News Fiberdays 19: Milliarden-Euro-Marke bei 5G-Auktion geknackt

NighteeeeeY

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Jurij

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Hollomen

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Glasfaser...als Vorbedingung- kommt also nicht vor 2030..
 

Cowpower

Ensign
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Ich verstehe auch nicht warum wir in Deutschland nicht 700 Mhz oder so was im Raum für 5G benutzen. In Städten kann man ja höhere Frequenzen verwenden
 

dflt

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Ich habe Mal eine sehr doofe Frage:
Es wird ja immer bemängelt, dass die Betreiber hier in Deutschland für die Rundfunkfrequenzen so viele Milliarden ausgeben müssen, während sie in anderen Ländern (wie Schweiz oder Österreich) viel billiger kommen, obwohl da auch Versteigerungen stattfinden.


Inwiefern ist es jetzt Schuld der Bundesregierung/Behörde, dass die Preise in Deutschland so exorbitant hochgehen? Sind die rational gesehen überhaupt sonderlich hoch? Wieso sind Auktionspreise in anderen Ländern niedriger, das liegt doch nicht nur an Kaufkraft/Einwohnerzahlen etc, oder doch?

Sprechen die hohen Preise nicht tendenziell für einen guten, ausgereiften Marktkampf? (auch wenn es irgendwo natürlich kacke für die Unternehmen ist)
 

Ati_gangster

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Der Newstitel sollte heißen "Deutsche Mobilfunkbetreiber werden bald mindestens eine Milliarde Euro auf die Kunden umlegen. Experten gehen von fünf Milliarden Euro aus, viel Spaß beim bezahlen"
Man hätte den Mobilfunkbetreibern die Frequenzen kostenlos geben müssen und diese an Bedingungen knüpfen. Wenn diese Bedingungen nicht erfüllt werden kann man ihnen Strafen anhängen.
 

brainDotExe

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Warum wird eigentlich immer davon gesprochen, dass für 5G so viele neue Antennen benötigt werden? 5G geht auch mit niedrigen Frequenzen.
Stichwort "Clickbait". ;)
Es liegt hauptsächlich daran, das die Berichterstatter kein technisches Verständnis dafür haben.
Ich verstehe auch nicht warum wir in Deutschland nicht 700 Mhz oder so was im Raum für 5G benutzen.
Das wird kurz- oder mittelfristig so kommen. Stichwort SingleRAN.
 

Cowpower

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Glasfaser...als Vorbedingung- kommt also nicht vor 2030..
Ein Missverständnis.

Entweder liegen in den Straßen bereits Glasfaser oder es werden neue verlegt. Nur bei der letzten Meile tut man sich schwer. Zu recht wenn ich mir die Verbreitung der Krückenlösungen wie WLAN Bridges und Powerlan anschaue. Es wird lautstark gefordert Telekom und Co sollen die Straßen über tausende Kilometer aufreissen und dabei Mrd. verbuddeln aber ein Loch vom Wohnzimmer in den Flur für ein CAT 5 Kabel ist unzumutbar und so verpfufft die teure Investition wirkungslos beim Kunden.

Da finde ich es gar nicht mal so inkonsequent, dass Telekom erwägt mit 5G in Wohnungen reinzuleuchten statt zu erwarten, dass die Wohnungen mit brauchbaren Netzwerkkabeln ausgestattet werden.
 

brainDotExe

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Es geht ja nur darum, warum bei 5G nicht von Anfang an nicht auch in diesem Bereich Frequenzen genutzt werden
Es würde mit bestehender Hardware relativ wenige Vorteile bieten.
Die spektrale Effizienz hat sich gegenüber LTE nicht gesteigert, also schon mal kein Vorteil bei der Bandbreite.
Den Vorteil kann 5G nur durch Massive MIMO und MU-MIMO ausspielen. Dafür sind komplett neue Antennen notwendig.
Beamforming und die niedrigere Latenz wären ggf. noch Vorteile, aber die rechtfertigen wahrscheinlich trotzdem noch kein Upgrade.
 

Hayda Ministral

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Ich verstehe auch nicht warum wir in Deutschland nicht 700 Mhz oder so was im Raum für 5G benutzen.
Das zu erklären ist leicht: Weil wir in Deutschland überhaupt noch keine Frequenzen für 5G benutzen. Die Auktion läuft ja gerade erst und erst wenn die fertig sind werden die dabei ersteigerten Frequenzen in Mopsgeschwindigkeit verteilt und genutzt werden.

