News FSF startet Kreuzzug gegen Windows 7 & Co.

Dumm nur, dass Linux und andere OS-Freeware noch immer nicht vergleichbar mit Windows ist und genau deshalb so wenige Anhänger findet.

Wenn man 1000 Faq´s lesen muss, weil man einen ollen Treiber installieren möchte und das dann trotzdem nicht funktioniert und von der eingebildeten Community auf Fragen nur "RTFM" als Standardantwort erhält (offensichtlich wissen die es selbst nicht, sonst müssten sie ja helfen können :p), dann sollte sich auch keiner wundern, dass alle Windows benutzen, auch wenn es nicht der Weissheit letzter Schluss ist.

Ich hatte noch nie einen PC von der Stange, kam aber um Windows nie herum. Alleine schon die Spieleunterstützung ist unvergleichlich.

Ich arbeitete auf dem ach so unsicheren Windows 3.11/95/98 und XP und immer (sofern es eines gab) am Adminkonto, weil mir die hin- und herloggerei am A.... geht, und hatte im Leben noch keinen Schädling auf meinem PC. Dafür hab ich bei Bekannten und Verwandten schon hunderte Schädlinge "gejagt" und "erlegt".

Wer ist also jetzt Schuld an den verseuchten Systemen? Der User der jede EXE unbesehen anklickt und jede Browsernachfrage (unbelesen) mit "ja" beantwortet oder das OS??? :lol:

DRM interessiert mich nicht... Wer verwendet schon den ollen MP? :evillol:

Das Einzige was mich an Vista und W7 stört ist, dass der Hardwaresound wegen dem DRM entfernt wurde, was imho einen krassen Rückschritt in Sachen Soundqualität zufolge hatte.

Spiele wie z. B. WoW (schlechtes Beispiel, ich weiss :)) klingen jetzt beschissen und von Sourroundsound ist keine Spur mehr, der wurde einfach für Vista durch Pseudosourround ersetzt. Wo ich früher klare, satte Sounds aus den richtigen Richtungen gehört habe, hör ich jetzt garnichts oder nur dumpfe, hallende, unecht klingende Soundfetzen, als würde mein Char im Badezimmer kämpfen.

Und hört mir auf mit Monopolstellung! Windows ist nicht umsonst erfolgreich. Da steckt jede Menge Arbeit und auch Geld drin. Versuch mal ein neues OS zu etablieren und fast alle Softwarehersteller dazu zu bringen, dafür Software zu schreiben und dann sehn wir weiter ;)

JEDER der als einziger ein so erfolgreiches Produkt am Markt hätte, würde genauso handeln und alles dazu tun, um seinen Platz an der Front zu behalten.

Jeder der das abstreitet, war noch nie in einer solchen Situation (was wohl die Meisten sein werden :p) oder ist einfach nur unrealistisch. ;)
 
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@ Maul Wurf

Hast du den Link wenigstens mal anklickt und überflogen? das System dort ist absolut verlässlich - die FOSS-Prjekte von IBM und Sun Microsystems usw. usf. auch, die DARPA hat übrigens für "verlässliche" Sicherung der Systeme die von der National Security Agency genutzt werden SELinux entwickelt, 100% GPL, aso freier kann Software nicht sein - klar, die NSA ist ganz betsimmt einfach doof und hätte lieber irgendwas vom Home-user-bedürfnisbefriediger Microsoft verwenden sollen.

Wenn du jetzt immernoch nicht aufhörst, solche Sachen zu ignorieren, werde ich beantragen den Thread wegen Shreddern schließen zu lassen.
 
@GameRsT #58
@ FBVentilator #52

Ja, bei manchen kanns schon funktionieren - allerdings wird das ganz gern auch verallgemeinert. Wenn man mal so herumfragt "Wie stehst du zu Opensource?" und "Wenn du Opensource nutzt weil dir das Programm gefällt, lässte dem Programmierer auch entsprechend Lohn zukommen?" - dann wirste staunen, welch - sorry - asoziale Antworten da teilweise kommen. "Nö, warum denn? Ist mir doch egal, es is kostenlos und gut ist." Dass da aber jemand zig Stunden seines Lebens damit verbracht hat, diese Software zu erstellen - und dann womöglich bei Fehlern auch noch Undankbarkeit zu spüren bekommt, das ist vielen schlichtweg egal. Da könnte ich als Programmierer einfach nur noch sagen: Dann codet euch den - sorry - Scheiss doch selbst.

