News Glasfaser: Telekom setzt beim FTTH-Ausbau verstärkt auf Partner

Die Große Koalition hatte sich in ihrem Koalitionsvertrag von 2013 das Ziel gesetzt, beim Breitbandausbau bis zum Jahr 2018 eine flächendeckende Grundversorgung von mindestens 50 Mbit/s zu schaffen.

Muss man dazu irgend etwas sagen? Es darf sich gern jeder hier im Forum (und das ist ja auch nur die Spitze des Eisberges) zu Worte melden, der selbst 2023 noch keine 50 Mbit bekommt.

Ich kenne privat leider auch genug Haushalte, die gerne würden, aber nicht können.

Flächendeckend heißt für mich flächendeckend und nicht "Großflächig mit weißen Flecken".
 
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Während die großen Provider bei uns im Dorf max 100mbit über Kupfer liefern, hat ein regionaler Anbieter Glasfaser mit 1gbit realisiert. Zahlen das gleiche wie vorher aber für 400 down und 100up. Latenz in Games um die 10ms. Zum nächsten google Server 3ms. Bisher noch keine Ausfälle gehabt. Installations- und Kundenservice tadellos. In der Nachbarstadt sollen sogar 2,5gbit möglich sein.

Deutschlandweit ist das Thema ein Trauerspiel genauso wie der Ausbau der vorherigen Technologien und die Preisstrukturen bei Festnetz und Mobilfunk.
 
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Wie sieht das eigentlich in Deutschland mit dem Upload über Glasfaser aus? Abgesehen davon das bei mir noch kein Ausbau geplant ist frage ich mich schon wieso die teuren Tarife zwar 1 Gbit/s Download bieten, aber nur bis 200 Mbit/s Upload (Telekom) oder 500 Mbit/s Upload (Deutsche GF). In der Schweiz geht das ja auch synchron. Kann man da einfach "nett verhandeln" oder wie läuft das dann?
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Mein Regionaler Anbieter (Bitel) würde sogar nur 500 Mbit/s down und 175 up anbieten. Werden die Zahlen gewürfelt? Ich kann das nicht nachvollziehen. Für GF sind in der Theorie in Bezug auf die möglichen Kapazitäten ja 1 Gbit/s synchron noch lächerlich wenig.

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@Hydrano: Glaube viele Anbieter würfen das echt aus, was sie so anbieten. Schön wäre es wirklich 1:1 zu haben also 500MBit Down sowie Up aber mir langts wenn es 2:1 ist heißt 500 MBit Down und 250 Mbit Up. Zum Glück bietet mein regionaler Anbieter dies an sogar im kleinsten Tarif mit 20MBit Down & 10 MBit up bis hoch zum 1GBit Anschluss.
 
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Bei mir auf dem Dorf in S-H wollte die Telekom immer ihre Kupferkabel verbessern (bestimmt schon vor 15-20 Jahren das erste Mal abgekündigt), aber mehr als der Sprung von DSL2000 auf 6000 ist nie zustande gekommen. Gewartet und gehofft haben wir jedes Jahr..... Meines Wissens nach, ist dies bis heute so.

Vor ein paar Jahren kam ein Tochterunternehmen der Stadtwerke Lübeck und fragte ob man Interesse an einem Glasfaser Ausbau habe. Am Ende hat die Dorfgemeinschaft es geschafft, 70 % der Besitzer zu überzeugen, einen Vorvertrag zu unterschreiben. Im nächsten Jahr wurden die Kabel in der Straße verlegt sowie in die jeweiligen Häuser (kostenfrei bis 1000 m von der Straße entfernt). Auffahrt aufreißen, Kabel verlegen und zu machen hat keinen Arbeitstag gedauert. Seitdem sind wir glücklich mit 200/100 mbit :)!
 
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SW987 schrieb:
Wenn dem tatsächlich so wäre, könnte man den Hauseigentümern ja gar keine energetischen Sanierungsmaßnahmen in zigfacher Milliardenhöhe aufzwingen.

