Test Fitbit Versa Lite Edition im Test: Tausche Funktionen gegen poppige Farben

acty

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tl;dr: Die Versa gehört zu Fitbits Topmodellen, die zuletzt sogar mit einer Empfehlung den Test auf ComputerBase verließ. Im Preis 20 Euro niedriger angesetzt und hinsichtlich der Funktionen etwas abgespeckt, soll die farbenfrohe Lite Edition nun eine breitere Käuferschaft ansprechen. Doch noch geht diese Rechnung nicht auf.

Zum Test: Fitbit Versa Lite Edition im Test: Tausche Funktionen gegen poppige Farben
 

Zerstoerer

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@acty

Müsste in der Tabelle nicht noch NFC bei der Fitbit Versa aufgeführt sein, sonst wäre kontaktloses Bezahlen sicher nicht so einfach?
 

druckluft

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Der wichtigste Punkt fehlt mMn: Wie sieht es mit dem Datenschutz aus?
 

Floxxwhite

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Der wichtigste Punkt fehlt mMn: Wie sieht es mit dem Datenschutz aus?
Also nachdem mal wieder Facebook mit 5 Mrd. zur Kasse gebeten wurde (lächerlich wenig btw.). Alles was gesammelt wird, wird mit großer Wahrscheinlichkeit - ob angegeben oder nicht - verkauft. Dessen muss man sich einfach Bewusst sein.

Aber natürlich hast du recht. pauschalisieren sollte man nicht - das schadet auch den ehrlichen - Aber in dem Fall: safety first. Oder es ist einem egal.

Die Datenschutzrichtlinie lässt sich leicht lesen (vorbildlich) aber dieser Absatz legitimiert halt alles im Endeffekt:
"Zur externen Verarbeitung
Wir übermitteln Daten an unsere Konzerngesellschaften, Dienstleistungsunternehmen und andere Partner, welche die Daten für uns verarbeiten, auf Grundlage unserer Anweisungen und in Übereinstimmung mit dieser Richtlinie sowie allen anderen zur Anwendung geeigneten Vertraulichkeits- und Sicherheitsvorkehrungen. Diese Partner übernehmen weltweit Dienstleistungen für uns, einschließlich Kundensupport, Informationstechnologien, Zahlungen, Vertrieb, Marketing, Datenanalysen, Forschung und Umfragen.
"

Quelle: https://www.fitbit.com/de/legal/privacy-policy
 

druckluft

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Da muss echt jeder selber wissen auf was er sich einläßt. Zu bedenken ist eben dass sobald diese Daten einmal in der Welt sind, diese für immer & ewig gespeichert und ausgewertet werden.

Gibts überhaupt irgendwelche Smart- bzw Fitness-Watches die sich offline betreiben lassen, wo keine Datenverarbeitung in der Cloud stattfindet?
 

knoxxi

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Das Ladedock bzw. der Kabelslot wird nicht lange überleben. Aber sonst ne nette Uhr!
 

acty

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@druckluft
Interessante Frage - jede Smartwatch braucht eine zugehörige App.
Und ich denke gerade letzteres ist hier der Knackpunkt.

Es musst in nahezu allen Fällen ein Konto angelegt werden, in dem der persönliche Fortschritt gespeichert wird.
Bislang ist mir nichts anderes in die Hände gekommen


Werde den Datenschutz in künftigen Tests mehr / überhaupt mal kurz mit anschneiden
 

druckluft

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xelage

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@acty
Wie wäre es mal mit dem Test der xiaomi mii band 3? Das Preisleistungsverhältnis wird wohl sehr gut sein :)
 

acty

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@xelage
Leider schon "alt" und damals kam ich an keine ran - hinzu kamen damals Probleme mit der Version - da das Global Update verzögert kam
 

xelage

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@acty
ok habe gerade erfahren dass dieses Jahr eine neue kommen soll. Ein Test dieser wäre doch interessant. Vielleicht machen sie es dieses mal besser.
 

