Gleichstellung von Bachelor und Meister?!

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Die einzige Aussage, die man treffen könnte, ist, dass es deutlich einfacher ist, seinen Friseurmeister zu machen als seinen Bachelor in MaschBau..
Meiner Meinung nach sollten einige zukünftige Bachelorabsolventen hier mal von ihrem hohen Ross runter kommen. Man darf doch nicht einfach irgendwelche (theoretischen) Studiengänge mit einer (praxisnahen) Meisterausbildung vergleichen. Das Problem liegt wohl eher darin begründet, dass es so ein Ausbildungssystem mit Geselle, Meister etc. im Ausland gar nicht gibt und die den Wert eines solchen Abschlusses gar nicht einschätzen können.

Wer hier also meint, er müsste sich ein Urteil bilden, sollte sich auch auf beiden Seiten auskennen. Es gibt weit mehr als nur Friseurmeister und Bachelor im Maschinenbau. Ich bezweifle auch ganz stark, dass einige von den Usern hier eine praktische(!) Meisterprüfung (bspw. im Bereich Kältetechnik) bestehen würden.

P.S.: ich habe selber eine Handwerksausbildung sowie ein Diplom als Wirtschaftsingenieur. Mein Bruder dagegen ist Handwerksmeister. Ich wage also zu behaupten, dass ich einigermaßen einschätzen kann, worum es hier geht ;).
 
Neue Lösungen erarbeiten und unter
Berücksichtigung unterschiedlicher Maßstäbe
beurteilen, auch bei sich häufig
ändernden Anforderungen."
Ein gute Konstrukteur "kupfert" vorhandene Lösungen ab und verbessert sie. Auch der Bachelor erfindet das Rad nicht neu.
Bei Altbaurenovierungen sieht der Installationsmeister nicht was sich hinter den alten Wänden, Böden und Decken verbirgt. Die Anforderung ändert sich mit jedem Bau und er muß gegebenenfalls neue Lösungen erarbeiten.

Zu jedem Berufsbild nur ein Beispiel.
 
Aber trotzdem greift er doch nur auf Erfahrungswerte und was ihm beigebracht wurde zurück. Er findet ja nicht hinter einer Mauer auf ein Mal Atommüll und entwickelt dann ein Verfahren, wie er die Strahlungsrückstände beseitigt.

Ein MaschBau-Bachelor hingegen kann und muss teilweise durchaus etwas von Grund auf neu entwickeln, ohne große Anhaltspunkte.

Ein Physiker, Chemiker, Biologe, ..., betreibt ebenfalls sehr oft Grundlagenforschung und muss dann, ohne Erfahrungswerte, wirklich neue Lösungen für wirklich neue Probleme erarbeiten.

Das Wandeinreißen beim Altbaurenovierer oder restaurieren bei meinetwegen Schimmel unterscheidet sich natürlich schon, aber trotzdem gibt es nur ein paar Möglichkeiten, wie man verschiedene Wände einreißen kann oder überhaupt darf (wenns halt keine tragende ist)..
Ebenso gibt es eine endliche Anzahl an Schimmelsorten und er geht in Baumarkt und kauft passenden Vernichter - er setzt sich nicht hin und findet auf einmal ne neue Schimmelsorte und entwickelt dann selber nen Vernichter dafür...er könnte das ja auch gar nicht.

Der Bachelor hingegen ist tatsächlich derjenige, der teilweise eine völlig neue Schimmelart finden würde und dann auch tatsächlich selbst einen neuen eigenen Vernichter dafür entwickelt..
 
Hallo ascer!

Mit "konkreter werden" war
"Handwerker" Stufe 6
gemeint.
Damit werden die Anforderungen "konkret" bzw. "konkret" gesagt, dass man einen "Handwerker" und keinen "Hochschulabsolventen" sucht.

Zur Fallunterscheidung: Ich würde das anders maskieren:
"Über ein sehr breites Spektrum an Methoden zur Bearbeitung komplexer Probleme
[-] in einem wissenschaftlichen Fach, (...), weiteren Lernbereichen [-> Hochschulstudiumkriterien]
oder
[-] einem beruflichen Tätigkeitsfeld [-> Handwerkskriterien]
verfügen."

Da Wissen in der Wissenschaft nicht gut mit Handwerkswissen vergleichbar sein muss, überbrücken diese Optionen wie schon geschrieben die Unvergleichbarkeit der Abschlüsse.