In den USA ist der Gedanke da viel weiter - da kannste mit Opensource auch insoweit Geld verdienen, dass du davon in der Regel auch Leben kannst, oder es wenigstens ein gutes Zubrot zu deinem normalen Job ist. In Deutschland ist sowas absolut undenkbar. Da sind wir echt Rückständig.

Das ist auch der Grund, warum ich diese "Piratenpartei" hasse. "Kulturflatrate + Auftragsarbeit reichen für Werkschaffende!" - dem ist faktisch überhaupt keinesfalls so. Wer das nicht einsieht, der tut mir wirklich leid. Man müsste allein in DE den DSL-Preis dermaßen in die höhe schrauben, dass sich kaum einer mehr DSL leisten kann - denn in Deutschland gibts mehr als eine Handvoll Werkschaffende. Mal ein Rechenbeispiel:

Geht man davon aus, dass es 20 Mio Highspeed-Internetanschlüsse gibt und jeder Anschluss 50 Eur Kulturflatrate zahlt (also ~90 Euro Endpreis) - dann kämen etwa 1000 Mio Euro zusammen. Soweit, so gut.

Dann kommt aber die Zahl der Werkschaffenden zum Tragen. Geht man davon aus, dass es 100.000 Werkschaffende in DE gibt (denke dass das sogar noch hoffnungslos untertrieben ist...), dann käme auf jeden einzelnen wie viel Lohn? Richtig - bummelig 10.000 Eur. Und davon kannste schlichtweg nicht leben. Unmöglich. Achja - und dann ist ja auch noch die Frage: Wie schauts bei ausländischen Werkschaffenden aus? Tja - da sitzen auch potentiell noch ein paar hunderttausende Leute, die entsprechend entlohnt werden wollen.

Und mal abgesehen davon - jeder Werkschaffende musste selbst auch noch irgendwo Geld in Software reinstecken (weil: private use ist frei, commercial nicht) - kann aber mit dem, was er daraus keriert, kein Geld verdienen, weil die Piratenpartei und deren Verfechter wollen, dass das Werk für privaten Gebrauch frei ist. Wer da das Paradoxon nicht erkennt...

Was macht z.B. ein CMS-Entwickler, der überwiegend für privat (Clan, Blog, Hobby, Fansite...) sein CMS anbietet? Der muss es praktisch (wenns nach dieser Opensourceideologie geht) allen kostenlos zur Verfügung stellen. Und er kann froh sein, wenn er dann den ein oder anderen Euro mal zugesteckt bekommt - ansonsten ist da Hartz4 angesagt. Und das, wo er da wahrscheinlich ein bis zwei Jahre Arbeit reingesteckt hat. Ist das fair? Denke nicht.

Im gewissen Maß ist Opensource sinnvoll und gut, gar keine Frage. Aber es muss immer noch jedem Programmierer selbst überlassen werden, ob er für seine Arbeit Geld verlangt und wenn ja, wie viel. Das darf weder Staatlich kontrolliert noch verboten werden - das wäre gegen jedweden wirtschaftlichen Grundsatz - vor allem dem Grundsatz des "Leistung für Gegenleistung"-Prinzips.

Und: Quellcode ist _grundsätzlich_ Gehirnleistung. PHP z.B. wurde natürlich von jemand andrem entwickelt und man kann froh sein, dass es kostenlos ist. Doch diese Basis allein bringt rein gar nichts, wenn da nicht jemand ist, der sich in EIGENARBEIT sich mit der Scriptmaschine auseinandersetzt. de.php.net bietet zwar eine recht umfassende Hilfe zu den einzelnen Funktionen - aber: Es liegt immer noch am Programmierer selbst, wie er diese Funktionen nutzt. PHP gibt einem nur die Mittel, die Möglichkeit liegt beim Programmierer. Und DAS ist das, was bei vielen Scriptsprachen ähnlich abläuft - DAS ist das, was der User bereit sein sollte zu entlohnen. Das sehn leider nur die wenigsten in Deutschland wirklich ein.

