News Google will H.264 durch offenen Codec ersetzen

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@Krautmaster: Und x264 basiert auf welcher rechtlichen Grundlage? Solche Projekte werden zwar toleriert, das könnte sich aber auch schnell ändern...

@BobyyBest: Das verwundert überhaupt nicht. Es wäre kurzsichtig, sich deswegen von h264 abhängig zu machen.
 
Klassikfan du magst es dich irgendwie ungenau auszudrücken.

1. Kann man deinen Beitrag als Unmut am Fortschritt interpretieren. (Name trägt vielleicht zur Annahme bei)
Dann könnten wir ja noch immer auf unseren Kühlschrankgroßen "Taschenrechner" sitzen und unsere Abende am Stromfressenden schwarzweiß Fernseher einen Film oder die "aktuellen Nachrichten von Gestern", die erst Heute Vormittag mit der Propellermaschine eingeflogen wurde, anschauen.
2. Standards festlegen?
Wonach sollen sich die den deiner Meinung nach richten? Effizienz? Kostengünstig? Fortschrittlich? Wirtschaftlich? Wie willst du entscheiden, welche Lösung nun zum Standard erklärt werden. Und wer kann festlegen, ob es nicht eine besser Lösung gibt? Daraus folgt Punkt 3
3. Standarts kann man nicht für Dekaden bestimmen, sondern müssen ständig geändert werden, ansonsten siehe Punkt 1. Und wenn die Standards immer geändert werden müssen, steht schon die Frage was wird dann der Nachfolger? Schon entwickeln mehrere Firmen parallel und haben alle eine bessere Entwicklung wie das vorherige Standard. Aber eben alle eine andere. (Zusätzlich kann man noch auf Patente ausweiten, wird aber nochmal doppelt so lang).
Und schon hast du das Problem von mehreren Entwicklungen gleichzeitig, die eine Lösung für das selbe Problem haben, aber eben immer auf einen anderen Weg.

Wer soll nun entscheiden welche der unter Punkt 2 erwähnten Aufzählung zutreffen sind und welche nicht? Um eine gute Entscheidung zu treffen, wird aber wohl oder übel zeit vergehen müssen. Ansonsten habe ich zweifel, dass eine wirklich gute Entscheidung bezüglich dessen getroffen wurde.

@BigChiller: Wie ich jetzt nochmals schnell die W3C Patentpolicy überflogen habe, wird dort erwähnt das Sie darauf achten das Ihre Standards eben nicht Patentprobleme verursachen, was aber eben mit H.264 passiert und auch teilweise mit Ogg.
Daher wird glaub auch hier drauf geachtet werden, was hier als Standard festgelegt wird.
Ich kenn mich ehrlich gesagt nicht sehr viel aus mit die von W3C definierten Standards, aber einen Videoformat haben sie doch nie definiert oder?
 
Naja was heißt abhängig machen?
Ich geh mal davon aus, dass in 5 Jahren sowieso ein neuer Codec am Start ist.
 
Die Fi schrieb:
Hier stand ein überflüssiges Zitat.
Daß das problematisch ist, bestreitet keiner. Und dennoch wird am laufenden Band standardisiert. Wenn "Firewire" mit IEEE1394 bezeichnet wird, dann ist das ein Standard. Und er hat Firewire ja auch nicht verhindert.

Letzten Endes muß man sich immer wieder verabreden, wie man es macht. Leider steht das im eklatanten Widerspruch zur reinen Lehre der Marktwirtsh<ft, wonach jeder für sich friemelt, und man dann mal schaut, was "am Markt" denn nun gekauft wird oder nicht.

Das funktioniert aber eben nicht wirklich gut, weshalb es Normen und Standards zuhauf gibt. Die sich aber natürlich auch entwickeln können. DVB ist zB. solch ein Standard. alle halten sich dran, die Geräte sind kompatibel zueinander (so lange niemand ein proprietäres Format wie HD+ reinwirft) der Kunde hat Sicherheit und die Industrie kann produzieren. Reicht das im Standard vereinbarte Mpeg2 + MP2 nicht mehr aus, setzt man sich zusammen und verabschiedet eine Erweiterung des Standards zB. um H.264 und AC3. Und wieder können sich alle darauf einstellen.

