xexex schrieb:
Nicht falsch verstehen, du machst aus einer Mücke einen Elefanten. Nicht nur weil PC Selbstbauer nur einen Bruchteil des Umsatzes von Unternehmen wie Alternate ausmachen, sondern weil du schlichtweg davon ausgehst, wegen teuren RAM wird gar nichts mehr gekauft.
Bisher frage ich ja nur, ich kenne die genauen Zahlen nicht, denke es ist zu früh, um da von Mücke oder Elefant zu reden. Aber der Business Case ist auf jeden Fall sehr spannend.
Siebenschläfer schrieb:
Die "schmale Kundengruppe" ist wovon die PC-Kistenschieber leben.
Jep genau, das ist ja auch meine Frage. Die klassische USP (Alleinstellungsmerkmal) von Alternate, Mindfactory und Co ist sicherlich, dass sie deinen PC auch direkt zusammenbauen können. Sonst kann man die Komponenten auch oft direkt bei Amazon meist ohne Versandkosten bestellen.
xexex schrieb:
Und? Kaufst du deshalb keine Eingabegeräte, eine neue GPU oder einen Monitor mehr? Hättest du deine komplette Hardware weggeworfen und neu beschafft? Darum ging es letztlich! Wenn Verkäufe einbrechen, dann nur in einem schmalen Bereich, von einem sowieso bereits eingeschränkter Kundengruppe, der PC Bastler.
Weil du mit DDR4 dann bspw. nicht einfach auf AM5 umsteigen kannst -> ggf. Auswirkungen auf MB- und Prozessor-Absatz.
Und wenn du keinen neuen Prozessor kaufst, holst du dir evtl. auch nicht den neuesten Monitor mit 500 Hz+, weil dein PC das ggf. trotz neuer Graka nicht mehr FPS stemmen kann und die CPU limitiert.
Ich hätte mir zumindest 2025 kein "veraltetes" System mehr gekauft und einige andere, wie du hier den Kommentaren entnehmen kannst, ebenfalls nicht. Natürlich sind wir nicht unbedingt für die komplette Kundschaft von PC-Webshops repräsentativ.
xexex schrieb:
Glaubst du? Der PC Käufer ist heute nur noch eine Randerscheinung und Alternate, Galaxus und Co. sind längst nicht mehr auf PC Komponenten fixiert. Deine "Kistenschieber" schieben längst mehr Notebooks, TV Geräte und anderes Elektrozeugs, als PC Komponenten.
Schauen wir uns doch einfach mal die Alternate Starseite an:
Woher weißt du das? Die Frage ist doch, welche Umsatzmargen jeder Bereich liefert. Mit bspw. "Haushaltsartikeln" hast du sicherlich starke Konkurrenz insbes. mit Amazon und bei Amazon kannst du nahezu jeden Artikel sehr unproblematisch bei Garantiefällen etc. zurückschicken - sogar oft dann wenn der Hersteller bei der Endkundengarantie Probleme bereitet.
Nur weil das auf der Website dargestellt ist, heißt das nicht, dass das deren Umsatztreiber sind.
xexex schrieb:
Man sollte einfach mal nicht von der CB Blase auf den Markt rückschließen, der gesamte Desktopmarkt liegt irgendwo bei 15-20% im Vergleich zur Notebooks und Bastler machen dann nur einen Teilbereich davon aus.
Genauso wenig solltest du aber von dem Marktvolumen in Absatzzahlen auf die Umsatzmarge schließen.
Schau dir mal Mindfactory an, die sind im Vgl. fast immer deutlich günstiger als Alternate. Sprich, die verkaufen vermutlich nicht allzu hoch über den Einkaufspreisen. Ergo wird die Umsatzmarge nicht so hoch sein, weshalb sie möglicherweise wiederum Probleme mit der Gewinnmarge bekommen haben.
Alternate und Co hatten sicherlich Umsatzhochs während Covid, weil immer mehr Leute Online-Shopping für sich entdeckt haben. Dieser Covid-Hype ist aber schon länger vorbei.
Dann ist eben die Frage, in welchen Produktkategorien sie die größten Umsatzmargen haben. Nehmen wir mal an, dass sie zu 60% B2B und 40% B2C machen. Im B2B werden die Margen eher geringer sein (durch Spezialrabatte etc.), im vermutlich kleineren B2C Segment vermutlich deutlich höher.
Wenn sie nun wie
@Siebenschläfer gesagt hatten, eher kleine Lagerbestände haben und keine langfristigen Lieferverträge mit festgelegten Terminpreisen, werden sie an den Preissteigerungen vermutlich nur am Anfang partizipieren. Danach kommen dann negative Effekte durch den Nachfragerückgang - die Frage wäre dann wie hoch dieser ausfällt.