Außerdem ist auch fakt, dass diejenigen, die wirklich extrem gut sind und mit dieser Scriptsprache ihren Lebensunterhalt verdient haben, gerne auch bei der Weiterentwicklung von PHP weiterhelfen (Beispiel: Manuel Lemos aus Portugal - Verdient seine Kohle mit PHP-Entwicklung, ist bei PHPClasses.org aktiv und wirkt auch bei der Weiterentwicklung von PHP mit) Und da schliesst sich eben auch der Kreis. Die Profiprogrammierer geben ihr Wissen in Form von Tutorials und anderen Hilfen weiter - für ihre kompletten Programme jedoch wollen sie auch entsprechend bezahlt werden. Da ist überhaupt nichts anstößiges dran. Und nein - solche fälle sind keine Ausnahme, sie sind die Regel. Beispiel PECL - komplett von Leuten programmiert, die sich mit Programmierung ihren Lebensunterhalt verdienen und als Gegenleistung kostenlos einige Tools für PHP geschrieben haben - kostenlos. Es findet da ein Ausgleich statt, ein Kompromiss: "Ich nutze Dinge, die andere zur Verfügung stellen - gebe dann, wenn ich genug weiß, auch mein Wissen in Form von Tipps, Tricks und Tutorials an andere weiter." So - und nicht anders - hat es auch zu funktionieren. Das darf aber eben nicht ausschließen, dass Programmierer für einige ihrer Softwares auch von Privatleuten Geld verlangen.

Das Patentsystem ist dabei noch ein ganz andres Thema... Da bin ich auch eher der Meinung, dasses restrukturiert werden müsste.
 
Bei all deinem Vorurteilsgemecker möchte ich dich mal darauf hinweisen, dass die Kulturflatrate in der Piratenpartei immernoch kontrovers diskutiert wird, eben auch wegen den Punkten, wie das ganze verteilt wird. Ansonsten nur zum abertausendsten Mal der Hinweis, dass man als Open-Source-Entwickler nicht von Spenden von Privatpersonen lebt, wer sowas will, schreibt idR. auch nicht OpenSource sondern "Freeware" (Closed Source Software die auch gänzlich proprietär sein darf deren einzige Freiheit die Kostenfreiheit ist). Freie Software ist eben nicht nur kostenfrei.
 
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Mir gehts da erstmal rein um den Gedanken freier Software und dem, was die Piratenpartei und deren Anhänger verlangen. Von Freeware kannste ebensowenig leben wie von Opensource, da der einzige Unterschied nur der closed source ist. Du kannst nur mit Software Geld verdienen, die du auch regulär verkaufen kannst und _nicht_ frei kopiert werden darf. Eine Sicherheitskopie darf jedem vergönnt sein - blos darf sie niemals weitergegeben werden. Weder privat, noch kommerziell. Da kannste mir sagen wasde willst.
 
Das ist vollkommener Blödsinn, denn unter vielen anderen bezahlt IBM Entwickler von FOSS. daran ändert sich mit FOSS nicht so wahnsinnig viel, was sich ändert, ist, welchen Stellenwert die Software hat - im Gegensatz zur klassischen Kommerzsoftware, wird FOSS nicht mehr für sich selbst entwickelt, sondern um Services, Geräte usw. möglich zu machen. TomTom bspw. bezahlt gerade die Entwicklungen im Linuxumfeld (mit), die für TomTom-Geräte vorteilhaft sind. Oracle, das größte Datenbankunternehmen der Welt, bezahlt FOSS-Entwicklungen im Datenbankumfeld, bspw. stehen diewichtigsten Entwickler von btrfs auf der Gehaltsliste von Oracle.
 
und mal zu dem "entwickler freier software, der dann doch kein geld aus spenden bekommt" - es ist ja nicht so, dass er es sich nicht aussuchen könnte. du sagst hier in etwa, dass es im aufgezwungen ist, freie software zu schreiben und dass er dann doof guckt, wenn er kein geld bekommt. das ist idiotisch^^
 
@Mountwalker
Noch nie was von Windows Embedded gehört? ist sehr zuverlässlig.
Windows kann man mittlerweile genau so gut anpassen wie jede Linux Distribution, auch wenn man von Windows nicht den "Kernel" zur Verfügung gesetzt bekommt, so kann man dank zahlreicher Tool, die sehr leicht zu bedienen sind, Windows wunderbar zurechtschnippeln.

