Gleichstellung von Bachelor und Meister?!

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phil. schrieb:
Was hat mein Beitrag mit meiner Tätigkeit als Moderator zu tun? Woher weißt du welchen Beruf ich habe?
Die meisten Beiträge hier sind subjektiver Natur, denn man gibt seine persönlichen Erfahrungswerte wieder.
Okay, der Beitrag ist OffTopic, denn worum geht es noch einmal?

Meine persönliche, subjektive Meinung: Ja, die Abschlüsse sind gleichwertig und eine Hilfe für europäische Anwerber, wie auch Bewerber um eine entsprechend ausgeschriebenen Stelle.

<Offtopic> Dein Beitrag als Moderator finde ich sehr geschmacklos, vor allem, da man als Moderator doch stets mit gutem Beispiel vorran gehen sollte und nicht solch einen Unfug verzapfen sollte, der hinten und vorne einfach nicht korrekt ist. Ich beziehe mich auf deinen vorherirgen Beitrag mit den 10%

Und da do so massiv gegen studierte Personen argumentierst, kann ich nur annehmen, dass du selbst nicht studiert hast. (Das soll keine Beleidigung sein!)

Dass die meisten Beiträge subjektiv sind ist vollkommen richtig, wobei man doch stets versuchen sollte Objektiv zu urteilen und nicht weil man aus der entsprechenden Menge kommt. Schließlich sollen die Beiträge sachlich sein, was vor allem bewiesene Argumente erfordert. Um das zu tun ist es natürlich sinnvoll beide Seiten wircklich zu kennen und sich auch damit zu beschäftigen.
</Offtopic>

@Exar_Kuhn Ohne Lobbyarbeit geschieht solch eine Änderung heutzutage sicher nicht mehr von alleine, falls dem überhaupt mal so war.
Ich frage mich nur, wann eine Gegenreaktion der Hochschulen folgt.
 
Vom Niveau des Lehrstoffs her haben die Meister-Fortbildung und der Bachelor-Abschluss (insb. an der Uni) sicher nicht viel miteinander zu tun.

"Gleichwertigkeit" ist da aus meiner Sicht einfach nicht gegeben, denn die beiden Abschlüsse sind so nicht vergleichbar und diese Rangliste passt nicht zum deutschen Bildungssystem. Wenn man sie unbedingt vergleichen will, dann wäre dazu eine zweidimensionale Bewertung nötig (mit Praxis und Theorie als Maßstäbe).

Insgesamt muss man auch sagen, dass Leute mit Berufsausbildung und nachfolgender Weiterbildung immer mehr Anerkennung und Möglichkeiten erhalten, während man den (angehenden) Akademikern ohne Berufsausbildung gar nicht entgegenkommt. Es geht immer nur in die eine Richtung. Das ist sehr schade.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was hat ein Bauingenieur (B.Sc oder B.Eng) mit einem Maurermeister zu tun?

Man sollte hier nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.

Weitere Diskussionen sind m.M.n überflüssig.
 
Hallo zusammen!

@Second Nick:
"Gleichwertigkeit" ist da aus meiner Sicht einfach nicht gegeben, denn die beiden Abschlüsse sind so nicht vergleichbar und diese Rangliste passt nicht zum deutschen Bildungssystem. Wenn man sie unbedingt vergleichen will, dann wäre dazu eine zweidimensionale Bewertung nötig (mit Praxis und Theorie als Maßstäbe).
Und genau diese "zweidimensionale Bewertung" wurde hier vorgenommen, ich zitiere mich (Quelle):
Zur Fallunterscheidung: (...)
"Über ein sehr breites Spektrum an Methoden zur Bearbeitung komplexer Probleme
[-] in einem wissenschaftlichen Fach, (...), weiteren Lernbereichen [-> Hochschulstudiumkriterien]
oder
[-] einem beruflichen Tätigkeitsfeld [-> Handwerkskriterien]
verfügen."