Daher stimme ich dir zu, "Punkt 1" trifft auf Meister nicht zu. Den erfüllt der Bachelor, um hier eingeordnet zu werden.

Bei Punkt 2 ("Neue Lösungen erarbeiten und unter Berücksichtigung unterschiedlicher Maßstäbe beurteilen, auch bei sich häufig ändernden Anforderungen.") bin ich .phils Meinung.
Selbst wenn man etwas "ohne Anhaltspunkte neu entwickelt", so greift man für die Entwicklung auf Altbewährtes (sagen wir mal "Forme(l)n") zurück und füttert das dann "nur" mit neuen Werten.
Von der o.g. Formulierung her ist es letztlich bestimmt auch Interpretationssache, was jetzt darunter fällt und was nicht.

Grüße,
cb-leser
 
cb-leser schrieb:
Selbst wenn man etwas "ohne Anhaltspunkte neu entwickelt", so greift man für die Entwicklung auf Altbewährtes (sagen wir mal "Forme(l)n") zurück und füttert das dann "nur" mit neuen Werten.
Von der o.g. Formulierung her ist es letztlich bestimmt auch Interpretationssache, was jetzt darunter fällt und was nicht.

Ja sicher, die Formulierungen sind natürlich eher subjektiver Natur und lassen Interpretationsspielraum.

Trotzdem, meiner Meinung nach, würde aber wirklich "häufig abweichende Problemstellungen" und "selbstständige Erarbeitung neuer Lösungen" bedeuten, dass der Meister sich eben in seinem Beruf tatsächlich oft bisher unbekannten Problemen gegenübersieht und dafür auch selbstständig eigene Lösungen entwickelt.

Und das ist, meiner Meinung nach, einfach bei der Masse definitiv nicht gegeben. Der KFZ-Meister, mal salopp gesagt, wird nicht fast jeden Tag mit unerklärlichen neuen Motorproblemen o.Ä. konfrontiert (mal als Beispiel).
Und auch wenn er den Motor dann repariert, stellt er dafür nicht selbstständig neue Problemlösungen auf, sondern greift auf das ihm beigebrachte Wissen zurück, wie ein Motor funktioniert.

Auch dem Maurermeister wurde durch Ausbildung und Erfahrung beigebracht, wie verschiedenste Mauern zu konstruieren sind. Er wird nicht fast jeden Tag damit konfrontiert, dass NEUE Problemstellungen existieren.
Sprich, die Mauer wird sich am Montag genauso verhalten wie am Dienstag.
Wenn er eine Mauer baut, wird die Mauer nicht auf einmal von alleine krumm (=wirklich neues Problem).
Und er entwickelt auch nicht selbst, eigenständig eine Lösung. Er weiß welche Lösungswege existieren, um jedwede Mauer zu begradigen, zu bauen, etc. pp.
Er muss nicht selbst die Mauer/Statik/etc. pp. kalkulieren und würde bei größeren Gebäuden mit der Statikberechnung auch definitiv nicht weiterkommen, da er solchen Problemstellungen nie gegenübersteht, das erledigen die Statiker/Architekten.

Die sind diejenigen, die z.B. bei komplizierten großen Brücken dann wirklich auf neue Probleme treffen, wofür es keine Lösung gibt, die sie selber lösen müssen..




Weiteres, was eben formulierte Aussagen unterstützt:

Benjamin Bloom, ein renommierter Psychologieprofessor, stellte die "Bloom'sche Taxonomie" auf, um Niveaustufen für "Wissen" aufzustellen:

Niveau 1: Wissen, Kenntnisse (Knowledge)
Niveau 2: Verstehen (Comprehension)
Niveau 3: Anwenden (Application)
Niveau 4: Analyse (Analysis)
Niveau 5: Synthese (Synthesis)
Niveau 6: Bewertung (Evaluation)

Später wurde diese Taxonomie von anderen noch erweitert bzw. spezialisiert.

In weiteren Studien wurde festgestellt, dass allgemeinschulische und berufsschulische Aufgabenstellungen hauptsächlich die Niveaustufen 1-3 abdecken.

Erst an Hochschulen wird ein merkbarer, sehr starker Fokus auf Niveau 4-6 gesetzt.

Das erklärt und unterstreicht, wo die Wissensunterschiede vorherrschen, wie diese zu erklären & definieren sind und warum sie überhaupt existieren.