Bin kein Windows Fanatiker, wollt nur zeigen dass der mythos "linux lässt sich als einziges System gut zurechtschneiden" eine Lüge ist.

Es gibt ein einfaches Prinzip:
Arbeiter und Arbeit schaffen den Mehrwert.
Dieser Mehrwert wird mit Geld belohnt.
Kommt dies nicht zustande, gerät das ganze System ins schwanken.
Die goldene Regel des KAPITALisumus

ubuntu und openSuse werden ausschließlich von freiwilligen geschrieben...
Und solche Produkte sollen mit Windows konkurieren?
Moral = 0
 
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"Es gibt ein einfaches Prinzip:
Arbeiter und Arbeit schaffen den Mehrwert.
Dieser Mehrwert wird mit Geld belohnt.
Kommt dies nicht zustande, gerät das ganze System ins schwanken.
Immer. Die goldene Regel des KAPITALisumus "

und dann gibt es auch noch ganz nette, verrückte leute, denen ein mehrwert total egal ist, die einfach nur nett sind und ihre fähigkeiten der gemeinheit schenken, sich ins fäustchen lachen und zufrieden sind, ohne reichtum, ohne kaptial.
 
@ventilator + mountwalker
Zudem habt ihr hier im Forum gezeigt, dass ihr openSource extremisten seid und nicht offen für Argument seid. Desshalb hat das weiterführen des Themas keinen Zweck mehr.

@ventilator
Das ist total egal, arbeit muss immer bezahlt werden, ob es der Arbeiter will oder nicht.
Sonst gerät das System ins Schwanken.

Schau doch bitte nochmal mein Beispiel mit dem Klempner an.
 
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also ich würde mich nicht als extremisten bezeichnen, nein garnicht :( nur weil ich andere ansichten habe?

wieso muss arbeit bezahlt werden? muss ich jetzt auch bezahlt werden, wenn ich hello_world.cpp kompiliere? es soll leute geben, die software schreiben weil es spass macht. ob sie dabei ein bestehendes produkt "kopieren" spielt für sie doch keine rolle.
 
@Ventilator
Dass ausgerechnet du dich gegen diese Argumentation stellst? Du warst doch derjenige, der dieses Video hier gepostet hat. http://www.youtube.com/watch?v=YoYL4R3Te2s
Die zentral Aussage von dem Mann ist doch gerade:
"Software costs money to make." und " Developpers need to eat."
Und genau damit greift er den Knackpunkt der momentanen Entwicklung von Open Source Software an. Wie er es so schön sagt:
Wenn wir wollen, dass die Open Source Software konkurrenzfähig zur Closed Source Software werden soll, müssen wir willens sein, eine ähnliche Menge an Geld in die Entwicklung dieser Programme zu schieben, wie wir es heute für Bezahlsoftware tun.
Die Entwicklung von Windows Vista hat 5 Milliarden Dollar gekostet. Der Großteil dieser Kosten entfällt logischerweise auf die Gehälter von Entwicklern.
Wenn nun die OpenSource Community ein ähnliches Projekt auf die Beine stellen will, benötigt sie ähnliche Mengen an Geld. Denn die Entwickler, die daran arbeiten, wollen schließlich auch von irgendwas überleben. Es kann sich schließlich nicht jeder auf seinen Idealismus berufen und dann einfach HartzIV kassieren und für Linux etc. coden.
Momentan gibt es zur Lösung dieses Problems nur einen Weg. Der Entwickler hat nebenher noch einen normalen Job. Höchstwahrscheinlich auch als Programmierer in irgendeiner kommerziellen Firma.
Das Problem: Damit kann der Entwickler sich nicht in normaler Arbeitszeit (sprich 40h/Woche) mit dem Projekt beschäftigen.
Nun gibt es zwei Möglichkeiten, diesem Problem zu begegnen
Man bringt mehr Entwickler ins Projekt, um das auszugleichen oder,
Es dauert halt einfach ewig, bis etwas fertig ist.

