Google und seine automatisierte Zensur

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$t0Rm schrieb:
Ich hoffe das war sarkastisch gemeint
Ja, war es. Ich beleidige mich oft selbst, wenn ich etwas nicht kapiere. Das geht schon seit meiner Kindheit so (lange ist sie her). ;)
 
Also meiner Erfahrung nach zensieren sie wahllos, denn ich bekomme schliesslich auch dauernd irgendwelche rechtsradikalen Videos in meiner Leiste vorgeschlagen, obwohl ich nie sowas ansehe, ganz so, als würden die Algorithmen ein "Interesse daran haben", mich rechts aussen zu radikalisieren. Diese habe ich schon mindestens tausend mal in Form einer Rückmeldung als unerwünscht für mich markiert und ausgeblendet, aber die kommen immer wieder damit an, ich habe das mittlerweile aufgegeben.

Ich bin ja liberal, aber die Zensur trifft mich auch, hauptsächlich eben, weil Algorithmen dumm sind und zu komplex um sie jemals fehlerfrei hinzubekommen, vor allem bei so komplexen Aufgaben wie Zensur.
Dass dann meine Meinungsfreiheit den Algorithmen weichen muss, ist ein Nebeneffekt, scheinbar sind die Algorithmen wichtiger als die Grundwerte einer Gesellschaft.
 
Ich bekomme durch meine Kommentare ständig Videos von Sahra Wagenknecht, Gregor Gysi, Georg Schramm, Rezo, und Volker Pispers u. a. vorgeschlagen. Aber es sind teilweise auch Vorschläge für Björn Höcke, Alice Weidel und Christian Lindner dabei. Letzteren kann ich mir gar nicht erklären. :evillol:
 
Discovery_1 schrieb:
Letzteren kann ich mir gar nicht erklären. :evillol:

Neoliberale sind ja auch Radikale, Marktradikale.

Offenbar steigert sich der Algorithmus da zunehmend rein, wenn man ein mal auf ein solches Video klickt, bekommt man zunehmend radikale Inhalte, damit "züchtet" man doch Menschen in Blasen mit einer völlig isolierten Wahrnehmung.

Als würde es nicht für eine Gesellschaft bereits ausreichen, dass gewisse radikale Strömungen die Menschen in die Ecken zerren wollen, heutzutage sind offenbar auch die sozialen Netzwerke einfach nur daran interessiert, die politische Landschaft umfassend zu destabilisieren, weil es kurzfristig gesehen für sie Aufmerksamkeit generiert, was zu Werbeeinnahmen führt.

Kann eine Gesellschaft das überhaupt vertragen ? Ich bin der Meinung, Nein !

Wie passt das überhaupt mit der Zensur zusammen, einerseits radikalisieren sie die Teilnehmer ihrer Netzwerke und bringen ihnen eine neue Sprache bei, die in den betreffenden radikalen Videos geschult wird, andererseits zensieren sie dann genau diese Sprache, das ist doch völlig schizophren.

On top dann kommt noch die ungerichtete Zensur dazu, die einfach durch Zufallstreffer die Sprache der bisher nicht radikalisierten reklamiert und deren Kommunikationsverhalten zerstört, indem sie durch Zensur demotiviert werden, weiterhin umfangreich zu kommentieren, weil genau das dazu führt, dass sie eben nicht lesbar sein könnten, somit Energie verschwendet hätten, um die Meinung kundzutun, aber dann nichts bei rum kommt.

Auf vergleichbare Weise erzieht man auch Haustiere.

Letztlich führt es doch dazu, dass die nicht radikalisierten Bürger nur noch Emojis posten, und nur noch die Radikalen, die sich die Lücken in der Zensur hart erarbeiten um die Zensur zu umgehen, erfolgreich in sozialen Netzwerken Kontakte knüpfen und ihre Ideen verbreiten.
 
Mloki schrieb:
Auf vergleichbare Weise erzieht man auch Haustiere.
Dass Pawlow und Skinner nicht die ganze Wahrheit übers Lernen gesehen haben, bedeutet ja auch keinesfalls, dass die von ihnen genutzten Techniken bei Menschen NICHT funktionieren.

Natürlich kann man Menschen genauso dressieren, wie Hunde, Labormäuse oder Tauben ... bei Menschen nennt man das dann nur anders.
Ergänzung ()

Ansonsten beschreibst du ein Problem der Demokratie ganz allgemein ... denn sobald die funktioniert, entwickeln sich auch gesellschaftliche Kräfte, die auf ihre Abschaffung hinarbeiten (die Demokratie ist die einzige Staatsform, die dem nichts Legitimes entgegensetzen kann).
Das gehört zu einer Demokratie, wie ein Gegner zum Krieg. Demokratie ohne Demokratiefeinde ist utopisch ... denn dazu wäre umfassende Gehirnwäsche nötig und dann hätte diese Demokratie mit Freiheit auch nicht mehr viel zu tun.

Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden ... und daher muss eine sich selbst als freiheitlich verstehende Demokratie auch mit den ständigen Angriffen leben ... egal ob diese Angriffe von oben, unten, rechts, links oder aus der Mitte kommen.

Man kann im Grunde nur darauf achten, das es bei jeder politischen Entwicklung auch einen demokratischen Weg zurück gibt. Ich bin froh, dass unser Grundgesetz sehr darauf ausgelegt ist, dass sich das 3. Reich möglichst nicht wiederholen kann ... alle Macht in einem kleinen Personenkreis zu vereinen, ist in der BRD zumindest nicht vorgesehen ... ein gravierender Unterschied zur weihmarer Republik und ihrem Ende.

Man darf auch hoffen, dass eine Mehrheit aus den damaligen Fehlern gelernt hat ... aber das ist eben nicht mehr als Hoffnung (zumindest meinerseits).
 
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DerOlf schrieb:
Das gehört zu einer Demokratie, wie ein Gegner zum Krieg. Demokratie ohne Demokratiefeinde ist utopisch ...

Es ist auch biologisch unumgänglich, schliesslich unterliegen alle Lebewesen der Biodiversität.
Es gibt halt alles, was es geben kann.

Ich bin auch der Meinung, dass die Gesellschaft das Gezerre der Ränder verkraften kann, allerdings bricht es meiner Ansicht nach alles langsam zusammen, wenn die Wirtschaft da fleissig mitzerrt.

Unternehmen haben nicht politisch zu handeln.

Und gerade bei den Internetriesen ist so viel Macht akkumuliert, welche sie absichtlich einsetzen (zur Steuervermeidung) oder wie in dem Fall der Zensurmechaniken völlig unkontrolliert um sich schlagen lassen.

Es will mir nicht in den Kopf, dass diese Verhaltensweise, die unsere Gesellschaft tiefgreifend beeinflusst ein Hausrecht von zB. Google sein soll.

Dass unsere Politik die Verantwortung hinsichtlich der Zensur gerade auf diese Privatunternehmen auslagert (outsourcing) ist hochgradig gefährlich und verwerflich. Im Endeffekt akkumulieren sich dort dann auch noch die verschiedenen Zensurstandards der verschiedenen Staaten und das endet in einem kleinsten gemeinsamen erlaubten Wortschatz. So werden auch kulturelle Unterschiede innerhalb der Sprache langfristig aufgehoben, und die Individualität der Sprache geht möglicherweise verloren. Man kann das zB. an der Zensur von Brustwarzen nachvollziehen. Ursprünglich wurden Diese nur in den USA zensiert, aber mit der Zeit unterwerfen sich immer mehr Medienmacher dieser freiwilligen Selbstzensur, um ein breiteres Publikum zu erreichen. Man stelle sich vor, Saudi Arabien hätte den selben Einfluss auf den Medienmarkt, dann würde man weltweit bald nur noch verschleierte Frauen sehen können.

Die Entwicklung der Zensur, und der Eindruck, der Benutzer, der sich im Laufe der Zeit entwickelt, der geht ja nur in eine Richtung, zu weniger Freiheit. Die kommenden Generationen werden möglicherweise es schon für normal halten, die Brustwarzen zu zensieren und dass man Machthaber mit Grössenwahn nicht mehr kritisieren darf.
 
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Mloki schrieb:
Die kommenden Generationen werden möglicherweise es schon für normal halten, die Brustwarzen zu zensieren und dass man Machthaber mit Grössenwahn nicht mehr kritisieren darf.
Auch wenn Alzheimer dafür sorgt, dass Teile der Menschheit das bereits vergessen. Es war Jahrhunderte normal, dass sekundäre und primäre Geschlechtsteile NICHT öffentlich gezeigt wurden. Diesem Umstand verdanken wir dem Begriff "Pornografie". Meine Oma hätte beim Anblick einer nackten Brust im Fernsehen auch um 02:30 Nachts noch eine Herzattacke riskiert.

Ist das, was wir heute für normal halten, wirklich so viel weniger pervers? Denk mal an Schopenhauer und seinen Ausspruch über die Freiheit des Menschen:
"Der Mensch ist frei, zu tun was er will, aber er ist NICHT frei, zu wollen was er will".

