Frage: Bundeswehr "Zwang" auch für frühere Zivis

Koszneyr

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Moin zusmmen,

ich wollte hier im Forum nachfragen, ob der aktuelle Bundeswehr "Zwang" auch für die alten Zivis gilt?
Muss man sich auch melden, wenn man länger als Drei Monate sich im Ausland aufhält?

Danke euch für die Antworten im Voraus!
 
Du hast Zivi gemacht? damit bist du doch raus aus dem Thema :D
Und die Meldung das man sich melden muss bei längerem Auslandsaufenthalt ist ja auch schon revidiert worden.

Also kannst ganz beruhigt sein.
 
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Hey, mir geht es zudem darum, ob ich trotzdem eingezogen (Postbote/Melder/Verwundetenbetreung) werden kann - auch wenn ich Zivi war.

Also im Verteidigungsfall oder genieße ich eben "Privilegien" dadurch, dass ich seinerzeit Zivi war?

Danke!
 
Sicher stehst Du als Zivi erstmal nicht anders da, als nicht Zivi. Das sollte Dir bekannt sein. Du kannst im Ernstfall auch eingezogen werden. Nur nicht zum Dienst an der Waffe,

Auch als Zivi wurdest Du von der Bundeswehr gemustert und stehst ihr im Falle eine Falles zur Verfügung.
 
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https://www.bundeswehr.de/de/auftrag/verteidigung/rechtliche-grundlagen

Verteidigungsfall, Spannungsfall aus Glossar Bundeswehr

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T-Online hatte da 10/2025 schon einmal einen längeren Artikel zur Erklärung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Koszneyr schrieb:
Also im Verteidigungsfall oder genieße ich eben "Privilegien" dadurch, dass ich seinerzeit Zivi war?

Also im Verteidigungsfall genießt du die Privilegien dein eigenes Leben sowie das Leben deiner Familie, Freunde und Bekannte gegen den Aggressor verteidigen zu dürfen. In welcher Funktion dies geschieht, hängt ja primär von deinem Alter und deiner Qualifikation ab.

In den bisherigen Kriegen gab es immer auch Verluste unter der Zivilbevölkerung - teilweise absichtlich, teilweise unabsichtlich. Ein Krieg wird also an dir nicht vorbeiziehen, nur weil du Zivilist bist.
 
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Wenn Deutschland angegriffen wird, dann würdest du also lieber in den Nachrichten verfolgen, wie es an der Front so läuft? Dir ist schon klar, was passieren würde, wenn alle so denken würden? Ich nehme an, dass du keine Kinder hast.
Bei einem von Deutschland begonnen Krieg kann man sicherlich diskutieren, wer da mitmacht, aber im Verteidigungsfall?
Etwas anderes wäre es, wenn ein Nato Partner angegriffen würde.
 
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Schlumpfbert schrieb:
Etwas anderes wäre es, wenn ein Nato Partner angegriffen würde.

Auch dann wäre D. in Theorie im V-Fall. Weil dann der Bündnis fall in der Regel eintritt. Es steht zwar kein Angriff unmittelbar bevor aber theoretisch wäre es das. Praktisch wären wir ohnehin schon längst im Krieg.
Man wird sehen wenn es so weit ist.

Auch als Zivi wurdest Du von der Bundeswehr gemustert und stehst ihr im Falle eine Falles zur Verfügung.

Erstmal steht man dem Zivilschutz zur Verfügung, was erstmal was komplett anderes ist als die Bundeswehr.
Das ist dann THW, DRK/ASB usw. Sicherlich wird man da im ersten Aufschlag die Leute nehmen die den Zivildienst auch dort geleistet haben. Wer Zivildienst im Kinderheim oder so geleistet hat da wird man schauen, da wäre dann auch Hilfskrankenpfleger beim Sanitätsdienst der Bundswehr möglich, das sogar für Frauen laut GG.

Generell unterlag man als Zivi der Zivildienstüberwachung. Diese galt bis 32. In der Zeit musste man Umzüge usw. und Auslandsaufenthalte melden. Wenn das rum ist, muss man das nicht mehr tun. Ergibt sich aus dem ZDG
(Es gab da noch weitere Meldepflichten)

Und natürlich steht man dann im V-Fall zur Verfügung sofern man tauglich ist. Wie das erfolgt würde man sehen. Eben als Ersatzdienst, als Mann bis 60.

Grundsätzlich galten die ganzen Sachen mit Auslandaufenhalt usw. schon immer und das seit über 50 Jahren bis heute. So ist man als Reservist auch verpflichtet Ausbildungen zu melden usw.
Es hat halt nur die letzten 45 Jahre keinen interessiert.
 
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🤔 wie ist das eigentlich wenn damals ausgemustert wurde?
 
