Frage, Timeout eines Netzlaufwerks?

Domi83

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Hallo Leute, ich habe da mal eine kleine Frage... bei uns im Büro haben wir noch einen Windows Server 2012 R2 Essentials im Einsatz. Er tut das was er tun soll, Active Directory und Samba Freigaben. Ich müsste raten, glaube aber vor drei Jahren wurde dieser installiert.

Nun haben wir es dann im letzten Jahr doch endlich durchgeführt, und zwar Windows 10 auf allen Clients installiert (8 Stück). Allerdings gibt es seit ein paar Wochen (Kollegin kann nicht genau sagen seit wann) dass Phänomen, wenn sie eine Excel Tabelle nach längerer Zeit öffnet, dass Excel hängt.

Da die Leute ungeduldig sind, klicken sie in der Liste rum, es folgt oben in der Leiste "Keine Rückmeldung" und irgendwann geht es. Da ich selbst nicht jeden Tag da bin (dank Kurzarbeit), hab ich nun mal versucht das Phänomen wiederzugeben. Dabei ist mir aufgefallen, wenn man ca. 5, 10 oder 20 Minuten nichts auf dem Netzlaufwerk ausführt, dauert das Öffnen der Excel Tabelle wirklich lange.

Sobald die Verbindung dann wieder problemlos steht, kann ich jede Liste wieder in Sekunden öffnen.

Persönlich dachte ich erst an ein Update von Office / Excel der letzten Wochen, da mir ein Bekannter (Windows Server 2016 und Windows 10 Clients) ebenfalls davon berichtet hatte. Nach ein wenig forschen, habe ich ihn darum gebeten mal das gleiche Szenario darzustellen und auch er ist sich sicher dass nach einer Zeit von X Minuten die Verbindung irgendwo getrennt wurde, was dazu führt dass das erste öffnen einer Datei etwas länger dauert.

Persönlich würde ich sagen, dass es sich hierbei eher um ein Phänomen von Windows 10 handelt und es so etwas wie einen "keep alive" der Netzlaufwerke nicht gibt und dieser aber in Windows 7 vorhanden war. Ich hatte das Phänomen auch schon gesucht, allerdings werden meine Schlagworte einfach nur grütze sein, denn ich hab nur eine Aussage gefunden die besagt dass das Problem vom Server kommt.

Wer von euch hat denn schon mal ein ähnliches Phänomen vorgefunden und hat dafür eine Idee zur Optimierung?

Gruß, Domi
 
Domi83 schrieb:
Dabei ist mir aufgefallen, wenn man ca. 5, 10 oder 20 Minuten nichts auf dem Netzlaufwerk ausführt, dauert das Öffnen der Excel Tabelle wirklich lange.

Wie ist die Speicherauslastung auf dem Server? Wie sieht die Hardware allgemein aus? Welcher Virenscanner wird verwendet?
 
Windows trennt Netzlaufwerke nach einer gewissen Dauer der Inaktivität. Dieses Timeout kann man anpassen oder gar abschalten. Schau mal hier
 
Bezüglich dem Samba... gute Frage, welches ist denn defaultmäßig im Windows Server 2012 R2 Essentials im Einsatz?? Für die Frage was alles verändert wurde, es wurde nichts spezifisch verändert. Windows wurde installiert, der Assistent führte einen dann bei der Einrichtung des PDC durch die Schritte und fertig ist.

Anschließend hab ich User angelegt, die Netzlaufwerke hinterlegt und gut ist.

Bezüglich der Hardware, unsere Server ist relativ alt...
  • Xeon X3430 mit 16 GB Ram
  • 2x 600 GB SAS Festplatten (Raid 1)

Das System meines Bekannten ist doch etwas potenter mit 32 GB Ram und einer relativ neueren Xeon CPU als unsere. Aber wie gesagt, die Kisten müssen auch nichts tun. Dazu kommt, dass es damals mit dein Windows 2008 Server (der bei uns vorher installiert war) sowie Windows 7 Pro. diese Thematik nicht gab.

Bezüglich Auslastung, CPU liegt im schnitt zwischen 10 - 20%, RAM liegt ebenfalls bei 10 - 20% (laut Task-Manager).

