Gaming PC - gänzlich ohne Lüfter - geht das?

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bitte nicht gleich schlagen, aber ich kenne mich in Thema Kühlung überhaupt nicht gut aus. Bin da eher jemand der jahrelang seinen i7-2600K mit dem boxed Kühler betreibt.

Nun plane ich für meinen nächsten PC (9900K, 3900X oder vielleicht Nachfolger von X299? und vorausichtlich irgendetwas in Richtung RTX 2070) eine Wasserkühlung. Anstatt in einem Case stelle ich mir vor in so einem Quader ähnlich einem Schubladenschrank der unter den Tisch plaziert wird einzubauen. Das Ganze soll sozusagen wie zwei Schubladen gestaltet sein - oben 40cm hoch für meinen Haupt-PC, unten 30 cm hoch für meinen Fileserver. Der Quader soll ca. 50cm breit und 50-60cm tief werden. Der Haupt-PC soll also in einem Quader von HxBxT 40x50x50 cm untergebracht werden. Als Front soll Rauchglas Verwendung finden, das Ganze soll natürlich entsprechend ausgeleuchtet sein.

Da es aber in meinem Zimmer sehr staubig ist, würde ich gerne das passiv kühlen. Und nur aus diesem Grund, nicht wegen Temps oder Lautstärke. 600W Passiv-NT gibt es ja bereits, also so weit so gut. Doch könnte man für solche Komponenten auf irgendeine Weise passiv betreiben, sprich mit einer Custom WaKü mit rein passivem und dann entsprechend großem Radiator - der ruhig extern sein könnte? Vorausgesetzt natürlich man kauft ein MB für das es einen Monoblock gibt und kühlt 3-4 M.2 NVMe SSDs auch mit Wasser.

Wenn ja gibt es solch große Radiatoren zu kaufen? So etwas selber machen käme nicht in Frage.

Der Frage zugrundeliegende Gedanke ist dabei, daß es im HiFi-HigEnd-Bereich richtig massive 1000W Class-A Monoblöcke gibt, oder gar mehr die allesamt auch lediglich mit massiven Alukühlblöcken gekühlt werden. Keine Lüfter und auch keine WaKü. Und die Teile werden nie so heiß wie eine GraKa. Warum muß man beim PC so viel Aufwand betreiben? Ich persöhnlich hätte jetzt kein Problem damit irgendwo einen 20-50kG schweren Alu-Block zu verbauen.
 
Compulab Airtop 3 wäre genau das was du suchst :)

MfG
 
Digi Quichotte schrieb:
Als Front soll Rauchglas Verwendung finden, das Ganze soll natürlich entsprechend ausgeleuchtet sein.

Da es aber in meinem Zimmer sehr staubig ist, würde ich gerne das passiv kühlen. Und nur aus diesem Grund, nicht wegen Temps oder Lautstärke.

Wie soll das aussehen? Staub saugen und wischen im Zimmer!

Ansonsten kannst du den Radiator aus dem Fenster hängen, der Wind könnte kühlen.

Funktioniert nicht vernünftig beim 9900K
 
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Digi Quichotte schrieb:
Wenn ja gibt es solch große Radiatoren zu kaufen?
MO-RA 420, aber nicht Passiv. Schmeiß paar 200er Lüfter drauf die 300-400U/min machen. Das reicht.
Mein Mora steht auch im Schlafzimmer, aufgrund der Lamellendichte geht das meißte durch. 1x im Monat mit den Bürstenaufsatz absaugen reicht.
1x im Jahr gründlich mit Lüfterdemontage und Pinsel.
Da würd ich mir mehr Gedanken darüber machen, das du den Glasreiniger / Mikrofasertuch täglich am Schreibtisch(Glas) nutzen musst.

ansonsten wird es kein vergnügen die CPU's passiv zu kühlen, auser du hast ne Badewanne als AGB bzw. ein großes Volumen.
 
Ich vermute mal, dass im HiFi-Bereich ein Großteil der Leistung in Schallwellen resultiert. Bei einer Grafikkarte z.B. wird die Leistung, vermutlich zu 100%, in Wärmeenergie umgewandelt.
Kannst ja mal hochrechnen, wie viel Wasser (mit welcher Temperatur) du bräuchtest, um die GPU/CPU Leistung abzuführen. Bzw. wann dein Wasser die Temperatur von, sagen wir mal 50°C erreicht hat.
1kg Wasser braucht 4184 J um es um 1K bzw °C zu erwärmen. 1J = 1Ws.
 
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NameHere schrieb:
Staub saugen und wischen im Zimmer!

Du erinnerst mich jetzt an meinem Schwager, der sich ein Spaß daraus macht "Putz mich" auf meine LS u.ä. mit seinem Finger im Staub zu malen. :D

Nur ist dein Kommentar ebenso wie seine Aktionen wenig zweckdienlich.

@dojcs1:

Ich sehe schon Facebook-Generation - mehr als einen Satz zu lesen scheint dich zu überfordern. :D

Das Problem mit so einem Case, daß es unter den Tisch müßte. Und da drunter bücken um irgendetwas anzuschließen o.ä., dafür bin ich zu alt. Das ist mir wirklich mittlerweile zu mühsam. Auf dem Tisch möchte ich aber das Case auch nicht mehr haben. Zudem ist es so geplant, daß diese Konstruktion die Tischplatte (4450x900mm) in der Mitte tragen soll, also ca. 300-400kG Gesamtgewicht.

