Fragen zur Paritionierung

yamaharacer

Lt. Junior Grade
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Hallo zusammen,

Ich habe ausgiebig in der virtuellen Maschine Manjaro KDE ausprobiert

Nun stelle ich mir natürlich auch dir Frage wenn ich es installieren möchte wie meine Partitionierung aussehen sollte

Was ich habe:
2 x NVME M2 SSD mit je 1TB (Spiele und Programme)
2 x 2 TB Festplatten (Daten, Filme, Musik usw)
1 x 500GB SSD SATA (aktuell Windows)


Wie bewerkstelligt man dass nun dass das gescheit zusammen passt bzw. Partitioniert ist?

Datensicherung habe ich natürlich bereits gemacht und es steht alles offen.
 
yamaharacer schrieb:
Wie bewerkstelligt man dass nun dass das gescheit zusammen passt bzw. Partitioniert ist?
Die eine goldene Regel gibt es nicht. Die relevante Frage die zuerst kommt lautet: Was willst du erreichen? Soll Windows verschwinden oder parallel bleiben?
Welche Möglichkeit bzw. Varianten zu dem Thema hast du dir selbst überlegt und warum zweifelst du diese an bzw. wo sind die konkreten Fragen dazu?
 
Die Partitionierung sollte so aussehen, dass es zu deinen Anforderungen passt. In welchem Umfang willst du Manjaro nutzen, welche Aufgaben willst du mit welchem OS ausführen?

Am einfachsten wäre es natürlich eine weitere SSD für Manjaro dazu zustecken und einfach darauf zu installieren.
Sonst könntest du auch von einer der SSDs ~128GB abknapsen und da Manjaro drauf knallen, dann hättest du etwas Spielraum.

Aber bisher kann dir bei deinen Angaben nicht gezielt geholfen werden.
 
Windows soll verschwinden. Manjaro soll auf die SATA SSD.

korrigiert mich wenn ich falsch liege. In home wird alles gespeichert was ich installiere und wo ich arbeite.

Meine konkrete frage stellt sich dann, wie ich es hinbekomme, dass home über beide nvme Festplatten verwendbar ist.

Die Datenplatten würde ich separat mit ext4 formatieren und einbinden. Das ist verständlich aber das Thema mit Home halt nicht bzw. Dass Programme auf denn NVMEs landen.
 
yamaharacer schrieb:
korrigiert mich wenn ich falsch liege. In home wird alles gespeichert was ich installiere und wo ich arbeite
Dies ist nicht ganz richtig bzw. unscharf. In /home sollen alle Daten/Dokumente des Benutzers abgelegt werden. Da wäre also eigentlich (im Sinne des Filesystem Hierarchy Standard) die "korrekte" Zuordnung das home-Verzeichnis auf die HDD zu schieben.

Programme werden eigentlich nach /usr/bin/* installiert. Du kannst das in deiner VM auch im Terminal mit "which Programmname" auslesen. Das ist aber wieder vom Paketmanager abhängig (wobei es in meiner ManjaroVM hinhaut)

Steam speichert die Programme wohl in /home, die lässt sich innerhalb von Steam aber konfigurieren.

Du müsstest die einzelnen Ordnerstrukturen auf deinen SSDs verteilen und dann erneut im root mounten. Das ist möglich aber doch einiges an konfigurationsaufwand. Hier verhält sich Linux etwas anders als Windows.
 
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yamaharacer schrieb:
In home wird alles gespeichert was ich installiere
Hier liegst du falsch.
yamaharacer schrieb:
Meine konkrete frage stellt sich dann, wie ich es hinbekomme, dass home über beide nvme Festplatten verwendbar ist.
Jetzt kommen wir der Fragestellung näher. Ich gehe also davon aus, dass du 2 TB Speicherplatz haben willst sonst hättest du ja Spiegelung oder vergleichbares geschrieben.
Also für die "Zusammenfassung" von zwei gleich großen Datenträgern, egal ob NVMe, SATA, SAS und egal ob HDD oder SSD hast du zwei Optionen:
1. Raid 0 aus den beiden Laufwerken. Alles was du darauf ablegst wird bitweise abwechselnd auf das eine und dann das andere Laufwerk geschrieben. Höhere Schreibgeschwindigkeit, lesen und Zugriffslatenz afaik minimal (wenn überhaupt nur mess- aber nicht real spürbar) höher aber da können andere vermutlich genaueres zu schreiben, da ich weder beruflich noch privat Raid 0 nutze. Das Raid kannst du unter Linux mit dem Tool mdadm bzw. dmraid erstellen. Beliebige Anleitung: https://wiki.ubuntuusers.de/Software-RAID/ aber vermutlich wirst auch im Archwiki oder sonst wo per Suchmaschine etwas finden.
2. Verwendung von LVM. Grundlagenartikel: https://www.thomas-krenn.com/de/wiki/LVM_Grundlagen, weitere Infos im Thomas-Krenn-Wiki, Ubuntuusers-Wiki, Archwiki, $Suchmaschine. Bei LVM wird quasi erst das eine und dann das andere Laufwerk gefüllt.

