Gaming / Office PC ca. 1100 €

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Cadet 1st Year
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Sep. 2016
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Hallo zusammen,

nachdem meinem ca. 8 Jahre alter Rechner so langsam aber sicher die Puste ausgeht, steht nun ein kompletter Neukauf an. Grundsätzlich ist die Hardware im alten PC noch in Ordnung , weiterverwenden möchte ich allerdings (bis auf Monitor, Tastatur, Maus) nichts. Gebraucht wird also ein kompletter Rechner ohne Peripherie.

Das Budget für die Neuanschaffung liegt bei ungefähr 1100 € und natürlich möchte ich soviel wie möglich dafür bekommen. Bestellt wird über Mindfactory, den Zusammenbau übernehme ich selbst. Ist für mich das erste mal einen Rechner von komplett Null zusammenzubasteln, aber ich freu mich drauf. Unterstützung im Notfall ist vorhanden ;).

So bevor es ans Eingemachte geht noch ein paar Zusatzinfos gemäß dem Leitfaden:

1. Verwendung:
Zum einen steht ganz klar der Gaming-Aspekt im Vordergrund, aber auch Arbeiten werde ich relativ viel am PC.
Gezockt wird dann unter anderem Diablo3, Witcher3, Fallout4, Anno2205, Minecraft (Mods), GTA5, ... , also hauptsächlich RPGs und Strategie. Shooter spielen nur eine kleine Rolle, competetive gar nicht. Auflösung ist FullHD (SamsungSync Master SA450 24"; wird mittelfristig ersetzt). Die Grafikeinstellung würde ich schon gerne mal wieder nach oben schrauben.
Zum Arbeiten werden hauptsächlich die gängigen Office Anwendungen verwendet. Ggf. läuft mal ein CAD-Programm (PTC Creo), oder Simulationssoftware (Ansys, Chemcad), spielt aber kaum eine Rolle, da ich aufwendigere Arbeiten dieser Art nicht zuhause erledige.

2. Alte Komponenten:
Nichts (siehe oben).

3. Nutzungszeit und Aufrüstung:
Wenigstens 5 Jahre sollten schon drin sein, einzig die GPU werde ich wohl nach etwa 2 Jahren austauschen.

4. Anforderungen / Wünsche:
Kühl und leise ist immer gut, abgesehen davon habe ich keine speziellen Wünsche. Bestellt wird aller Wahrscheinlichkeit nach im Verlauf dieser Woche.

Ich habe mich die letzten Tage ausgiebig hier durchs Forum geklickt, diverse Testberichte gelesen und ausgehend davon zwei Warenkörbe erstellt. Die Idee dahinter ist, wie unter 3. erwähnt, ein System zu bauen das mir vom Aufrüsten der GPU abgesehen möglichst lange erhalten bleibt. Deshalb I7 6700K und "nur" eine Mittelklasse GPU (GTC 1060 bzw. RX480).

- Variante 1: OC
Alternative Mainboard: ASRock Fatal1ty Z170 Gaming K4
- Variante 2: Non-OC
Alternative Mainboard: MSI B150 GAMING M3 Intel B150

- Alternative GPU:
8192MB PowerColor Radeon RX 480 Red Devil oder 6144MB MSI GeForce GTX 1060 Gaming X

Dazu habe ich jetzt ein handvoll Fragen bei denen ihr mir hoffentlich weiterhelfen könnt.
Zunächst mal die Grundfrage OC oder nicht. Ich habe keine Erfahrungen damit, hätte aber schon Lust mich da ein wenig reinzufuchsen. Die Frage ist ob sich die >100€ Aufpreis lohnen. Ich weiß, das lässt sich kaum objektiv beantworten, aber ein paar Meinungen wären ganz schön. Ein sonderlich hohes Leistungsplus erwarte ich nicht, aber ein bisschen was ist drin. Zudem ist das Z-Board auch ein wenig besser ausgestattet.
Dann natürlich die Frage nach den gewählten Komponenten ganz allgemein. Ist das ok so? Ich denke allzu große Patzer habe ich mir nicht erlaubt, dennoch bin ich natürlich für Vorschläge aller Art offen. Besonders bei Netzteil und SSD bin ich mir unsicher. 400 Watt sind sicher genug, aber auch für zukünftige Grafikkarten?
Vorschläge die mir ein paar Euro sparen sind natürlich auch immer gern gesehen ;).

