Also, ich hatte in der Schule mehrere Sprachen: erst englisch, dann ab der 7.Klasse französisch, dann ab der 9. Latein und gleichzeitig an der VHS spanisch.
Ich muß sagen, daß ich eher sprachbegabt war. Ich habe Latein als notwendiges Übel betrachtet, da ich das kleine Latinum schaffen wollte, um vielleicht Medizin studieren zu können. Für die Grammatik war Latein sicher gut auch für Medizinische oder naturwisenschaftliche Fachbegriffe sicher von Vorteil oder auch als Grundlage für z.B. italienisch- da kann man sich schon einiges ableiten. Ich persönlich habe spanisch noch gelernt, weil es doch in sehr vielen Ländern gesprochen wird. Mir hat das in Südamerika sehr viele Vorteile gegenüber anderen Touristen gebracht, die kein spanisch sprachen.
Klar, Latein ist eine "tote" Sprache und die punischen Kriege nicht jedermanns Sache, aber mittlerweile ist Latein doch mehr gegenwartsbezogen- z.B. Übersetzen von Fabeln oder Asterix und Obelix.
Mein Bruder war eher mathematisch- naturwissenschaftlich orientiert und hätte sehr große Schwierigkeiten mit der französischen Aussprache bekommen, aber er hat immer pauken können. Da war Latein genau das Richtige (Vokabeln, Deklinationen unregelmäßiger Verben pauken etc.). Das viele Pauken war nie was für mich. Mir ist fast jede Sprache sehr leicht gefallen- deswegen kam ich auch mit Latein nicht so zurecht und hatte keinen Spaß daran.
Man muß nur wissen, wofür man die Sprache nutzen will und wie man mit Sprachen zurecht kommt.