Weiterhin wird beschrieben, dass die geistige Leistungsfähigkeit mit jeder Niveaustufe steigt/steigen muss, um entsprechende Sachverhalten sich erarbeiten zu können.


Daraus lässt sich kurzerhand ohne Probleme schlussfolgern, dass der Meister im Niveau 1-3 aus Erfahrung, Ausbildung, Lernen das meiste seines Wissens entwickelt.
Er kann also mit auswendiggelerntem Praxiswissen dienen, er weiß, wie und warum eine Mauer steht (Verständis=Stufe2) und er kann sie auch fehlerfrei bauen, auch wenn er mal um ne Ecke bauen muss, da er auch Ecken zu verstehen gelernt hat (=Stufe3).


Mit Analyse, Synthese und Bewertung sieht er sich aber selten bis nie konfrontiert. Das erledigen, um beim Baubeispiel zu bleiben, Architekt und Statiker.
 
Wie viele Bachelor / Ing. sind denn in der Konstruktion / Entwicklung tätig? Viel mehr als 10%?
Die Meisten tummeln sich im Vertrieb herum, gibt ja auch mehr Geld. Und da ist man häufig abweichende Problemstellungen gegenüber gestellt, die man dann den Kollegen in der Entwicklungsarbeit gibt um eine neue Lösung zu finden - tolle Leistung.
In seiner Gesamtheit gesehen, ist der Anspruch zwischen Meister und Bachelor m. E. nicht sehr unterschiedlich.
 
naja, um beides zu erreichen reicht ne schnöde ausbildung.
man brauch kein abi für ein studium, ich kenn da genug ausnahmen.
aber die ausrichtung von meister zu bachelor ist schon deutlich verschieden, wenn auch auf gesamtheitlicher ebene recht wenig unterschiede bestehen.
in dem fall sind es erfahrungstechnische sachen die den einen oder den anderen besser da stehen lassen. wenn es nur danach geht ist der meister mehr wert, den die leute haben auf in fast jedem fall ne abgeschlossene ausbildung hinter sich.
die bachelorenten haben das nur in ausnahmen, aber dafür bekommen die mehr input und erheblich mehr lernstress.
das passt beides nicht wirklich zu einander, da werden süß- mit sauerkirschen verglichen.
 
Als nächstes wird dann der Realschulabchluss mit Abi gleichgesetzt und anschliessend dürfen Leute mit Meister-Ausbildung auch direkt promovieren... Ja ihr mich auch :)
 
phil. schrieb:
Wie viele Bachelor / Ing. sind denn in der Konstruktion / Entwicklung tätig? Viel mehr als 10%?
Die Meisten tummeln sich im Vertrieb herum, gibt ja auch mehr Geld. Und da ist man häufig abweichende Problemstellungen gegenüber gestellt, die man dann den Kollegen in der Entwicklungsarbeit gibt um eine neue Lösung zu finden - tolle Leistung.
In seiner Gesamtheit gesehen, ist der Anspruch zwischen Meister und Bachelor m. E. nicht sehr unterschiedlich.

Erstmal, warum gibst du nicht einfach zu, dass meine These auf den Meister zutrifft?
Warum musst du jetzt per Gegenbeispiel versuchen, meine Thesen, Worte, mir im Mund herumzudrehen?

Und als Erwiderung auf deinen Post: da vergleichst du, wie einige hier auch schon sagten, Äpfel mit Birnen.
Denn: Ob ein Bachelor SPÄTER(=nach seinem Abschluss) in einem Beruf seine erworbenen(=tatsächlich vorhandenen) Fertigkeiten auch einsetzt (und das im gleichen Maße wie im Studium) ist doch egal und überhaupt nicht von Relevanz.
Der Bachelor, wenn er denn wollte, könnte sich doch auch bei McDonalds hinter die Theke stellen oder abends die Sporthalle putzen..wenn er möchte?
Das könnte der Meister genauso, im übrigen.

Es ist doch also egal, was der Bachelor NACH seinem Abschluss tut, Fakt ist doch einfach nur, dass er diese Fertigkeiten hat, da er sie während seines Studiums anwenden -musste-.
Insofern kann er doch auch gerne hinterher putzen gehen, wenn es ihn glücklich macht, nur weil in dem Beruf, in dem der Bachelor hinterher tätig ist, die Niveaustufe 6 NICHT benötigt wird und er banalere Aufgaben bekommt und löst, heisst das doch -noch lange- NICHT, dass er die Niveaustufe 6 nicht hat.