Wenn ich den Artikel von Raijin richtig lese, scheint es aber wirklich einen time out sowohl vom Windows Server System als auch den Windows Clients zu geben um Ressource zu schonen oder frei zu geben. Ich werde das mal meinem Bekannten weiterreichen und er soll mal bei sich den 'lanmanserver' Wert anpassen und gucken ob sich was tut. Sonst müssen wir auch mal den 'lanmanworkstation' Parameter setzen und gucken.

Würde euch aber auf dem laufenden halten :)

Gruß, Domi

p.s. Ja, ich weiß... es gibt auch schon neuere Hardware und ein guter Verkäufer würde sagen "kann man ja abschreiben", aber dennoch muss so etwas immer bezahlt werden und aufgrund eines 8 Personen Unternehmens (bei uns), sehe ich keinen Grund Chef zu sagen "hey, wir brauchen doch langsam einen neuen Server" ;)

Nachtrag1: Vorhin bei der Suche hatte ich auch was gefunden bezüglich registry und 'HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\Tcpip\Parameters', aber ich finde es gerade nicht.

Nachtrag2: Dieses hier war es... das hatte ich über irgend eines der Foren gefunden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Domi83 schrieb:
es gibt auch schon neuere Hardware und ein guter Verkäufer würde sagen "kann man ja abschreiben"

Das ist an dieser Stelle uninteressant, wichtig für die Fehlersuche ist es aber die relevanten Komponenten zu kennen und CPU interessiert da eigentlich ziemlich wenig.

Wenn du Probleme am Netzwerk hast, wäre es nett wenn du alles was die Probleme verursachen kann berücksichtigst und diese hier aus preisgibst. Welche Netzwerkarten, welcher Switch, Virenschutz? RAM wäre eine Möglichkeit gewesen, aber 32GB sind für einen Dateiserver mehr als genug.
 
xexex schrieb:
Das ist an dieser Stelle uninteressant
Alles klar, es gibt halt auch gerne mal Leute hier die einem dann sagen dass die Hardware ja alt ist und mal neue her muss etc. :) Aber gut, versuchen wir es mal...

  • Netzwerkkarte, weiß ich gerade nicht... ist ein Fujitsu Server, kann ich aber morgen nochmal gucken.
  • Switch, HP Procurve (kein Layer-3)
  • ESET File Security

Da mein Bekannter allerdings auch so ein Problem hat, irgend ein Sophos System anstelle des ESET arbeitet und deren Switche von Cisco sind (glaube ich) und der Windows Server neuer ist, tippe ich ja eher auf diese time out Thematik. Zumal mein Client im Büro (oder der meines Kollegen) das nicht hat... ich versuche aber mal zu erforschen, ob auch einer der anderen solch ein Problem hat, wenn sie längere Zeit nicht auf das Netzlaufwerk zugegriffen haben :)
 
Domi83 schrieb:
ich versuche aber mal zu erforschen, ob auch einer der anderen solch ein Problem hat, wenn sie längere Zeit nicht auf das Netzlaufwerk zugegriffen haben

Der Punkt ist, wäre das ein allgemeines Problem, wären diverse Foren voll von Meldungen zu diesem Thema. Ich betreue unzählige Server und mir ist ein solches Problem bisher nie aufgefallen. Der Timeout mag das Problem zwar abzumildern oder zu beheben, aber nicht die eigentliche Ursache.

Beim Fujitsu Server wird es eine Intel oder Broadcom Netzwerkkarte sein, hier würde ich als erstes nach einem aktuellen Treiber schauen. Bei dem Alter des Servers auf jeden Fall beim Hersteller und nicht bei Fujitsu schauen, dort ist das OS möglicherweise nicht offiziell unterstützt.

Bei dem HP Switch, ist mir deine Angabe noch immer viel zu wage. Es gibt von HP OfficeConnect (ehemals 3Com), bis zu HP Enterprise eine riesige Palette an Switchen. Wenn es aber "richtige" HP Switche sind, wie zum Beispiel ein Procurve 2520, dann haben sie eine umfassende Protokollfunktion über Netzwerkereignisse. Hier auf jeden Fall überprüfen ob eine aktuelle Firmwareversion installiert ist.