Nur: es sagt in den Nachrichten (oder allgemein: Medien) niemand, dass innerhalb eines Niveaus unterschieden werden muss.

Grüße,
cb-leser
 
Interessant.

Nur ist die eine Zahl zum Schluss (hier "6") ziemlich nichtssagend, weil die beiden Abschlüsse total unterschiedlich sind. Wenn man wenigstens zwei Zahlen (Praxis und Theorie) für jeden Abschluss hätte, dann würde daraus immerhin eine Sache klar hervorgehen: Nämlich dass die Abschlüsse nicht so einfach vergleichbar sind. Und das sind sie schon gar nicht mithilfe einer einzigen Zahl.
 
Zuletzt bearbeitet:
Second Nick schrieb:
Insgesamt muss man auch sagen, dass Leute mit Berufsausbildung und nachfolgender Weiterbildung immer mehr Anerkennung und Möglichkeiten erhalten, während man den (angehenden) Akademikern ohne Berufsausbildung gar nicht entgegenkommt. Es geht immer nur in die eine Richtung. Das ist sehr schade.


Kann ich nicht unterschreiben.
 
So? Den Ausgebildeten (mit Weiterbildung) wird immer häufiger der Zugang zum (Universitäts-)Studium gewährt. Ich habe gelesen, dass in einem Pilotprojekt bald Meister den Master machen dürfen. Nun wurde der Meister dem Bachelor als "gleichwertig" gegenübergestellt.

Den Ausgebildeten (mit Weiterbildung) wird der Weg zum (Universitäts-)Studium immer weiter vereinfacht.

Aber wo wurde in letzter Zeit den Studenten/Akademikern die berufliche Aus-/Weiterbildung leichter gemacht?

Man ersetzt beim Zugang zu Studiengängen theoretisches Wissen durch Praxiskenntnisse, bei den beruflichen Weiterbildungen geht man den umgekehrten Weg nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Laus schrieb:
Was hat ein Bauingenieur (B.Sc oder B.Eng) mit einem Maurermeister zu tun?
Man sollte hier nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.

Naja auf der anderen Seite vergleichst du halt auch extrem grüne Brinen mit einem schönen roten Apfel. ;)
Das man nicht alles 1 zu 1 vergleichen kann ist logisch.

Um mein Beispiel nochmals aufzuführen:
"Meister in der IT" : ein Bekannter hat das gerade gemacht - Teilzeit 1,5 Jahre - jeden Freitag / Samstag + 4 Wochen am Stück.
http://de.wikipedia.org/wiki/Gepr%C3%BCfter_IT-Projektleiter#Kernqualifikation
Allgemein: Personalplanung und –auswahl, Mitarbeiter- und Teamführung, Qualifizierung, Arbeitsrecht
Spezifisch: Projektanbahnung, Projektorganisation und –durchführung, Projektmarketing

http://de.wikipedia.org/wiki/Operative_Professional
Der Operative Professional ist im Europäischen Qualifikationsrahmen auf Level 6 angesiedelt dies ermöglicht den Zugang zu Fach -/Hochschulen.
Level 6? -> http://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ischer_Qualifikationsrahmen

Also in dem Fall zB finde ich die Einstufung durchaus als sehr passened.

Was will ich damit sagen?
Maurermeister (oder der hier so gern aufgezählte Friseurmeister) mit einem Maschinenbauingeneur zu vergleichen ist sinnlos, das wissen aber auch die Leute die sich das ganze ausgedacht haben. Und trotzdem gibt es duchaus Bereiche da kommt man Nahe einer Gleichstellung.
Und über eine Diskussion von IQ-Werten sollte man hier mal ganz schnell absehen, weil das ist ja schon peinlich :freak:
//edit Schreibfehler - sry - meinte natürlich "eine" statt "deine" ;)
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
@Labtec: Laus hat hier nirgends irgendeine Diskussion über den IQ vom Zaun gerissen.
relam 75 warf mir in subjektiver unpassender Art vor (Post #98), dem Meister seinen IQ absprechen zu wollen. Es ging also um mich, nicht um Laus.
Aber ebenso wie Laus, habe ich im ganzen Thread (vor dieser Anschuldigung) niemals überhaupt über den IQ vom Bachelor und/oder Meister gesprochen.

