Fileserver - FTP oder HTTP?

shajin

Cadet 4th Year
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Dez. 2008
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115
Hi,

ich habe eine Digitaldruckfirma und tausche mit Agenturen und teilweise auch mit Kunden verschiedene Dateien aus (Bilder, .zip-Archive etc.)

Früher lief das alles über CDs bzw. DVDs, aber mittlerweile sind insbesondere die Agenturen dazu übergegangen, Dateien per Browser-Download bereitzustellen.

Ich möchte so etwas nun auch gerne realisieren. Allerdings nicht über einen One-Klick-Hoster, sondern direkt hier im Geschäft. Ich brauche keinen Rund-um-die-Uhr-Server. Eine zusätzliche Festplatte mit der entsprechenden Server-Software reicht für meine Zwecke aus. Aber wie stelle ich das am besten an?

Ich stelle mir das so vor: Ich lege auf die Festplatte die entsprechende Datei. Kunde/Agentur XY bekommt von mir eine Email mit einem Downloadlink zu dieser Datei.
Am besten wäre dann eine .log-Datei, damit ich sehen kann ob die Datei runtergeladen wurde, damit ich sie löschen kann.

Reicht ein einfacher und normaler Fileserver wie bspw. HFS aus?

Ich bin mir nicht ganz sicher darüber, was ich alles beachten muss. Vor allem in puncto Sicherheit.

Danke für die Hilfe!
 
Ein NAS Gerät mit FTP Funktion sollte da schon reichen.
Hast du denn eine feste IP-Adresse?
 
In Puncto Sicherheit würde ich jeden Download mit einem Passwort sichern, dass du dem Kunden dann zukommen lässt.
Bzw. die Dateien in einem pw-geschützen *.zip/*.rar einpacken.
 
Hi,

erstmal danke für die schnellen Antworten.

Nein, eine feste IP-Adresse habe ich nicht. Ich dachte evtl. an Services á la dyndns.

NAS verknüpfe ich mit richtig teuer. Ist das unseriös, einfach eine zusätzliche Festplatte oder Partition für Filetransfer zu benutzen?

Mir ist nicht so sehr wichtig, dass die Inhalte die ich verschicke uneinsehbar sind - es geht mehr darum, dass niemand auf den PC, auf dem der "virtuelle" Server läuft, zugreifen kann.
 
Hi,

für einfache Aufgaben (File-Station/FTP) reicht auch ein "einfaches" NAS wie z.B. SYNOLOGY Diskstation 109J (ca. 110 Euro).die Diese kann per Administration(HTTP/Ajax) mit Daten gefüttert werden oder eben per Netzwerk/FTP.

Du kannst für Kunden Zugangdaten anlegen und diese können sich per Browser einloggen um Dateien hoch/runterzuladen.

Zusätzlich kann man die DS auch zu gewählten Zeitpunkten hoch/runterfahren lassen, Einstellungen für dynDNS sind auch möglich. Der Stromverbrauch liegt bei ca. 10-20 Watt.

Die Kosten für eine S-ATA Platte Deiner Wahl musst Du noch hinzuaddieren.

Ich habe die DS109, also den großen Bruder mit einer 1TB Platte und bin sehr zufrieden.
 
hast du auch entsprechenden Upload? Weil die meisten Leute haben bestimmt keine lust ewig an einer Datei zu laden
 
Hallo,

genau, der Upload sollte schon passen, vorallem bei sehr großen Dateien.
 
Der Upload geht in Ordnung, zumal wohl nur ein Kunde zur gleichen Zeit auf eine Datei zugreift.

Ich habe mich eben mal ein wenig mit dem oben empfohlenen NAS beschäftigt, und muss sagen, dass mir die Idee recht gut gefällt.

Das Teil könnte ich auch gleichzeitig als Backup und zentralen Fileserver nutzen. Mh. Und ich kann ihn unabhängig vom PC/Mac laufen lassen.

Wenn ich das richtig verstehe, setze ich bis zu 2 TB Festplattenspeicherkapazität in das NAS, schließe das Teil per Ethernat an meinen Router an, und kann dann über die Admin-Software für jeden Kunden einen Account mit Name und Passwort erstellen. Und diese können dann Dateien hoch-/ bzw. runterladen. Richtig? Ist das mit der Rechtevergabe etc. tatsächlich so einfach mit der Software?
 
Shajin
Bitte beachte wirklich deine DSL-Uploadgeschwindigkeit in der Firma, wie Mezzi und Eraz bereits berichtet haben.

Grobe Zusammenfassung wie schnell max. ein Kunde downloaden könnte:
DSL 1000 => 14kb/s
DSL 2000 => 23kb/s
DSL 2000 inkl. Double Up => 45kb/s
DSL 3000 => 45kb/s
DSL 3000 inkl DoubleUp 60kb/s
DSL 6000 ca. 60-90kb/s
DSL 16000 ca. 140kb/s
============================
Unterm Strich würde sich eigentlich nur für nen gescheiten Betrieb eine S-DSL Lösung von mehr als 2Mbit/s empfehlen und da biste bei knapp 200 EUR im Monat. 4Mbit/s oder gar 10Mbit/s wären jedoch besser. Du musst dir nurmal im klaren drüber sein, dass alle Werte nur gelten wenn EIN Kunde downlaoded und ihr absolut nix im Hintergrund macht. Laden nur zwei Kunden habt ihr z.B. überlal nurnoch die Hälfte... dazu läuft dann das Internet auch verdammt lahm, weil die Anfragen zu langsam rausgehen.


