News GeForce RTX 3080: Inhaber berichten vermehrt von Abstürzen in Spielen

gustlegga schrieb:
@Apocalypse Naja, bei der 3090 FE schon irgendwie. Die sprang ja gleich um 15h auf "out of Stock" bei Nvidia.
FE Karten sind doch quasi Collectors Editions ;-)
Aber ernsthaft. ist doch egal wie schnell die Ware ausverkauft ist, was relevant ist wieviel Ware verfügbar war. Und FE Karten sind in dem Kontext eh nicht der Maßstab wenn die Partnerkarten direkt folgen. Nvidia soll ja möglichst wenig FE Karten machen, weil sonst die Partner bald keine Lust mehr haben.
 
Jetzt weiß ich warum der Fan Controller der Ventus auf 70°C regelt... immerhin haben sie das richtig gemacht. :daumen:

clock-temp-table.jpg
 
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DonnyDepp schrieb:
Man ist eher das Konsumschaf wie die Leute, die beim neuen iPhone Schlange stehen.
Wenn eine neue World of Warcraft Erweiterung rauskam haben die Fans früher tagelang vor den Läden campiert um es als erster zu haben. Das war zu Zeiten als man Games noch auf Datenträgern kaufte. Heute gibts nen Shitstorm weil es Hunderttausende gleichzeitig laden wollen und die Server in die Knie gehn. ^^
 
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Vermutlich haben wir bereits einen Produktionsstop der betroffenen Partnerkarten.
Mal schauen was mit den bereits im Handel erhältlichen Karten gemacht wird - Firmware Upgrade um die Performance zu beschneiden oder Rückrufaktion?

Kann nur froh sein, dass Amazon die Zotac Trinity storniert hat und meine AMD RX 570 4G aus dem letzen Loch qualmt um den neuen LG GL27B850-B halbwegs zu beglücken.
 
Zu den Kondensatoren:
Wofür verwendet man die?
Kondensatoren speichern Energie. Als Ersatzschaltung ist das grob eine Reihenschaltung aus idealem Kondensator und Serienwiderstand, der sogenannte ESR. Weilder Serienwiderstand >0 ist kann Energie von Kondensatoren nicht beliebig schnell aufgenommen und abgegeben werden.
An einer Versorgungsleitung plant man so Kondensatoren aus mehreren Gründen ein:

1. Stabilisierung der Spannung gegen Lastspitzen. Wenn also ein IC kurzzeitig viel Strom zieht, dann würde die Spannung der Versorgung einbrechen. Wie weit hängt vom Innenwiderstand der Quelle und dem Widerstand der Leitungen ab. Hat man da noch Kondensatoren, so wirken die wie parallel geschaltene zusätzliche Quellen mit recht geringem Innenwiderstand. ESR ist typischerweise im mΩ Bereich.

2. Schutz vor Störungen. Wenn wieder ein IC oder eine andere Last kurzfristig viel Strom zieht, dann würde die Spannung einbrechen und ohne Kondensatoren eben überall an dieser Versorgungsleitung. Wenn man jetzt aber in die Nähe des ICs Kondensatoren setzt, dann liefern diese sofort den Strom ohne, dass die Spannung auf der Leitung zwischen Versorgung und Kondensatoren merklich einbricht. Andere ICs an der gleichen Versorgung werden dann also nicht durch Lastspitzen eines ICs gestört.

Warum sitzen diese ICs auf der Unterseite unter dem IC?
Weil das so nah wie möglich am IC ist. Das ist ein BGA mit vielen Masse und Versorgungsanschlüssen. Idealerweise platziert man die Kondensatoren zwischen je einem Masse und einem Versorgungsanschluss, und zwar so nah wie möglich. Zur Rückseite sind das jeweils nur ein oder zwei Vias. Idealerweise zwei oder mehr um die Impedanz (Wechselstromwiderstand) der Anbindung gering zu halten.