Die eigentliche Ursache sehe ich aber im ESET und Sophos, beides wenn ich mal sagen darf absoluter Mist. Ist hier Scannen von Netzwerklaufwerken aktiv? Tritt der Fehler auch auf, wenn der Client entfernt ist? Wird auf dem Server und auf dem Client gescannt?
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xexex schrieb:
Bei dem HP Switch, ist mir deine Angabe noch immer viel zu wage.
Moin... ich hab eben mal geschaut was genau das für ein Switch ist... es handelt sich um einen HP ProCurve 1400-24G! :) Gekauft wurde dieser ca. 2008 als wir das Gebäude gewechselt hatten und im Fujitsu Server ist ein Intel Chip für die Netzwerkkarte verbaut. Hätte ich auch gestern Abend via RDP gucken können, ist mir aber eben erst eingefallen.

Bezüglich ESET bin ich halt damit am besten gefahren. Ja, man argumentiert immer mit "schlangen Öl" und kommt mit der Windows 10 eigenen Lösung um die Ecke, aber nachdem einer meiner eigenen Kunden (bin auch selbstständig im Nebenerwerb) eine E-Mail mit Anhang öffnete und das System verseucht war, musste ich erst einmal schauen wie der Schädling ins Netzwerk kam. Dies habe ich auch erst heraus gefunden als ich mit meinem Notebook die E-Mails prüfte und ESET gleich "nein!" sagte. Ist auch noch gar nicht so lange her (Juli 2020) und mir ging es nur darum, die Daten schnell wiederherzustellen, da damit gearbeitet werden musste.

Das war zumindest mal eine Erfahrung von mir, bei der sich jemand auch in Foren schlau gelesen hatte und sagte "ja, aber Windows 10 soll doch auch ausreichend Schutz bieten", hatte auch gesagt dass es das wohl tut aber in diesem Fall ging das nach hinten los :o

Zurück zur Thematik selbst... bei uns im Büro läuft die File Security (Server Seitig) und die Endpoint Security (Client Seitig). Wie das Sophos System bei meinem Bekannten läuft, muss ich erst nachfragen. Das lokale Netzwerk ist aber ein vertrauenswürdiges Netz (Client Seitig), da somit die File Security den Server scannt, lässt die Endpoint Variante den Server in Ruhe und prüft nur die lokalen Dienste (E-Mail, surfen etc.). Hoffe ich hab jetzt nichts vergessen :D

Da ich aber das Phänomen (glaube ich) relativ gut replizieren kann, indem ich 20 Minuten warte und dann das öffnen der Tabellen dauert, werde ich mal ESET auf dem Client pausieren und schauen was dann passiert.

Nachtrag: Falls es irgendwie unter ging... das Problem existiert (bei uns) nicht auf allen Clients. Und dabei sind sie alle identisch... Hard- und Software :)
 
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So, einmal einen Nachtrag... Kumpel kam noch nicht dazu zu testen. Ich habe ESET sowohl Serverseitig als auch Clientseitig entfernt und wie von mir gedacht, es lag nicht daran. Es ist auch nur dieser eine Client und betrifft nicht mehrere.

Interessant ist, wenn man mal sucht "excel öffnen netzwerk dauert lange", scheint es doch ein bekanntes Problem zu sein. Es liegt auch nicht an der Datei selbst, denn wenn man grob 60 - 120 Sekunden wartet, dauert das öffnen jeder Excel Datei einfach sehr lange. Lokal gespeichert, öffnen die Dateien sofort.

Allerdings haben die Leute im Netz das Problem eher mit älteren Excel Versionen in Verbindung mit einem Patch gehabt und bei uns ist überall Excel / Office 2019 im Einsatz. Sobald ich aber eine weitere Neuigkeit habe, gibt es wieder ein Feedback. Aber zumindest ließt es sich so, als wenn es eher ein Excel und kein Netzwerk Problem sein könnte...

Gruß, Domi

Nachtrag1: Um nochmal ein wenig Ausschluss zu betreiben... ich habe mich lokal als Admin am Client angemeldet und auch dort besteht das Problem. Scheint also nicht nur dieser eine User zu sein...
 
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Irgendwelche VBA Routinen im Hintergrund mit StartUp oder DocumentOpen Event?