Dies habe ich auch gleich in meinem folgenden Post (Post #99) klargestellt und aufgezeigt, wie man faktisch, objektiv, wenn man es denn wollen würde, über einen IQ-Vergleich diskutieren KÖNNTE.
Was wie gesagt nie(!) von mir (vorher) gemacht wurde und ebenso nicht beabsichtigt oder gewollt war.
Das Ende von Post #99 von mir stellt lediglich ein Beispiel dar, wie man es, wenn es überhaupt sinnvoll wäre, machen -könnte-...faktisch & objektiv.
Nicht einfach nur subjektives Palaber.


Im übrigen @all würde ich sagen, brauchen wir nicht weiter gegen phil zu wettern..es sollte ja schon einigermaßen objektiv bleiben und Exar_kun, NuminousDestiny, mdave (z.B. Post #91) sowie ich (z.B. Post #89) haben schon ausreichend aufgezeigt, was bei phil's Argumentation falsch lief.

Warten wir erstmal ab, würde ich vorschlagen, was er erwidert, bevor hier noch 20 Leute versuchen auf ihre Art und Weise aufzuzeigen, wo bei phil "Äpfel mit Birnen" verglichen wurden..
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber auch das, Labtec, hat hier keiner, wie beschrieben, versucht. (also über den IQ zu argumentieren)
Mir wurde, ohne es zu belegen (ging ja auch nicht, da ich es nie getan hab), also subjektiv, unterstellt, dass ich dem Meister seinen IQ absprechen wollen würde.

Diesen Sachverhalt habe ich ja bereits in Post #99 gleich klargestellt.

& gleichzeitig halt ausgedrückt, dass es zum einen wenig bis gar nicht sinnvoll ist, überhaupt IQ-Vergleiche in die Diskussion einzubeziehen UND wenn man es überhaupt machen wollen würde, dann so wie ich in meinem Beispiel (ebenfalls Post #99), MIT FAKTEN. Mit Quellen. Nicht subjektives diskreditierendes Palaber...
 
Zuletzt bearbeitet:
Und da do so massiv gegen studierte Personen argumentierst, kann ich nur annehmen, dass du selbst nicht studiert hast
Falsche Annahme.
…haben schon ausreichend aufgezeigt, was bei phil's Argumentation falsch lief.
?
Warten wir erstmal ab, würde ich vorschlagen, was er erwidert, bevor hier noch 20 Leute versuchen auf ihre Art und Weise aufzuzeigen, wo bei phil "Äpfel mit Birnen" verglichen wurden..
Meine subjektive, persönliche Meinung (nicht die von CB) zum Thema habe ich mitgeteilt.
 
Nicht "?" phil^^

-> Post #89, Post #91, ...
Da wird zur Genüge auf deinen Post #82 und #86 eingangen, z.B.


EDIT:
& mit Abwarten auf eine Erwiderung von dir war gemeint, dass hier nicht noch 20x 20 verschiedene Leute darauf eingehen müssen, was eben, von der Argumentation her, in deinem Post #82 und Post #86 nicht gepasst hat -> auf Fakten/Aussagenlogik bezogen.

Das wurde, wie gesagt, in Post #89, Post #91, ... (viele weitere) mehrmals jetzt schon auf verschiedene Art und Weise dargestellt..
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich glaube viele hier nehmen die Bachelor als viel zu wichtig. Wer als Student nach dem Bachelor aufhört hat entweder zuviel Vitamin B, oder ein anerkanntes Abbrecherzeugnis. Eigentlich jeder der noch bei Sinnen ist und etwas naturwissenschaftliches studiert wird noch einen Master an seinen Bachelor anhängen, und in Chemie bspw. sollte man im Grunde auch noch einen Doktor anschliessen.