Was sind die Vorteile von MLCC und was die Nachteile?
MLCC haben einen sehr geringen Serienwiderstand ESR, die können also schnell Energie aufnehmen und abgeben.
Sie lassen sich wunderbar löten, sie sind recht robust und sie enthalten keine Elektrolyte die mit der Zeit kaputt gehen.
Von Nachteil ist eine oft sehr starke Spannungsabhängigkeit der Kapazität. Und zusätzlich können Keramikkondensatoren in einer Schaltung dazu führen, dass die Schaltung schwingt. Eben weil der Serienwiderstand so gering ist.

Tantalkondensatoren haben den Vorteil, dass es die mit deutlich größeren Kapazitäten gibt. Die ESR ist aber leider höher und die gehen gerne kaputt wenn man sie als Ausgangskondensatoren von DCDCs verwendet zum Glätten.

Was sollte ein Hersteller machen und warum?
Der Hersteller muss viel Kapazität möglichst nach an den IC bringen. Aber er muss auch dafür sorgen, dass die ESR gering ist und das trotzdem nicht schwingt.
Für eine geringe ESR nimmt man mehrere viele MLCCs und schaltet die parallel. Allerdings bekommt man da oft noch keine nötig große Kapazität. Also nimmt man zusätzlich noch Tantal/Polymer/Alu/... Kondensatoren mit großer Kapazität und schaltet die ebenfalls parallel an die Versorgung.

Aber was ist jetzt mit der Grafikkarte und wie könnte man feststellen ob die Kondensatoren schuld sind?
Man könnte jetzt hingehen und messen. Und zwar die Spannung über den Kondensatoren. Nicht mit einem Multimeter, das ist zu langsam, aber mit einem Oszilloskop. Und da wird es teuer. Denn hier reden wir von 2 GHz Schaltfrequenz. Man sollte bei der Messung also Spannungseinbrüche sehen können, die innerhalb einer Periode - das sind 500 ps - auftreten. Dazu braucht man eine Analogbandbreite des Oszilloskops von deutlich drüber, so > 10 GHz wären da geeignet mit einer Abtastrate die nochmal fast eine Größenordnung drüber liegt. Ja, kann man kaufen, kostet aber so viel wie ein Neuwagen.
Sonst könnte man noch im Blindflug bei der Bestückung ausprobieren.
Am einfachsten wäre es bei einem Modell das Fehler zeigt auf die bestückten MLCCs oben, quasi als Huckepack jeweils weitere MLCCs drauf zu löten. Das ist nicht schwer, das könnte man als Hobbybastler machen wenn einem die Garantie egal ist. Aber es könnte eben sein, dass die Fehler dann verschwinden wenn man zusätzliche Kapazität hingelötet hat.
Wichtig ist nur, dass die Kondensatoren die Spannung auf jeden Fall aushalten. Dazu sollte man vorher die Spannung messen die an den Kondensatoren anliegt. Die zusätzlichen Kondensatoren sollten dann >2x die Spannung aushalten. 2x weil die Kapazität bei MLCCs eben stark Spannungsabhängig ist. Lieber noch deutlich mehr wie Faktor 2 nehmen, bei 1,0 V also z. B. 6,3 V MLCCs.
 
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marzk schrieb:
Vermutlich haben wir bereits einen Produktionsstop der betroffenen Partnerkarten.
Dürfte man annehmen können, nachdem EVGA nach eigenen Aussagen beinahe die ganze Woche versucht hat die Ursache zu finden, nachdem sie einen voll lauffähigen Treiber hatten.
marzk schrieb:
und meine AMD RX 570 4G aus dem letzen Loch qualmt um den neuen LG GL27B850-B halbwegs zu beglücken.
LG 27GL850-B ?
Dann hoff ich mal für dich, dass der neue Monitor sauber runter-interpoliert auf FHD/WQHD. :)
 
also gibts demnächst nicht nur einen "delid-die in deiner Umgebung" sondern auch einen "Ampere-umlöten in deiner Umgebung" Thread?

