---Daniel---
Lieutenant
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Nee, ich schrieb nicht "Markt aufgegeben". Je nachdem wie das Branding lautet, wären sie ja indirekt durch die OEMs noch vertreten und könnten ggf. später wieder einsteigen ohne dass die Brand überhaupt keine Bekanntheit mehr hat.Duran schrieb:@---Daniel---
Nee machen Sie nicht... du schreibst es doch "Markt aufgegeben". Ich schreibe: Markt behalten.
Und wenn es so wäre wie klampf schreibt waren sie anscheinend ohnehin der letzte richtige "Hersteller" auf dem Markt. Da könnte man sich natürlich die Frage stellen, ob es nicht sinnvoller gewesen wäre, wie die anderen Bastelbuden mit niedriger Quali weiter zu verfahren. Aber ggf. wollen sie den Brandnamen nicht gefährden - Frage wäre zu welchem Zweck sie den Namen nicht gefährden wollen.
Naja, solange kein richtig "aktiver" Markt besteht, können sie ja vermutlich relativ leicht zurück. Und dann kann es in einer globalisierten Welt eben aufgrund von Economies of Scale und Co schon Sinn machen extreme Renditen einzufahren und sich damit wieder in anderen Feldern zu diversifizieren. Die EoS wären ja nachher auch wieder für den Consumer-Bereich hilfreich, wenn nicht für die Endkunden dann für die OEMs.Duran schrieb:Man muss nicht jeden Euro rauspressen, so lange am Ende eine große Gewinnsumme steht.
Es ist immer ein Risiko auf Märkte zu setzen die kaum berechenbar sind in Zukunft.
Tatsächlich wäre das eine klassische BWL-Denkmethode etwas für die Kunden "gut" zu machen. Leider lässt die Markentreue immer mehr nach und die Kunden werden immer vergesslicher / lassen sich öfter verarschen. P2W etc. ist ja auch durchaus erfolgreich, obwohl es für die Mehrheit der Kunden eher nachteilig ist. Aber da fängt man eben schon an die Kinder mit viralem Marketing zu beeinflussen, die sich dann wiederum irgendwelche ingame Inhalte zu Weihnachten wünschen.Duran schrieb:Bei PC Spielen sehen wir es auch, die erfolgreichsten sind nicht unbedingt die mit den besten BWL-Denkmethoden sondern diejenigen die für den Kunden "gut" gemacht sind.![]()
Man geht gerne vom Homo oeconomicus aus, der perfekt informiert ist, das ist aber leider nicht die Realität und entsprechend funktionieren solche unschönen Praktiken.
Diese Auswüchse, die du beschreibst, ist ja das klassische (falsche) Steuern anhand irgendwelcher kurzfristiger KPIs. So sollte das natürlich nicht sein und wird auch in der BWL eigentlich in der Form nicht gelehrt.
Stimme ich 100% zu, dort werden sehr viele strategische Fehler gemacht. Gerade bspw. im PKM Bereich haben die extrem geschlafen, obwohl sie mit OneNote vermutlich lange Marktführer waren. Die Akquise von Wunderlist war ja auch etwas lächerlich - da man so eine simple App als IT Konzern schon seit Jahren hätte selbst programmieren können/müssen.Duran schrieb:Auch die Entwicklung von Microsoft finde seit Jahren bedenklich. Die gehen so weit weg vom System das man am Ende gar nicht mehr weiß wofür die stehen. In 20 Jahren könnten sie das teuer bezahlen.