Und ascer wenn du den Meistern nicht ihren IQ absprechen willst, warum begründest du deine Aussagen dann damit, dass diese zu 90% niemals ein Studium schaffen würden? Ausserdem wo läge das Problem wenn diese Personen einen Master anfangen könnten? Eurer Theorie nach würden sie diesen ja sowieso nicht bestehen.

Im Endeffekt ist das ganze doch nur eine Anerkennung des Meistertitels im Auslands. Wer jetzt seine eigenen Chancen flüchten sieht macht definitiv etwas falsch!


Achja und wenn ihr Dinge vergleichen wollte dann bitte Leute vom identischen Fach, und nicht den Friseur mit Maschinenbauer o.ä., solche Vergleiche entbehren jeglicher Logik. Ansonsten will ich noch Beschwerde einreichen, dass Biologen den gleichen Abschluss (B.Sc.) wie Physiker, Chemiker usw. erhalten.


Ansonsten bitte noch ausrambolan wieso FH und Uni Abschlüsse gleichgestellt wurden.(wobei Ingenieure kriegen an der FH "nur" einen B.Eng, an der Uni einen B.Sc :])
 
Zuletzt bearbeitet:
@S!lent Death / @all:

Also, erstmal: IQ ≠ Fähigkeiten.
IQ-Tests haben zum einen eine Varianz, sie geben also nur die Richtung, keinen wirklich präzisen Wert an und sie bestehen aus vielen Untertests...man kriegt damit also einen Durchschnittswert geliefert aus vielen verschiedenen Teilgebieten. Wer extrem sprachlich begabt ist, kaum aber mathematisch, würde wohl z.B. keinen technischen Studiengang schaffen, hätte aber trotzdem keinen allzu niedrigen IQ, da er deutlich überdurchschnittlich in den sprachlich orientierten Untertests abschneiden würde.

Weiterhin spiegelt der IQ selbst ja ebenfalls nicht deine bereits erworbenes Wissen wider. Im IQ-Test geht es nicht um Wissen. Der IQ-Wert attestiert dir nur ein gewisses geistiges Potential...ob du dieses Potential (durch lernen, Arbeit, Studium) überhaupt ausschöpfst und etwas aus dem Potential machst ist eine ganz andere Frage, die zu einem großen Teil auch aus Fleiß besteht.

Und schlussendlich ist es ja durchaus auch möglich, IQ-Tests zu manipulieren...insofern kann man sich über die Aussagekraft eines IQ-Tests sowieso bestenfalls unsicher sein - man weiß halt i.d.R. nicht, wer manipuliert hat und wer nicht.

Das erstmal dazu.


Warum Meister keinen Bachelor schaffen und schon gar keinen Master?


Ganz einfach: Wir haben am Anfang bereits darüber gesprochen, dass dem Bachelor, im Vergleich zum Meister ewig viel Praxiserfahrung fehlt. Ich habe dabei festgehalten: KEIN Bachelor würde, ohne 2,3,4 Jahre Arbeit(=Praxiserfahrung) eine Meisterprüfung bestehen - wie auch?
Er hätte keine Chance in den praktischen Gebieten der Prüfung.

Weiterhin würde die praktische Seite des Tests erfordern, dass der Bachelor nicht über "2 linke Hände" verfügt.
Wenn man etwas technisches studiert, werden wohl die meisten nicht "2 linke Hände" haben, aber selbst in solchen Studiengängen dürfte man noch, ich schätz einfach mal, 30-40% Leute finden, die "2 linke Hände" haben.

Für diese handwerklich begabten Bachelor wäre aber auf jeden Fall noch die Praxiserfahrung nötig. Zugegeben, in diesem Fall habe ich damit argumentiert, dass bei den handwerklich begabten nur "eine Frage der Zeit, nicht des Könnens" ist.
Aber das stimmt ja auch, wer ein Bachelorstudium schaffte und keine 2 linken Hände hat, der würde, mit ein paar Jahren praxis, definitiv jede Meisterprüfung schaffen, wenn er wollte.


