Glasfaser Glasfaseranschluss bei Neubau Mehrfamilienhaus

Meister1984

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Hallo zusammen,

ich darf bald endlich in meine neue Eigentumswohnung ziehen. Ein Glasfaseranschluss wurde von der Telekom bereitgestellt. Vorab hab ich mich im Internet in das Thema eingelesen, allerdings besteht trotzdem noch etwas Unsicherheit bei mir. Wir haben vom Bauträger die Auskunft bekommen, dass Glasfaser bis ans Haus liegt. Im Haus erfolgt die Verteilung mittels g.fast oder fttb?
Wenn ich bei der Telekom den Anschluss beauftragen will muss ich entweder den Speedport 4 smart plus mit integriertem Modem gegen eine monatliche Gebühr wählen oder ein Modem für einmalig knapp 50 Euro.
Die monatlichen Fixkosten möchte ich gerne so gering wie möglich halten.
Nach meinem Kenntnisstand hab ich folgende Möglichkeiten:
Modem von der Telekom und z.B. die Fritzbox 7530 ax, dass sollte auf jeden Fall funktionieren. Die Fritzbox 5550 gibt's noch nicht und die 5530 ist denke ich nur mit fttb kompatibel, aber nicht mit g.fast. Hat jemand Erfahrungswerte wie die Telekom bei neuen Glasfaseranschlüssen für Mehrfamilienhäusern (2*9 Wohneinheiten) vorgeht, fttb oder g.fast? Eine wirklich vertrauenswürdige Antwort konnte mir bisher keiner geben und ich weiß nun nicht welchen Router ich kaufen soll bzw. ob ich ein Modem benötige.

Vielen Dank für eure Hilfe!
 
Wenn weder der Bauträger noch die Telekom Auskünfte geben kann, dann ist der Zeitpunkt zum Hardwarekauf einfach zu früh. Grundsätzlich ist das in Haus verkabeln Sache des Eigentümers. Da macht die Telekom nichts. Zumindest nicht von sich aus. Das gehört nicht zur Leitung.
 
Ein Neubau?

Und die haben keine Leerrohre bis in die einzelnen Wohnungen verlegt, damit man direkt Glasfaser bis in die Wohnung erhalten kann?

Das wäre äusserst dämlich!

Ob FTTB oder FTTH und daraus resultierend die nötigen Modems/Router hängt halt vor allem vom Gebäude und dessen Eigentümer ab, ob eine Verkabelung mit Glasfaser bis direkt in die Wohnung möglich ist, oder ob nur bis zum Keller und von dort dann über Kupfer.
Ideal ist im Haus ein Leerrohr vom Verteilerraum bis in jede Wohnung in das das passende Kabel eingezogen werden kann. Ob die Verlegung im Haus bzw. den Einzug des Kabels dann der Elektriker oder der Anbieter macht, ist im Einzelfall zu klären und ggf. zu bezahlen.

zB den Anbieter (in dem Fall Telekom) fragen was in diesem Haus angeboten wird.
bzw. dem "Bauträger" auf die Füße treten, wie Du direkt die Glasfaser bis in deine Wohnung erhalten kannst.
 
Danke euch für die Antworten!
Nach meinem Kenntnisstand liegen Kupferkabel vom Keller bis in die Wohnungen, also müsste es fttb sein.
Am einfachsten wäre es, wenn ich von der Telekom das Modem und den Speedport bestelle und die mir den Anschluss zum laufen bringen müssen. Allerdings möchte ich lieber eine Fritzbox einmalig kaufen und keine monatlichen Kosten der Telekom gegenüber. Es kommt bei der Beauftragung bei der Telekom im Internet die Meldung, dass ein Modem erforderlich ist.
Die Eigentümergemeinschaft wollte gemeinschaftlich Glasfaser bis in die Wohnung, umgesetzt wurde das aber nicht. Bis auf ein paar Brocken deutsch war die Kommunikation mit dem Elektriker sowieso schwierig.
Wenn ich in der Wohnung kein Glasfaserkabel finde dann ist es fttb und das Telekom Modem mit der Fritzbox 7530 ax wäre die richtige Lösung für mich, die 5550 gibt's leider immer noch nicht.
 
