FRITZ!Box für Mesh-Netzwerk hinter Speedport für Internet

BoDyGuArD

Lt. Junior Grade
Registriert
Feb. 2003
Beiträge
343
Hallo zusammen,

ich bin ratlos bei folgendem Szenario, bei dem ich einem Freund versuche zu helfen.

Kurze Randinformation: Er hat sein Haus frisch renoviert. Jeder Raum hat Ethernet-Dosen, die über ein Switch aus einem zentralen Technikraum verbunden sind. Dieses Setup funktioniert einwandfrei und darum geht es hier nicht.

Ursprung - problemfrei:
  • Kabel-Internet (Kabel-Anschluss im Wohnzimmer) via Vodafone
  • Hardware: FRITZ!Box 6660 Cable (Wohnzimmer), FRITZ!Repeater 1200 AX (1. Etage, LAN-Bridge)
    • Betrieb via Mesh (Box: Master)
    • Die FRITZ!Box speist das Internet (LAN1) im Wohnzimmer via Ethernet-Dose ins Netzwerk ein.
  • Fazit: Problemloser Betrieb, alles super.

Neues Szenario - das für mich nicht lösbare Problem:
  • Er hat von Vodafone (Kabel) zur Telekom (DSL) gewechselt.
  • Wunsch: Die FRITZ!-Geräte aus dem Ursprungsszenario sollen identisch genutzt werden, als hätte sich (eigentlich) nichts verändert.
  • Von der Telekom gab es eine Speedport Smart 4 Typ A.
    • Der Speedport steht im Technikraum, baut dort die DSL-Verbindung auf und speist das Internet (LAN1) via Switch ins Netzwerk ein. WLAN wurde am Gerät deaktiviert.
  • Die FRITZ!Box 6660 Cable im Wohnzimmer (LAN1) ist via Ethernet-Dose verbunden, um das Internet zu verteilen. Konfiguration wurde so angepasst, dass sie via LAN1 die fremd-erzeugte Internetverbindung übernimmt.
    • Damit das Mesh (LAN-Bridge) in der 1. Etage weiter funktioniert, geht von der FRITZ!Box via LAN2 ein zweites Kabel in die Ethernet-Dose im Wohnzimmer. Dies scheint eine notwendige Eigenheit zu sein, weil LAN1 in der neuen Konfiguration exklusiv für den Internet-Empfang via LAN genutzt wird.
    • Die FRITZ!-Geräte sind ansonsten identisch konfiguriert, wie oben.
  • Jetzt zum Problem: Nutzt ein Gerät im WLAN das Internet (insbesondere oben via FRITZ!Repeater), haben alle anderen Geräte im WLAN/Ethernet zwar eine Verbindung zum Netzwerk aber kein/kaum Internet.
    • Nach Recherche sind Themen wie „zwei DHCP-Server“ (Speedport, FRITZ!) aufgekommen. Habe ich beim Speedport ausgeschaltet - identisches Problem.
    • Speedport im DSL-Modem-Betrieb bringt leider nichts, weil die FRITZ!Box als Kabelmodel keine PPPoE-Verbindung aufbauen kann.
Wir haben gestern Stunden verbracht und frustriert aufgegeben. Ich habe keine Idee mehr.

Was ist das Problem? Was ist die Lösung mit bestehender FRITZ!Hardware und dem Wunsch, dass diese das gesamte Mesh-Netzwerk (WLAN/Ethernet) weiterhin „orchestriert“ und lediglich die Internetverbindung vom Speedport nutzt und verteilt?

Viele Grüße und ich danke euch herzlich
Tobias
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie die Verkabelung genau ausgeführt ist müsstest Du mal skizzieren. Läuft die Leitung vom Speedport direkt zur FRITZ!Box oder über einen Switch?
Auch wie die FRITZ!Box genau eingerichtet ist. Als IP-Client oder Router z.B.
 