Der Meister hingegen hat ja aber nicht nur solche Aufgaben nicht (wie du mir indirekt mit deinem Post über den Bachelor ja schon bestätigt hast), der hat auch die ganze Niveaustufe 6 nicht...und das wiederrum, ist dann schon von Belangen.

Es geht ja nicht darum, was derjenige später im Job mal tut, sondern eben welches Niveau er hat, d.h.: Wozu wäre er maximal fähig.

Das ist beim Bachelor Niveaustufe 6, beim Meister nicht.



PS: stört euch bitte nicht an den großgeschriebenen Wörtern, ich war nicht in Rage als ich den Text schrieb, sondern wollte einfach auf die wichtigen Wörter/Phrasen hinweisen...um es unmissverständlicher zu machen^^
Falls das jemanden nervt, Entschuldigung.
 
Zuletzt bearbeitet:
phil. schrieb:
Wie viele Bachelor / Ing. sind denn in der Konstruktion / Entwicklung tätig? Viel mehr als 10%?
Die Meisten tummeln sich im Vertrieb herum, gibt ja auch mehr Geld.

Quelle? Außerdem ... es geht hier um die Ausbildung, nicht um die Tätigkeit....
 
phil. schrieb:
Wie viele Bachelor / Ing. sind denn in der Konstruktion / Entwicklung tätig? Viel mehr als 10%?

Hm, 70% .. 90%?
Ist aber in den einzelnen Studiengängen stark unterschiedlich.


phil. schrieb:
Die Meisten tummeln sich im Vertrieb herum,

Kaum. Sowas macht doch nur jemand, der in seinem eigentlichen Beruf keine Chance auf Anstellung hat. ;-)
Karriere-Sackgasse und so. Vertriebler nimmt doch nie wieder jemand fachlich ernst. :-)

phil. schrieb:
In seiner Gesamtheit gesehen, ist der Anspruch zwischen Meister und Bachelor m. E. nicht sehr unterschiedlich.

Kommt drauf an.
Bei 'richtigen' Handwerksberufen ohne verwandten Studiengang mag das so sein.
Wie will man denn z.B. die Kunstfertigkeit eines Geigenbauers bewerten?
Der Anspruch an die geistigen Fähigkeiten ist in so ziemlich jedem Studiengang um ein Vielfaches höher.
Dafür sind die Anforderungen an das handwerkliche Geschick unendlich höher als in einem Studium.
Wer will schon entscheiden, welche Fähigkeit die wertvollere ist? Ich will es nicht.

Anders sieht es bei den zahlreichen Handwerksberufen aus, die nur mäßiges handwerkliches Geschick erfordern, dafür aber verhältnismäßig theorielastig sind.

Als Beispiel will ich hier einmal mein Handwerk, das Radio- und Fernsehtechnikerhandwerk, stellvertretend für das Elektrohandwerk mit einem elektrotechnik-Studium vergleichen.
Im theoretischen Teil hat der Meister keine Chance. Die gesamte Berufsausbildung inkl. Meisterkurs enthält teile der Grundlagenvorlesungen 1. und 2. Semester und kratzen etwas die leicht fortgeschrittenen Kurse des 3. Semesters an.
Aber alles auf einem extrem vereinfachenden Niveau. Ist ja auch ok, der Meister soll den Kram ja nur anwenden. Das physikalisch-mathematische Verständnis um tiefer einzusteigen wäre auch nicht vorhanden.
Im Praktischen sieht es wieder etwas anders aus.
Der Handwerker lernt in seiner Ausbildung die Anwendung seinen bescheidenen Theorie: systematische Fehlersuche und andere nützliche Fähigkeiten.
Der Bachelor hat i.d.R. nur ein paar Praktika und muss sich selber um Praxis kümmern, wenn er sie will.
Wer vor dem Studium keinen Fernseher reparieren kann, kann es vermutlich auch nicht sonderlich gut nach dem Studium. Dafür könnte er einen entwickeln. (Jedenfalls nach ein paar Jahren Berufserfahrung.)
Wirklich vergleichbar ist das alles nicht so recht. Der mathematisch-naturwissenschaftliche Anspruch ist im bachelor-Studium nahezu unendlich höher, weil der Meister eben nur ein paar oberflächliche Grundlagen beigebracht bekommt. (Das wird er in der Regel nicht so sehen, aber nur weil er keine Vorstellung von der tatsächlichen Komplexität dieser Dinge hat.)
Der handwerkliche Anspruch an einen Bachelor dagegen ist gleich Null, an den Meister recht ordentlich.
In meinem Beruf dauert eine Meisterausbildung gerade einmal 2 Jahre in Teilzeit.
In Vollzeit wäre das ein knappes halbes Jahr. Ich sehe da keinen wahnsinnig großen Vorsprung zum Gesellen. Bisserl erweiterte Fachkunde, grundlagen Betriebsführung und Ausbilden für Ausbilder, das wars.
Beim Techniker siehts schon wieder anders aus. Der sammelt nach seinen 3,5 Jahren Handwerks- oder Industrieausbildung ein Jahr Berufserfahrung und macht danach 2 Jahre Vollzeit Schule. Da ist dann pratische Fähigkeit und eine recht solide theoretische Ausbildung vereint. Auch wenn Letztere immernoch deutlich hinter der des Bachelor liegt.
Insgesamt fällt es mir da sehr sehr schwer, den Meister nahe des Bachelor zu sehen.

