@Overroller
Also erst einmal: Hut ab für die Auflistung, das habe ich so detailliert wirklich nicht erwartet, ABER: genau das ist halt wichtig, um gezielt im Detail helfen zu können.
Overroller schrieb:
wie gesagt ich habe das aufgerüstet weil ich das haben wollte, wegen Hardware und optik wegen, nicht weil ich es brauchte. Einen Oldtimer fährt man ja auch nicht weil man es muss sondern weil man genau das so will genau so würde ich das hier auch beschreiben.
Das ist vollkommen in Ordnung. Dein Vergleich mit dem Oldtimer passt da auch ganz gut - ich habe selbst uralte PC-Hardware und andere Elektronik teils aus den 70ern und gebe sie aus gutem Grund nicht her.
Aber: ich kenne auch deren Specs von Anfang an und weiß, was damit geht und was nicht - das ist wichtig.
Overroller schrieb:
Wenn du der Meinung bist das es solche Boards mit DDR3 und USB 3.0 gibt dann zeig doch mal eins ich hab mehrfach gesucht nach nem X99 Micro ATX Board in der regel haben sie nur mit DDR4 USB 3.0 ich hab jedenfalls keins gefunden.
Jetzt wird es langsam schon etwas detaillierter. Zu Beginn sagtest du noch ganz pauschal und sinngemäß, dass es keine Boards gäbe, die sowohl DDR3, als auch USB 3 besitzen.
De facto ist es erstmal so, dass alle B75, Q75 Z75, H77, Q77 und Z77-Boards standardmäßig USB 3 im Chipsatz integriert hatten. Bei den Vorgängern, also den Boards mit 6x-Chipsätzen (bekannt z.B. P65, P67, Z68) gab es aber in der Regel immer Zusatz-Chipsätze, denn auch dort gehörten USB 3.0-Anschlüsse sowohl an der ATX-Blende, als auch onboard einfach schon zum guten Ton.
Alle genannten Chipsätze (da für Sandy Bridge und Ivy Bridge CPUs) besaßen zudem DDR3-Support.
Jetzt bringst du aber noch zwei weitere, wichtige Specs mit ins Spiel:
1. Das Board soll MicroATX sein (trifft auch auf viele der von mir genannten Chipsätze zu) und
2. Support für die von dir genannten Xeon-Prozessoren mit Sockel LGA2011
Bei Punkt 2 wird's nun spannend, denn: du listest hier zwei vollkommen unterschiedliche Xeon-Generationen auf. Einmal den
E5-2680V2 von 2013, der tatsächlich nativen DDR3-Support hat und dann den deutlich neureren, aus heutiger Sicht aber natürlich dennoch steinzeitlichen
E5-2699V4, der seinerseits eine neue Mikroarchitektur besitzt und nativ auf DDR4 setzt. Zudem ich denke, dein 269
6V4 ist ein Schreibfehler, da du ja selbst von einer 22 Kern-CPU sprichst (das wäre der besagte 2699V4).
Jetzt wird's aber wild: was du bereits tust, also besagte CPU mit einem DDR3-Mainboard zu kreuzen, ist bereits eine wilde Frankenstein-Nummer! Das Board, das du einsetzt, auch wenn es dem einstig bekannten und durchaus renommiertem Hause SOYO entspringen mag, ist eine komplette Bastelbude!
Chinesen sind bekannt dafür, dass sie viele wilde Prozessor-RAM-Kombinationen ermöglichen, die ab Werk so eigentlich nie möglich sein sollten. Wenn man sich jedoch - wie du hier in deinem Fall - in ein solches Rabbithole begibt, dann muss man eben auch ganz klar mit den Problemen leben, die damit einhergehen.
Was wäre nun deine einfachste Lösung?
Der X99-Chipsatz hat NATIVEN USB 3.0-Support. Da ändert selbst eine wilde Verwurschtelung der Chinesen nichts dran. Das heißt, dass entweder am I/O-Shield oder aber am Onboard-Header deines Boards USB 3.0 anliegen sollte. Die Wahrscheinlichkeit, dass du also entweder a) inkompatible Sticks / Festplatten-Adapter nutzt ode aaber b) einen falschen Treiber installiert hast, ist sehr groß.
https://theretroweb.com/motherboards/s/guoshuo-g757e1-0-hm55-variant1
Das sollte dein Board sein. SOYO ist nur einer von vielen Markennamen, der für diesen Frankenstein verwendet wird.
Aber hey: ist das überhaupt ein X99-Chipsatz? Nein, denn jetzt wird's umso wilder: es ist ein HM55-Chipsatz verbaut, eine - mit Verlaub - richtig harte Krücke, die nicht nur deinen Xeon, sondern auch alles andere auf dem Board massiv ausbremst. Und all das nur, damit du auf dem Board DDR3 zusammen mit dem Prozessor betreiben kannst. Der Chipsatz ist von 2010 und somit über 6 Jahre älter (!) als deine von dir darauf eingesetzte CPU.
Ist es das wirklich wert, frage ich dich?
Alternativ:
Der Wechsel auf eine DDR4-Plattform wäre ratsam, aber kostenintensiv aufgrund der RAM-Preise. Wobei ich recht sicher bin, dass du auch mit "nur" 32 GB DDR4 auskommen würdest.
Dann könntest du aber wenigstens ein ECHTES Mainboard verwenden, das auch den korrekten Chipsatz für deinen Prozessor besitzt.
Dein Problem is leider sehr hausgemacht. Du hast dir mit dem wilden Zusammengestückel der Hardware leider eine echte Sackgasse gebaut.
Checke bitte trotzdem nochmal, ob nicht zwei der I/O USBs doch mit 3.0 arbeiten bzw. ob der eigentlich für USB 3.0 typische Header auf dem Mainboard nicht doch USB 3.0 durchlässt - obwohl zumindest dieser laut der verlinkten Seite nur mit 2.0 arbeitet, was sehr ungewöhnlich erscheint.