Wie sieht die Lage nun umgekehrt für den Meister aus?
Die Meisterprüfung umfasst, je nach Richtung, i.d.R. sehr vereinfachte Theorieinhalte des 1. und 2. Semesters, mit viel Glück noch ein ganz wenig aus dem 3. Semester - das wars.
Ad hoc, also direkt nach seiner Meisterprüfung, könnte der Meister also nichtmal eine Klausur aus dem 2. Semester überstehen - ihm fehlt schlicht das theoretische Wissen.

ascer schrieb:
Benjamin Bloom, ein renommierter Psychologieprofessor, stellte die "Bloom'sche Taxonomie" auf, um Niveaustufen für "Wissen" aufzustellen:

Niveau 1: Wissen, Kenntnisse (Knowledge)
Niveau 2: Verstehen (Comprehension)
Niveau 3: Anwenden (Application)
Niveau 4: Analyse (Analysis)
Niveau 5: Synthese (Synthesis)
Niveau 6: Bewertung (Evaluation)

Später wurde diese Taxonomie von anderen noch erweitert bzw. spezialisiert.

In weiteren Studien wurde festgestellt, dass allgemeinschulische und berufsschulische Aufgabenstellungen hauptsächlich die Niveaustufen 1-3 abdecken.

Erst an Hochschulen wird ein merkbarer, sehr starker Fokus auf Niveau 4-6 gesetzt.

Das erklärt und unterstreicht, wo die Wissensunterschiede vorherrschen, wie diese zu erklären & definieren sind und warum sie überhaupt existieren.

Dieses Zitat fruchtet auf bereits belegten Studien. D.h. also nicht nur vom Stoffumfang hat der Meister deutlich weniger Theorie und einfachere Theorie gemacht, auch das Lernniveau, also, die Art und Weise der Stoffvermittlung und die Lernanforderungen, die an den Meister gestellt wurden, sind ganz andere.

Wie sollte sich also ein Meister, ad hoc, einfach so nach seiner Prüfung, mit Stoff auskennen können, für die er Fähigkeiten aus den Bereichen 4-6 benötigt, wenn er bis jetzt nur das Lernniveau 1-3 kennengelernt hat?
-> geht nicht.


ascer schrieb:
Der IQ ist (...) mit über 1000 Probanden bei Gesellen/Meistern (KFZ, Maurer,...) in einer Spanne von 100-115 gemessen worden.

Von Hochschulstudenten gibt es regelmäßiger Tests, dort könnte man beispielsweise auch http://www.die-besten-nennen.de/sites/texte/text3.htm als Quelle nennen. Diese Webseite wiederrum hat dutzende belegte Studien als Quelle selbst.

Bei Personen mit Universitätsabschluss wird hier 125-132 als Durchschnitt angesehen, wobei sich der Wert auf das frühere Diplom bezieht, mit Anmerkung, dass er beim Bachelor nicht viel niedriger ist..wenn ich es richtig im Kopf hab aus einer aktuellen Studie, 120-129...

mdave schrieb:
Der Anspruch an die geistigen Fähigkeiten ist in so ziemlich jedem Studiengang um ein Vielfaches höher. (...) durch Theorieteil (...) Im theoretischen Teil hat der Meister keine Chance. (...) Aber alles auf einem extrem vereinfachenden Niveau. (...) Das physikalisch-mathematische Verständnis um tiefer einzusteigen wäre auch nicht vorhanden. (...) Der mathematisch-naturwissenschaftliche Anspruch ist im bachelor-Studium nahezu unendlich höher, weil der Meister eben nur ein paar oberflächliche Grundlagen beigebracht bekommt. (Das wird der Meister in der Regel nicht so sehen, aber nur weil er keine Vorstellung von der tatsächlichen Komplexität dieser Dinge hat.)

