Frage an die Katzen-Kenner

Ash-Zayr

Commander
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Sep. 2007
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Hallo
Freundin und ich haben seit einem Jahr einen Haus/(offenen) Garten.
Da wir beide Vollzeit berufstätig sind, wird es nicht mit einem Hund. Aber wir spielen mit dem Gedanken, uns eine Katze anzuschaffen, konkret eine Maine Coon.

Bevor nun aber erste Planungen und das Vertrautmachen mit der Materie "Tier" losgeht, stellt sich eine große Grundsatzfrage:

Müssen es immer zwangsweise 2 Katzen sein, da ansonsten eine allein vereinsamt (und gestört wird)? Mein Bruder hat schon immer 2 Katzen gehabt; stirbt eine, wird der verbleibenden ein neuer Gefährte an die Seite gestellt. Er schwört drauf, aber ich habe noch nicht gehört, dass man als wahrer Tierfreund entweder 2 Katzen hat oder keine?

Was ist dran, was ist Mythos? Kommen Katzen den Tag über gut allein klar? Wird eine zweite Katzen sogar als störend empfunden, oder ist es egal, weil die Katzen ohnehin den Tag nur nebeneinander herleben und nicht miteinander zu tun haben wollen?


Zusatzfrage: bei einem ersten groben Blick auf Web-Sites von Main Coon Züchtern hatte einer geschrieben, er würde nur an Leute verkaufen, die die Katze geschlossen halten (Miet-Wohnung, Käfig, Gehege)? Alles andere könnte dazu führen, dass der Katze was passiert.
Ist ja eine tolle Logik, wir sperren das Tier mal lebenslang ein, bevor es draußen in der bösen Umwelt rumläuft? Können wir ja auch gleich auf Kinder übertragen.
Ist da nun was dran, oder hat dieser Züchter nun eine speziell esoterische Vollmeise? Oder neigt Main Coon zum ausbüchsen und nie wiederkommen? Oder wollen die gar nicht raus? Ich meine, wir haben einen Garten!?

Ash
 
also ich bin student und meine freundin macht eine ausbildung...haben selbst eine katze. Man kann sicherlich keine pauschale antwort geben da jede katze einen eigenen charakter hat, aber "würdest du gerne den ganzen tag allein zu hause rumhängen"? :D

katzen pennen sehr viel tagsüber, aber brauchen auch zuneigung, wenn ich nach hause komme sitzt meiner schon vor der haustür und heult :D
 
also..
katzen sind generell sehr eigensinnige tiere - manche sind mehr eigenbrödler, manche sind sehr abhängig vom hausherren. manche vertragen sich nicht mit anderen katzen, weil sie das als eindringen in ihr revier betrachten, manche kommen gut damit klar und schlafen sogar zusammengerollt übereinander.

problem bei rassekatzen ist aber auch das sie eventuell anfälliger sind was krankheiten und verletzungen angeht - ich weiss nicht wie das bei main coon ist, aber bei meinem perser zb. der hat ne sehr dünne haut, sprich, die kann quasi bei nem geringen kratzer direkt reissen (was zb beim scheren lassen extrem wird). desweiteren is ne main coon wie auch ne perser ne langhaar katze, was heisst, das fell braucht pflege (und damit mein ich nich mal eben 5 minuten bürsten). die kann man nicht bei so nem wetter draussen rumrennen lassen und denken "das läuft schon von selbst", weil die sonst nach ner weile aussieht wie n streunender hund (verdrecktes, verfilztes fell etc). ausserdem bekommt mein dicker sehr schnell ne erkältung, da reicht dann schonmal das er mal n paar minuten im zug sitzt am fenster und dem gehts ne woche lang dreckig und braucht medis.

desweiteren sind rassekatzen n blickfang und eventuell schnappt sie euch dann einfach einer weg und sei es zum decken lassen der eigenen.

insofern finde ich die erwähnung des züchters kein blödsinn, sondern schon recht sinnvoll darauf hinzuweisen.
und vor allem wenn ihr beide vollberufstätig seid, solltet ihr, wenn ihr überhaupt an die anschaffung eines haustieres denkt, bedenken, das sie so vielleicht keinen wirklichen bezug zu euch entwickeln werden, und ihr quasi nur "nebeneinander herlebt", was ja sicher nicht sinn und zweck des ganzen unterfangen sein soll. (und im absoluten worstcase empfindet sie dann vielleicht sogar euch als eindringlinge in ihr revier, und das is kein scherz, so gings meiner mum mit ihrer ersten katze während ihrer ausbildungszeit).