Der Speedport steht im Technikraum, wo auch Switch und Telefonanschluss sind. Die FRITZ!Box steht im Wohnzimmer, mehreren Räume davon entfernt, und bedient sich der Ethernet-Verbindung über eine Ethernet-Dose, verbunden mit dem Switch.
Speedport und FRITZ!Box sind folglich über den Switch via Ethernet verbunden, nicht unmittelbar.

FRITZ!Box ist als Router konfiguriert, nicht als IP-Client. Lediglich die Einstellung, dass das Internet nicht via Kabelmodem aufgebaut, sondern über LAN1 empfangen wird, ist umgestellt worden.

Reichen die zusätzlichen Informationen für ein besseres Bild?
 
Warum nicht via 2x Stück RJ45 auf RJ11 Adapter DSL ins Wohnzimmer legen und dort den Speedport benutzen. Spart auch Strom weil man die Fritzbox dann nicht braucht. Ich hoffe mal den Fritz Repeater kann man auch mit Kabel als Standalone AP benutzen.

Dein Problem denke ich liegt an der für diesen Zweck exotischen Kabel Fritzbox 6660.
 
Wir würden gerne im FRITZ!-Ökosystem bleiben. Über alternative Lösungen machen wir uns Gedanken, wenn das Thema mit gegebenen Mitteln wirklich unlösbar ist.

Danke trotzdem für deinen Impuls!
 
BoDyGuArD schrieb:
FRITZ!Box ist als Router konfiguriert, nicht als IP-Client.
Das ist wohl das Problem.

Die Lösung wäre wohl:
1. FritzBox als LAN Client
2. DHCP vom Speedport aktiv und bei Fritzbox abschalten
3. in der Fritzbox diese als Mesh-Master definieren.
4. Repeater mit der Fritzbox ins Mesh nehmen
5. "Freuen"
 
UweP44 schrieb:
2. DHCP vom Speedport aktiv und bei Fritzbox abschalten
Das ist oft problematisch bei einem Providerwechsel, wenn man schon ein schön aufgebautes und strukturiertes Netzwerk stehen hat.

Mein Vorschlag wäre:
1. Den Smart 4 in den reinen Modem-Modus versetzen (sollte über die Web-UI gehen).
2. Smart 4 direkt mit der Fritzbox verbinden (LAN 1 ist dann dein WAN-Port).
3. In der Fritzbox den Internetzugang über LAN 1 konfigurieren, DHCP und die Netzwerkeinstellungen so lassen wie es war.
4. Von der Fritzbox (LAN 2) dann weiter auf den Switch.
5. Alle kabelgebundenen Geräte nur noch am Switch betreiben.
(am LAN 3-4 der Fritzbox würde es auch funktionieren, aber du musst bedenken, dass die Routingleistung bzw. Switching-Kapazität der Fritzbox nicht die beste ist.

Wenn du noch den Smart 4 noch über die Web-UI erreichen möchtest, müsstest du eine IPv4-Route in der Fritzbox erstellen.

Nicht getestet, sollte aber logischerweise funktionieren :)
 
Das geht nur, wenn ins WZ wo der Kabelrouter steht, 2 LAN Kabel vorhanden sind. Dann würde man die Kabel-Fritze WAN Port1 mit dem Speedport verbinden. Die übrigen LAN Ports dann mit der 2. Leitung zum Switch usw.
Ob man den Speedport als Modem schalten kann für pppoe Einwahl und ob die Kabel Fritze WAN auf LAN1 kann must Du klären. Es gab einige Providergeräte, wo die Firmware das nicht konnte. Ob der Speedport1 noch als Modem fungieren kann bin ich überfragt. Das wäre aber das geringste Übel, dann baut man halt eine Router Kaskade dort.
Aber probier das was in #8 beschrieben ist, das müste auch mit einem LAN Kabel dort zum WZ gehen.
 
BoDyGuArD schrieb:
FRITZ!Box ist als Router konfiguriert, nicht als IP-Client. Lediglich die Einstellung, dass das Internet nicht via Kabelmodem aufgebaut, sondern über LAN1 empfangen wird, ist umgestellt worden.
Dann sollen aber doch vermutlich alle Geräte hinter der FRITZ!Box miteinander verbunden werden und nicht über den Speedport. Daher wäre ein direkte Verbindung vom Speedport zur FRITZ!Box notwendig.
So ist es jetzt gemischt.
 