Ich bin letztes Jahr in einen Neubau gezogen und hier hat die Telekom im Rohbau bereits selbst direkt Glasfaser bis in die Wohnung gelegt. Habe einen Telekom Endpunkt direkt in der Wohnung und der wurde dann nur im Keller aktiv geschaltet. Von dort dann ins Telekom Modem und dann geht alles auf Kupfer CAT7 weiter. Ich würde mal sagen das ist eigentlich so heutzutage standard im Neubau. Ich würde an deiner Stelle hinfahren und genau gucken was es gibt. Im Zweifelsfall solltest du es aber auf der Telekom Seite sehen können. Verkaufen sie dir nur 250Mbit dann hast du im Haus nur Kupfer, bieten sie auch 500 oder 1000Mbit an hast du Glasfaser bis in die Wohnung.

Edit: Ich habe auch schon die komische Lösung gesehen das es irgendwas zwischen FTTB und FTTH war, im Keller hatte jeder einen Glasfaserport und von dort einen Uplink auf Cat5/6/7 Kupfer in die Wohnung. So konnte man unten ein Modem anschließen und in der Wohnung den Router. Sowas ist in meinen Augen aber unnötiger Pfusch, die paar € für den Telekom Anschluß in der Wohnung sparen bereut man dann grade bei Eigentum Jahrelang.
 

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G.Fast wäre eine Variante von FTTB. Die anderen Varianten wären FTTB mit VDSL oder DOCSIS (bis 1.000 MBit/s). Das bietet die Telekom auch an, 1.000 MBit/s = FTTH ist allgemein also nicht immer richtig. Die 5000er Fritz!Boxen sind für FTTH (Glasfaser bis in die Wohnung) gedacht. Wenn ein Modem gestellt wird, geht praktisch jeder Router der eine WAN-Schnittstelle hat. Der Smart 4 kann VDSL und G.Fast, wird also wohl kein DOCSIS-FTTB sein.​
 
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Angeboten wird mir bei der Telekom bis 1000 Mbit. Ich muss zwingend auch ein Modem mit bestellen, außer ich nehm eben den Speedport 4 smart plus, der hat das Modem schon integriert, ich will aber nicht monatlich noch mal 6 Euro mehr dafür zahlen müssen. Deswegen bin ich davon ausgegangen, dass bis zu den Wohnungen Kupferleitungen verlegt worden sind.
Am liebsten wäre mir, wenn ich nur ein Gerät haben müsste. Aber das wäre nur mit der Fritzbox 5550 möglich und die gibt's noch nicht.
 
Meister1984 schrieb:
Wenn ich bei der Telekom den Anschluss beauftragen will muss ich entweder den Speedport 4 smart plus mit integriertem Modem gegen eine monatliche Gebühr wählen oder ein Modem für einmalig knapp 50 Euro.

Dann ist es FTTH übers Gigabit-Geschäftssystem. G.fast gibt es im Regelbetrieb noch nicht.

Sprich: Vom AP muss eine Glasfaserleitung in die Wohnung.
 
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FTTB bedeutet Fibre (Glasfaser) To The Building (bis ins Haus). Wie es dann im Haus weiter geht, hängt davon ab, was der Bauherr bzw. der Internetprovider (hier wohl Telekom) einbaut. Bei Mehrfamilienhäusern wird gerne im Haus von Glasfaser auf Kupferkabel umgesetzt. Dann geht es per Telefonleitung vom Keller in die einzelnen Wohnungen. Die dabei verwendete Technik ist VDSL oder g.fast als Nachfolger von VDSL. Die dabei erreichbare Datenrate geht bis zu 1000 MBit/s (Downlink) in die einzelnen Wohnungen.
 