Rexus

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Gibts überhaupt irgendwelche Smart- bzw Fitness-Watches die sich offline betreiben lassen, wo keine Datenverarbeitung in der Cloud stattfindet?
Das habe ich mich auch schon gefragt. So wie ich das verstehe, ist ein Konto zwingend erforderlich. Aber funktioniert die App/Smartwatch, wenn man, nachdem man das Konto erstellt hat, bspw. über eine Firewall für diese App den Internetzugang sperrt?
 

Floxxwhite

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@druckluft
Interessante Frage - jede Smartwatch braucht eine zugehörige App.
Und ich denke gerade letzteres ist hier der Knackpunkt.

Es musst in nahezu allen Fällen ein Konto angelegt werden, in dem der persönliche Fortschritt gespeichert wird.
Bislang ist mir nichts anderes in die Hände gekommen


Werde den Datenschutz in künftigen Tests mehr / überhaupt mal kurz mit anschneiden
Es gibt Kletteruhren von Suunto, da lassen sich einfach alle daten von der Uhr auf den PC per Kabel ziehen - ohne Account (zumindest bei einigen). Aber da bewegen wir uns halt in einer speziellen sportart und Preis ab 500 +.

Muss mich mal korrigieren: auf Anhieb hab ich zu meiner Behauptung nichts gefunden, online-acc gibt es aber. Aber bei einem test dne ich mal gelesen habe, stand man müsse sich nicht registrieren (dann halt ohne online funktion).
 

acty

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MADman_One

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Der wichtigste Punkt fehlt mMn: Wie sieht es mit dem Datenschutz aus?
Finde Datenschutz auch allgemein wichtig und achte sehr darauf, dennoch halte ich es für wichtig das Thema differenziert zu betrachten. Nicht jedes Datenmerkmal ist automatisch sensibel, viele werden es erst in Verbindung mit anderen Daten. Man braucht für die Kontoerstellung bei den meisten Anbietern keinen echten Namen und keine E-Mail mit Klarnamenzwang. Ohne eine Verbindung zur Person selbst sind Herzfrequenzwerte, Schlafrythmen, Kalorienverbrauch usw. aber erst mal einfach nur irgendwelche Werte ohne realistisches Mißbrauchspotential. Die Anbieter wissen nur wie viel sich ihre User bewegen und wann aber nicht wer genau im RL dahintersteckt, also kann einem auch z.B.. keine Versicherung einen Strick daraus drehen. Das wird erst kritisch wenn das ganze dann über Facebook oder andere Portale mit echten Konten verlinkt wird. Das muss man aber nicht tun.
Deutlich kritischer ist da schon die GPS Funktion, weil man darüber schon Rückschlüsse auf Gewohnheiten und Aufenthaltsorte/Wohnorte ziehen kann. Aber wenn der Besitzer z.B. in der Stadt in einem Hochhaus mit 100 Bewohnern wohnt ist auch hier das Potential schon wieder reduziert. Und die GPS Funktion läßt sich abschalten. Von daher hängt sehr viel vom Nutzerverhalten selbst ab, ob das unsicher ist oder nicht. POtentiell unsicher alleine reicht mir da noch nicht. Ob KIs in naher Zukunft aus den gesammelten Datenbergen übergreifend mal irgendwann doch eine Verknüpfung herstellen können ist möglich, mit persönlich aber zu abstrakt, denn auf der Ebene haben wir bereits über viele andere Quellen bereits die erforderlichen Daten geliefert, da wird die Fitness Uhr auch nichts mehr verschlimmern. Ich persönlich halte den Fingerabdrucksensor in jedem Smartphone für deutlich gefährlicher, denn es ist ein unabänderliches biometisches Merkmal, wenn das mal irgendwo geleakt ist, dann war es das wirklich.

Und wenn eine Fitness-Uhr einen dazu motiviert den Hintern vom Sofa zu bekommen und etwas für seine Gesundheit zu tun, dann ist der Gewinn an Lebensqualität und -erwartung das Restrisiko möglicherweise mehr als wert. Wenn man sich aber eh schon genug bewegt, dann braucht man natürlich keine Uhr nur weil es gerade hip ist. Daher muss da jeder seine eigene Risiko/Nutzenanalyse machen.