Muss also irgendeinen anderen Grund haben. 🤔
 
Mein Eigenheim wrd aktuell gebaut in Oberfranken, letzte Woche war eine Subfirma der Telekom da und hat die Glasfaser eingeschossen sowie meinen Anschlusspunkt eingeschossen. Im Baugebiet wurden schon 2020 auf jeden Grundstück die Speedpipes gelegt und meine Tiefbaufirma hat die auch schon durch die Bodenplatte gelegt. Das ging zwar alles reibungslos, aber das ganze Verfahren hat mir gezeigt wie durcheinander die Telekom arbeitet.
Im Dezember habe ich den Anschluss beauftragt und alle relevanten Daten im Auftrag mit angegeben, im Januar soll ich Informationen zum Baustand übergeben (99% davon habe ich bereits im Antrag angegeben) und meine Tiefbaufirma mitteilen. Zwei Tage später bekomme ich eine Mail einer Tiefbaufirma aus nähe Berlin die von mir exakt die gleichen Informationen haben wollten, wie die Telekom vorher. Interessanterweise eine Firma ohne Webseite, ohne Festnetznummer, an deren Adresse man einen Dönerladen mit gleichnamigem Firmenbesitzer in einem Mehrfamilienwohnhaus findet. Auf Nachfrage bei der Telekom hieß es das sei ein Fehler im System gewesen.
Im März wurde mein Haus dann begonnen zu bauen, daraufhin habe ich online einen Bereitstellungszeitraum angegeben. Habe dann eine Firma aus der Nähe zugewiesen bekommen, die mich auch prompt anrief und sich nach dem Baustand informierte. Der Chef der Tiefbaufirma war etwas verwundert als ich sagte, die Speedpipe liegt schon (im Antrag im Dezember habe ich das schon angekreuzt) - dann muss ja kein Tiefbau mehr erfolgen. Er beauftrage dann selber eine Firma, die die Faser einschießt.

In Summe ging das durch so viele Instanzen dass ich mich nicht wundere, dass der Netzausbau in Deutschland so langsam vorran geht.
 
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Hydrano schrieb:
frage ich mich schon wieso die teuren Tarife zwar 1 Gbit/s Download bieten, aber nur bis 200 Mbit/s Upload (Telekom) oder 500 Mbit/s Upload (Deutsche GF). In der Schweiz geht das ja auch synchron.
Das geht in DE auch. Symmetrischen Upstream bekommst du bei der Telekom aber selbst als Geschäftskunde nicht bzw. wohl nur in ganz besonderen Fällen.

Andere Anbieter können das sogar für Endkunden gegen kleines Entgelt, z.B. GVG/Teranet für 2,50 Euro zusätzlich im Monat.
 
Hydrano schrieb:
Wie sieht das eigentlich in Deutschland mit dem Upload über Glasfaser aus? Abgesehen davon das bei mir noch kein Ausbau geplant ist frage ich mich schon wieso die teuren Tarife zwar 1 Gbit/s Download bieten, aber nur bis 200 Mbit/s Upload (Telekom) oder 500 Mbit/s Upload (Deutsche GF). In der Schweiz geht das ja auch synchron. Kann man da einfach "nett verhandeln" oder wie läuft das dann?
Technisch wäre natürlich eine symmetrische Internetverbindung möglich. Ich denke das ist historisch bedingt. Früher wollte man immer Bandbreite sparen und da Upload meistens nicht so wichtig ist wie der Download, hat man da gespart. Mit Glasfaseranbindung sollte das eigentlich obsolet sein.
 
Die Telekom erzählt uns schon seit über einem Jahr, dass der Ausbau bei uns bald beginnt. Eigentlich wollten sie seit Dezember fertig sein, jetzt sollen wir in der zweiten Jahreshälfte einen Termin bekommen, wobei unklar ist, wann dann der Realisierungszeitraum sein wird. Und das in einer Großstadt...
 
