Fragen zum Heimnetzwerk

VoodooMan

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Hallo!

Mein Name ist Michael und ich bin durch Zufall (bzw. beim googlen) auf dieses tolle Forum gestoßen.
Da hier viele Experten unterwegs sind, hoffe ich, dass Ihr mir bei den einen oder anderen Fragen wertvolle Tipps bzw. Anregungen geben könnt.

Wir bekommen im Juni unsere neue Eigentumswohnung, welche in 4 Zimmern (Z1, Z2, WZ u. SZ) eine fixe Lan Verkabelung installiert hat. Leider nur ein Kabel pro Zimmer (CAT7 Kabel, CAT6 Dose), jedoch wird dies bestimmt ausreichen bzw. ist jetzt nicht mehr leicht zu ändern.
Diese 4 Lan Verbindungen enden im Abstellraum als lose Kabel mit ca. 1m Länge und sollen auf ein Patchpanel installiert werden. Auch die Telefon (für DSL) bzw. die Telekabel Dose befinden sich im Abstellraum (siehe beigefügte Bilder).

Gerne hätten wir auch einen Mini Server bzw. NAS im Abstellraum stehen. Mini Server/NAS und Modem sollten in einem kleinen Serverschrank Platz finden (10" ausreichend?).
Jetzt stellt sich mir die Frage ob es besser wäre den Serverschrank unten wo die Lan Kabel rauskommen, oder lieber über dem Gefrierschrank (siehe Bilder, Gefrierschrankhöhe ist ca. 144cm) zu montieren.

Wäre der Serverschrank unten beim Lan Kabel Ausgang, könnte man wohl das Patchpanel direkt in den Schrank integrieren und die Länge vom Standartkabel der Telekabel Dose zum Modem welche in den Serverschrank geht, würde wahrscheinlich ausreichen. Leider verlieren wir so mehr Platz im Abstellraum für andere Sachen.
Montieren wir den Serverschrank über dem Gefrierschrank, so würden wir zwar mehr Platz für Regale gewinnen, müssten jedoch die Lan Kabel vom Lan Kabel Ausgang auf ein Patchpanel installieren und von dort, zusammen mit dem Telekabelanschluss, Patchkabel in einem Kabelkanal zum Serverschrank legen (ca. 3m Kabellänge).

Gibt es Kabel in 3m Länge für eine Telekabel Dose zum Modem bzw. Telefondose (DSL) zum Modem zu kaufen und hat man dadurch einen Geschwindigkeitsverlust (die Kabel welche von den Providern mitgeliefert werden sind meist 0,5-1m)? In der neuen Wohnung haben wir uns für einen Telekabelanschluss (UPC) mit 75Mbit Down und 7,5Mbit Upload entschieden und wollen diese Geschwindigkeit natürlich auch erreichen.

Welche der beiden Lösungen findet Ihr besser bzw. habt ihr eventuell eine ganz andere Idee?
Könnt Ihr mir bitte auch einen guten Onlineshop für Netzwerk-Equipment bzw. ein Patchpanel & Serverschrank der groß genug ist und vorzugsweise gut aussieht (wäre meine Frau sehr dankbar) empfehlen?

Als NAS/Microserver hätte ich an sowas mit OMV als BS gedacht: http://www.technikaffe.de/anleitung-266-nas__advanced_fuer_6_festplatten_mit_erweiterungsmoeglichkeit (Quelle: Technikaffe.de)
Alternativ ev. auch ein HP Microserver Gen8 oder ein Fertignas von Synology.
Zwar braucht das NAS zur Zeit nicht viel zu können (Datengrab, Fotobackup, streamen von Filmen an Fernseher bzw. Media Box usw...), trotzdem hätte ich gern ein wenig Luft nach oben für die Zukunft (ev. Cloud, VPN Server oder andere Dinge).
2 Festplatten Slots wären das absolute Minimum, 4 wären mir lieber und auch für die Zukunft sicherer.
Ich denke, die oben angeführten NAS System sollten auch recht Stromsparend arbeiten.