PS: was ich mit all dem sagen will - das ist ne entscheidung die man wirklich verantwortungsvoll durchdenken sollte und man sollte sich zudem auch informieren. immerhin ist das ein lebewesen und kein gegenstand, den man bei nicht gefallen einfach wegschmeissen kann. klingt jetzt fies formuliert, soll aber kein angriff sein, sondern einfach hinweisen.
 
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Hi,

ich selbst hab zur Zeit keine Katze.
Bin aber seit Geburt an mit Katzen aufgewachsen, da meine Mutter Katzenliebhaberin ist.

Es wurde schon viel richtiges gesagt.
Katzen sind sehr eigensinnig und haben ihren eigenen Kopf, was sie damit deutlich vom Hund unterscheidet, der deutlich besser "gehorcht" und trainiert werden kann.

Ich persönlich halte von reiner Wohnungshaltung nicht so viel.
Hey, das sind Katzen ! Überleg mal, von was die abstammen.
Die gehören einfach nach draußen in die Natur.
Unsere Katzen waren immer draußen. War auch kein Problem, in nem ruhig gelegenen Einfamilienhausviertel ist das kein Problem.
An ner vielbefahrenen Straße natürlich schon.

Und es müssen nicht unbedingt 2 Katzen sein.
Vorallem Kater dulden nämlich meist keine andere Katze, es sei denn sie sind zusammen aufgewachsen, aber selbst dann kann es Streit geben wenn sie älter werden.
Die Katzen werden weder gestört, noch vereinsamt.
Bedenke, nahezu alle Katzen sind Einzelgänger.

Und zur Maine Coon selbst kann ich auch nicht viel sagen, hatte noch nie eine.
Die Katze wird aber sehr groß (eine der größten Rassen überhaupt) und gilt genauso wie die norwegische Waldkatze als sehr robust und stark.
Gab mal einen Bericht im Fernseh, da sah man wie ein ausgewachsener Maine Coon Kater einen 10Kg Fuchs getötet hat. War echt übel.
 
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also wir haben nur eine katze, die kann aber auch imemr raus und reinw ann sie will und sich so mit anderen katzen treffen..
ich kann mir vorstellen wenn du nur eine katze hast und die immer in der wohunung eingesperrt ist, dass sie sich nicht so wohl fühlt, aber genau weiß ich das nicht
 
VD schrieb:
Überleg mal, von was die abstammen.

klar sind die instinkte immernoch vorhanden, aber das is doch quatsch.. überleg mal wovon wir abstammen.. aber rennen wir noch durch die wälder und schnitzen runen in die bäume und jagen wildschweine? und durch bäume klettern wir auch nich..
selbst die pharaonen hatten schon katzen und verehrten sie aufgrund ihrer anmut und das is zigtausend jahre her.
 
Katzen brauchen keinen "Partner" und kommen tadellos ohne aus, wenn man allerdings erwägt zwei Katzen haben zu wollen, sollte man diese zeitgleich holen, da dann die Wahrscheinlichkeit am größten ist, dass sie sich auch problemlos vertragen.

Zudem sollte man Katzen unbedingt ihren Auslauf lassen. Ich wohne selbst an einer viel-befahrenen Straße und die Katzen haben bisher immer gerafft wie sie das machen müssen(sprich gucken :D ).


Die Aussage vom Züchter ist insofern korrekt, weil Rassekatzen durchaus beliebt (und teuer) sind.
Allerdings ist das mehr eine hypothetische Gefahr.

So oder so würde ich dir aber den Rat geben, sich nicht auf eine Rassekatze zu versteifen, wenn du etwas länger suchst, findest du fast immer eine "Hauskatze" mit einem mindestens ebenso schönen Fell (und sonstigem Verhalten).
(Ich hatte da schon zwei mal Erfolg ;) )

@KL0k
Ich hatte mittlerweile zwei langhaar Katzen, eine stammte mit ziemlich Wahrscheinlichkeit auch von einer Maine Coon ab und letztere hat ihr Fell fast vollständig alleine gepflegt, die andere braucht zwar etwas Rücksicht aber einen wirklich großen Aufwand konnte ich da noch nicht feststellen.
(Beide streunten oder streunen noch im freien herum)
 