Da die letzte Option natürlich nicht akzeptabel ist, sieht der momentane Lösungsansatz eben so aus, dass man extrem viele Entwickler auf große Softwareprojekte wirft.
Das Problem dabei, fasst der Mann in deinem Video aber auch gut zusammen. Mehr Entwickler heißt nicht automatisch, dass das Produkt besser wird. Eher verhält es sich so, wie in dem deutschen Sprichwort: " Viele Köche verderben den Brei.", weil einfach zu viele Ideen auf einen Haufen kommen. Bei einem professionellem Entwickler, sei es nun Microsoft, Adobe, Ahead oder wer auch immer, sind viele Ideen kein Problem, weil ein ordentliches Projektmanagement dahinter steht. Die "schlechten" Ideen, werden also schon vorher ausgesiebt.
Das funktioniert aber bei der momentanen Art der OpenSource Entwicklung meist nicht, da ja jeder Entwickler freiwillig mitwirkt. Sagt man einem Entwickler nun, dass seine Idee Scheiße ist, dann wird der sich höchstwahrscheinlich einen anderen Zeitvertreib suche. Man muss also ständig Kompromisse eingehen. Und das hält auf. Siehe OpenGL. Während die KronosGroup (so heißen die doch oder?) sich noch streitet, welche Features integriert werden sollen, hat MS bei Direct3D einfach radikal festgelegt, was integriert werden soll und das wird dann auch durchgezogen.
Ein Mitspracherecht haben hier höchstens Nvidia und ATI, weswegen DX10 ja auch dank Nvidia ziemlich beschnitten wurde. :(
Es wäre also wesentlich besser, wenn es so laufen würde, wie der Mann im Video es beschreibt: Fünf Entwickler und ein Tester setzen sich hin und programmieren eine Videobearbeitungssoftware mit ungefähr dem Funktionsumfang von Windows MovieMaker.
Er schätzt den Zeitaufwand auf ein Jahr. Bei einem Jahresgehalt von 75.000 Dollar/Jahr (für US Verhältnisse normal) macht das 450.000 Dollar, die aufgetrieben werden müssen.
Das Problem. Open Source Software versucht sich momentan vor allem dadurch populär zu machen, dass sie kostenlos ist. Denn mal ehrlich, wer würde für den Windows MovieMaker getrennt etwas zahlen? (letztendlich zahlt man ihn ja mit Windows mit, wobei die halbe Million bei den 5 Milliarden nicht wirklich ins Gewicht fällt)
Wo kommt also jetzt das Geld dafür her? Momentan läuft es größtenteils über Spenden, aber da kommt im Leben nicht genug zu Stande, denn "Geiz ist Geil!".

Das sieht man auch sehr schön an den Programmen, die die Open Source Verfechter den Leuten am liebsten unter die Nase halten, wenn sie von deren Vorteilen schwärmen.
Allen voran Firefox.
Firefox kann sich momentan aber nur so gut entwickeln, weil Google massenweise Geld in dessen Entwicklung steckt und im Gegenzug dafür die Standardsuchmaschine im Firefox ist.(Ein Schelm, wer da die Zementierung eines Monopols drin sieht. Zum Glück kann man die Suchmaschine ja ändern, sonst wäre das wohl ein Fall für die Wettbewerbshüter. )
Das Problem: Google hat jetzt einen eigenen Browser, und die Verträge mit den Firefox Entwicklern laufen meines Wissens nur noch bis nächstes Jahr. Danach kann man wohl davon ausgehen, dass Google den Geldhahn zudrehen wird, da man ja logischerweise eher den eigenen Browser pushen wird.
Ab diesem Zeitpunkt wird es erst wirklich interessant werden, zu beobachten, wie sich der Firefox entwickelt.
Ich schätze (Vorsicht persönliche Meinung), dass ab diesem Zeitpunkt Opera wieder anfangen wird, sich vom Firefox abzusetzen, da Opera ja mit den ganzen Moblie Versionen ihres Browsers eine beständige Geldquelle haben.
Der Überzeugung bin ich vor allem deshalb, weil es neben Firefox keinen anderen bekannten Open Source Browser mit diesem Leistungsumfang gibt. Wenn es wirklich auch ohne Finanzierung funktionieren würde, dann ,müsste es ja mindestens noch ein konkurrenzfähiges Alternativprojekt zum Firefox geben. Nur findet man da auf weiter Flur nichts.
 