Hast du einn Vorstellung, was auf dem Unterhaltungselektronikmarkt los wäre, wenn es da ein Formatchaos wie im Computerbereich gäbe? Im Computerbereich geht das überhaupt nur, weil die verschiedenen Formate in der Regel von Software bearbeitet werden. Die Basis, nämlich x86, ATX etc. pp. ist wiederum standardisiert.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator: (Überflüssiges Komplettzitat entfernt.)
Die Fi schrieb:
(...)das Sie darauf achten das Ihre Standards eben nicht Patentprobleme verursachen (...) Daher wird glaub auch hier drauf geachtet werden, was hier als Standard festgelegt wird.
Da stimme ich dir natürlich voll und ganz zu. Habe ich etwas anderes behauptet? ^^

Die Fi schrieb:
Ich kenn mich ehrlich gesagt nicht sehr viel aus mit die von W3C definierten Standards, aber einen Videoformat haben sie doch nie definiert oder?
Nein, in der Tat nicht. Es stellt sich auch die Frage, was HTML an sich mit einem konkreten Codec zu tun haben sollte. Die Möglichkeit, so ziemlich jede mediale Quelle in eine Webseite einzubetten, gibt es seit XHTML 1.0 in Form des <object> Elementes über die Angabe des MIME-Typen längst, was auch eine sehr vernünftige Lösung ist. Im Zuge von Web Applications wurden eben diese und andere "interaktive Möglichkeiten" gefordert. Ich schätze, dass sie einfach ein einheitliches Bild jeder Webseite mit integrierten Videoelementen garantieren wollen und außerdem die Durchsetzung eines quasi-Standards vorwegnehmen wollen. Ehemals Web Applications und jetzt HTML5 hat sowieso für das W3C sehr untypische Eigenschaften, welche teilweise auch andere Arbeitsergebnisse (siehe XHTML) beinahe verwirft.
 
Wenn der Codec von der Leistung, Kompression und Qualität mit H.264 mithalten kann wieso nicht. Google macht in letzter Zeit sehr viele offene Sachen das gefällt mir.
Bin mal über die Umsetzung gespannt, denn so sagt mir der Codec Name eher wenig.
 
Taugt nix, da wird der Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben.

Naja, ist aber eigentlich offensichtlich, dass Google seinen eigenen Standart durchsetzen will, und damit langfristig die Entwicklung effizienterer Lösungen blockieren wird.
Damit wird es schwerer für die Konkurrenz neue, innovative Produkte einzuführen, die z.B. google Konkurenz zu youtube machen könnten.

Offene Lösungen sind sicherein Fortschritt, aber es ist von entscheidender Bedeutung, dass diese von unabhängigen Organisationen verwaltet werden, was ansonsten passiert kann man ja gut bei Microsoft betrachten.
 
Rofl, genau ...
Weil Google jetzt einen OpenSource-Codec als Standard etablieren will, blockieren sie damit effizientere Lösungen ... :rolleyes:

Natürlich ist es schwer, einen Standard abzulösen. Jedoch stehen die User in jedem Fall noch blöder da, wenn es gar keinen Standard gibt.
Von daher weiß ich nicht, wie man jetzt hier schon wieder rummosern kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
Konti schrieb:
Rofl, genau ...
Weil Google jetzt einen OpenSource-Codec als Standard etablieren will, blockieren sie damit effizientere Lösungen ... :rolleyes:
HaHa.
Google will keinen Open Source-Codec als Standart etablieren, google will einen Codec etablieren, für denen sie über 100.000.000 Dollar bezahlt haben.

Das zu verstehen, scheint einige hier leider zu überfordern.
 
alles schön und gut das google sowas einleitet, aber gerade auf youtube gibt es noch etwas anderes das gewaltig nervt und das sind die copyrights von wmg, umg und sony. Ich weiß nicht was google mit denen am hut hat bzw. ob die überhaupt interesse haben, solche geld geilen schnorrer loswerden zu wollen, aber die gehören auf den mond geschossen. Was die alles schon gemacht haben ist schon kriminell, aber Geld regiert die Welt.
 