BlubbsDE schrieb:
Grundsätzlich ist das in Haus verkabeln Sache des Eigentümers. Da macht die Telekom nichts. Zumindest nicht von sich aus. Das gehört nicht zur Leitung.
Das gilt für Einfamilienhäuser.
Mehrfamilienhäuser mit FTTH baut die Telekom die Glasfaser bis 3m nach Wohnungseintritt (oder 20m nach Wohnungseintritt wenn Leitungsweg vorbereitet). Für neu gebaute MFH endet die Glasfaser typischerweise in einem Medienverteiler/Sicherungskassten.
beni_fs schrieb:
Das bietet die Telekom auch an, 1.000 MBit/s = FTTH ist allgemein also nicht immer richtig.​
Die Telekom selbst bietet im Glasfaserbereich aktuell nur FTTH an. D.h. wenn auf der Telekom Webseite von 1000 Mbit/s die Rede ist, handelt es sich um FTTH => Glasfaser bis in die Wohnung.
In Bestandsgebäuden (= vor mehr als einem Jahr gebaut) gibt es davon regional Abweichungen in ganz geringen Mengen, wo der Bauherr + Telekom es beim verkackt haben die Fasern bis in die Wohnung zu legen. Diese Gebäude lassen sich aber an einer Hand abzählen.
beni_fs schrieb:
Der Smart 4 kann VDSL und G.Fast, wird also wohl kein DOCSIS-FTTB sein.​
Hier war allerdings vom Smart 4 Plus die Rede, der ein Glasfasermodem/GPON Modem mit eingebaut hat => FTTH.
Pete11 schrieb:
FTTB bedeutet Fibre (Glasfaser) To The Building (bis ins Haus).
Macht die Telekom außerhalb von ganz besonderen Pilotgebieten jedoch nicht.
floxorius schrieb:
Ich würde an deiner Stelle hinfahren und genau gucken was es gibt.
So würde ich es auch machen.
 
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Wenn du bei der Telekom 1000Mbit/s buchen kannst, dann ist es FTTH. Was anderes wird nicht gebaut, wenn die Telekom eine Glasfaser bis ins Haus legt.
Es ist richtig, du brauchst ein Glasfasermodem oder einen Router mit integriertem Glasfasermodem.

Da dir offensichtlich das technische KnowHow fehlt, würde ich dir dringend zu einem Mietrouter des Anbieters raten. Ansonsten bist du selbst für Fehlersuche und ggf. Ersatzgeräte verantwortlich.
Ja ich hab gelesen dass du die Kosten gering halten willst. Aber das ist für einen Laien einfach an der falschen Stelle gespart.
Dann bestell lieber nur ne 250er Leitung statt 1000. Oder nur ne 100er statt 250.
 
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Naja. Wer ne Fritzbox am DSL-Aschluss eingerichtet bekommt, schafft das auch am Telekom FTTH Anchluss hinter dem Glasfasermodem.
Der Einrichtungsassistent kann mittlerweile ja auch Glasfaser.
 
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Meister1984 schrieb:
Modem von der Telekom und z.B. die Fritzbox 7530 ax, dass sollte auf jeden Fall funktionieren. Die Fritzbox 5550 gibt's noch nicht und die 5530 ist denke ich nur mit fttb kompatibel, aber nicht mit g.fast. Hat jemand Erfahrungswerte wie die Telekom bei neuen Glasfaseranschlüssen für Mehrfamilienhäusern (2*9 Wohneinheiten) vorgeht, fttb oder g.fast? Eine wirklich vertrauenswürdige Antwort konnte mir bisher keiner geben und ich weiß nun nicht welchen Router ich kaufen soll bzw. ob ich ein Modem benötige.

Vielen Dank für eure Hilfe!


also die fritz 5530 ist für ftth geeignet es besitzt 2,5 gbit lan

die fritzbox 7530 kann fttc

FTTB in Verbindung mit G.fast (Fiber to the Building):fritzbox 7583 oder fritzbox 7582



also die FRITZ!Box 5530 Fiber ist nicht mit fttb kompaktibel funktioniert nicht auf fttb
https://avm.de/produkte/fritzbox/fritzbox-5530-fiber/technische-daten/
 
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Herzlichen Dank @h00bi, deine Antwort war wirklich mit riesigem Abstand am hilfreichsten. Von ISDN bis DSL hab ich bisher alles selbst hinbekommen. Mit Glasfaser ist einfach neu für mich und da frag ich lieber einmal zu viel als zu wenig.

Am 14.04. hab ich im Haus zufällig den Telekom-Techniker getroffen. Es sind tatsächlich erstmal Kupferleitungen gezogen worden um ein ein paar Monaten auf FTTH umzustellen. Ich hab mich im Internet weiter in das Thema eingelesen und dank der weiteren Antworten weiß ich jetzt zumindest was Sache ist und welcher Router stand jetzt für mich der richtige ist. Die Telekom schimpft eigentlich immer auf die FritzBoxen, ich bin mit meinen bisherigen aber immer zufrieden gewesen.
 