1. Dein Vergkleich von Microsoft DirectX mit OpenGL ist deshalb Quatsch, weil die Khronos Group aus haaregenau den Unternehmen besteht, die bei Direct3D an Microsoft Empfehlungen geben, was aufgenommen werden soll. Der Unterschied zw. D3D und OGL ist nicht, dass das eine lahm entwickelt würde - denn "inoffizielle" Erweiterungen, die zu OGL dazugehören, wie die Milch zum Kakao, stehen bei OGL ab dem ersten Tag zur Verfügung, an dem sier jemand geschrieben hat, während man bei D3D Jahre darauf warten darf, dass sie integriert werden. Zwischen inoffizieller Erweiterung und offiziellem Standard gibts bei OGL viele Zwischenschritte, mit dem, was D3D bietet, ist man da auch schnell en par - einer Spezifikation, die sowohl von ATI als auch von Nvidia genutzt wird. Was bei OGL eine Ewigkeit länger dauert, als eine D3D-Spec, ist der offizielle Standard, der von allen OGL-Karten zwingend unterstützt werden muss, aber den bekommt man bei D3D ja eh nie (siehe bspw. fehlendes vertex shading in Intel D3D9-Grafikchips zum Vistastart), insofern ist es einfach unlauter, diesen mit D3D zu vergleichen.

desweioteren erinnere ich jetzt zum abertausendsten Mal daran, dass auch FOSS-Entwickler mituntzer direkt für ihre FOSS-Entwicklung angestellt sind - Oracle btrfs, die KDE-Entwiccklungslkeitung, die Gnome-Entwicklungsleitung (verteilt auf ich glaube ca. 10 Unternehmen!) usw. usf.

Was also kostenlos dazu kommt ist nur das, was koordiniert wird, nicht die Koordination selbst. Und was das angebliche Qualitätsproblem durch die tausenden Contributors betrifft, möge mir mal einer von euch Anti-OSS-Experten ein unixoides System zeigen, das maßgeblich besser als Linux wäre, ohne selbst unter irgend einer Public License zu stehen - jedes aktuelle BSD ist nach den Kriterien der FSF Freie Software, OpenSolaris ist nach den Kriterien der FSF freie Software, Apple Darwin ist nach den Kriterien der FSF Freie Software usw. usf. SGI verkauft seit ettlichen Jahren Linux-Computer, XFS ist nicht ohne Grund seit 2001 unter GNU GPL im Linux-Kernel aufgenommen, Novell hat NetWare zugunsten von Linux nahezu beerdigt usw. usf. Merkt ihr was?
 
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Und damit widerlegst du mich jetzt? Du bestätigst doch eher das, was ich gesagt habe.
Für große Projekte kann die Entwicklung nur effektiv funktionieren, wenn es auch fest angestellte Entwickler gibt.
Die Aussage des Mannes ist schon richtig. Wenn wir Closed Source Software durch Open Source Software ersetzen wollen, dann muss fast die selbe Menge an Geld, die heute für propiretäre Software ausgegeben wird in die Entwicklung von Open Source Projekten fließen. Das einzige Einsparpotential wäre da die Gewinnmarge der heutigen Softwareunternehmen.

Und nochmal zu OpenGl. Und was nützt es mir, dass es dank Open Source 100+ Auswüchse für OpenGL gibt, die ich ebenfalls nutzen kann?
Programmiert wird immer für den kleinsten gemeinsamen Nenner. Und das ist der definierte Standard. Und wenn der eben zu lange braucht, bis er formuliert ist, dann ist das schlicht Scheiße. Da gibt es kein drumherum reden. Das ist das selbe wie mit der Diktatur und der Demokratie. In der Demokratie brauchen Entscheidungen laaaaange, in der Dikatur fallen sie schnell. Wer letztendlich die besseren Entscheidungen trifft, lässt sich nicht sagen. Wenn man sich nur ansieht, was alles für halbgare bis faule Kompromisse im Bundestag geschlossen werden, kann man nicht behaupten, dass die Demokratie immer zur bestmöglichen Lösung führt.
Theoretisch hätte die Diktatur das Zeug dazu, eine wesentlich effektivere Staatsform zu sein, nur existiert eben der Mensch nicht, der dazu in der Lage wäre, hier unparteiisch die Spitze zu übernehmen. Deswegen gibt es eben die Demokratie.
Aber um wieder aufs Thema zurückzukommen. Es wird immer für den kleinsten gemeinsamen Nenner programmiert. Oder kennst du ein Spiel, das die Tesselationseinheit verwendet, die man auf den heutigen ATI-Karten findet? Es wäre sicherlich möglich, auf diese zuzugreifen, auch wenn man Direct3D verwendet. Würde halt einen gewissen Aufwand bedeuten.
 