In diesem Sinne eine Entschuldigung für die Textwand und ein Dankeschön für alle Vorschläge.
 
Für "zukünftige" 14nm Karten wären 500W besser. Anfangs wird das Limit nicht ausgenutzt aber später muss es eben ausgenutzt werden damit man eine Leistungssteigerung verkaufen kann.
Die SSD kann man lassen oder eine Canvas SL 301 kaufen.
Ob 1060 oder 480 hängt davon ab wie lange du die Karte nutzen willst. 2 Jahre oder weniger: 1060. Länger: 480. Imho.
 
Da du langfristig kaufen willst würde ich schon ein Z Bord nehmen ,
wird zwar nicht immer zu merken sein aber es giebt eben doch einige Spiele die auch das OC sehr gut brauchen können.
Ansonsten ja sieht das gut aus ,
eventuell könnte man darüber nachdenken ob man nicht gleich eine SSD mit 1 TB nimmt :
http://geizhals.de/sandisk-ultra-ii-960gb-sdssdhii-960g-g25-a1154833.html?hloc=at&hloc=de
Sind schon relativ günstig geworden.
Und das anlaufgeräusch von der HDD wäre weg.
Ergänzung ()

Ach ja netzteil wären 500 Watt oder wenigstens 450 Watt sicherer, wer weiß was kommt. ;)
 
Danke für die Antworten.

bzgl. Netzteil: Macht Sinn, auf Dauer bin ich mit >= 500 W wohl besser beraten.

bzgl. SSD: Ist vllt. das falsche Ende zum sparen, aber ich denke die 250 GB Varianten reichen mir vorerst aus. Mehr wäre schöner, aber für mich nicht zwingend notwendig. Ist die 250GB Hynix Canvas SL308 ebenso wie die 500 GB Variante zu empfehlen?

Danke für den Vorschlag Nightfly. Gefällt mir, überall ein bisschen was gespart. Nach kurzem überfliegen eines Testberichts gefällt mir vor allem das MSI Board.
Lohnt sich beim RAM die 5 € mehr für das Plus auf 3000 Mhz?
Wurde der anderer Kühler aufgrund von Platzgründen bzgl RAM oder Gehäuse gewählt?
 
die 250gb sl308 ist auch ok.

ob du ddr4 2800 oder ddr4 3000 ram verbaut hast, merkst du wohl höchstens im benchmark. 5€ aufpreis ist nicht viel und der aufpreis würde bei so einem system auch kaum auffallen, aber ich würde dafür nicht mal die 5€ zahlen, zumal meist dann auch noch die latenzen schlechter sind und eine höhere spannung benötigt wird.

den anderen kühler habe ich gewählt, da er sich leichter montieren lässt, weil man noch besser an anschlüsse und steckplätze rund um den cpu-sockel dran kommt und weil er eine geringfügig höhere kühlleistung hat.
 
Hm, der oben genannte Test zum MSI Board bezog sich auf das SLI Plus Modell. Kommt davon wenn man zu schnell drüber liest.

Wie unterscheiden sich denn das MSI Z170A SLI und das ASROCK Fatal1ty Z170 Gaming K4. Preislich liegen die ja nur 2€ auseinander, wird wohl nicht viel um sein.
 
das msi z170a sli unterscheidet sich vom sli plus eigentlich nur dadurch, dass beim sli plus noch anschlüsse für einen bildschirm vorhanden sind, die es beim sli nicht gibt.

beim asrock mainboard hättest du zum anschließen von bildschirmen einen dvi und einen hdmi anschluss zur verfügung, dafür gibt es kein usb3.1, intern nur 2 statt 4 usb3.0 anschlüsse (eventuell nützlich für zusätzliches frontpanel). ansonsten sind die unterschiede eher gering und für dich vermutlich nicht relevant, hier allerdings nochmal ein vergleich:
https://geizhals.de/?cmp=1306625&cmp=1447290
 
Danke. Also bestehen nur Unterschiede in der Ausstattung, qualitativ scheinen sich beide in der gleichen Liga zu befinden.
Auf Bildschirmanschlüsse kann ich am Mainboard verzichten. Sollte sich die 1060 verabschieden kann ich als Notlösung auch ne alte Grafikkarte einbauen.