Das blöde an "Normalität" ist wohl, dass sie ständig neu ausgehandelt werden muss (kultureller Prozess) und es daher eher ein Märchen ist, dass "normal", oder das, was eine Gesellschaft für "normal" hält, etwas zeitloses sei.
Die Normalität ändert sich mit den gültigen Werten bzw. "Normen" ... als "normal" wird jeweils nur das bezeichnet, was von diesen Normen nicht zu stark abweicht.

Für meine Oma war eine öffentlich zur Schau gestellte nackte Brust nicht normal ... und die hätte auch nichts Verwunderliches an diesbezüglicher Zensur gefunden.

Irgendwe wird heutzutage öfter mal vergessen, dass Normalität nichts ahistorisches ist ... vor 80 Jahren war es in Deutschland einigermaßen "normal", den Nachbarn als Sozialdemokraten oder Juden zu denunzieren.
500 Jahre früher galt das gleiche für Ketzer und Hexen ... das war völlig normal.
Genau, wie es zwischendurch immer mal normal war, dass nur der Fürst über Leben und Tod entschied ... gerne auch mal völlig willkürlich. Für die Menschen war das eben die Normalität, mit der sie umgehen mussten ... warum sollten wir es heute besser treffen mit unserer Normalität? Nur weil ein paar Jahrhunderte ins Land gegangen sind?
Gerade als Masse halte ich Menschen nur sehr bedingt für lernfähig.
 
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DerOlf schrieb:
Für meine Oma war eine öffentlich zur Schau gestellte nackte Brust nicht normal

Du verfehlst hier aber meine Intention, es ging mir darum zu zeigen, dass andere kulturelle Normen die Normen, die unsere eigene Kultur ausmachen, mit der Zeit durch die Zensur überschreiben, unsere Identität also mit der Zeit zersetzen. Aber wenn es Dir offensichtlich so wenig bedeutet, was würdest Du sagen, wenn plötzlich Unternehmen, die mit der chinesischen Kommunistischen Partei Geschäfte machen, dafür sorgen, dass deren moralische Standards unsere moralischen Standards überschreiben ?

Ich bin selbst der Meinung, dass das eigene Kulturgut schützenswert ist, und man es erhalten sollte, denn verliert man die eigene Identität, dann bleibt doch nichts mehr was einen selbst ausmacht, die Diversität geht verloren und wir werden einer Monokultur gleichen, im wahrsten Sinne.

Meine Omas, die bereits sehr lange tot sind, die konnte man damit nicht schocken, für die war das kein Thema, und die eine war sogar katholisch, ging jeden Tag in die Kirche. Insofern hat Dein Beispiel wohl gerade deutlich an Gewicht verloren.

Es ist de facto nun mal so, dass Brustwarzen bei uns nicht zensiert werden.
Wieso sollten wir fremde moralische Standards übernehmen ?
Reichen Dir unsere eigenen nicht ?
 
DerOlf schrieb:
Gerade als Masse halte ich Menschen nur sehr bedingt für lernfähig.
Das sehe ich genau so. Deswegen lässt sich die "Masse" auch von bestimmten Einflüssen (welcher Art auch immer) so gut Manipulieren (z. B durch die Medien).
 
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Mloki schrieb:
Aber wenn es Dir offensichtlich so wenig bedeutet, was würdest Du sagen, wenn plötzlich Unternehmen, die mit der chinesischen Kommunistischen Partei Geschäfte machen, dafür sorgen, dass deren moralische Standards unsere moralischen Standards überschreiben ?
Das passiert doch schon längst ... oder woher kommt sonst dieses Geblöke um den Identitätsverlust?
Ausserdem: Was ist an chinesischem Kulturimperialismus bitte schlimmer, als an dem der USA (oder Deutschlands)?

Nur zur Klärung: meinst du individuelle, kulturelle oder nationale Identität?

Meine individuelle Identität hängt nicht mit der Tatsache zusammen, dass ich eben auf einen Stück Land geboren wurde, welches zu dem Zeitpunkt zur BRD gehört hat.

Meine kulturelle Identität speist sich nicht unbedingt aus Dingen, die NACH 1870/71 geschehen sind. Denn dabei spielen Kunst, Musik und Literatur nunmal eine bedeutendere Rolle, als Technik und Militär.