Ich hoffe Ihr könnt mir einige wertvolle Tipps geben, damit im neuen Eigenheim Netzwerktechnisch alles gut klappt.


liebe Grüße

Michael
 

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Das ist eine rein kosmetische und keine technische Frage. Es kommt halt darauf an wieviel Zeit du invenstieren willst. Make-it-Nice währe natürlich der Serverschrank. Da wir nicht wissen wielange ihr in der Wohnung bleiben wollt oder wie die Sitation überhaupt ist und wieviel Zeit du überhaupt in solche Sachen investieren willst muss du selber Entscheiden wie du das handhaben willst/kannst.
 
Hallo Michael,

na dann mal wenig Stress beim Umzug.

Bzgl. deiner Fragen:
1) Wo Kabel kaufen?
-> bei Amazon findest du die passenden Kabel, da brauchst du dich nicht extra bei irgendeinen speziellen Shop anmelden
2) NAS/Serverschrank
-> ich würde dir empfehlen nur ein NAS aufzustellen ohne speziell einen Serverschrank zu kaufen
-> das NAS kannst du in ein Regal reinstellen, fertig
-> als weitere Empfehlung: kauf dir noch zusätzlich einen Switch (mind. 8 Port) - die meisten Router haben nicht mehr als 4 LAN Ports und somit bekommst du nicht alle Räume bei dir angeschlossen
-> Anschluss ist dann Router für Bereitstellung Internet, an diesen kommt der Switch und daran kommen dann die Kabel aus den Patchpanel, am Router selbst kannst du dann noch das NAS anschließen
-> PS bei mir habe ich es so gelöst, dass ich ein großen Schrank von Ikea in der Abstellkammer habe, das unterste Fach ist für das NAS + Switch - hinten habe ich dann die Wand vom Schrank herausgeschnitten wg. der besseren Belüftung/Verhinderung Wärmestau
3) NAS Selbstbau bzw. Fertiglösung
-> anhand deiner Fragen gehe eher von einem unerfahrenden User aus, kaufe hier lieber die Fertiglösungen von Synology bzw. QNAP, die sind gut und das wichtigste beim NAS ist - aus meiner Sicht - auch die einfache Bedienung
- Testserver Synology
- Testserver QNAP
-> bei Youtube findest du ebenfalls gute Tutorials zur Bedienung & Einrichtung der Geräte
4) Festplatten für das NAS
-> hier gibt es bei den beiden Herstellern jeweils Kompatibilitätslisten ... generell musst du schauen, dass die Festplatten 24/7 "geeignet" sind, also 24 Stunden Betrieb und 7 Tage die Woche ...
 
Naja, sobald du auf ein Panel auflegst (könntest auch Dosen setzen) wäre ein Schränkchen schon sinnvoll.
10" ist halt echt klein, aber du musst ja auch nur 4 Kabel auflegen.
Wo ist denn dein Kabelanschluss, sprich: wo kommt der Router hin?

Die Kabel die aus der Wand kommen sehen nicht so aus als ob die bis oben auf deinen Gefrierschrank reichen. Daher würde ich ein robustes Tischchen nehmen, da den Schrank drauf und die Netzwerkgeschichte da drunter lösen. Im idealfalls musst du da ja nie wieder ran.

Zuleitung zum Router verlängern geht normalerweise. 3m sollten unproblematisch sein. Aber frag da am besten nochmal beim Provider oder dem Techniker nach.
 
Hallo und danke für eure Antworten!

@_killy_
Hoffe auch auf wenig Stress beim Umzug. Aber da muss man durch :D.
Deine Aufstellung ist super, gerade die Idee mit dem Schrank ist nicht verkehrt (wäre ich im Leben nie drauf gekommen) und eine Überlegung wert.

Als Switch hätte ich zB an den TP-Link TL-SG108 8-port Metal Gigabit Switch oder den Netgear GS108 GE 8-Port Gigabit-Kupfer-Switch gedacht. Günstig, sparsam und sollte für meine Zwecke genügen. Oder hat ein teurerer Switch gravierende Vorteile bezüglich Geschwindigkeit, Langlebigkeit, Energieeffizienz?

