News Fokus auf Rechenzentren: Micron stellt Endkundengeschäft mit Marke Crucial ein

xexex schrieb:
Und? Kaufst du deshalb keine Eingabegeräte, eine neue GPU oder einen Monitor mehr? Hättest du deine komplette Hardware weggeworfen und neu beschafft? Darum ging es letztlich! Wenn Verkäufe einbrechen, dann nur in einem schmalen Bereich, von einem sowieso bereits eingeschränkter Kundengruppe, der PC Bastler.
Eingabegeräte und Monitore kaufen die meisten User seltener als sonstige PC-Hardware, und auch eine neue Grafikkarte macht oft nur Sinn wenn auch die CPU genug Power hat.

Wenn man eine realtiv starke Sockel AM4/1200/1700 Basis mit genug halbwegs schnellen DDR4 RAM hat kann man auch dem System noch gut eine neue Grafikkarte spendieren. Aber in vielen Fällen macht es keinen Sinn mehr.
 
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---Daniel--- schrieb:
Wenn sie nun wie @Siebenschläfer gesagt hatten, eher kleine Lagerbestände haben und keine langfristigen Lieferverträge mit festgelegten Terminpreisen, werden sie an den Preissteigerungen vermutlich nur am Anfang partizipieren. Danach kommen dann negative Effekte durch den Nachfragerückgang - die Frage wäre dann wie hoch dieser ausfällt.
DRAM verschwindet erstmal vom Weltmarkt, damit ihn kein anderer hat, allen voran nicht China... Die Kistenschieber wären dabei Kollateralschaden.

Exportkontrollen auf GPUs gibt es ja schon, aber was ist, wenn es wegen eines technischen Durchbruches den grünen Kram plötzlich nicht mehr braucht und ganz viel DDR5 nun ausreicht. Dann kann man den Endnutzer ja nicht mehr als 8-16 GB geben...
 
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matkenhauser schrieb:
Hatte auch als erste SSDs Crucial-SATA-SSDs. Allerdings habe ich immer die BX-Serie gekauft, war etwas billiger. Waren die soviel schlechter? Der Schub gegenüber HDDs reichte mir jedenfalls vollauf.
Ja, BX hat QLC Flash ROMs (langsamer und hält weniger lang), MX hat TLC Flash Speicher.
Ergänzung ()

Siebenschläfer schrieb:
Bei ner Qualcomm-X-Kiste rüstest du nichts mehr auf. Deshalb zieht Micron jetzt den Stecker.
Nein, weil sie alle Produktionskapazitäten für den Business-Sektor einsetzen wollen, weil sie da mehr Profit machen.
 
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@banenet Bei SSDs achtete ich immer darauf das es wenigstens TLC ist 840 Evo, 870, 990. WD Black SN7100. Zu mindestens laut Geizhals.
 
Siebenschläfer schrieb:
Keiner von denen legt sich große Lagerbestände hin, denn die steigen selten im Wert. Da werden schlicht die Preise vom Lieferanten durchgereicht.
Sehr richtig! Ich habe meinen neuen Rechenknecht ganz kurz bevor die Preise explodiert sind zusammengestellt, noch mal Glück gehabt. Ein auf meine Bedürfnisse ausgerichtetes, aufgerüstetes Komplettsystem. Dieses Komplettsystem hatte selbst in der kleinsten Ausführung 16GB/6000er RAM, heute aktuell sind 16GB/5600er RAM die Startbestückung und das Basissystem ist trotzdem über 130Euro teurer. Bei den Aufrüstungsoptionen steht mehr als einmal dabei "nach Verfügbarkeit". Die meisten PC-Bauerfirmen haben keine megagroßen Lager und das sieht man hier.
Ich habe auf 64GB/6000er RAM hochgerüstet, diese Bestückung kostet heute über 500 Euro mehr als ich für die gleiche Aufrüstoption bezahlen mußte.
Und aktuell in der Wochenwerbung meiner PC-Baufirma befindet sich kein einziger Turm, absolut ungewöhnlich, sondern es werden Mini- und All-in-one PCs gepuscht, mit Hinweis auf schnelle Lieferbarkeit und Lager. Das sagt einiges aus, wie der RAM und SSD-Markt gerade durchgeschüttelt wird.
 
RealMax123 schrieb:
Eingabegeräte und Monitore kaufen die meisten User seltener als sonstige PC-Hardware, und auch eine neue Grafikkarte macht oft nur Sinn wenn auch die CPU genug Power hat.

