Fritzbox verlegen...wie Verkabelung realisieren?

Erbsenkönig

Lt. Commander
Registriert
Jan. 2008
Beiträge
1.437
Moin!

Ich möchte gerne die Fritzbox von der einen Ecke des Wohnzimmers ans andere Ende des Raumes verlegen und dort oben auf dem Wohnzimmerschrank platzieren, um die WLAN Verteilung zu verbessern (hab das Ganze schon mit iperf3 getestet; bringt deutlich was).

Problematisch ist dabei nun, dass ich am anderen Ende des Raumes keinerlei Anschlüsse habe, also Kabel quer übers Zimmer ziehen müsste. Es geht dabei um

-1x Netzwerkkabel für LAN Verbindung zum PC
-1x Netzwerkkable für DSL Verbindung
-1x TAE Kabel um Basisstation des Telefons weiterhim am selben Ort belassen zu können

Ich würde das Ganze gerne unter die Sockelleisten beim Laminat packen. Dabei muss ich um die "Niesche" für die Terassentür rum, sprich ich müsste 4x "ums Eck.

Wie würdet ihr das Ganze angehen? 3x RJ45 und dann entsprechende Adapter dürfte funktionieren, oder? Am Besten Flachbandkabel, die im Zwischenraum problemlos Platz finden sollten. Cat 6 oder Cat 7?

Grüße
 
Geht's dir nur ums WLAN?
Wenn ja könntest du auch mit deutlich weniger Stress den Empfang verbessern
 
2x RJ45 reicht. 1x 8-adrig für Gigabit zum PC und 2x 4-adrig für DSL und Telefon. Wenn 100MBit zum PC reicht, dann würde sogar 1x RJ45 reichen (4-adrig zum PC, jeweils 2 Adern für DSL und Telefon).
 
Coca_Cola schrieb:
Geht's dir nur ums WLAN?
Wenn ja könntest du auch mit deutlich weniger Stress den Empfang verbessern

Jap. Ich hab mit den Einstellungen an der Fritzbox schon vieles probiert, aber es hilft einfach nichts. Dass sie "im Eck steht", hilft ebenso wenig...

Plutos schrieb:
2x RJ45 reicht. 1x 8-adrig für Gigabit zum PC und 2x 4-adrig für DSL und Telefon. Wenn 100MBit zum PC reicht, dann würde sogar 1x RJ45 reichen (4-adrig zum PC, jeweils 2 Adern für DSL und Telefon).

Verzeih mir diese "untechnische Ausdrucksweise", aber ich möchte sichergehen, dass ich dich richtig verstehe: Du würdest ein Kabel "unangetastet" vom PC zur Fritzbox führen und das andere Kabel am anderen Ende "aufteilen", also die eine Hälfte in die DSL Buchse der Fritzbox führen und an die andere einen TAE Stecker dranmachen? Müsste ich das dann aber aber auf der anderen Seite nicht ebenso machen?
 
Coca_Cola schrieb:
Schon an nen Repeater gedacht?

Wir haben leider keine Steckdosen im Gang. Und einen AC habe ich mit dem Ubiquiti AC Lite schon ausprobiert, aber der bringt am Platz der Fritzbox dieselben Ergebnisse, sprich den müsste ich auch verlegen. Bevor ich aber für den 80 € ausgeben und zusätzliche Mehrkosten beim Strom habe, kann ich auch gleich die ganze Fritzbox verlegen.
 
Erbsenkönig schrieb:
Müsste ich das dann aber aber auf der anderen Seite nicht ebenso machen?
Klar. Routerseitig jeweils 4-adrig in den Telefon-/TAE-Anschluss bzw. den DSL-"Eingang", und auf der anderen Seite die aufgeteilten Gegenstücke des Kabels (ebenfalls jeweils 4 Adern) einmal ins Telefon selbst und einmal in die Telefondose (für DSL). Die 4 (2 an jedem Ende) benötigen Stecker musst du halt selbst dranmachen (bevorzugt) oder über entsprechende Adapter gehen. Das ist natürlich Mehraufwand, dient aber eben dem Zweck, möglichst wenige Kabel verlegen zu müssen.
 
Für DSL zur Fritzbox gibt es Kabel die ca. 2 mm Durchmesser haben (2 Drähte reichen dafür). Auf die Signalqualität hat das keine Auswirkungen.
 
Plutos schrieb:
Klar. Routerseitig jeweils 4-adrig in den Telefon-/TAE-Anschluss bzw. den DSL-"Eingang", und auf der anderen Seite die aufgeteilten Gegenstücke des Kabels (ebenfalls jeweils 4 Adern) einmal ins Telefon selbst und einmal in die Telefondose (für DSL). Die 4 (2 an jedem Ende) benötigen Stecker musst du halt selbst dranmachen (bevorzugt) oder über entsprechende Adapter gehen. Das ist natürlich Mehraufwand, dient aber eben dem Zweck, möglichst wenige Kabel verlegen zu müssen.

Ist das denn schwierig, dort Stecker ranzumachen? Wenn die Kabel so mit weniger Adern reichen, wäre das natürlich nicht schlecht.
Ergänzung ()

omavoss schrieb:
Für DSL zur Fritzbox gibt es Kabel die ca. 2 mm Durchmesser haben (2 Drähte reichen dafür). Auf die Signalqualität hat das keine Auswirkungen.