Beim Raid erstellst du auf dem (logischen) Raiddevice dann eine Partitionstabelle, erzeugst eine Partition mit Dateisystem deiner Wahl und mountest dieses in /home.
Bei LVM erstellst auf der Volume Group dann ein Logical Volume, erzeugst darauf/dadrin ein Dateisystem deiner Wahl und mountest dieses in /home.
Klingt beides komplizierter als es ist, keine Angst. Grundlagenartikel lesen, ggf. in einer VM mit mehreren vDisks ausprobieren oder hier konkrete Fragen stellen.

Die meisten Programme, die über Paketmanager (inkl. AUR afaik) installiert werden, installieren die Programme an sich in /usr/bin. Die Config-Files der Programme dann in /etc/ und was wo sonst unter Linux liegt, kannst du beispielsweise hier nachlesen: https://en.wikipedia.org/wiki/Filesystem_Hierarchy_Standard
Wichtig: Es gibt Distributionen, die davon abweichen. Wie das bei Manjaro ist, musst du heraus finden.
Steam oder manch andere Sonderfälle gibt es auch, die installieren dann die Spiele entsprechend in /home soweit nicht anders angegeben.
 
Alles klar danke schon mal. Werde ich mich mal weiter einlesen.

Edit:
Jetzt muss ich doch nochmal genauer fragen. Macht es überhaupt Sinn so an die Sache heranzugehen?

Ich meine mir fehlt die Erfahrung daher frage ich: gibt es Situationen bei denen die 500GB SSD nicht ausreichen wird?

Was bei mir Platz fressen wird ist:
Musik, Filme, Spiele (Steam), eventuell VM
Für diese Dinge sollte es doch reichen einfach Partitionen zu erstellen und die Speicherorte zuzuweisen oder?

Das wäre der einfachste weg. Die 500GB als Systemplatte, die NVME als Raid für Steam und die HDDs einfach als ext4 für Daten?
Bin mir nur gerade nicht sicher ob man Steam sagen kann wo es installieren soll.
 
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Folgendes: In Linux kannst du Partitionen quasi überall mounten. du kannst also in /home/asdf eine Partition mounten und du bekommst gar nicht mit, dass dort ein anderer Speicherort verwendet wird. Es werden also nicht zwangsläufig neue "Laufwerkbuchstaben" vergeben sondern die Partitionen sind für dich als Nutzer transparent. Das Dateisystem kümmert sich nach der initialen Konfiguration drum.

Für "normale" Programme und die Linux-Installation reichen die 500GB ziemlich sicher. Da ich aber nicht weiß was genau du vor hast, welche Programme du nutzen willst, was dein workload ist, kann ich das nicht abschätzen. Das solltest du uns sagen können. Ich nutze für mein Linux eine 250GB SSD und hab mehr als genug Platz.

In Steam kannst du auch unter Linux neue Bibliotheksordner anlegen, findet sich in den Downloadeinstellungen.

Und die restlichen Daten kannst du eigentlich auf den HDD lassen und einfach in dein /home mounten. Müsstest dann die /etc/fstab anpassen, aber bei deinem Vorhaben kommst du da eh nicht drum rum :D
 
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@yamaharacer Mit der /etc/fstab solltest Du Dich auf jeden Fall beschäftigen.

https://wiki.archlinux.de/title/Fstab

Diese Konfigurationsdatei bestimmt, wo und mit welchen Voraussetzungen/Berechtigungen Partitionen und Laufwerke bereitgestellt werden. Vergiss einfach alles, was Du über Laufwerke unter Windows gelernt zu haben meinst. Und was @TheABP schon sagte: Installiere das Linux einfach auf die SSD wie geplant und mach Dir dann mountpoints für die Daten. In Steam kannst Du auch meines Wissens nach den Ordner selbst bestimmen - dann definierst Du einfach eine Deiner NVMe-SSDs als Mountpoint und Speicherort für steam und fertig. /home ist eigentlich vor allem der Speicherort für userspezifische Einstellungen - heißt: Du installierst ein Programm und machst dann Einstellungen in diesem Programm = die Konfigurationsdateien landen in Deinem home-Verzeichnis. Du passt die von Dir vewendete grafische Oberfläche an = die Konfigurationsdateien landen in Deinem home-Verzeichnis. /etc ist dann normalerweise für die systemweiten Einstellungen gedacht.
 
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