Kleine Anmerkungen am Rande.


dgschrei schrieb:
Und nochmal zu OpenGl. Und was nützt es mir, dass es dank Open Source 100+ Auswüchse für OpenGL gibt, die ich ebenfalls nutzen kann?
Es gibt nur eine Hand voll. Unzwar die Treiber der Grafikkartenhersteller und Mesa. Und es sind keine Auswüchse dabei, eben gerade wegen des gemeinsamen Nenners.


dgschrei schrieb:
Und wenn der eben zu lange braucht, bis er formuliert ist, dann ist das schlicht Scheiße.
Warum? Bzw. anders gefragt: wann und warum dauert es 'zu lange'?


dgschrei schrieb:
Theoretisch hätte die Diktatur das Zeug dazu, eine wesentlich effektivere Staatsform zu sein,
Mit dieser Aussage wäre ich VERDAMMT VORSICHTIG! Was du als 'theoretisch ideale' Staatsform siehst, wird vielmehr im Marxismus gesehen. Diktatur ist nicht effektiv da sie aus Prinzip menschenverachtend ist. Da ist es egal wer an der Spitze ist. Das hat, wie im folgenden Zitat:
dgschrei schrieb:
nur existiert eben der Mensch nicht, der dazu in der Lage wäre, hier unparteiisch die Spitze zu übernehmen.
nix mit 'unparteiischen Führungspositionen' zu tun! Solche Aussagen würde ich mir verkneifen, wenn man davon nichts weiß. Und falls du doch davon Ahnung haben solltest, können wir gerne einen Ehrfahrungsaustausch machen. Ja, EHRFAHRUNGSaustausch!


dgschrei schrieb:
Oder kennst du ein Spiel, das die Tesselationseinheit verwendet, die man auf den heutigen ATI-Karten findet? Es wäre sicherlich möglich, auf diese zuzugreifen, auch wenn man Direct3D verwendet. Würde halt einen gewissen Aufwand bedeuten.
Ich weiß nicht ob es ein Spiel verwendet, aber das hier:
OpenGL Tesselation
scheint darauf zu deuten, dass Tesselation verwendet wird. Bin mir aber nicht sicher.

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Ansonsten: Nach ca. 200 Beiträgen und ohne Nagetiere die im Boden buddeln, eine richtig interressante Diskussion :).
 
Es dauert dann zu lange, wenn das proprietäre Direct3D in der Lage ist, technologisch davonzuziehen. Eigentlich sollten beide APIs technologisch immer gleich auf sein.
Nur leider ist das bei OpenGL wegen Rückwärtskompatibilität und dem ewigen Streit, was jetzt nun offiziell Teil der API ist nicht der Fall.
Es gibt ja eigentlich nur zwei Gründe, warum ein Entwickler zum proprietären Direct3D greifen sollte, anstatt auf OpenGl zu setzen.
Entweder, Direct3D ist technisch voraus oder
es spart dem Entwickler Geld, weil sich leichter darin programmieren lässt.

Wobei der zweite Teil ja eigentlich auch was mit technisch voraus zu tun hat. Denn es muss ja offensichtlich irgendwas gedreht worden sein, damit sich die API besser verwenden lässt.

Welcher von den beiden Gründen es nun letztendlich ist, müsste man einen Entwickler fragen. Aber anscheinend scheint ein entsprechender Grund zu existieren. Anders kann man die nahezu 100%ige Verwendung von Direct3D nicht erklären. So gut kann nicht einmal Microsoft Monopole schaffen. ^^


Was die Politik angeht: Das Theoretisch war aus gutem Grund fett geschrieben. Das ist reine Theorie, die nie in der Praxis durchgeführt werden kann. Der perfekte Staat, wäre nunmal der, der immer die richtige Entscheidung sofort treffen kann.
Ist ein bisschen so wie mit den Kennzeichen für den vollkommenen Markt. Den vollkommenen Markt gibt es nämlich auch nur in der Theorie.
 
dgschrei schrieb:
Anders kann man die nahezu 100%ige Verwendung von Direct3D nicht erklären.