Nimm dir einen anderen Rechner, benutzt das Netzwerkkabel vom betroffenen PC und checke das quer.
Wenn es nicht auftritt, ist das Netzwerk iO. Wenn es auftritt, Kabel und Switchport quertesten.

Ansonsten mach den PC neu, du verschwendest vermutlich Tage ohne Erfolg wo eine Neueinrichtung von Windows in zB 4-6h erledigt ist. Die Aktivierung mit älteren Win7/8 Keys sollte immernoch direkt im Setup gehen.
 
Moin... Ja, dass mit dem Netzwerkkabel / Port wäre mal eine Idee, xexex hatte ja schon auf so etwas hingedeutet durch eine ähnliche Aussage. Hab ich nur noch nicht dran gedacht und gestern Abend habe ich (da keiner im Büro war) via Fernwartung einfach mal herum experimentiert.

Normalerweise ist das erste was mir durch den Kopf geht "ich mache Windows einfach neu", und fertig ist. Dass ist Kostengünstiger als die X Stunden damit zu verbringen das Problem zu suchen. Allerdings packt mich bei so etwas auch gerne der Eifer und ich wüsste gerne woher das Problem kommt. Dazu kommt noch, dass ich meine normalen Tätigkeiten alle schaffe und dennoch nebenbei forschen kann (Voraussetzung, der Client ist nicht belegt).

Hatte z.B. bei mir zuhause und bei zwei unterschiedlichen Kunden auch ein Phänomen mit Windows 10, da dauerte der Startvorgang ultra lange und diese Punkte drehten sich. Dass dauerte mal 2 Minuten, mal 40 Minuten. Da kamen die interessantesten Theorien hervor von "defekter Hardware" bis über Netzwerkprobleme und ESET war da auch wieder ein Thema, aber nach einem Neuinstall war es weg. Gut, lange Rede kurzer Sinn... Netzwerk selbst teste ich nochmal via Kabel tauschen, muss dabei nur die PCs einmal umstellen.

Es scheint auch primär Excel zu sein. Word klappt bedenkenlos... VBA Skripte sind in den Excel listen nicht drin. Im Prinzip sind wir wirklich die einfachste Variante von Anwendern. Windows 10 + Office + Firefox + ESET installiert, Kollegen können arbeiten. Drucker noch dazu, fertig ist. Und was Excel angeht, die öffnen Excel, tragen da Daten ein (Formeln können sie nicht), wird gespeichert, gut ist :)

Die Listen die ich gestern getestet hatte, sind nicht mal 20 KB groß...

Gruß, Domi
 
Domi83 schrieb:
Dabei ist mir aufgefallen, wenn man ca. 5, 10 oder 20 Minuten nichts auf dem Netzlaufwerk ausführt, dauert das Öffnen der Excel Tabelle wirklich lange.

Sobald die Verbindung dann wieder problemlos steht, kann ich jede Liste wieder in Sekunden öffnen.
Hat diese Aussage denn noch Bestand? Deine Rhetorik entwickelt sich immer mehr in die Richtung, dass die Excel-Dateien immer lange brauchen. Also was nun? Wenn der Punkt mit der Inaktivität nach wie vor gegeben ist, hast du dann mal den Timeout des Netzlaufwerks hochgesetzt bzw. ggfs abgeschaltet (=-1, aber nur im Notfall)?


Wenn es damit nicht zusammenhängt, eine andere Frage: Betrifft das grundsätzlich alle Excel-Dateien oder immer wieder dieselben? Ich frage deswegen, weil wir in der Firma auch einige Excel-Tabellen teilen bzw. ich muss ab und an mal einen Blick in eine Tabelle vom Verkauf werfen. Die Kollegen haben die Datei aber auf Basis einer Excel-Vorlage erstellt und nu sehe ich bei jedem Öffnen der Datei, dass Excel nach der Vorlage im Netzwerk sucht, sie scheinbar nicht findet, die Datei nach einer gewissen Zeit dann aber trotzdem öffnet.

Prüfe daher auch mal ob in der fraglichen Tabelle bei euch auch eine Vorlage hinterlegt ist bzw. ob es mit einer brandneuen, von 0 auf erstellten Tabelle ebenfalls passiert.
 
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