Die "was wäre wenn" Fragen sind doch eh nicht wirklich seriös zu beantworten. Am Ende ist es dein Wille und deine Entscheidung, wenn bspw. Russland in Deutschland einmarschiert - ob du dann bereit bist dich und deine Familie zu verteidigen - in welcher Form auch immer.

Mein Bruder wurde nach der Ausbildung einberufen - er hatte dann den Kriegsdienst verweigert. Ein paar Jahre später ist er dann als Zeitsoldat für 12 Jahre zur Bundeswehr gegangen.
 
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Im angenommenen Kriegsfall wäre es ja auch denkbar dass dann bisher bestehende Gesetze angepasst werden.
Auch wenn man (nach heutigem Stand) dann nicht irgendwie zur kämpfenden Verwendung eingezogen würde, für unterstützende Tätigkeiten ist man ja in vielen Fällen trotzdem zu gebrauchen.

Ich kann nur für mich sprechen, aber ich als vollkommen wehrdienstuntauglich Ausgemusterter würde mich im Falle eine Falles für andere Einsätze freiwillig melden, und sei es nur zum Sandsäcke füllen.
In einer echten Ausnahmesituation zählt jede Hand, egal ob sie ein Gewehr, eine Schaufel, oder Operationsbesteck hält.
 
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Klassischer fall von deutschem Zerdenken.
Du hast "gedient" und bist damit erstmal raus, außer es kommt richtig hart auf hart. Dann ist aber niemand raus.

Vor dir stehen Millionen anderer auf der Liste, so viele Sturmgewehre hat die BW gar nicht.
 
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Wer ausgemustert wurd,e wer mit Sicherheit gar nix machen müssen.. Allerdings darf man auch nciht vergessen, das nicht jeder "muss". Es gibt ja auch im Krieg noch Polizei, Feuerwehr usw. und auch der ÖPNV muss fahren.
Zudem gibt es div. "Sicherstellungsgesetze" die dafür sorgen das z.B. LKW bschlagnahmt werden oder es wäre auch eine "Zwangsarbeit" in der Lebensmittelindustrie denkbar usw. Das meiste davon schlummert.

https://de.wikipedia.org/wiki/Sicherstellungs-_und_Vorsorgegesetze

Und das ganze ist heute denkbar auch im Bereich IT. So wird man einen wichtigen IT Admin zB. bei einem Kraftwerk nicht einziehen.

Im V- Fall ist das erst was sich ändert das der Bundeskanzler der IBUK wird. Und wenn es dann an die Reservisten geht, so wird die Bw mit Sicherheit auf gerade entlassene Soldaten zurückgreifen, egal ob FWDL oder Zeitsoldaten, vermutlich die letzen 1-2 Jahre und diese unmittelbar einziehen.

Die Wehrpflichtigen die vor gut 20 Jahren gdient haben (wie ich zB.) sind erst mal raus, mit denen kann man nix anfangen. Gut ich wäre nicht raus, da ich noch 3 Jahre im Heimatschutz war.

Diese gehören ja zur allgemeinen Reserve wo einfach alle gedienten untergebracht sind, die nicht beordert sind oder zum Heimatschutz gehören. Diese wird man vermutlich erst mal kurz Ausbildungen unterziehen müssen.

Generell wäre die Rolle von D. ja her so eine Art Transportstützpunkt zum Versorgen von Konviois usw.

Und die große Flucht die kommen wird, gibt es ja auch noch.

Aber um vlllt die Frage vom TE noch mal zu holen

Formell ist man als ehemaliger Zivildienstleistender nicht raus, sondern kann auch eingezogen, verwendet werden. Nun eben nicht an oder mit der Waffe.

Zur Realität gehört aber auch das man mit Aussetzung der Einberufung zum Grundwehrdienst, in großem Stil die ganzen Strukturen aufgeöst hat, die im V-FAll genau das gemacht hätten, nämlich Leute einberufen, die Wehrüberwachung durchführen usw. Eben Kreiswehrersatzämter und die Pendants für dne Zivildienst.

Aktuell wäre die Bw vermutlich gar nicht in der Lage sämltliche Reservisten einzuberufen, einzukleiden und unterzubringen geschweige den auszubilden.

MIt den Zivldienern wird es ähnlich aussehen.
Wie gesagt kommt alles zu spät. So stellen (jetzt) erst viele BOS fest, das manche Helfer in 2 oder gar 3 Organsiationen mitwirken, und/ode Reservisten sind oder bei Polizei und Rettungsdienst hauptberuflich arbeiten.
In der Theorie war das nie erlaubt wurde aber geduldet.
So weiß heute kaum eine Feuerwehr oder kaum ein DRK wer den im V-Fall kommen würde und ob.
 