Ich habe mir vor einiger Zeit eine Ionic gekauft und bin damit jedenfalls sehr zufrieden, weil sie mich in der Tat zu deutlich mehr Sport motiviert hat. Bei den Einstellungen und der Konfiguration habe ich nur das notwendigste angegeben und nutze nur das, was ich selbst für vertretbar und vom Risiko/Nutzenverhältnis für akzeptabel halte.
 

druckluft

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@MADman_One Eventuell liest die App auf dem Smartphone die Geräte-ID aus, aus irgendeiner anderen Quelle ist die wiederum mit deinem Klarnamen verknüpft und schon kann man die Fitness/Gesundheitsdaten dir eindeutig zuordnen. Ich sehe das jedenfalls als etwas sehr sehr Privates an, mit dem man in Netz nicht leichtfertig hausieren gehen sollte.
 

axl foli

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MADman_One

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@MADman_One Eventuell liest die App auf dem Smartphone die Geräte-ID aus, aus irgendeiner anderen Quelle ist die wiederum mit deinem Klarnamen verknüpft und schon kann man die Fitness/Gesundheitsdaten dir eindeutig zuordnen.
Eventuell ja, stimmt. Aber auf dem Level kannst Du dann nahezu gar kein Gerät mehr benutzen, es kann immer etwas schief gehen. Der Fingerabdrucksensor ist dann wie gesagt tabu, auch der Web Browser verrät immer noch mehr als einem lieb ist da viele Blockmöglichkeiten die auf einem PC gehen funktionieren auf einem Smartphone nicht immer klappen, Nachrichtenverläufe in Messengern können viel privatere Daten beinhalten und auch geleakt werden, E-Mail Clients ausgelesen und verknüpft usw.
Ich persönlich sehe nicht, wie da ein Puls zu einer bestimmten Zeit oder Kalorienverbrauch pro Tag eine schädlichere Wirkung entfalten sollten als vieles was wir ganz alltäglich über unsere Smartphones in diverse Clouds schieben (ob wissentlich oder unwissentlich). Das Restrisiko, das irgendwann in der ganzen Kette von Datenmißbrauch, Hacks, gebrochenen Gesetzen und Verträgen dann irgendwann mal ein Datensatz ensteht, der bei meiner Versicherung landet, die mir deswegen keine guten Konditionen mehr bietet, rangiert in meiner persönlichen Risiko-/Nutzenanalyse aber so niedrig, daß der Nutzen der Fitness Uhr für mich persönlich einfach überwiegt.

Aber da zieht jeder eben seine persönliche Grenze, daher soll meine Meinung auch keine Kritik an Deiner Ansicht darstellen. Mir war nur wichtig, daß beim Thema Datenschutz auch differenziert betrachtet wird und nicht jedes Datenmerkmal pauschal als "extrem sensibel" eingestuft wird.
Ich habe u.a. beruflich viel mit dem Thema Datenschutz zu tun und sehe daher oft Fälle in der Praxis, wo entweder unnötig extrem oder viel zu lax agiert wird, eben weil nicht differenziert wird. Denn unsere Welt funktioniert ohne Daten nicht mehr, es ist völlig utopisch zu glauben man könne sich da sicher abkapseln ohne sich gleichzeitig aus der Gesellschaft zu entfernen. Daher muss eine differenzierte Betrachtung stattfinden, wo ich maximalen Schutz ohne Wenn und Aber brauche und wo es nur den Anschein hat als wäre es zwingend nötig. Aber da es sich bei den persönlichen Daten eben um persönliche DInge handelt muss wie gesagt jeder selbst entscheiden wie er das Risiko für sich sieht und auf wieviel Komfort er dafür bereit ist zu verzichten.

Soweit ich weiß bietet die Samsung Gear Fit 2 Pro genau das. Wobei es mehr eine Smartwatch als ein Fitnesstracker ist. Sie lässt sich aber ohne Konto betreiben.
Ein Gerät von Samsung kann das ? Ok, das hätte ich jetzt eher nicht erwartet. Wobei für ein Spionageverhalten und eine Rückverfolgung nach dem von druckluft skizzierten Szenario auch kein Konto notwendig wäre um Datenmißbrauch zu betreiben, eine ID des Gerätes würde dazu völlig reichen. Sobald die Uhr eine dazugehörige App ist theoretisch Mißbrauchspotential gegeben.
 
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