Dieser Thread pfeift zwar schon aus dem letzten Loch, dennoch möchte ich für nachfolgende Leser/innen die Entscheidungswahl vereinfachen.
Bei der Anschaffung eines Hauptprozessors gilt es als Erstes das Augenmerk auf die Hauptplatine und das Netzteil zu richten.
Im Falle des AMD FX-6350 haben wir es mit einer TDP von 120~125 Watt zu tun. Hier wird es offensichtlich, dass dieser Prozessor seine ganze Leistungsfähigkeit erst mit der Überschreitung der ATX12V-V1-Spezifikation freisetzen kann, demzufolge ist eine Hauptplatine erforderlich, welche dieser Norm gerecht wird, sprich sie mindestens den 8-poligen ATX12V-Anschluss (ATX12V-P8 - ATX12V-V2/EPS12V) bereitstellt.
Weil die Spezifikation von ATX12V-P4 - ATX12V-V1 mit 90~95 Watt den Zenit setzt, wird ein solcher Prozessor auf einem Mainboard, welches die obige Bedingung nicht erfüllt, bei annähernd Vollast eine instabile Laufleistung abliefern, sprich es wird das System zum Stillstand bringen. Um einer solchen Komplikation aus dem Weg zu gehen, bleibt lediglich das Untertakten und Untervolten des Prozessors als letztmögliche Konsequenz. Und sind wir mal ehrlich - das wollen wir doch gar nicht. Wer also die Anschaffung von einem neuen Mainboard nicht einplant, welches die Norm von EPS12V bzw. ATX12V-V2/V3/V4 nicht erfüllt, derjenige greift zu ein Prozessor mit einer TDP von max. 90~95 Watt wie den AMD FX-6300.
Das Netzteil: Was ist zu berücksichtigen? EPS12V? Nicht zwingend. ATX12V-V2 oder höher? Durchaus.
Es mag in vielen Fällen funktionieren, den an einem alten oder günstigen Netzteil fehlenden zweiten Anschluss durch die Kopplung via Molex-Stecker zu ergänzen, dennoch ist mit Schwankung in der Stabilität zu rechnen, insbesondere sobald an denselben Strang schon weitere Verbraucher hängen. Die Überbrückung via zweier Stränge ist zumeist genauso kontraproduktiv.
Die Neuanschaffung von einem Netzteil, welches dieser Spezifikation gleichkommt, ist allenfalls die bessere Lösung.