So, der aktuelle Warenkorb sieht so aus:
Mindfactory
Weitere Vorschläge oder Alternativen?
Ergänzung ()

Entschuldigt den Doppelpost.

Habe den Warenkorb nochmal ein klein wenig überarbeitet. Sieht aktuell so aus:
https://www.mindfactory.de/shopping_cart.php/basket_action/load_basket_extern/id/bbe44c221c754e1599cf45238b599cb976dcd86fa3c1a8aff5f
Kann (bzw. sollte) man das so bestellen?

Die Graka habe ich aufgrund sehr guter Tests bei hardwareluxx und 3Dguru ausgewählt. Vereinzelt bin ich in den Nutzerbewertungen allerdings auf Beschwerden bzgl. Spulenfiepen gestoßen. Hat jemand diesbezüglich Erfahrungen?
 
als arbeitsspeicher würde ich die roten ripjaws nehmen, die ich in #3 verlinkt habe, denn diese sind minimal schneller, kommen mit einer niedrigeren spannung aus und kosten sogar noch ein paar euro weniger.

beim gehäuse würde ich das define r4 (ebenfalls oben verlinkt) bevorzugen, da die unterschiede zum r5 nur minimal sind, der preis aktuell aber deutlich niedriger.

der rest sieht recht gut aus.
 
Gut zu wissen danke. Die roten Ripjaws sind wider im Korb.

Mit dem Gehäuse hast du sicher recht. Mir hat die "Titan" Variante optisch etwas besser gefallen, aber der Aufpreis ist schon nicht ganz ohne. Dann wirds wohl das R4 werden, vielleicht leiste ich mir da auch die Seitenfenster Version.

Die Bestellung erfolgt wohl heute Abend oder morgen. Ich halte euch auf dem laufenden was den Zusammenbau und das fertige System betrifft.

Falls es noch weitere Meinungen/Vorschläge/Kritik gibt, immer her damit.
Ansonsten schonmal vielen Dank an Nightfly09 für die Unterstützung.
 
wenn dir das r5 titanum optisch deutlich besser gefällt, dann wäre das r5 natürlich die bessere wahl. da würde ich dann eventuell auch den aufpreis für das r5 in kauf nehmen, das ist dann vermutlich langfristig besser als wenn du dich regelmäßig darüber ärgerst am gehäuse gespart zu haben.
 
Bzgl. der Gehäuswahl habe ich nun nochmal eine Nacht darüber geschlafen und mich letztendlich für das teurere, aber für mich optisch einfach ansprechendere R5 entschieden. Sogar die nochmal teurere Sichtfenstervariante , aber das ist es mir jetzt einfach wert. Die Bestellung erfolgt nun morgen, der endgültige Warenkorb sieht so aus.
https://www.mindfactory.de/shopping_cart.php/basket_action/load_basket_extern/id/2de53a221b5827c962c422cc9e2a013f694245e29e6c6178b50

Kabel werde ich afaik keine zusätzlichen brauchen, und ordentliche Wärmeleitpaste (scheinbar Thermalright Chill Factor III) ist wohl beim Kühler dabei.
Dazu aber noch eine kurze Frage.

Was den Zusammenbau angeht habe ich mich ausführlich mit dem Einbau der einzelnen Komponenten beschäftigt und bin dabei immer wieder auf "widersprüchliche" Angaben bzgl. des Aufbringens der WLP gestoßen. Klecks oder Kreuz, verstreichen oder nicht, scheint ja eine richtige Glaubensfrage zu sein.
Nun bin ich auf einen wie ich finde sehr interessanten und aufschlussreichen Artikel/Test auf Toms Hardware und ein weiteres recht informatives Video von Motawa10 gestoßen:
http://www.tomshardware.de/Warmeleitpaste-CPU-GPU-Review-Test,testberichte-241346.html
https://www.youtube.com/watch?v=eaR1FCwSlGE