Sollte ich mir ein fertig NAS holen, dann ein Synology. DSM gefällt mir persönlich besser, ist aber wohl Geschmacksache.



@h00bi
Da hast du recht, 10" ist wirklich winzig. Ein 9 HE 19Zoll Schrank wäre sicher sinnvoller und würde sich von der Höhe auch noch über den Gefrierschrank ausgehen. Hier würde man zumindest auch ein Fertig NAS, Switch und Modem rein bekommen.
Will man einen Miniserver mit Midi-Tower unter bekommen, dann wird es wohl selbst hier eng mit dem Platz (sofern sich das mit Modem und Switch überhaupt ausgeht).

Der Telekabelanschluss ist das letzte Kabel Richtung Steckdose (Lan Kabel -> Telefonkabel (DSL) -> Telekabel).
Das Telekabelmodem sollte dann entweder in den Serverschrank über dem Gefrierschrank, oder bei der zweiten Lösung (wie es zB _killy gemacht hat) in ein Regal/Schrank wo die Lan Kabel rauskommen.

Nein die 4 Lan Kabel reichen leider nicht bis zum Gefrierschrank, da diese nur ca. 1m lang sind. Bei der Serverschrank über dem Gefrierschrank Lösung müsste ich wie im Anfangspost schon beschrieben, die Lan Kabel beim Ausgang auf ein Patchpanel installieren und von dort ca. 3m lange Patchkabel weiter zum Serverschrank verlegen. Natürlich bräuchte ich dann auch ein 2-3m Kabel von der Telekabeldose bis zum Serverschrank, wenn das Telekabelmodem im Schrank ist. Damit das was gleich schaut, müsste ich die Patchkabel und das Telekabel in einem Kabelkanal an der Wand verlegen (sonst gibt es Schimpfe von der Frau :D).
Ob sich der Mehraufwand für ein wenig Platz im Abstellraum lohnt? Leider hat der Abstellraum nur 2,63 m², wo ein wenig zusätzlicher Platz sicher nicht schadet.

Ich denke ich werde mich eher für eine Lösung beim Lan Kabel Ausgang entscheiden, wie zB von euch beiden vorgeschlagen.
Leider komme ich erst wieder am 1.06 bei der Schlüsselübergabe in die Wohnung.


Herzlichen Dank für Eure großartige Hilfe, werde Euch auf den laufenden halten!


liebe Grüße

Michael
 
Hallo Leute!

Mittlerweile haben wir uns in der neuen Wohnung gut eingelebt und bis auf einige kleine Details (Wandsticker usw.) alles fertig.
Deshalb will ich euch anhand einiger Fotos unsere Lösung vom Netzwerkschrank in der Abstellkammer zeigen. Eventuell hat jemand was ähnliches vor und kann sich dadurch eher ein Bild machen.

20150808_180428.jpg
Istalliertes Patchpanel mit Kabel Modem

20150809_092825.jpg
19" Intellinet Wandverteiler 12HE 600x600mm + Fachboden (Wo sich das Kabel Modem und der 8-Port Switch befinden) + Kabelmanagment-Panel + 19" Steckdosenleiste.

20150817_145530.jpg
Fertig eingebundener Netzwerkschrank im Regalsystem.

Unseren ursprünglichen Gedanken den Netzwerkschrank über den Gefrierschrank zu montieren haben wir schnell verworfen,
da:
a) meiner Frau der Stauraum über den Gefrierschrank wichtiger war als unten in der Ecke.
b) sich so der Netzwerkschrank schöner integrieren lässt.
Ein Patchpanel (oder Dosen) hätten wir auch für die jetzige Lösung benötigt, da die verlegten Kabel leider zu kurz für das direkte auflegen auf ein 19" Patchpanel im Netzwerkschrank gewesen wären.
Für den 12HE Intellinet Wandverteiler mit den Maßen 600x600x600mm habe ich mich entschieden, da dieser genau gleich lang wie die hinteren Bretter ist und ich so noch ca. 8cm Luft (um die 13cm wenn ich die Sockelleisten runter nehmen würde) in der Breite zum Gefrierschrank habe (sollten wir unseren Gefrierschrank durch einen neueren etwas breiteren tauschen). Des weiteren habe ich die rechte Seitentür abgenommen und den Schrank ganz zur Wand gestellt. So verschwindet der Ausgang der Verlegekabel, das Patchpanel sowie der DSL und Kabel Anschluss im Netzwerkschrank. Auch habe ich in diesem Schrank genügend Platz für ein etwas größeres NAS, welches ich mir noch anschaffen will.
Über die Qualität vom 136,79 Euro teuren Netzwerkschrank war ich positiv überrascht.