Exar_Kun schrieb:
In Vollzeit kann man die Vorbereitungskurse für die Meisterprüfung ab 4 Monaten durchlaufen, bei E-Technik ist die Rede von 6-12 Monaten. Ich möchte mal einen Bachelorstudiengang sehen, den man in der gleichen Zeit erledigt. Und das ganze muss man natürlich auch mal vor dem Hintergrund sehen, dass diese Inhalte auf Handwerker zugeschnitten sind. In dieser Zielgruppe herrscht - das muss man leider nüchtern feststellen - ein anderes intellektuelles Niveau als bei Hochschulstudenten.

Jeder Bachelorabsolvent hat eine vielfache Menge an Stoff gelernt, der bei einem Handwerksmeister vorausgesetzt wird.

Diese Zitate sind natürlich jetzt aus dem Zusammenhang gerissen, gerade mein "Beispielpost über IQ-Werte" war ja gar keine Argumentation, nur eine Erwiderung darauf, wie man seriös und objektiv, also mit Fakten, über IQ-Vergleiche überhaupt sprechen KÖNNTE (wenn man es denn wollen würde).

Aber trotz der Tatsache, dass sie aus dem Zusammenhang gerissen sind, kann man hier erkennen, dass eben die Ansprüche an mathematisch/naturwissenschaftliche Fertigkeiten, also theoretische Fertigkeiten, Abstraktionsfertigkeiten, etc. pp. beim Meister deutlich geringer als beim Bachelor sind.

Man kann aus den Fakten ersehen, dass die theoretische Ausbildung beim Meister kürzer ist, weniger Stoff durchgenommen wird und einfacherer Stoff bearbeitet wird.

Man kann aus den Fakten ersehen, dass das Lernziel, Lernniveau, beim Meister, im Theorieteil, ein deutlich niedrigeres ist als beim Bachelor.


Wenn man dann noch Google anschmeisst, weiß man sehr schnell, dass z.B. in technischen Studiengängen eine höhere Durchfallquote herrscht, als bei technischen Meisterprüfungen - fakt.
Und das -obwohl-, wie hier jetzt ja schon mehrmals -belegt- wurde, die geistigen Fähigkeiten, was theoretische Bildung angeht, bei den Studenten nunmal höher sind.





Aus diesen ganzen Fakten(!) lässt sich dann problemlos abschließend folgern:
- Meister sind, was die theoretische Bildung angeht, -deutlich- hinter Bachelorabsolventen angesiedelt
- Meister sind, im Durchschnitt, weniger fähig, was theoretische Bildung betrifft
- Meister haben ein ganz anderes (einfacheres) Lernziel verfolgt und dementsprechend und einfacheres/niedrigeres Lernniveau, bei theoretischer Bildung
- die theoretische Bildung der Meisterprüfung ist qualitativ sowie quantitativ -deutlich- unter der eines Bachelorabsolventen anzusiedeln



So, da steckt jetzt überhaupt keine Wertung meinerseits drin, ich habe nur mit Fakten belegt, warum ein Meister, nach seiner Meisterprüfung, nie im Leben auf dem theoretischen Niveau eines Bachelors ist, folglich also man das ganze -absolut- nicht vergleichen kann...
UND
...warum ein Meister, nach seiner Meisterprüfung, niemals eine Bachelorarbeit, geschweige denn einen Masterstudiengang schaffen würde.

Genausowenig eben, wie ein Bachelorstudent nach seinem Abschluss dazu in der Lage wäre, den praktischen Teil einer Meisterprüfung zu bestehen - die Basics fehlen einfach.
 
Zuletzt bearbeitet:
S!lent Death schrieb:
Ich glaube viele hier nehmen die Bachelor als viel zu wichtig. Wer als Student nach dem Bachelor aufhört hat entweder zuviel Vitamin B, oder ein anerkanntes Abbrecherzeugnis. Eigentlich jeder der noch bei Sinnen ist und etwas naturwissenschaftliches studiert wird noch einen Master an seinen Bachelor anhängen, und in Chemie bspw. sollte man im Grunde auch noch einen Doktor anschliessen.