Nahezu 100%ige Verwendung von Direct3D bei Computerspielen. Ansonsten ist 100% doch sehr hoch gegriffen.^^
 
Natürlich für Computerspiele. Professionelle 3D-Anwendungen erscheinen ja so ziemlich alle auch für Mac und kommen deshalb meistens in OpenGl daher. Wobei 3dsmax z.B. auch einen Direct3D Modus hat.
Trotzdem kann man wohl generell sagen, dass der mit Abstand größte Markt für diese APIs natürlich die Spiele sind.
 
Auch wenn hier einige Aussagen sehr amüsant sind steige ich jetzt aus. Es hat immer noch keine inhaltliche Kritik an den Argumenten der Kampagne. Stattdessen kommt "Open Source vernichtet Arbeitsplätze und ist Sozialismus".

Bei dringendem "Bedarf" bitte ich um PN. Macht den Thread meinetwegen zu, servus.
 
dgschrei schrieb:
Es dauert dann zu lange, wenn das proprietäre Direct3D in der Lage ist, technologisch davonzuziehen.
EBEN! Lustig. Schon im ersten Satz genau das was ich lesen wollte :).
Frage: Und weshalb zieht D3D (im Anschein, wenn wir nur von D3D reden) wohl davon?

dgschrei schrieb:
Eigentlich sollten beide APIs technologisch immer gleich auf sein.
Im D3D vs OGL Vergleich sind sie es auch. Weder D3D noch OGL entscheiden über den technischen Fortschritt, sondern was die GPU Hersteller mit ihren Mips Instruktion bereitstellen. Weder D3D noch OGL definieren wie die Matrizen auf der GPU jongliert werden (Konsequenz weiter dazu unten in *)! Wenn GPU Hersteller neue Techniken bereitstellen, gibt es die bei den OGL Treibern unter den unoffiziellen Extensions.

dgschrei schrieb:
Nur leider ist das bei OpenGL wegen Rückwärtskompatibilität
Das hat (wird) sich mit OGL 3.2 aka Mount Evans erledigt.

dgschrei schrieb:
Direct3D ist technisch voraus oder
es spart dem Entwickler Geld, weil sich leichter darin programmieren lässt.
Erspart Geld. DirectX, also das komplette 'Spiele-Toolkit' macht die Spieleentwicklung unter Windows einfach sehr 'rapid'. Die Kombination aus SDL+OpenGL+OpenAL+OpenCL+Foo ist eben nicht so 'angenehm'. Das ist der einzige Grund.

Ich möchte mal nur folgendes anmerken *: Was meinst du warum so viele Spiele auf den Mac portiert werden können? Weil sie OpenGL nutzen! Und warum trotz DirectX? Weil D3D nämlich auch einen OGL Kontext versteht!

dgschrei schrieb:
Denn es muss ja offensichtlich irgendwas gedreht worden sein, damit sich die API besser verwenden lässt.
s.o.

dgschrei schrieb:
Was die Politik angeht: Das Theoretisch war aus gutem Grund fett geschrieben. Das ist reine Theorie, die nie in der Praxis durchgeführt werden kann. Der perfekte Staat, wäre nunmal der, der immer die richtige Entscheidung sofort treffen kann.

Also du, was therotisch heißt, weiß ich mehr als du wohl vermutest und meine Schrift ist hier auf mehr als 2pt eingestellt. Der obige Absatz, hätte im Beginn schon klar und deutlich ausdrücken sollen, dass die Diktatur auch in der Theorie nicht funktioniert! Ein utopischer Staat, der immer die richtige Entscheidung trifft (wobei die Vorstellung einer 'richtigen Entscheidung' ebenfalls utopisch ist) impliziert nicht eine Diktatur! Dir sollte bewusst sein, dass das was du hier erzählst ziemlich brisantes, en mass gefährliches Gedankengut ist!
 
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