Eine nationale Identität halte ich bestenfalls für gefährlich ... für diese Meinung ist nichts weiter nötig, als ein Blick in die letzten 150 Jahre europäische Geschichte. Die "Nation" war als Ideologie wichtig, um das alte Feudalsystem loszuwerden ... aber es ist eben nur ein Substitut, welches eigentlich nichts ändert, sondern nur die Legitimationsfiguren verlagert. Jetzt bringt man seine Nachbarn eben nicht mehr um, weil die dem anderen Fürsten folgen, sondern weil das eben "die Anderen" sind.

Wenn wir z.B. ein Problem mit Rassismus haben, dann hängt das auch direkt mit unsere Idee einer "Nation" zusammen ... die ist nämlich im Grunde rassistisch.
 
Scrypton schrieb:
Aber du kannst sicher ganz genau und konkret aufzeigen, wo das genau "längst" passierst?
Ahm ... Nöö ... warum sollte ich meine Meinung begründen, wo doch deine sowieso falsch ist :lol:

(ich wollte mal genauso geistreich antworten, wie du).

Fertigfood in Portionsverpackung mal als Beispiel.
Die EU hat die letzten Jahre den Weg dahin freigemacht (das Ende der Standard-Verpackungsgrößen markiert den Weg ins Müllmarketing) ... in China ist das seit 20 Jahren standard.
Die EU hat den Weg freigemacht, obwohl von vornherein klar ist, dass das Aufkommen an Verpackungsmüll in unserer Single-Gesellschaft dadurch nur steigen kann.
Natürlich geht es dabei um Convenience ... und darum weniger Futter entsorgen zu müssen ... der Preis ist eben ein neuer Plastik-Kontinent irgendwo auf einem Ozean. Aber das ist egal ... hauptsache, man kann die Konsumenten davor schützen, sowas wie Planungskompetenz zu entwickeln.

Über "Schluss mit der Massentierhaltung, packt die Gummibärchen Paarweise ein" kann ich mittleweile überhaupt nicht mehr lachen ... wenns nach der Industrie geht, dann geht der Weg eher in Richtung Einzelhaft.

Mal ganz ehrlich: Ich habe nur sehr wenig Lust, tonnenweise Verpackngsmüll zu produzieren, nur weil einige von uns sich mit korrekter Lagerhaltung komplett überfordert fühlen (Planungskompetenz nahe Null).
 
DerOlf schrieb:
ich wollte mal genauso geistreich antworten, wie du
Komisch, so habe ich bis dato noch nie auf die Forderung eines Nachweises geantwortet.
Könntest du mir das zeigen oder bleibt es doch nur bei einer frei erfundenen Unterstellung? :)

DerOlf schrieb:
Fertigfood in Portionsverpackung mal als Beispiel.
Was hat das mit moralischen(!) Standards zu tun?
Oder reduzierst du das jetzt darauf, weniger weggeworfene Nahrung mit dafür mehr Verpackungsmüll aufzuwiegen, zielst also auf die Sichtweisen des Umweltschutzes?

Nun ja... kann man machen. Unter moralischen Standards verstehe ich da doch irgendwie... andere Dinge. :D
 
Scrypton schrieb:
Nun ja... kann man machen. Unter moralischen Standards verstehe ich da doch irgendwie... andere Dinge.
Wenigstens hast du es kapiert.
Natur- und Umweltschutz ist eben nicht Selbstzweck, und damit geht es um eine auch moralische Verpflichtung gegenüber den folgenden Generationen, unser aller Lebensgrundlage zu schützen ... eigentlich ist diese Verantwortung sogar eher ethisch, als moralisch.
Ich lehne es ab, diese Verantwortung zu Gunsten von individueller Bequemlichkeit zu negieren ... ich würde sogar so weit gehen, jemandem jegliche Ethik abzusprechen, der dazu in der Lage ist. Solche Menschen mögen gewissen moralischen Standards zu folgen glauben ... aber diese Standards taugen in keinem Fall in irgendeiner Realität für ein Gesetz ... es ist die Moral einer träumenden Monade (wie z.B. Ayn Rand).

Scrypton schrieb:
Komisch, so habe ich bis dato noch nie auf die Forderung eines Nachweises geantwortet.
Nein, du wiederholst einfach deine steile These, statt einen Nachweis zu bringen ... meist noch gewürzt mit ein bisschen beleidigendem Unterton und der unglaublich wichtigen Feststellung, dass der andere halt Unrecht hat, weil er eben Unrecht hat.
Mehr habe ich bisher von dir als Beleg nicht zu sehen bekommen ... wahrscheinlich haben wir einfach unterschedliche Anforderungen an Belege.
 