Scherz beiseite. Je tiefer die Frequenz, desto früher war sie nutzbar und desto mehr Funkdienste nutzen sie bereits. Entsprechend sind Lücken knapp an Zahl und schmal an Bandbreite. 5G steigert zwar die Frequenzökonomie (vulgo "Bits pro Hz") nochmal gegenüber 4G, das aber nur noch relativ wenig. Um die hohen Gigabit-Geschwindigkeiten zu erzielen die immer wieder kolportiert wurden braucht man breite Frequenzbänder die es ab 3 GHz aufwärts gibt. So richtig rund geht es dann aber erst bei >20 GHz, da steppt der Bär.

tl:dr? Bei 700Mhz ist es bezüglich Bitrate fast egal ob LTE oder 5G verwendet wird.
 

Jurij

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Palmdale

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Ich kann der Versteigerung nichts abgewinnen, sondern hätte die Frequenzen gratis vergeben mit der Auflage, flächendeckend das gesamte Bundesgebiet zu erschließen.

Was hohe Kosten für Auswirkungen haben konnte man zweifelsfrei an UMTS sehen. Jahrelang ausgenuckelt ohne Investitionen, um nur irgendwie die horrenden Kosten zu refinanzieren. Nix gelernt, wirklich nix gelernt draus...
 
L

Laggy.NET

Gast
Soll denn 5G wirklich komplett flächendeckend verfügbar sein? Kann ich mir schwer vorstellen.

Soweit ich weiß sollen weiterhin auch LTE und LTE Advanced ausgebaut werden und auch erstmal bleiben. 5G setzt ja letzten Endes auch nur auf LTE Advanced auf und diese Zusatzfeatures sind auch nur nutzbar, wenn hohe Frequenzen und ein Engmaschiges Netz aus Mobilfunkstationen gegeben ist (stichwort Carrier Aggregation).
Ich würde deshalb davon ausgehen, dass 5G nur in Ballungsräumen verfügbar sein wird.

Wobei das alles eh immer so schwammig formuliert ist. Man könnte meinen 5G wäre einfach nur ein Marketingsprech für eine Großoffensive der Netzbetreiber, was den allgemeinen Mobilfunkausbau angeht...

Ich tu mich auch schwer, im Netz dazu ausführliche technische Infos zu finden... Ist wohl noch zu früh.
 

MajesticXII

Ensign
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Ich habe Mal eine sehr doofe Frage:
Es wird ja immer bemängelt, dass die Betreiber hier in Deutschland für die Rundfunkfrequenzen so viele Milliarden ausgeben müssen, während sie in anderen Ländern (wie Schweiz oder Österreich) viel billiger kommen, obwohl da auch Versteigerungen stattfinden.


Inwiefern ist es jetzt Schuld der Bundesregierung/Behörde, dass die Preise in Deutschland so exorbitant hochgehen? Sind die rational gesehen überhaupt sonderlich hoch? Wieso sind Auktionspreise in anderen Ländern niedriger, das liegt doch nicht nur an Kaufkraft/Einwohnerzahlen etc, oder doch?

Sprechen die hohen Preise nicht tendenziell für einen guten, ausgereiften Marktkampf? (auch wenn es irgendwo natürlich kacke für die Unternehmen ist)
Der Kern der Kritik ist, dass die Auswirkung der hohen Frequenzpreise ist, dass JEDER Verbraucher in Deutschland im Vergleich zu Ländern wie Frankreich deutlich mehr für die (angeblich) gleiche Leistung zahlt.
Somit ist es den entsprechenden Konzernen auch herzlich Wurst, was die Kosten der Versteigerung am Ende sind, sie werden eh einfach auf den Verbraucher umgelegt mit teureren Tarifen und angeblich weniger Netzausbau-Investitionen. Und die Tarife würden ja nicht billiger werden, nur weil die initiale Investition sich amortisiert hat. Das ist jedenfalls die Message, die ich jetzt schon mehrfach auf irgendwelchen Seiten gelesen habe.

Allerdings gebe ich zu, dass ich mir bisher nicht die Mühe gemacht habe, das mal wirklich zu durchleuchten und selber nach weiteren Quellen zu suchen.
 

Piak

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Zum weinen.

Wieso werden frequenzblöcke verkauft, mit der Auflage, dass dort nur explizit exakt eine Technik genutzt werden darf?

Bundesregierung gehört verklagt.

Allein schon dass die Klagen vorher abgeschmettert worden sind...kann und darf nicht sein.

Die Netzbetreiber sollten sich zusammensetzen und den Kuchen ohne Bund aufteilen...

bloß weil sie unfähig sind nen Flughafen zu bauen...dann aber ausländische Baufirmen beauftragen um deutsche Arbeitsplätze zu sichern...
 
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