Ich halte ich diese Einstufungen daher für nicht hilfreich. Um tatsächlich aussagekräftig zu sein, müssten sie viel feingliedriger gestaltet werden.
 
Bleibt der "Meister" innerhalb von Deutschland bestehen oder wird er einfach durch einen Bachelor of... ersetzt?
Für die Außendarstellung war der Schritt vollkommen richtig, was sich in anderen Ländern teilweise Bachelor/Akademiker nennt, davor braucht sich ein Meister wirklich nicht zu verstecken.
Inlands ist es eben wie beim Master Uni / Master FH, auch auf dem Papier irgendwie gleich aber in der Wirtschaft nicht wirklich gleichgestellt :-)

Gruß Hanussen
 
phil. schrieb:
Wie viele Bachelor / Ing. sind denn in der Konstruktion / Entwicklung tätig? Viel mehr als 10%?
Die Meisten tummeln sich im Vertrieb herum, gibt ja auch mehr Geld. Und da ist man häufig abweichende Problemstellungen gegenüber gestellt, die man dann den Kollegen in der Entwicklungsarbeit gibt um eine neue Lösung zu finden - tolle Leistung.
In seiner Gesamtheit gesehen, ist der Anspruch zwischen Meister und Bachelor m. E. nicht sehr unterschiedlich.

Ich bekomm grad nen Hals, wenn ich solch einen Schmarn lese und das von einem Moderator.
Dass du scheinbar versuchst deinen Beruf zu verteidigen ist ok, aber nicht mit solchen Lügen und eigenen subjektiven Vermutungen.
Hier wäre es angebracht sich zuerst mal zu informieren und dann zu urteilen, als mit solchen Argumenten aufzufahren, die überhaupt keinen Belang haben!

1. Gibt es deutlich mehr studierte, die in der Entwicklung arbeiten als 10%. Die Zahlen werden sich wohl eher auf 60%-80% belaufen. Was im Vertrieb arbeitet sind wohl eher die Wirtschaftsstudenten wie VWL/BWL etc.
2.Die Leute im Vertrieb kümmern sich, um den Vertrieb und nicht um Probleme, die man der Entwicklung weitergibt. Die Überschneidung kann hier lediglich bei der Kostenoptimierung stehen.
3.Der Anspruch soll nicht sehr unterschiedlich sein? Klar, wenn man es so auslegt, dass jeder sienen Job macht nicht. Wenn es um die letztendliche Tätigkeit geht schon.

Ist ja mal echt die Höhe sowas lesen zu müssen. Zumal du solltest aufhören Äpfel und Birnen zu vergleichen, das macht absolut keinen Sinn!
 
Was hat mein Beitrag mit meiner Tätigkeit als Moderator zu tun? Woher weißt du welchen Beruf ich habe?
Die meisten Beiträge hier sind subjektiver Natur, denn man gibt seine persönlichen Erfahrungswerte wieder.
Okay, der Beitrag ist OffTopic, denn worum geht es noch einmal?
So werden etwa die Abschlüsse Bachelor und Meister künftig als gleichwertig eingestuft. Die insgesamt achtstufige Skala soll Abschlüsse europaweit vergleichbar machen.
Meine persönliche, subjektive Meinung: Ja, die Abschlüsse sind gleichwertig und eine Hilfe für europäische Anwerber, wie auch Bewerber um eine entsprechend ausgeschriebenen Stelle.
 