nice! ;)
 
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@Monstranz Den würd ich auch zahlen, und steck sie dann als PhysX-Beschleuniger zu meiner R9-380-4GB :D
 
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Mcr-King schrieb:
und ihr Prozess nicht ansatzweise so gut wie der von TSMC und Intel.
Ob sich der LowPower-Node für Mobil-SoC´s wie den Snapdragon(TSMC) und den Exynos(Samsung) im Galaxy S20 so 1:1 auf die Hochleistungschips für GPUs übertragen lässt ?
 
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Silverangel schrieb:
Das wird nicht über den Treiber geregelt. Befasst euch doch erst mal mit der Funktionsweise.
Man kann es doch jetzt schon über den Afterburner regeln mit Underclock und Undervolt - warum soll es dann bitte nicht über den Treiber geregelt werden können? Ausserdem können Sie mit dem Treiber auch natürlich auch Firmwareupdates bzw. Microcode Patches (wie bei CPUs die dann auch über Software beim booten gepatcht werden, siehe Spectre) ausliefern.
 
Wäre mal super, wenn das CB-Team mit entsprechenden Netzteilen und Testserien Klarheit schaffen würde - ich ertrag die Didaktik der ständig hier verlinkten *Lab Videos nicht - 10 Minuten Gelaber und komprimiert 30 Sekunden (wirklich interessante) Infos (ein Artikel zum Lesen wäre effizienter) 😖
 
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@Falc410: Was ein Bioseingriff ist und nicht Treiber. 2 verschiedene Dinge. Zudem müsste der Eingriff in alle Bios jeder hersteller damit gemacht werden. Und die haben ja auch noch verschiedene Modelle (und somit verschiedene Bios). Aufwand und Nutzen.
Von bis dahin noch unvorhergesehenen Problemen damit mal abgesehen. (Gibt ja sogar auch schon User, denen leichte Taktsenkung nicht geholfen hat)
Da ist es deutlich einfacher und effizienter die Karten zu tauschen und auf den getauschten Karten einfach 5+1 oder 4+2 draus zu machen und wieder in Verkauf stellen.
 
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poly123 schrieb:
komprimiert 30 Sekunden (wirklich interessante) Infos (ein Artikel zum Lesen wäre effizienter) 😖
Der hat doch auch eine Webseite und ein Artikel zum Lesen dazu auch.
 
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@DonnyDepp da warte ich lieber auf den nächsten profunden c‘t Artikel ^^ muss sich nicht jeder Seite widmen.

PS: wegen den wiederholt tollen Testmarathons und allgemein die Beteiligung von den Redakteuren @Jan , usw., aber auch von den tollen Community-„Moderatoren“, u. a. @SV3N in den Foren, bedarf es wegen dem breiten, abgedeckten IT-Spektrum der veröffentlichten Artikel bis auf Heise für mich eigentlich keiner weiteren Seite. CB-Abo +1
 
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DaZpoon schrieb:
Na wehe AMD baut nun auch nochmal sowas wie Blackscreen 5700er in Form der Big Navi. Dann kann man ja garnix mehr kaufen.
Deswegen kommt ja unser Retter in Form von Intel nächstes Jahr , wo alles besser wird :evillol:
 
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Apocalypse schrieb:
-Komplettzitat entfernt-
Wie es richtig geht, ist hier nachzulesen.

Also ich habe die Gainward 3080 Phoenix GS, die angeblich auch 5+1 sein soll, keinen einzigen Absturz bei locker 10 verschienden Gametests und sicher schon 50+ Stunden, Boost auch meist um die 1980 und auch mal auf 2010, 0 Probleme. Vielleicht liegts teilweise auch einfach an der Kombi mit den Netzteilen, wobei ich auch nur ein 650W (80 Plus Gold) hab.
 
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