Meister1984 schrieb:
Es sind tatsächlich erstmal Kupferleitungen gezogen worden um ein ein paar Monaten auf FTTH umzustellen.
Also erst mal FTTC und dann ist später der Wechsel auf FTTH möglich.

Meister1984 schrieb:
Die Telekom schimpft eigentlich immer auf die FritzBoxen, ich bin mit meinen bisherigen aber immer zufrieden gewesen.
Kann ich nicht bestätigen - schließlich kannst du die 7590 auch bei der Telekom mieten/kaufen. Wenn geschimpft wird, dann nur über bestimmte Modelle. Zum Beispiel die 7390, wo es anfangs Probleme mit bestimmten Gegenstellen und später auch mit Vectoring gab.
 
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eifelman85 schrieb:
Kann ich nicht bestätigen - schließlich kannst du die 7590 auch bei der Telekom mieten/kaufen.
Wahrscheinlich war hier die Hotline gemeint - die halt oft standardmäßig der Meinung ist, dass dass Problem am "fremden" Router läge.
eifelman85 schrieb:
Wenn geschimpft wird, dann nur über bestimmte Modelle.
So ist es in Außendiensttechnikerkreisen.
Wobei es natürlich auch dort Leute gibt die bestimmte Router bevorzugen.
Aber da bekommen auch die Telekomrouter ihr Fett weg, wenn es mal wieder bei bestimmten Geräten Probleme gibt.
 
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BlubbsDE schrieb:
Wenn weder der Bauträger noch die Telekom Auskünfte geben kann, dann ist der Zeitpunkt zum Hardwarekauf einfach zu früh. Grundsätzlich ist das in Haus verkabeln Sache des Eigentümers. Da macht die Telekom nichts. Zumindest nicht von sich aus. Das gehört nicht zur Leitung.
Bei uns hat die Telekom das inhouse-Kabel vorbeigebracht und der Elektriker hat es vom Hausanschlussausraum in die Wohnungen gelegt.

Bei einem Neubau würde ich davon ausgehen, dass die Telekom FTTH baut und nicht FTTB.
 
Mettwurscht schrieb:
Bei einem Neubau würde ich davon ausgehen, dass die Telekom FTTH baut und nicht FTTB.
Mit FTTH meinst Du hier (Mehrfamilienhaus) wohl, daß Glasfaser bis in jede Wohnung gelegt wird.
FTTB wäre Glasfaser ins Haus (üblicherweise Keller) und dann per Telefonleitung (g.fast) bis zu den einzelnen Wohnungen.

Es wäre interessant zu erfahren, was da tatsächlich gemacht wird.

Vielleicht kann auch @Telekom hilft einen Kommentar dazu abgeben.
 
Genau. FTTH= ...to the home. Und das ist in einem MFH die Wohnung, nicht das Gebäude. :)
 
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Mettwurscht schrieb:
Bei uns hat die Telekom das inhouse-Kabel vorbeigebracht und der Elektriker hat es vom Hausanschlussausraum in die Wohnungen gelegt.
Bei Neubauten gang und gäbe. Bei Altbauten kommt das nur selten vor, wenn der Eigentümer das Kabel selbst legen (lassen) will.
Mettwurscht schrieb:
Bei einem Neubau würde ich davon ausgehen, dass die Telekom FTTH baut und nicht FTTB.
Pete11 schrieb:
Mit FTTH meinst Du hier (Mehrfamilienhaus) wohl, daß Glasfaser bis in jede Wohnung gelegt wird.
FTTB wäre Glasfaser ins Haus (üblicherweise Keller) und dann per Telefonleitung (g.fast) bis zu den einzelnen Wohnungen.
Hier wurde doch nun schon mehrfach bestätigt, dass die Telekom aktuell nur FTTH baut.
Falls sich daran was ändert, wird man dazu auch eine offizielle Kommunikation finden.

Für Neubauten ist FTTB auch gar nicht vorgesehen, da hier ja sowieso eine NE4 erstellt werden muss.
 
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