Fazit für mich: Da der Thermalright Kühler über eine Backplate montiert und ordentlich verschraubt wird, denke ich man kann ihn in die Kategorie "hoher Anpressdruck" einordnen. Die für mich einfachste und wohl effizienteste Auftragung der WLP scheint die "Tropfenmethode" zu sein.
Würdet ihr dieses Vorgehen empfehlen, bzw. aus einem bestimmten Grund davon abraten? Test und Video haben ja schon ein paar Jahre auf dem Buckel, aber ich denke da hat sich nicht großartig was geändert.
Lohnt es sich zudem CPU Heatspreader und Kühler vor dem Einbau mit Isopropylalkohol zu reinigen oder ist der Werkszustand sauber genug?
Kann gut sein dass ich mich hier gerade in Kleinigkeiten verliere, aber lieber einmal zu viel gefragt als einmal zu wenig. ;)
 
die richtige methode zum auftragen der wärmeleitpaste ist seit einführung der heatspreader tatsächlich mehr oder weniger glaubensfrage.
ich habe die paste immer möglichst dünn und gleichmäßig auf der cpu verteilt und dann den kühler aufgesetzt. der vorteil ist, das man die "richtige" menge an wärmeleitpaste schon beim auftragen sehr gut abschätzen kann und das man weis, dass wirklich die komplette cpu gleichmäßig bedeckt ist. der nachteil ist, dass sich theoretisch beim aufsetzen vom kühler kleine luftbläßchen bilden könnten.

die variante mit dem kreuz bietet auch hohe sicherheit, dass wirklich die komplette cpu nachher mit wärmeleitpaste bedeckt ist und die wahrscheinlichkeit, dass lufteinschlüsse entstehen ist gering. meist wird so aber zuviel wärmeleitpaste aufgetragen, was theoretisch dazu führen könnte, dass eine unnötig dicke schicht zwischen cpu und kühler den wärmetransport erschwert.

die variante mit dem klecks bietet die größtmögliche sicherheit, das keine luftblasen entstehen können, aber auch das größte risiko, dass zuviel oder zu wenig wärmeleitpaste aufgetragen wird und das sich diese eventuell nicht gleichmäßig aus der kompletten cpu verteilt.

die wahl liegt letztendlich bei dir, aber bevor du dir da zu viele gedanken drüber machst, sei dir gesagt, das die theoretischen unterschiede in der praxis kaum relevant sind. würde es da deutliche unterschiede geben, dann würde die diskussion über "die richtige methode" nicht bis heute andauern. :D
 
Die Komponenten sind gestern eingetroffen und heute vormittag hatte ich endlich Zeit mit dem Zusammenbau zu beginnen. CPU- und Kühlermontage hat problemlos funktioniert, ebenso der Einbau von Mainboard und Netzteil im Gehäuse.
Ein kleines Problem ist jedoch bei der Verkabelung aufgetreten, und zwar beim Anstecken der 24-Pin Mainboard Stromversorgung. Am Kabel befindet sich ja an einer Seite ein kleiner Haken und am Mainboard Steckplatz die entsprechende Nase dazu (ihr wisst schon was ich meine). Allem Anschein nach ist allerdings entweder die Nase zu lang oder der Haken zu kurz, denn der Stecker will nicht richtig einrasten.
Die Idee ist es nun das Mainboard nochmal auszubauen und so nochmal versuchen den Stecker anzubringen, oder alternativ den Stecker entsprechend zurechtzufeilen (würde ich allerdings nur ungern so machen). Hat jemand noch einen weiteren Vorschlag was ich versuchen könnte, bzw. eine Idee woran es noch liegen könnte? Wäre blöd wenn es an der Verkabelung scheitert.

Edit: Steht zwar auch hier im Thread, aber der Übersicht halber nochmal: Mainboard ist das MSI Z170 SLI, Netzteil Corsair RM550x Modular
 
Zuletzt bearbeitet:
ein solches problem ist mir in den ganzen jahren, in denen ich mit computern zu tun habe noch nie begegnet.
wenn der 24pin stecker richtig steckt, sollte es kein problem sein, wenn er nicht eigerastet ist, da der stecker meist sowieso sehr fest sitzt. Du solltest aber auf jeden fall sicherstellen, dass der stecker auch richtig sitzt (zwischen sockel und stecker darf über die ganze länge kein spalt sein).
 
Schau mal in den Stecker am Netzteil, ob in den kleinen Buchsen was krumm aussieht und dadurch das Einrasten verhindern könnte.

Schlimmstenfalls wirklich nochmal das Mainboard ausbauen und auf einer gut stützenden, nicht leitender (Anti-Statikfolie drauflegen) Oberfläche versuchen, den Stecker richtig einzustecken. Ist ja leider einer der Schritte, bei dem man doch etwas Kraft aufwenden muss.
 
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