Ich selber vermiete Root-Server/Vserver und sowas beruflich, von daher weiß ich, dass es absolut sinnlos ist sowas über ne normale DSL-Leitung für die Firma zu betreiben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich glaube, dass mit dem DSL hat er schon verstanden. Wo aber bitte ist aber nun der Unterschied ob er das nun mit seiner Leitung hochlädt oder der Kunde jederzeit darauf zugreifen kann (und dann immer noch eine aktuelle Version weil diese ja im Netzwerk gespeichert wird) und die Datei runterlädt? - Der Zeitaufwand ist identisch.

Das mit der Technik hast Du alles korrekt verstanden, Festplatte einbauen, an den Router hängen, per Win/Mac/Linux konfigurieren, Netzwerk einrichten, Nutzer einrichten usw. Zusätzlich kannst Du das NAS natürlich auch als Sicherrungsstation nutzen. Für größere Datenmengen solltest Du Dir aber ein Gigabit Netzwerk zulegen - und eventuell ein größeres NAS einplanen was mehr als 20 MB an Schreibgeschwindigkeit bietet, je nachdem wieviele Nutzer auf das NAS zugreifen und wieviele Daten Du sichern willst. Die Daten vom NAS kannst Du übrigens nochmals automatisiert (Zeitplaner/Ordner) auf ein anderes NAS oder eine externe Festplatte per USB/eSata sichern lassen.
 
Ja, das mit der Upload-Geschwindigkeit passt schon. Es ist immer nur ein Kunde auf einmal, und das auch nur ein halbes Dutzend Mal im Monat. Deswegen wollte ich das ja alles als Low-Budget-Lösung mit einer Freeware erledigen.

Aber die Vorteile des DS109 liegen einfach auf der Hand. Für knapp 300 € (inkl. Festplatte) bekommt man einen Fileserver, FTP-Server, Backup-Server, Web-Server, Print-Server etc. Und das alles mit geringem Platz- und Stromverbrauch. Zudem ist diese Lösung sicher, weil sie unabhängig läuft und in einem Wisch zentral konfigurierbar ist.

Gedanken sollte ich mir allerdings über das Gigabit-Netzwerk machen.

Ich hab hier 4 Rechner. Einen Mac, einen Rip-Rechner der mit den Druckmaschinen kommuniziert, ein Rechner für die Ablage bzw. für meine (Kunden- etc.) Datenbanken und einen Kundenrechner.

Muss ich mal gucken wie ich das alles unter einen Hut bekomme. Im Netzwerk bin ich der einzige Benutzer, und so wahnsinnig flott muss es nicht sein.

Ich kaufe mir das DS109 (oder gibt es bessere Alternativen für den Preis?) und falls ich dann noch Fragen habe, wende ich mich nochmals an euch. Danke!
 
Was ist eine FTP Verbindung ?
Zudem sucht der TE eine Lowbudget Lösung und ein NAS erfüllt das auf jeden Fall zufriedendstellend.
 
Was FTP bedeutet weiß ich auch, nur hatte ich noch nie den Ausdruck FTP Verbindung gehört/gelesen.
 
Wenn das so ist, hohl dir einfach einen NAS-Server. Kriegste 500GB für paar 100 EUR.
Schnell sind die nicht, aber da du eh nichts professionelles machen willst geht das ja.

Ansonsten würde ich dir als Software unter Windows "Xampp" und unter Linux den guten alten Apache2-Server empfehlen. Ansonsten als VFTP-Lösung unter Windows "ProFTPD" unter Linux "Vsftpd".


LG
Tim
 
wenn du sagst, du brauchst keine dicke dsl-leitung würde ich das einfach folgendes machen:

nen low-budget-pc holen, bei den komponenten darauf achten, dass sie linux ordentlich unterstützt, dicke festplatte(n) rein, ubuntu-server oder debian (meine favouriten) draufpacken, apache, htaccess, dyndns. fertig :) dank apt-get bzw aptitude einfach zu installieren, die konfiguration is auch kein großer akt, zumindest für das, was du ihn nutzt, wenn man etwas erfahrung in dem bereich hat. konfiguration bequem über ssh möglich.

falls du irgendwo ne alte maschine stehen hast, einfach ordentliche festplatte(n) reinhängen und fertig.

hatte bis vor kurzem auch sowas am laufen - mit nem 500mhz-pc, 512 mb sd-ram und ner 80gb hd. für meine zwecke völlig ausreichend gewesen.
 
cooler tipp, danke.

kommt nur a) zu spät, hab schon bestellt und b) müsste ich mich da erstmal richtig mit befassen. ich hab mit linux noch nie gearbeitet.

das NAS ist für mich jetzt einfach viel schneller umzusetzen.
 
Meine Güte man kanns ja auch kompliziert machen...
Mit Kanonen auf Spatzen schiessen kommt dem ganzen schon recht nahe.

http://www.getdropbox.com/

und wenn du es passwortgeschützt machen möchtest, dann kannst du i diesem fall einfach eine datei mit einem passwort zippen...

alternativ könnte man auch ein einfaches webpaket für 2-3 euro im monat bestellen.. per ftp die dateien hochladen und einen http link verschicken.
 
Zuletzt bearbeitet:
Jop Webspace wär einfacher und billiger gewesen.
Da kriegt man für unter 10€ im Monat einen fetten Server mit 10 GB Space, was für deine Zwecke wohl ausreichen sollte. Außerdem hat man da eine gute Leitung und Kunden laden ihre Dateien innerhalb von Minuten. (~700 MB)
Mit .htaccess kannst dann Benutzer anlegen die auf bestimmte Ordner zugreifen können.

Aber jetzt ist es zu spät :p
 
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