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was auch helfen kann, vor allem in der anfangszeit ist, 2 Wochen frei nehmen wenn die katze frisch in die wohnung eingezogen ist. in der zeit ist die katze (meist jungtier) unter anderem scheu und neugierig zugleich. wenn se dabei eine person hat die sie quasi an die hand nimmt und für die katze da ist so wird das die katze nicht vergessen und eine stärkere bindung eingehen.

so geschehen zumindest bei meiner letzten katze, da war meine freundin 2 wochen krank, gerade als ich die katze geholt hatte. im nachhinein war meine freundin immer die vorangige bezugsperson (mit allen vor und nachteilen - wurde zum beispiel regelmäßig durch milschtreten im gesicht oder anstubsen mit der feuchten naße geweckt nur um spielen oder gestreichelt werden zu wollen :D )

eine zwangsweise haltung von 2 katzen halte ich eher für unnötig, da katzen i.d.r. einzelgänger sind und kann gut gehen muss es aber nicht, wie schon erwähnt

und wenn es eine stuenkatze werden soll, nicht vergessen wenn die nur einmal freigang gespührt hat will die immer wieder raus.....



was evtl. noch hilfreich sein kann; am ehesten lernfähig waren meine katzen immer im frühen alter, wenn sie noch jung waren. der letzten katze hatten wir sogar antrainiert bei pfeifen angelaufen zu kommen - die hat in der hinsicht auf keine anderen laute reagiert, was viele in unserem hof immer irritiert hatte, da sie mit ihren typischen locklauten bei unserer mietz keinen erfolgt hatten. später brauchte ich nur beim nachhause kommen im hof 2/ 3 mal pfeifen und die mietz kam mit rein ^^
 
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Der letzte Hinweis ist wirklich gut... Was man einer ganzen nicht in den ersten paar Monaten antrainiert, wird man ihr später nicht beibringen...
Das ist insbesondere bei _richtig_ süßen Katzen nicht immer ganz einfach, weil sie jeden um den Finger wickeln ;) aber hinterher bereut man es :D
 
@ TE

Ich bin mit Katzen aufgewachsen , und es gab keine Lebensperiode wo nicht so ein paar Bestien um mich herumgeturnt sind.
Am Anfang , mit keiner Erfahrung mit Tieren , kann man a) von rassekatzen und b ) von so großen Katzen abstand nehmen.

Zu a) , wie gesagt sind Rassekatzen oft sehr anfällig, wie sehr viele Rassetiere, da sie im laufe der Zeit einfach überzüchtet worden sind. das bringt hohe kosten , aufwendige pflege etcpp mit sich.

zu b) wenn man keine erfahrung mit tieren hat kann es besonders bei katzen in der kampfklasse schnell mal schief gehen. Wer mit Katzen schonmal zusammen gelebt hat wird wissen was ich meine.
Manchmal kommt dann ein komischer Gedanke in den Katzenschädel , oder aufeinmal ist es genug mit dem Kraulen und dann kriegste einen gewischt, oder sei es nur beim spielen , die werden ganz schön rabiat .
Wie das dann bei sonem Trümmer aussieht würde ich persönlich schon gern wissen ( aber nicht am eigenen leib erfahren :) )

Mein persönlicher Tipp ist:
Holt euch 2 möglichst Junge Tiere aus einem Wurf.
Dann können die sich auch mal gegenseitig beschäftigen und bisher hatten wir immer 2 oder 3 Katzen , das hat wunderbar geklappt.

Wenn man dann später etwas Erfahrung gesammelt hat und den Mehraufwand (auch kosten !) zu einer Rassekatze nicht scheut und sich diesem Traum verwirklichen will dann hat man wenigstens ein Gefühl für das Tier.

Wenn man gleich noch eine Fütterempfehlung geben kann wenn das / die Tierchen was größer ist:

http://server5.gs-shop.de/200/cgi-bin/shop.dll?AnbieterID=14488&PKEY=559E

frostfutter.de

Das kriegen seit neustem auch Hund und Katzen bei uns und begeistert ist gar kein Ausdruck.

Man versteht vorallem den Hang zu Rassekatzen, wenn man recherchiert verkukt man sich schonmal schnell. Aber gerade wenn man wenig bis keine Ahnung hat bieten sich 2 gewöhnliche Stubentieger quasi als Einstieg eher an.