BoDyGuArD schrieb:
Was ist das Problem?
Dass ihr eisern an der 6660 festhalten wollt

BoDyGuArD schrieb:
  • Er hat von Vodafone (Kabel) zur Telekom (DSL) gewechselt.
  • Wunsch: Die FRITZ!-Geräte aus dem Ursprungsszenario sollen identisch genutzt werden, als hätte sich (eigentlich) nichts verändert.
  • Von der Telekom gab es eine Speedport Smart 4 Typ A.
    • Der Speedport steht im Technikraum, baut dort die DSL-Verbindung auf und speist das Internet (LAN1) via Switch ins Netzwerk ein. WLAN wurde am Gerät deaktiviert.
  • Die FRITZ!Box 6660 Cable im Wohnzimmer (LAN1) ist via Ethernet-Dose verbunden, um das Internet zu verteilen. Konfiguration wurde so angepasst, dass sie via LAN1 die fremd-erzeugte Internetverbindung übernimmt.
Viel viel viel zu kompliziert.

6660 verkaufen*, Speedport verkaufen, DSL Fritzbox kaufen, fertig.

*Artikelnummer angeben und dazu schreiben, dass sie korrekt beim Anbieter abgemeldet wurde.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: up.whatever, User007, DevD2016 und eine weitere Person
Genau, das ist das einfachste. Man kann die 6660 als Access Point und für telefonie dort ja behalten.
Ist aber die Frage ob die 6660 auf Kleinanzeigen mehr bringt als eine 7530AX gebraucht kostet.
Die wäre dort im WZ als AP besser.
Eine neue Fritze für xDSL kann ja eine billige gebrauchte 7520 sein. Die würde ja reichen bei der Verteilung wo die TAE-Dose ist.
Wenn der Speedport gemietet ist, kann man den ja retoure gehen lassen und spart die Miete. Aber vermutlich ist der eine Beigabe, statt der 200€ Prämie. Also muss man den auf Kleinanzeigen verkaufen. Dann merkt man was er wert ist.
Oder aber wenn man noch irgendwo einen Access Point braucht, stellt man den dort hin. ohne mesh halt und ohne telefonie, aber immerhin mit Wifi6.
 
Zuletzt bearbeitet:
Du sollst die 6660 verkaufen. Du schreibst in die Artikelbeschreibung rein, dass das Gerät ordnungsgemäß vom Provider abgemeldet ist und dass die Artikelnummer 2000 2910 lautet. Stell sie für 100 Euro rein und vom Erlös kaufst du dir, was du tatsächlich brauchst.
 
bin/bash schrieb:
Das ist oft problematisch bei einem Providerwechsel, wenn man schon ein schön aufgebautes und strukturiertes Netzwerk stehen hat.

Mein Vorschlag wäre:
1. Den Smart 4 in den reinen Modem-Modus versetzen (sollte über die Web-UI gehen).
2. Smart 4 direkt mit der Fritzbox verbinden (LAN 1 ist dann dein WAN-Port).
3. In der Fritzbox den Internetzugang über LAN 1 konfigurieren, DHCP und die Netzwerkeinstellungen so lassen wie es war.
4. Von der Fritzbox (LAN 2) dann weiter auf den Switch.
5. Alle kabelgebundenen Geräte nur noch am Switch betreiben.
(am LAN 3-4 der Fritzbox würde es auch funktionieren, aber du musst bedenken, dass die Routingleistung bzw. Switching-Kapazität der Fritzbox nicht die beste ist.

Wenn du noch den Smart 4 noch über die Web-UI erreichen möchtest, müsstest du eine IPv4-Route in der Fritzbox erstellen.