Nein. Weitere Fragen zu meiner Ausbildung oder Beruf sind im Thread OT.
Meine Ausbildung kann jedoch auf CB gefunden werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Problem an der ganzen Sache ist doch das dies viel zu sehr verallgemeinert wird .
Ich kann da nur von meiner Fachrichtung ausgehen und in der ist es eben so das der Bachelor ( früher Diplom-Restaurator ) nicht im geringsten das kann was ein Geprüfter Restaurator im Handwerk kann .
Schon allein die Tatsache das für das Diplom eine Grundvoraussetzung von 2 Jahren Praxis nur gegeben ist ist erbämlich, wogegen der Abschluß des Restaurator im Handwerk eine Weiterbildung vom Meister ist .
Mag ja sein das er dann einen hohen akademischen theoretischen Wissensstand hat, welcher ihm aber praxisbezogen nichts bring.
Erfinden muß jener Bachelor auch nichts neu, wie hier die Masse der Bachelors so schön behauptet .
Ein Meisterstück wird ebenfalls vom Bachelor nicht verlangt, aber mit welchem Recht darf er sich dann genauso bezeichnen wie jener welcher 3Jahre Ausbildung zum Geselle, weitere 2 Jahre Praxis, 3 Jahre Meisterschule (Abendschule) und eine 6 monatige Weiterbildung zum Geprüften Restaurator im Handwerk hinter sich hat ?
Ich will in dem Beispiel eigentlich nur zeigen das man es von 2 Seiten sehen sollte und nicht nur auf sein ach so tollen Bachelor beharren sollte.

Das hier dem Meister der IQ abgesprochen wird von ascer lass ich mal so stehen und wünsch ihm viel Erfolg in seiner weiteren Karriere .
Schau mal über den Tellerrand ;)

MFG
 
phil. schrieb:
Was hat mein Beitrag mit meiner Tätigkeit als Moderator zu tun? Woher weißt du welchen Beruf ich habe?
Die meisten Beiträge hier sind subjektiver Natur, denn man gibt seine persönlichen Erfahrungswerte wieder.
Okay, der Beitrag ist OffTopic, denn worum geht es noch einmal?

Meine persönliche, subjektive Meinung: Ja, die Abschlüsse sind gleichwertig und eine Hilfe für europäische Anwerber, wie auch Bewerber um eine entsprechend ausgeschriebenen Stelle.

NuminousDestiny schrieb:
Ich bekomm grad nen Hals(...)

Also, ich muss sagen, die meisten Beiträge von NuminousDestiny fand ich recht sachlich und der Diskussion förderlich, der letzte jetzt hier eher weniger, wahrscheinlich weil er "'nen Hals gekriegt" hat :P

Aber wie dem auch sei @phil.: Warum gehst du denn auf den einzigen Post, von mehreren informativeren & sachlichen (inklusive den restlichen von NuminousDestiny) nicht ein?

Z.B. mdave (Post #91) oder auch meiner (Post #89) waren direkte Antworten/Anspielungen auf dich.
Ich habe relativ sachlich versucht darauf einzugehen, aufzuzeigen (auch schon mit der Lernniveauskala vorher und den Studien darüber, in welchen Umfeldern welche Niveau's angestrebt werden)...

Benjamin Bloom, ein renommierter Psychologieprofessor, stellte die "Bloom'sche Taxonomie" auf, um Niveaustufen für "Wissen" aufzustellen:

Niveau 1: Wissen, Kenntnisse (Knowledge)
Niveau 2: Verstehen (Comprehension)
Niveau 3: Anwenden (Application)
Niveau 4: Analyse (Analysis)
Niveau 5: Synthese (Synthesis)
Niveau 6: Bewertung (Evaluation)

Später wurde diese Taxonomie von anderen noch erweitert bzw. spezialisiert.

In weiteren Studien wurde festgestellt, dass allgemeinschulische und berufsschulische Aufgabenstellungen hauptsächlich die Niveaustufen 1-3 abdecken.

Erst an Hochschulen wird ein merkbarer, sehr starker Fokus auf Niveau 4-6 gesetzt.