alex_k schrieb:
die Leser unter euch, die auf einen Glasfaseranschluss warten, fragt doch mal bei der Gemeinde nach, ob die UGG (unsere grüne Glasfaser) evtl in Betracht kommt. - Dann soll sich mal die Gemeinde bei der UGG melden. - Evtl brauen die dann ja bei euch aus.
Das lag mir auch erst auf der Zunge.
Bei uns in der "mittleren Stadt" (~50k Einwohner) fährt die UGG ganz große Geschütze auf. Mittlerweile zu dem Projekt durch die UGG kamen vier Briefe bei uns im Briefkasten an, einer davon vom Bürgermeister ("Stadt kümmert sich drum, hat Vertrag beschlossen" blabla) und O2 (über die der Vertrag läuft). Es gab sogar mind. eine Informationsveranstaltung. Schön und gut, aber das ist mir echt viel zu aggressiv. Zudem habe ich viel schlechte Bewertungen gelesen. Aber zum Glück befinden wir uns im geförderten Ausbaugebiet, welches durch die Telekom betrieben wird. Bis 2024 soll es bei uns hoffentlich erledigt sein.
Ich weiß auch nicht, warum man in einem fast-Neubaugebiet von ~2004 keine bessere Versorgung als eine 16er Leitung hinbekommen hat. Gibt ja als Alternative leider nicht mal Kabelnetz.
 
Ob die das bis 2030 schaffen, glaube ich eher nicht, aber wenn die es schaffen mindestens 2,5-3 Millionen Haushalte im Jahr auszubauen, dann ist das zumindest ein Anfang.

Ich bin aber auch der Meinung, dass ein Gesetz her müsste, womit man ankündigt das Kupfernetz abzuschalten und zukünftig nur auf Glasfaser zu setzen.
Wer nicht ausbauen möchte, wird dann zukünftig freiwillig auf den Anschluss verzichten.

Leider wird das nicht kommen und man wird auch noch in 10 Jahren einige Lücken haben, wo Vermieter einfach keine Chance haben, außer auszuziehen.

Einfach mal wie bei ISDN ankündigen, dass man 2035 das Kupfer/DSL Netz abschaltet und man bis dahin ausbauen muss, dann kommen auch die Vermieter in die Gänge.
 
Nightmar17 schrieb:
Ich bin aber auch der Meinung, dass ein Gesetz her müsste, womit man ankündigt das Kupfernetz abzuschalten und zukünftig nur auf Glasfaser zu setzen.
Wer nicht ausbauen möchte, wird dann zukünftig freiwillig auf den Anschluss verzichten.

Wieso sollte man sowas machen?

In der Schweiz werden viele Gebiete und sowieso Neubaugebiete mit FTTS ausgebaut.
Sprich das Glas wird in die Strasse gelegt, wo dazu theoretisch in jeder Strasse im Abstand von wenigen hundert Meter ein wasserdichter DSLAM für VDSL versenkt wird.
Und das ist erstmal das Wichtigste und bezahlbarste, Glas muss in der Fläche ausgerollt werden, bis ins Haus ist dann eher für den der es braucht oder unbedingt haben will.

Somit hab ich, weil es eben nur noch ein letztes kurzes Stück Kupfer gibt, 560/140 Mbit auf VDSL G.fast für unseren Anschluss. Das ist erstmal genug für mich und es gibt immer eine Option auf viel mehr wenn man sich das letzte Stück auch noch verglasen lässt.
Das letzte Stück Glas zu verlegen ist, obwohl es nur ein sehr kurzes Stück ist, unter Umständen nicht ganz günstig. Evtl muss man Mauerdurchbrüche machen oder sonstige Erdarbeiten vornehmen falls die Zugänge verdichtet sind etc. da rechnet man mit 1'000-5'000 Schleifen. Während beim Kollegen in der kleinen Stadt der Provider Glas jetzt schon gratis bis in die Stube rein legen lässt.
Sprich da ertrage ich die 500 Mbit erstmal ein paar Jahre, das wird irgendwann umsonst verlegt werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Haben nen DSL 50k Anschluss von Inexio (Weil Kuhdorf und die haben das Monopol) für lächerliche 50€ im Monat von denen laut Fritzbox nur 37k ankommen während kurioserweise am Endgerät dann effektiv seit etwa nem 3/4 Jahr nur 16k ankommen (Ein Schelm wer böses denkt)

Absolut unzumutbar 2023.

Jetzt hat es auch endlich mal angefangen dass die deutsche Glasfaser "demnächst" hier auch mal ne Leitung verlegen will... hoffentlich noch bevor ich tot bin.
 
DLMttH schrieb:
Wie kommst du denn ohne Vectoring auf 100 Mbit/s?
Ich hatte Vectoring und Super Vectoring gleichgesetzt. Dann korrigiere ich es auf Super Vectoring.
 