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Koszneyr schrieb:
Moin zusmmen,

ich wollte hier im Forum nachfragen, ob der aktuelle Bundeswehr "Zwang" auch für die alten Zivis gilt?
Welcher aktueller "Zwang"?
Koszneyr schrieb:
Muss man sich auch melden, wenn man länger als Drei Monate sich im Ausland aufhält?
Sagt mal Leute, wenn das Thema Euch so interessiert, wie wäre es damit: weniger TikTok und mehr Nachrichten zu dem Thema lesen?
 
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Was stellt ihr euch denn unter der aktuellen Lage für einen Krieg vor?
Das russische Soldaten plötzlich vor Berlin stehen?
Die kommen ja kaum in der Ukraine bemerkenswert vorwärts.
Im (NATO-)Bündnisfall, dessen Frontlinie östlich von Polen verlaufen würde, würden nur die aktuell erfahrenen Soldaten an die Front geschickt. Von der Reserve und wenn überhaupt aus dem wehrfähigen Jahrgängen würden nur im Heimatschutz eingesetzt werden.
Das wäre ein Szenario, welches Russland sich personaltechnisch nicht leisten kann, selbst wenn es ohne die USA nur gegen die Westeuropäischen Armeen ginge. Russland ist jetzt schon am Limit.
Blieben noch Angriffe mit Fernwaffen auf Westeuropa. Da wäre es völlig egal, ob man in einer Uniform oder in Zivilkleidung steckt. Ein Einschlag nimmt keine Rücksicht auf die einstufung der Wehrfähigkeit von Personen im Zielgebiet.
 
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MAYvonBlei schrieb:
Welcher aktueller "Zwang"?

Sagt mal Leute, wenn das Thema Euch so interessiert, wie wäre es damit: weniger TikTok und mehr Nachrichten zu dem Thema lesen?

Hier werden Sachen vermischt. Das in den Medien ist die Meldepflicht für Männer die der Wehrüberwachung unterliegen, also Reservisten (und in der Theorie Ungediente). Für ehemalige Zivis gilt eine ebenfalls die Meldepflicht, aber nur bis 36.

Beides steht und stand weiterhin in den entsprechenden Gesetzen. Nur wenden es halt die entsprechenden Stellen nun nicht an.

Und beides gilt wie gesagt seit über 40 Jahren, hat halt nur keinen interessiert bisher. Man hätte es 1992 genauso melden müssen wie heute.

Stovi schrieb:
Im (NATO-)Bündnisfall, dessen Frontlinie östlich von Polen verlaufen würde, würden nur die aktuell erfahrenen Soldaten an die Front geschickt. Von der Reserve und wenn überhaupt aus dem wehrfähigen Jahrgängen würden nur im Heimatschutz eingesetzt werden.

Nope. Beschäftig dich mal mit der Reserve der Bundeswehr.

Diese ist dreigeteilt

Truppenreserve: Das sind die klassischen Reservisten die einen Dienstposten in einer aktiven Einheit haben (auch "Spiegeldienstposten" genannt) oder die zu Ergänzung oder Ersatztruppenteilen gehören (Diese haben im Frieden 1 -3 Soldaten und "wachsen" dann auf). Das gibt es bei Heer, Luftwaffe und Marine und Z-SAN.

Territoriale Reserve: Hier ist der Heimatschutz angesiedelt und Ersatztruppenteile, die nur zur SKB gehören.

Für diesen beiden Reserven muss man sich beordern lassen und auch regelmäßig üben usw.

Der Rest landet in der allgemeinen Reserve und hat keine Ausrüstung und nichts.
Den "wehrfähigen" Jahrgängen steht auch die Verweigerung offen.

In der Allgemeinen Reserve sind alle die gedient haben und nicht beordert sind von jung bis alt. Die kann man nicht ohne weiteres einsetzen.
 
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Und Pistorius Aussage, dass die Meldepflicht nicht gilt, gab es in jedem Print- und Onlinemedium zu lesen.
 
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Na da bin ich ja froh dass damals ich offiziell als untauglich eingestuft wurde...
 
MAYvonBlei schrieb:
Und Pistorius Aussage, dass die Meldepflicht nicht gilt, gab es in jedem Print- und Onlinemedium zu lesen.
Dennoch steht es immer noch in den entsprechendne Gesetzten. Und nochmal: Der TE war ZIvi, in den Medien geht es um die Wehrüberwachung das was völlig anderes. Der ist und war da raus.

Die meisten Zivis sind eh schon aus dem Alter der Meldepflicht raus.
 
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Danke für die zahlreichen Antworten!
Sollen sich erstmal andere für diesen Staat aufopfern - ich jedenfalls nicht.
 

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