Mfg
 
Ich kenne ein Paar, das lebt in einer relativ kleinen Wohnung und hat zwei Baybkatzen und die amüsieren sich prächtig und sie sind fast den ganzen Tag alleine.
Außerdem habe ich eine Katze, die draußen lebt und nur im Winter reinkommt und heir schläft. Die ist jetzt 15 und kommt prima klar bei uns in der Gegend. Natürlich gibt es immer wieder kleinere Rangkämpfe und als Katze (w) die zu gewinnen ist zwar schwierig, aber nichts desto geht es hir gut. Musst nur im Sommer mit Grasmilben aufpassen ;)
 
Hallo

ich kann die aussage von G-D bestätigen. Wir haben uns vor 3Jahren, nach den Tot unseres alten katers, ein "neuen" geholt. Mein Vater war in der Zeit krank geschrieben und hat sich mit den kater beschäftigt und ihn geflegt. Seitdem sind die unzertrennlich.
Die aussage, vonwegen 2 Katzen, ist nur bedingt richtig (find ich). Wenn du dir eine Hauskatze anschaffen willst, ist es wohl besser 2 zu nehmen - obwohl bei einer auch nichts schlimmes passiert. Hauptsache ihr kümmert euch drum.
Ich weiss ja nicht, wie es aussieht, ob sie draussen im Garten spielen darf / draussen katze werden soll. Unser Kater ist ein draussen kater - befindet sich 3/4 des Tages drin, rest logischerweise draussen! Wir hatten unseren 2Wochen drin. Unser Nachbarkater ist in der zeit ab und zu vorbei gekommen und hat immer mal geguckt was los war. So hat sich unser Kater mit den immer im Fenster "beschnuppert" und so kennengelernt. Die beiden spielen nur noch zusammen. Man muss aber dazu sagen, das die beiden jeweils aus nen Tierheim kamen.
Wichtig ist, sich Zeit zu nehmen und nicht gleich aufzugeben, wenn er was nicht so macht, wie ihr es wollt. :)
 
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Update

Die Oma von meinem besten Freund hat sonen Trümmer von Katze. Hat sogar nen Adelstitel der "süße".
Das Exemplar ist wohl bekannt für seine ausgeprägte Dummheit. Bei der ersten Gartenbesichtigung, wurde nach panischem anfall wegen dem bisher unbekannten wind, der rasen attackiert, auch sonst sollen die wohl nicht so helle sein. Wie ich schon vermutet habe sind die nicht ganz ohne, beim spielen gabs dann ne wunde die mit 5 stichen genäht werden musste.
Man kann einem Anfänger nur von so einem Tier abraten, die sind halt wirklich wenn man keine Ahnung hat schwer zu händeln.
Hol dir 2 kleine normale katzen aus einem wurf und nehmt euch am anfang zeit, damit werdet ihr und die katzen am glücklichsten sein.

Und Katzen brauchen auslauf alles andere ist nicht artgerecht, was sich sone hauskatze für eine langeweile haben muss...
 
Also in meinem Nekanntenkreis kenn ich 2 Familien die sich auch Main Coon angeschafft haben.

Der Witz ist, das beide Familien jeweils 2 haben da gerade diese Rasse als sehr gesellig gilt.
Wurde ihnen jedenfalls von den Züchtern so empfohlen und ist auch in vielen Fachbüchern nachzulesen.

Allerdings denke ich das man das nicht auf alle Rassen verallgemeinern kann. Es ist ja z.B. ein Unterschied ob die Katze raus kann oder nicht.

Hatte selbst einen Kater (allerdings Typ Europäisch Kurzhaar). Der konnte raus und ich hatte nicht den Eindruck das die Katze gestört war. Der wusste sich auch selbst zu beschäfftigen wenn er mal nicht rauskonnte.

Im Grunde kann man da keine pauschale Aussagen treffen. Es kommt echt auf die Rasse und den individuellen Charakter der Katze an.

Bei reiner Wohnungshaltung sollte es egal bei welcher Rasse, echt besser sein sich 2 anzuschaffen. Vor allem diese durch die Arbeit oft allein zuhause sein müssen. Und dann immer gleichgeschlechtlich!
 
Jop das stimmt.
Maine Coones, Norwegische Waldkatzen oder auch die Europ. Kurzhaar (die "Standardkatze") haben einen starken Drang nach draußen und sollten zumindest nach meinem Verständnis für Tiere nicht gefangen gehalten werden.

Dafür gibt es wesentlich "inaktivere" Rassen, z.B. Perser.
 
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