Nicht getestet, sollte aber logischerweise funktionieren :)
Die Idee ist total super. Leider kann die FRITZ!Box 6660 Cable auf diesem Weg keine Internetverbindung aufbauen, weil es die Kabelversion ist (keine Möglichkeit für die Eingabe der Zugangsdaten für DSL) und der Speedport im Modem-Modus keine bestehende Internetverbindung durchreicht.
 
Hi...

BoDyGuArD schrieb:
Die Idee ist total super.
Auf welche genau beziehst Du Dich?
- EDIT -
Ah, erledigt.
BoDyGuArD schrieb:
Leider kann die FRITZ!Box 6660 Cable auf diesem Weg keine Internetverbindung aufbauen, weil es die Kabelversion ist (keine Möglichkeit für die Eingabe der Zugangsdaten für DSL) [...]
Sorry, aber das ist ja klar.
BoDyGuArD schrieb:
[...] der Speedport im Modem-Modus keine bestehende Internetverbindung durchreicht.
Genau dafür gibt's den Modem-Modus - warum sollte das also nicht funktionieren?

Wie genau sehen dort Vorort die Voraussetzungen aus:
  • DSL-Zugang (per 1. TAE) sowie Patchpanel und Switch im Keller?
  • FritzBox soll im WoZi stehen?
  • Festnetz-Telefonie wird genutzt?
  • existieren zwei LAN-Anschlußmöglichkeiten in dem WoZi?
Btw.:
Du darfst auch ruhig vorhandene Beiträge editieren.
 
BoDyGuArD schrieb:
jeder Raum hat Ethernet-Dosen
Hatte @hildefeuer schon in Post #10 angerissen: Doppel- oder Einfach-Dosen? Laut Deiner Beschreibung verstehe ich „Doppel-Dose“. Du gehst vom Speedport direkt auf das Patch-Panel zu dieser Dose, also nicht über den Switch. Und dann gehst Du von der FRITZ!Box wieder auf den (zentralen) Switch.

So habt ihr dann eine Router-Kaskade, was Murks ist aber für den Übergang erstmal tut. Dann holt Ihr Euch bitte eine andere FRITZ!Box, z.B. einer 7520, die kostest gebraucht keine 30 €. Dann baust Du den Speedport ab und gehst Du mit dem DSL-Kabel direkt auf das Patch-Panel, verlängerst also das DSL nach oben.
 
User007 schrieb:
Hi...


Auf welche genau beziehst Du Dich?
- EDIT -
Ah, erledigt.

Sorry, aber das ist ja klar.

Genau dafür gibt's den Modem-Modus - warum sollte das also nicht funktionieren?

Wie genau sehen dort Vorort die Voraussetzungen aus:
  • DSL-Zugang (per 1. TAE) sowie Patchpanel und Switch im Keller?
  • FritzBox soll im WoZi stehen?
  • Festnetz-Telefonie wird genutzt?
  • existieren zwei LAN-Anschlußmöglichkeiten in dem WoZi?
Btw.:
Du darfst auch ruhig vorhandene Beiträge editieren.
Beim Ausprobieren im Modem-Modus hatte du FRITZ!Box kein Internet.

Zu deinen Fragen:
  1. Ja, alles in einem Raum.
  2. Ja, weil sonst ein weiterer Repeater im Mesh (als LAN-Brücke) ins Spiel käme. Aktuell FRITZ!Box für EG, FRITZ!Repeater für 1. OG.
  3. Aktuell nicht genutzt. Option soll aber für die Zukunft bestehen bleiben.
  4. Zwei LAN-Anschlussmöglichkeiten je Ethernet-Dose - korrekt.
PS: Nicht editiert, weil ich mobil mit dem Handy das referenzierte Zitat nicht korrekt hätte einfügen können.
 
Wie hier schon geschrieben sollte folgendes funktionieren:
Speedport und Fritzbox (Lan1) ohne Switch dazwischen verbinden.
Dann Fritzbox Lan2 mit dem Switch verbinden.
Dann hat der Switch nur die Verbindung zur Fritzbox und damit alle anderen angeschlossenen Geräte.
 
Zurück
Oben