Also ganz normale Telefonkabel wie das hier?

https://www.amazon.de/CSL-Westernan...d=1501968161&sr=8-2&keywords=telefonkabel+15m
 
Erbsenkönig schrieb:
Ist das denn schwierig, dort Stecker ranzumachen?
Nicht wirklich. Wenn du Farben auseinanderhalten und eine Zange zusammendrücken kannst, dann beherrschst du alles, was man zum Crimpen individueller (Western-)Stecker braucht. Aber wie gesagt, wenn man vorhandene Kabel und ggf. passende Adapter verwendet, kommt man sogar ohne "manuelle Eingriffe" aus. Wo ein TAE-Stecker nötig ist, würde ich der Einfachheit halber nämlich eher ein fertig konfektioniertes Kabel verwenden. Da kommt's eben auch darauf an, welche Verkabelung/Stecker bisher vorhanden sind. Wie gesagt, Westernstecker lassen sich simpel crimpen, TAE oder ADo 8 z.B. eher weniger.
 
Man könnte auch das DECT-Handgerät direkt an der Fritzbox anmelden, sofern sie dafür geeignet ist (bitte mal den Typ der Box nennen). Dann wäre eine TAE-Verlängerung obsolet.
 
Plutos schrieb:
Nicht wirklich. Wenn du Farben auseinanderhalten und eine Zange zusammendrücken kannst, dann beherrschst du alles, was man zum Crimpen individueller (Western-)Stecker braucht. Aber wie gesagt, wenn man vorhandene Kabel und ggf. passende Adapter verwendet, kommt man sogar ohne "manuelle Eingriffe" aus. Wo ein TAE-Stecker nötig ist, würde ich der Einfachheit halber nämlich eher ein fertig konfektioniertes Kabel verwenden. Da kommt's eben auch darauf an, welche Verkabelung/Stecker bisher vorhanden sind. Wie gesagt, Westernstecker lassen sich simpel crimpen, TAE oder ADo 8 z.B. eher weniger.

Ja das werde ich denke ich so machen. So viel kosten ja passende Kabel auch nicht.

omavoss schrieb:
Man könnte auch das DECT-Handgerät direkt an der Fritzbox anmelden, sofern sie dafür geeignet ist (bitte mal den Typ der Box nennen). Dann wäre eine TAE-Verlängerung obsolet.

Sinus 405 von der Telekom. Direkt über DECT anmelden ist nicht gewünscht, da dann die Telekom-spezifischen Funktionen der Basis verloren gehen. Habe ich beim Kauf der Fritzbox schon ausprobiert. Und ein Neukauf steht soweit ich weiß auch nicht an (ist das Elternhaus; ich bin nur fürs Ausarbeiten der Wünsche da ;)).
 
Coca_Cola schrieb:
Geht's dir nur ums WLAN?
Wenn ja könntest du auch mit deutlich weniger Stress den Empfang verbessern
Erbsenkönig schrieb:
Jap. Ich hab mit den Einstellungen an der Fritzbox schon vieles probiert, aber es hilft einfach nichts. Dass sie "im Eck steht", hilft ebenso wenig...
Welche Fritzbox hast du? Die Sendeleistung ist bei den meisten Routern gleich, das A&O für einen guten Empfang ist die Kombination aus Standort, den Antennen und deren Ausrichtung! Normal strahlen diese rund ab ... und empfangen natürlich auch so. Eine verbotene Steigerung der Sendeleistung bringt daher wenig, da es dann am Empfang fehlt. :rolleyes:. Aber wenn dein Router in der Ecke steht und alle Geräte mehr oder weniger sich alle in eine Richtung davon befinden, kannst du es mal mit Reflektoren versuchen, die "nutzlose Wellen" dahin umleiten, wo du sie benötigst. Verbessert natürlich auch den Empfang des Routers. Kostet nix, einfach gebastelt und bringt enorm etwas! Wir haben das über 4 Etagen mit Stahlbetondecken und Fußbodenheizung gemacht und kommen dadurchi dann mit einem Router und einem Accesspoint aus, um alle Bereiche die WLAN benötigen ausgeleuchtet sind. O.k. außerhalb des Grundstücks ist das WLAN dann nicht mehr empfangbar, aber so sollte es ja auch sein :evillol:

Wenn das nix hilft dann positioniere einen Accesspoint an den bestmöglichen Standort.
Erbsenkönig schrieb:
Wir haben leider keine Steckdosen im Gang.
Dann besorg dir einen Router, der per Powerbank läuft und konfiguriere ihn als Accesspoint oder kaskatiere diesen als Router mit der FritzBox, dann hast du auch eine DMZ.

Je nachdem, wie viel Räume du versorgen willst/musst, reicht ein kleiner Zwerg, wie der TP-Link 300Mbps Wireless N Nano Router Model TL-WR802N. Den kannst du mit etwas Geduld bei eBay für nur 10-15 € kaufen und braucht so wenig Strom, dass du bei der Auswahl der Powerbank aufpassen musst, dass diese keine Mindestabnahme voraussetzt und abschaltet.

Wenn es was richtig leistungsfähiges sein soll, dann nimm den GL.iNet GL-AR300M Mini Travel Router oder den GL-MT300A-Ext mini router, jeweils mit zwei externen Antennen. Die kannst du ggf. auch noch durch das anschrauben von handelsüblichen Antennen mit anderer Abstrahlcharakteristik optimieren kannst. Auf beiden läuft OpenWrt, kannst du also genau auf deine Bedürfnisse hin konfigurieren und haben eine ordentlich schnelle CPU sowie für so einen kleinen Zwerg immens viel Speicher, insbesondere der GL-MT300A.
 
Was denn nun, Fritzbox oder Sinus?
An die umplatzierte Sinus stöpselst Du die Basis des DECT-Telefons an und deren Handteil kommt an eine passende Ladestation an der gewohnten Stelle. Alles kein Problem.
 
Zurück
Oben