Wenn man eine realtiv starke Sockel AM4/1200/1700 Basis mit genug halbwegs schnellen DDR4 RAM hat kann man auch dem System noch gut eine neue Grafikkarte spendieren. Aber in vielen Fällen macht es keinen Sinn mehr.
Wir sind mit unseren predictions sogar hinten dran, habe gerade mal gegoogelt, ob man schon erste Effekte am MB Markt spüren kann:
1765297462813.png

Quelle: https://tech.yahoo.com/computing/ar...pse-kneecaps-motherboard-sales-143509583.html

Die MB Sales einzelner Hersteller sind im Vgl. zum Vorjahresmonat um teils bis zu 50% gefallen. Wobei man da natürlich nochmal rausfiltern müsste, ob das den gesamten Board Markt betrifft und wieviel davon auf die steigenden Ram Preise oder andere Gründe zurückzuführen ist.
 
Sehr schade in meinem Intel Nuc läuft seit 5 Jahren im Dauerbetrieb jeweils eine Crucial SSD und Crucial RAM im Einsatz. Da gab es nie einen Ausfall. Crucial stand für mich da immer für Zuverlässigkeit. Hoffentlich kommen sie doch wieder zurück, wenn der ganze Hype um KI abflacht.
 
Bezüglich folgendem Punkt des Artikels ..

Micron (wolle) „eng mit Partnern und Kunden zusammenarbeiten und weiterhin Garantieleistungen und Support für Crucial-Produkte anbieten“, heißt es weiter.

... sei folgendes aktuelles Segment im Video von GamersNexus empfohlen.

Kurzfassung: Trotz "Lifetime Warranty" wird Ersatz im ersten Schritt abgelehnt und für einen Wiederbeschaffungswert von rd. 1400.- ein Zeitwertersatz von 240.- angeboten.
Im Einzelfall kam es wohl nach Intervention von GN doch noch zu einer Ersatzlieferung, aber das dürfte die Ausnahme bleiben.

Das Vorgehen war erwartbar, insofern geht es mehr um ein "fyi: es geht los".

Apropos Ausnahmen: Da sieht man wie selten ein Vorgehen a la EVGA ist.
 
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Zumindest die Erstattung des Neupreises sollte dann schon drin sein.

Die Situation das der Wiederbeschafffungswert höher als der Neupreis ist, hatten wir ja noch nie, und darauf sind wohl weder die AGBs noch gesetzliche Regelungen vorbereitet.

Denn bislang sind die Kunden mit einer Erstattung des Neupreises ja eh immer ganz gut weggekommen und zufrieden gewesen.
 
Das mit der Garantie ist wirklich ein spannedes Thema, Louis Rossmann hatte letzten Monat auch sein Erlebnis mit dem Samsung Support, siehe

Grundsätzlich sehe ich das in der Tat problematisch. Es braucht auch einen Ausweg für denjenigen, der die Garantie ausgesprochen hat, für den Fall, dass sich Dinge grundlegend ändern. Ansonsten wird niemand mehr irgendeine Garantie geben, wenn das Risiko unkalkulierbar wird.

Der Unterschied ist jedoch: Samsung als auch Crucial sind hier selbst die Hersteller die von A-Z alles kontrollieren. D.h. sie sind es, welche die Preise erhöht haben. Wenn durch die eigene Preispolitik die zuvor gebildeten Rücklagen für Garantieansprüche nicht mehr ausreichen, habe ich daher kein Mitleid. Es war ihre Entscheidung die Preise anzuheben, es war ihre Entscheidung alles an AI Firmen zu verkaufen... jetzt damit zu kommen, "Hey! Lass' uns doch einfach den Kauf von vor 3 Jahren rückabwickeln" ist einfach nur frech.

Bei Herstellern wie Kingston, ADATA, Corsair, G.Skill, GeIL etc. habe ich hingegen ein bisschen Verständnis: Die fertigen aus NAND/DRAM Chips und Controller anderer Hersteller eigene Produkte. Sind also voll betroffen. Auf der anderen Seite ist es ihr eigenes Versäumnis, wenn sie selber ein Garantieversprechen eingegangen sind ohne sich wiederum bei ihren Zulieferern abzusichern von wegen ("Wenn wir eine Reklamation bekommen, dass ein NAND/DRAM Chip von euch kaputt ist, dann ersetzt ihr uns den!").
 
RealMax123 schrieb:
Zumindest die Erstattung des Neupreises sollte dann schon drin sein.

Die Situation das der Wiederbeschafffungswert höher als der Neupreis ist, hatten wir ja noch nie, und darauf sind wohl weder die AGBs noch gesetzliche Regelungen vorbereitet.
Aber das kann ja nicht das Problem des Kunden sein, oder?
Ergänzung ()

Whistl0r schrieb:
Grundsätzlich sehe ich das in der Tat problematisch. Es braucht auch einen Ausweg für denjenigen, der die Garantie ausgesprochen hat, für den Fall, dass sich Dinge grundlegend ändern. Ansonsten wird niemand mehr irgendeine Garantie geben, wenn das Risiko unkalkulierbar wird.
Welchen Ausweg?
Sind seine Produktionskosten irgendwie über das übliche Maß (Schwankungen Energie, etcpp) hinaus gestiegen?