...das du in deinem Post Äpfel mit Birnen vergleichst (um bei der Metapher zu bleiben).
Denn es ist nicht wichtig, was jemand später im Beruf macht, wie gesagt, auch der Bachelor oder Meister könnte ja abends die Sporthalle putzen, wenn er es denn möchte.

Wichtig ist doch nur, wenn man die Abschlüsse(!) vergleichen möchte, dass man eben vergleicht, was während der Ausbildung (Geselle/Meister/Bachelor) durchgearbeitet wurde und worauf die Ausgebildeten vorbereitet wurden.

Es ist doch nicht wichtig, ob, durch welche Umstände auch immer, jemand Fähigkeit xyz später im Beruf nicht braucht, den er selbst gewählt hat.
Wichtig ist, welche Fähigkeiten er maximal besitzt, wozu ihn seine Ausbildung befähigt hat, was er also maximal zu leisten im Stande ist...denn das ist ja letztendlich das, was ihm auf dem Papier schwarz auf weiß attestiert wird.



relam 75 schrieb:
Das hier dem Meister der IQ abgesprochen wird von ascer lass ich mal so stehen und wünsch ihm viel Erfolg in seiner weiteren Karriere .


Hier verallgemeirst du aber sehr sehr stark, was ich ziemlich unfair empfinde.
Ich habe ebenfalls mehrmals darauf hingewiesen, dass Meister durchaus stolz auf sich sein können und auf ihren Beruf und ihnen niemals ihren "IQ abgesprochen".
Wenn ich mich recht erinnere, hab ich noch nichtmal an einer einzigen Stelle hier in der ganzen Diskussion überhaupt mit dem IQ argumentiert.

Wenn man aber bei dem Beispiel bleiben möchte, dann kann man auch ganz sachlich darüber diskutieren:

Es gibt natürlich nur alle Jubeljahre Tests zu sowas, welche natürlich auch nicht jeden Studiengang und jeden Meister/Ausbildung umfassen..Generell ist der Durchschnitts-IQ aber in einem Test, war glaub ich aus den 70er Jahren..(in Philosophie während der Diskussion: Ethik & IQ - sind klügere Menschen bessere Menschen?)..mit über 1000 Probanden bei Gesellen/Meistern (KFZ, Maurer,...) in einer Spanne von 100-115 gemessen worden.

Von Hochschulstudenten gibt es regelmäßiger Tests, dort könnte man beispielsweise auch http://www.die-besten-nennen.de/sites/texte/text3.htm als Quelle nennen. Diese Webseite wiederrum hat dutzende belegte Studien als Quelle selbst.

Bei Personen mit Universitätsabschluss wird hier 125-132 als Durchschnitt angesehen, wobei sich der Wert auf das frühere Diplom bezieht, mit Anmerkung, dass er beim Bachelor nicht viel niedriger ist..wenn ich es richtig im Kopf hab aus einer aktuellen Studie, 120-129...

--> Und schon hat man sachlich drüber gesprochen, sein Gesprochenes mit Fakten belegt und KEINE Wertung einbezogen...letztenendes sind intelligentere Menschen nämlich natürlich nicht bessere Menschen, der IQ hat nichts mit dem Wert/Persönlichkeit/Charakter etc. pp. zu tun. Es geht hier lediglich um qualitative Vergleiche der Abschlüsse/Niveau's/Leistungsfähigkeit...
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe übrigens auch noch etwas weiterrecherchiert. Die Handwerksverbände haben seit vielen Jahren intensive Lobbyarbeit geleistet, um den Meisterabschluss, der im Zuge der Europäischen Einigung zu verwässern drohte, zu erhalten bzw. aufzuwerten. Ja richtig, hier haben alte Herren in Anzügen die Politik bearbeitet - mindestens schon seit einiger Zeit vor 2007 - und ihr diese falsche Gleichstellung abgerungen. 2007 hatte man sogar als Zwischenergebnis erreicht, dass der Handwerksmeister einem Fachhochschulabschluss gleichgesetzt werden sollte.

Daran kann man mal wieder sehen, zu was für unglücklichen Ergebnissen der Einfluss von Lobbyisten auf die politischen Entscheider führt. Zwar ist es verständlich, dass man einen Platz und Anerkennung für den Handwerksmeister in Europa sucht, aber doch bitte nicht auf Kosten der Hochschulabsolventen, denen man mit Bologna schon eine ziemlich bittere Pille vorgesetzt hat.
 
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