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DerOlf schrieb:
Nein, du wiederholst einfach deine steile These
Nein; wenn ein Nachweis zu einer Sache von mir gefordert wird, dann bringe ich immer(!) überprüfbare Nachweise vor; seien es wissenschaftliche Artikel oder wissenschaftliche Studien.
Auch hier in diesem Forum und im Politik-Bereich. Dafür kann ich dir einige Beiträge als Nachweise liefern, so du es forderst/verlangst.

Ich nämlich fordere durchaus einen Nachweis für deine(!) wiederholte(!) Unterstellung ein.
Bin schon ganz gespannt. :)
 
DerOlf schrieb:
Wenigstens hast du es kapiert.
Das nehme ich hiermit zurück, denn es war offensichtlich ein Irrtum.

Zu der geforderten Quelle.
Es scheint schon weiter fortgeschritten zu sein, als ich dachte ... mittlerweile gibt es kaum noch Unterschiede und auch bei uns gibt es viele Produkte bereits in "mundgerechter" Verpackung ... inhalt: 1 Portion (angeblich), Preis: ca. 75% der größeren Packung (2 Portionen).
Das Prinzip ist in China scheinbar umgekehrt ... denn da sind die Hersteller eben nicht dazu verpflichtet, dass Verpackungsgröße und Inhalt irgendwie was miteinander zu tun haben müssen. Also ist es da oft günstiger, die kleinere Verpackung mehrmals zu kaufen, als den "Vorratspack" im Angebot, denn der kostet zwar doppelt so viel, hat aber nur selten auch doppelt so viel Inhalt.
In China ist es wohl auch Standard, 100g-Preise anzugeben, was wahrscheinlich kulturelle bzw. historische Wurzeln ha ... das ist also egal.
Und die chinesischen Hersteller bzw. Marktbetreber schenen auch echt auf "giveaways" zu stehen ... die Parallele zu der EU wären da die Neukundenboni, die eigentlich eher Altkundenmali sind.
Eine kleine Passage in dem verlinkten blog liest sich wie eine Dauerwerbesendung ... "bestellen sie jetzt, und erhalten sie einen riesen Haufen unnützen Scheiß gratis dazu".

Ursprünglich ging meine Bemerkung auf Beobachtungen von Bekannten zurück. Zum einen waren das Deutsche, die über aufenthalte in China berichteten ... zum anderen Chinesen, die ich nach den auffälligsten Unterschieden gefragt habe. Oft kam bei denen, dass sie unsere Packungsgrößen für zu groß hielten ... ausser bei Reis ... da muss man in DE eben erstmal Läden finden, in denen man das 10kg-weise kaufen kann ... oder "lose" zum selbst abfüllen.

Meine Google - Suche nach einem Vergleich von Verpackungsgrößen in China und Deutschand ergab leider nur Werbung von Asia-Shops IN Deutschland oder Vergleiche der Wirtschaftsleistungen der beiden Nationen.

Das einzige, was sich wirklich mit China beschäftigte, war ein Blog:
http://china.andersdenkend.com/supermaerkte
Keine Ahnung, ob man dem trauen sollte.
 
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DerOlf schrieb:
Das nehme ich hiermit zurück, denn es war offensichtlich ein Irrtum.
Mein letzter Beitrag bezog sich einzig auf den zweiten Teil deines vorausgegangenen Beitrags...

DerOlf schrieb:
Zu der geforderten Quelle
Ich habe einen Nachweis hinsichtlich deiner Unterstellung gefordert.
Also, wo wiederhole ich meine "steile These" nur, nachdem ich gebeten wurde, einen Nachweis zu liefern? Ich bitte um Link zu einem entsprechenden Beitrag. ;)
 
@CCIBS:
Nein. Ich meinte eher Nudel-Fertiggerichte. Die gibts her auch ... ist 1 Portion drin (maximal) und in der größeren Packung sind dann einfach 3 - 5 einzelne Portionspackungen.

Das meinte ich ... einen Verdopplung der Warenmenge, die mit der gleichzeitgen Verdopplung des vyerpackungsmaterials einhergeht (eigentlich mehr, weil die Portionspackungen nochmal eine Umverpackung bekommen ... zumindest bei uns ... in China kleistern die die Packungen wohl einfach aneinander.

Das "Prinzip Backpulver" könnte man es nennen (es ist also nichts chinesisches ... wird in Asien aber gerne genutzt) ... es nimmt dem Kunden die Portionierung ab (was praktisch ist) und multipliziert dabei das Müllaufkommen (was wir uns mMn nicht leisten sollten ... ganz egal, wie praktisch das sein mag).
 
So was. Nudeln, die man nur noch in heißes Wasser tun muss und fünf Minuten umrühren.
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