Einzig wegen der Netzwerkkonfiguration hätten ich noch einige Fragen an Euch.
Es geht vom Schlafzimmer, Wohnzimmer, Zimmer 1 und Zimmer 2 je ein Cat7 Lankabel in die Abstellkammer zum 8 Port Switch, welcher auch mit dem danebenstehenden Kabelmodem Ubee EVW3226 verbunden ist. Im Wohnzimmer steht ein Netgear Nighthawk R7000 über den alle WLAN Verbindungen laufen und an dem zur Überbrückung, bis wir ein NAS haben, eine Externe USB3 Festplatte hängt.
In der alten Wohnung hatten wir noch DSL und das Modem einfach am Wan Port vom Nighthawk hängen.
Dies geht jetzt in der neuen Wohnung leider nicht mehr, da das Kabel Modem im Netzwerkschrank von der Abstellkammer und der Netgear WLAN Router im Wohnzimmer steht und wir dort hin leider nur eine Lan Verbindung haben (die Leerverrohrungen sind leider zu schmal, sodass ich kein zweites Lan Kabel zum Wohnzimmer durchziehen kann).
Gerne würde ich den Nighthawk als Router verwenden, da die Einstellmöglichkeiten am Ubee EVW3226 sehr beschränkt sind. Leider hat das Kabel Modem wegen DSLITE auch keine Möglichkeit auf einen Bridge Modus zu wechseln. Momentan habe ich zur Überbrückung die Lan Verbindung zum Wohnzimmer am Wan Port vom Nighthawk hängen und so quasi zwei getrennte Netzwerke. Dies soll sich jetzt ändern. Hoffe Ihr könnt mir dabei helfen.
Anbei ein paar Screenshots vom Modem und Nighthawk:

upc modem 1.jpg
Netzwerkeinstellung Ubee EVW3226 (Kabel Modem)

upc modem 2.jpg
Zusätzliche Einstellmöglichkeiten vom Kabel Modem Ubee EVW3226 (auch unter System ist der Punkt Bridge Modus lt. I-Net wegen DSLITE nicht verfügbar)

nighthawk R7000 1.jpg
I-NET Einstellungen vom Nighthawk R7000 welches er sich automatisch am WAN Port vom DHPC Server des Kabelmodems holt.

nighthawk R7000 2.jpg
WAN Konfiguration

Korrigiert mich wenn ich falsch liegen sollte, aber ich denke mal ich muss beim Kabel Modem den DHCP Server abstellen und die Lan Verbindung zum Wohnzimmer vom WAN Port des Nighthawks auf einen normalen LAN Port stecken. Aber was muss ich dann bei den Interneteinstellungen am Nighthawk einstellen, damit dieser trotzdem das Inet im Netzwerk für alle Geräte bereitstellen kann?

Alternative B wäre den Nighthawk als AP laufen zu lassen und über das Ubee EVW3226 Kabel Modem zu routen.
Jedoch will ich dies nicht unbedingt, wegen
a) der bescheidenen Einstellmöglichkeiten vom Kabel Modem
b) da ich so keine Zugriffsmöglichkeit auf die externe USB 3.0 Festplatte welche am Router hängt hätte.

Ein gutes NAS welches seinen Platz im Netzwerkschrank finden wird, ist erst für Herbst/Winter geplant (die Wohnung hat doch einiges an Geld verschlungen).


Ich hoffe ihr könnt mir auch bei diesem Problem behilflich sein und verbleibe mit


lieben Grüßen,


Michael
 
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