DJMadMax schrieb:
Das geht in DE auch. Symmetrischen Upstream bekommst du bei der Telekom aber selbst als Geschäftskunde nicht bzw. wohl nur in ganz besonderen Fällen.

Wenn etwas nicht 10 Cent kostet, ist das denn ein besonderer Fall?
 
modena.ch schrieb:
Wieso sollte man sowas machen?

In der Schweiz werden viele Gebiete und sowieso Neubaugebiete mit FTTS ausgebaut.
Sprich das Glas wird in die Strasse gelegt, wo dazu theoretisch in jeder Strasse im Abstand von wenigen hundert Meter ein wasserdichter DSLAM für VDSL versenkt wird.
Und das ist erstmal das Wichtigste und bezahlbarste, Glas muss in der Fläche ausgerollt werden, bis ins Haus ist dann eher für den der es braucht oder unbedingt haben will.
Das ist ja letztlich das, was auch in Deutschland insbesondere von der Telekom gemacht wurde. Bei insgesamt etwa 90% der Haushalte in Deutschland liegt die Glasfaser am Verteiler (hier FTTC), etwa 80% der Haushalte wurden dabei von der Telekom auf diese Weise erschlossen, weitere 10% von anderen Anbietern. Diese Art des Ausbaus ist damit weitgehend ausgereizt, weswegen die Telekom in den letzten Jahren eben auf FTTH umgeschwenkt ist.

Die Diskussion in Deutschland konzentriert sich stark darauf, wieviel Prozent der Haushalte FTTB/H bekommen können. Da sieht Deutschland im europäischen Vergleich relative schlecht aus, gerade weil die Telekom sich erstmal auf das ausrollen von Glasfaser in der Fläche konzentriert hat. Wo Deutschland hingegen im europäischen Vergleich seit Jahren recht gut aussieht ist die Frage, welcher Anteil der Haushalte noch mit ADSL vorlieb nehmen muss. Diese Quote ist in Deutschland seit Jahren kleiner als in den meisten anderen EU-Ländern, eben aus dem obigen Grund.
 
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Nightmar17 schrieb:
Ich bin aber auch der Meinung, dass ein Gesetz her müsste, womit man ankündigt das Kupfernetz abzuschalten und zukünftig nur auf Glasfaser zu setzen.
Wer nicht ausbauen möchte, wird dann zukünftig freiwillig auf den Anschluss verzichten.
Da würden die Brekos und Buglas aber laut jammern.
 
Hydrano schrieb:
Wie sieht das eigentlich in Deutschland mit dem Upload über Glasfaser aus? Abgesehen davon das bei mir noch kein Ausbau geplant ist frage ich mich schon wieso die teuren Tarife zwar 1 Gbit/s Download bieten, aber nur bis 200 Mbit/s Upload (Telekom) oder 500 Mbit/s Upload (Deutsche GF). In der Schweiz geht das ja auch synchron. Kann man da einfach "nett verhandeln" oder wie läuft das dann?


Mein Regionaler Anbieter (Bitel) würde sogar nur 500 Mbit/s down und 175 up anbieten. Werden die Zahlen gewürfelt? Ich kann das nicht nachvollziehen. Für GF sind in der Theorie in Bezug auf die möglichen Kapazitäten ja 1 Gbit/s synchron noch lächerlich wenig.

Der Grund ist vermutlich einfacher als angenommen, die Telekom verbaut GPON, dies liefert maximal 2,5/1,25 auf dem geteilten Strang zu 32? Kunden, 1zu1 ginge also theoretisch, wäre aber hart überbucht. Des Weiteren würden dann Firmen dazu tendieren, sich einfache Privatkundenanschlüsse zu buchen als die margenträchtigen GK Anschlüsse
 
Das erstere dürfte weniger ein Problem sein, da trotz höherem Überbuchen die reale Auslastung im Upload trotzdem geringer sein dürfte als im Download. Einfach weil Privathaushalte meist doch deutlich mehr runterladen als hochladen.

Dass man einen größeren Abstand zu teuren symmetrischen GK Tarifen haben möchte halte ich auch für einen wahrscheinlichen (Mit-)Grund.
 
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