 Gs based on a nonrepetitive half-sine shock pulse of 2 msec duration.

Jetzt müsste nur noch jemand ausrechnen wieviel Gs bei einer Fallhöhe von 100cm auftreten...

Ich wüsste jetzt nicht wo der Fehler liegen sollte, lasse mich aber sehr gerne korrigieren =):

Annahme: Gewicht der Festplatte = 1kg.

Potentielle Energie der Platte: Wpot = m*g*h
Wpot = 1kg*9.81m/s*1m = 9.81 Joule

Wkin = Wpot

Wkin = 1/2*m*v²
9.81J = 1/2*1kg*v²
v= sqrt(2*9.81J/1kg) = 4.4294m/s

Laut Datenblatt wird die Festplatte in 0.002 Sekunden "entschleunigt":
(4.4294m/s)/0.002s = 2210m/s²

2210m/s² / 9.81m/s² = 225.280G

EDIT: Ach verdammt, zu Spät, wenigstens sind unsere Ergebnisse (fast) identisch...

Der Herrsteller geht aber von einem Halbsinus und nicht federndem Abremsvorgang aus, was bei einem Holzboden vermtl. anders ist, dort wird nicht auf v=0 abgebremst sondern noch ein bisschen weiter, wodurch die deltaV wieder etwas größer ist, deltaT aber wiederrum auch, welches durchs Quadrat auch noch mehr gewichtet wird und somit die Beschleunigung im Endeffekt etwas geringer ist als der oben genannte Wert. aber ist ohnehin wuppi, die Platte tuts ja.
 
Zuletzt bearbeitet:
@ sohei....
Hauptsache mal irgendwas schreiben.... Wenn man keine Ahnung hat....

@ TE

Solange die festplatte aus ist, ist der Schreiblesekopf in der Parkposition, wo die Festplatte einen mechanischen Schaden von mehreren G abkann. Einzig die Elektronik auf der Platine kann da mal was abbekommen, wenn die Platte ungünstig fällt. Mach Dir also keine Sorgen überwache die Platte ein Paar Tage und gut ist

Greets
 
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