Das Ganze in Schubladen unterzubringen denke ich mir als ideal:
  • Man hat mit einem Griff das Case offen, keine Seitenteile oder so fahren herum.
  • Man sieht von oben auf das MB, alles ist sehr gut erreichbar, die Schrift lesbar.
  • Man hat von vorne beste Einsichten auf das Innenleben, da aber das Ganze unterhalb der Tischplatte ist, stört die Beleuchtung nicht. Trotzdem soll diese natürlich ausschaltbar und dimmbar sein.
  • Selbst schwerste GraKas heben problemlos, ohne die PCIe-Steckplätze mechanisch zu überfordern.
 
Mal so aus reiner Neugier willst du das Case selber bauen oder Fertig , ich sag mal so eine Schrank kaufen?
 
Weil man zu faul ist ataub zu wischen passiv kühlen.

Kauf Staubfilter.....
 
Darkskater schrieb:
Ich vermute mal, dass im HiFi-Bereich ein Großteil der Leistung in Schallwellen resultiert.

Ich vermute mal, daß Du keine Ahnung von HiFi und/oder Elektronik hast, und daher mit dem Begriff Class-A nichts anzufangen weißt.

Class-A bezieht sich auf elementare Transistor-Schaltungstechnik. Class-A ist quasi die älteste Technik, die noch aus den 60ern stammt. Das wesentliche Element bei einem Class-A Verstärker, ist daß er in reiner Linearsteuerung aufgebaut ist. Er zieht immer 100% der Nennleistung aus der Dose. Der Anteil der nicht in Schallenergie umgewandelt wird, wird direkt in Wärme umgewandelt. Der Vorteil dieser Schaltungsmethode: Es gibt im NT-Bereich keine Schwankungen, keine Lastspitzen o.ä. Dadurch treten auch keine Verzerrungen, Basslöcher o.ä. auf durch extreme Lastschwankungen. Der Nachteil - es ist der Stromfresser pur. Er verbraucht immer 1000W, und wenn nichts aus dem LS kommt, muß die Kühlung diese 1000W in Gänze in Wärme umwandeln. Das war schon in den 60er keine vernünftige Technik also wurden Verstärker im sogenannten B-Betrieb bzw gemischtem A/B Betrieb erfunden die bei weitem nicht so viel Strom verbrauchen. Heutzutage halten immer mehr sogenannte Class-D Verstärker in die HiFi Einzug. Diese haben ein NT daß wie beim PC als digitales Schaltnetzteil ausgeführt ist (also keinen fetten (Ringkern-)Trafo + analoger Gleichrichtung, Siebung und Stabilisierung wie bei Class-A, B oder A/B), was aber bei vielen Audio-Puristen/Voodooisten wegen angeblicher Hördefizite verpönt ist.
Ergänzung ()

Tufpingu schrieb:
Mal so aus reiner Neugier willst du das Case selber bauen oder Fertig , ich sag mal so eine Schrank kaufen?

Ich baue mir aus 20mm Aluprofil-Stecksystem einen Rahmen (4.45m x 90cm), der im Zimmer an 3 Seiten an der Wand geschraubt wird, und in der Mitte dieser o.g. Quader der ebenfalls aus solchen Steckelementen besteht.

797783


Dieses Stecksystem kann man wirklich überraschend günstig auf Maß mm genau bestellen. Jede Eckverbindung kann dabei bis auf 400kG belastet werden, also würde das Ganze auch ein mehrfaches des geplanten tragen. Wird auch in der Industrie oft eingesetzt.

Drüber kommen zwei große Granitplatten (die schon als Boden und Fensterbank Verwendung finden) als Tischplatte. Drunter rechts und links jeweils ein normaler (Ikea) Schubladenschrank, in der Mitte dann diese Konstruktion. Rechts und links dieses Quaders verwendete ich dann Abschlußplatten in weiß hochglanz, wie bei den Ikea-Teilen.

Das soll einen maximalen Kontrast bilden: Schwarzer Granit - weiß hochglanz Möbel - schwarzer Granit. Auf der gegenüberliegende Seite kommt dann ein Sideboard auf gleicher Höhe im selben Stil , so daß alle meine neuen geilen Saxx-LS eine schöne LS-Base aus Granit haben.:heilig:
 
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PC in den Schrank und einen Airplex Gigant daneben, dann ist nur die Pumpe am drehen und deine Temps sollten mehr als top sein ;)
Eventuell tut es auch schon die "kleine" Version davon.

Sonst gibt es noch die Cape Cora, lassen sich bestimmt einfacher verbauen bzw. verstecken. Am besten mal nach Zahlen dazu suchen, meine mich zu erinnern das ein volles Set mit 6 Kühlrippen soeben an einen 360mm Radiator ran kommt.

Die beste Option wäre meiner Meinung nach aber wirklich ein Mora mit minimal drehenden Lüftern. Den Mora beim putzen kurz mit absaugen und dann sollte das auf Dauer passen, dafür brauchst du eben merklich weniger Fläche.


Bin zwar kein HiFi-Experte, aber ich nehme mal an das die Verstärker die Hitze anders angeben, nicht so konzentriert wie es bei einem GPU-Die ist.
Ein normaler Luftkühler ist ja auch kein einfaches Stück Alu, sondern IHS geht an die Heatpipes die dann erst an die Finnen gehen. Wenn so ein Verstärker die Hitze abgeht ist das eventuell auf eine grössere Fläche verteilt und weniger "burst"-Hitze. Aber nur eine Vermutung eines Laien.
 
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Der Cape Cora ist von der Leistung her mäßig und muss möglichst offen montiert werden, arbeitet halt wie ein Heizkörper in der Wohnung mit Konvektion.
Und man sollte immer bedenken: die Teile sind aus Alu.
 
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