Edit: Ahh, gesehen, dass du noch differenziert hast
 
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Der Beigeschmack dabei ist für mich, dass Micron bekanntlich weiter aktiv ist und bleibt - die Hardware für die Erfüllung der Garantiebedingungen würde also zur Verfügung stehen. Sie wollen sie halt an profitabler Stelle verwendet wissen.

Da ist eine ausgegründete Tochter, die man mal eben plattmachen kann, natürlich praktisch. Corsair wird das schwerer fallen. Heisst für mich beim nächsten Kauf derlei Winkelzüge mitzudenken.

Und es würde mir jetzt nicht allzu viel Mitleid abfordern, wenn Sie im Sinne des Verbraucherschutzes Ihre eigens mitbewirken Preise als Wiederbeschaffungswert zahlen müssten ... "Verträge müssen erfüllt werden" ist halt keine Einbahnstrasse.
 
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Weil es eben eigenständige Unternehmen sind, dabei ist es unerheblich, dass Crucial eine 100% Tochter von Micron ist, ist es nicht ganz so trivial. Der Gesetzgeber hat zumindest ein bisschen darauf geachtet, dass da nicht getrickst werden kann: Micron muss von Crucial zumindest den gleichen Preis verlangen, wie sie auch derzeit von anderen verlangen (Stichwort Fremdvergleichsgrundsatz aka "arm's-length principle, ALP). Da geht es weniger um Verbraucherschutz oder um für einen fairen Wettbewerb unter Unternehmen zu sorgen. Der Gesetzgeber war vielmehr um seine eigenen Einnahmen, die Steuern besorgt und will auf diese Weise eine Gewinnverschiebung verhindern.

Rein nüchtern betrachtet geht es Crucial also nicht anders als Kingston, ADATA, Corsair, G.Skill, GeIL etc. -- mein Mitgefühl hält sich trotzdem in Grenzen denn Micron ist im Gegensatz zu den genannten anderen Firmen die NAND zukaufen müssen, d.h. mindestens ihre Einkaufspreise weitergeben müssen um keinen Verlust zu machen, in der Lage, die Preise jederzeit zu senken. Aber solange es eben Käufer gibt die bereit sind zu den aktuellen Konditionen zu kaufen... :/
 
jtr00 schrieb:
Der Beigeschmack dabei ist für mich, dass Micron bekanntlich weiter aktiv ist und bleibt - die Hardware für die Erfüllung der Garantiebedingungen würde also zur Verfügung stehen. Sie wollen sie halt an profitabler Stelle verwendet wissen.
Naja, ein paar "Probleme" gibt es da schon.

1. Micron stellt zwar weiterhin DRAM Chips für andere DIMM-Hersteller her, aber es ist nicht gesichert das diese daraus vergleichbare Ersatzprodukte herstellen, und zweitens hätte Micron darauf ja kein Zugriffsrech sondern müsste sie zurückkaufen.

2. Die Kunden haben keinerlei direktes Vertragsverhältnix mit Micron sondern nur mit Crucial.
 
RealMax123 schrieb:
Die Kunden haben keinerlei direktes Vertragsverhältnix mit Micron sondern nur mit Crucial.

Wenn ein Betrieb den Betrieb einstellt (Pun intended), dann ist der rechtliche Nachfolger für Garantieansprüche etc. verantwortlich. Da Crucial nur eine Marke von Micron war (Logo war ja sogar nur "Crucial by Micron") haben die auch alles zu tragen.

Achja, und das GN Video: Man bedenke, dass das vorwiegend die US Rechtssituation ist. In Europa sieht das halt wie immer ganz anders aus. Darf man nicht vergessen.
 
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Stimmt, das Crucial kein eigenständiges Unternehmen ist sondern nur eine Vertriebsmarke von Micron.

Allerdings liegt das Problem garnicht unbedingt am Ausstieg von Crucial aus dem Endkundengeschäft.

Selbst bei Marken die im Endkundengeschäft bleiben, könnte es z.B. bei DDR3 oder auch bei DDR4 in bestimmter Konfiguration sein das kein 1:1 Austausch mehr möglich ist, weil es keine entsprechenden Produkte oder Nachvolgeprodukte mehr beim Hersteller gibt. Selbst wenn sie bei diversen Händlern noch als Restposten liegen.
 
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