Das ist mit Abstand der größte Mist den ich hier bisher gelesen haben. Dein Beitrag geht fast schon als persönliche Beleidigung für alle Bachelor durch, die nicht ihren Master gemacht haben.

Wie kommst du zu der Annahme, dass ein Bachelor nichts wert ist? Als ich mit meinem Studium angefangen habe wurde der Studiengang den ich belegt habe (Energietechnik) gerade auf Bachelor umgestellt, vorher war es ein Diplomstudiengang. Im Zuge der Umstellung wurden ein Praxissemster gestrichen. Diplomer hatten 2 Praxissemester, Bachelor noch 1. Das war dann aber auch schon alles was gestrichen wurde...

Und noch was: Ich hab die Erfahrung gemacht, dass es die Personaler nicht wirklich interessiert ob ihr Gegenüber ein Diplom hat, oder nur ein lächerliche Bachelor ist. Wichtig ist der akademische Abschluss. Ich hab während meiner Einarbeitung mit einem Kollegen zusammen gearbeitet, der sich quasi Firmenintern auf die gleiche Stelle beworben hatte die ich bekommen habe. Nach seiner Aussage hat er sie nicht bekommen, weil er keinen akademischen Abschluss vorweisen kann sondern "nur" Techniker ist.
 
@Invader_z1m:
Im Gegensatz, S!lent Death hat durchaus Recht, auch wenn man den Tonfall etwas abmildern könnte. In den naturwissenschaftlichen Studiengängen - die man naturgemäss an Universitäten studiert - ist man nicht wirklich berufsfähig (und das heisst nicht fachfremd irgendwo in die Industrie einsteigen, sondern Forschung zu betreiben) mit einem Bachelor. Das Ziel hier ist mindestens der Master, und auch die hohen Promotionsraten beispielsweise in Physik oder Chemie sprechen da eine deutliche Sprache.

Energietechnik würde ich auch nicht in die naturwissenschaftliche Ecke stellen, das tönt eher nach Ingenieur - und dort sieht die Sache doch etwas anders aus? Insofern würde ich mit "persönliche Beleidigung" doch eher etwas zurückhaltender sein. Oder bist du mit deinem Bachelor nicht zufrieden?!
 
Hmh, ein technischer Betriebswirt jedoch hätte deine Stelle locker ausfüllen können, und ist als staatl. geprüfter Techniker in 11 Wochen zu schaffen.

Ohne zu wissen welche Stelle das ist können wir nur wieder luftsprünge machen.

Das ganze Thema ist aber generell immer daneben. Ihr versucht immer noch den Bachelor oder den Meister anders zu stellen. In D-Land wird sich das nicht ändern. Es BLEIBT wie es ist. Nur fürs Ausland, WEIL DIE DEN GANZEN KRAM NICHT KENNEN, wird das einfach zusammen gelegt und gesagt: "Na so in etwa ham die ja das selbe gelernt." Also macht euch mal nicht ins Hemd und bleibt schön locker. Mir persönlich ist das wurscht. Ich bewerbe mich als eine Person, und nicht als Aushängeschild meiner Uni/Schule oder Ausbildungsstätte.
 
@dom89dom Nein er hat nur mit den Aussagen über die naturwissenschaftliche Studiengänge Recht. Das gleiceh gilt auch für Nischenstudeingänge wie Sportwissenschaften oder so.
Dennoch... er hat dei Aussage getroffen, dass Bachelor allgemein keine Chance auf dem Arbeitsmarkt haben, wenn kein Vitamin B im Spiel sei.. und das ist einfach ganz klar falsch.

Es ist zwar keine persönliche Beleidigung, aber ganz klar einfach ne falsche Aussage. Du kannst nach einem falschen Statement noch soviel Richtiges schreiben.. das erste Statement bleibt falsch.
 
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