Das "Problem" ist es, daß OggTheora 1.1.1 meilenweit davon entfernt ist was am Anfang mal als VP3 verschenckt wurde.

Es ist h.264/avc fast schon ebenbürtig. Nuancen für die Encoder werden noch für die nächste Version erarbeitet. Die Decoder stehen und sind nicht aufwendiger (Last) als die von h.264.

Eine Not die uns nun zu VP8 treiben sollte erkenne ich nicht. Für HMTL5, also nicht um den Codec auf BRs zu ersetzern :freak:, reicht OggTheora 1.1.1 mehr als dicke.

Ich rede damit VP8 nicht schlecht oder schlechter als 1.1.1 Ogg, aber aus welchem Grund genau Google dafür 100 Mio. bezhalt hat wird für mich nicht wirklich ersichtlich. Ich würde eher sagen, damit On2 irgendwannmal Ogg nicht wieder anpinkelt oder On2 nicht anderen in die Hände fällt...

So gesehen finde ich den Newstext auch sehr sehr schlecht.

p.s.:
Was einige hier mit der engeren Verzahnung von Chrome und Flash vergeßen haben, Flash ist nicht nur ein Youtube Video und sonst gibts da nur Silverlight, von Leuten, die nicht zu Googles besten Freunden gehören...

Flash
http://www.verbatim.jp/senshuken/
http://www.webidea.pl/
http://waterlife.nfb.ca/
http://www.2advanced.com/
 
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BeeHaa schrieb:
Eine Not die uns nun zu VP8 treiben sollte erkenne ich nicht. Für HMTL5, also nicht um den Codec auf BRs zu ersetzern :freak:, reicht OggTheora 1.1.1 mehr als dicke.

Ich rede damit VP8 nicht schlecht oder schlechter als 1.1.1 Ogg, aber aus welchem Grund genau Google dafür 100 Mio. bezhalt hat wird für mich nicht wirklich ersichtlich. Ich würde eher sagen, damit On2 irgendwannmal Ogg nicht wieder anpinkelt...
Naja, es ist ganz einfach, VP8 kann Google auch in Zukunft kontrollieren, OggTheora hingegen nicht.
 
Muss man garnicht, man muss nur deren Weiterentwicklung kontrollieren, was kein Problem ist wenn man zufälligerweise über die passende Firma mit den Patenten verfügt.
Damit kann man kontrollieren, was wie wann weiterentwickelt wird.

Ist eigentlich offensichtlich.

Wer glaubt, dass google über 100.000.000 Dollar ausgegeben hat ohne einen konkreten Nutzen verglichen mit anderen freien Standards (aka OggTheora) zu erlangen, der ist mit verlaub gesagt...
Naiv.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Eisfürst: Ja schon klar das wichtig ist was youtube einsetzt, aber wie du auf die Idee kommst das google dort lieber einen anderen Codec benutzen wollen sollte als den eigenen um dann fett Lizenzgebühren zu zahlen musst mir mal erklären, die logik entzieht sich mir. Es gibt eigentlich nur 2 möglichkeiten entweder unterstütze dann youtube bald neben flash, vp8 und h264 oder nur vp8, ich tippe auf letzteres.

Natürlich ist Google eine Aktiengesellschaft und das oberste Ziel dieser ist Geld zu verdienen, alles andere ist zweitrangig, aber Google hat gemerkt das man mit offenen standards langfristig mehr geld macht (z.B. durch mehr aktzeptanz -> mehr werbeeinnahmen). Dabei ist ja dann das Ergebnis wichtig nicht die Motivation dahinter. Natürlich ist deshalb Google nicht plötzlich ein weißes Lamm das nur unser bestes im Sinn hat, aber sie geben sich viel Mühe das man schon sehr tief graben muß um was kritisierenswertes zu finden, die datensammel-geschichten z.B. Aber man kann ja auf youtube oder auch die suchmaschine auch über einen Proxy benutzen oder andere Identitätsverschleiernde Massnahmen, dann hat man sichergestellt das man die Daten keiner einzelnen Person mehr zuordnen kann und schon gar nicht einer IP und oder Person. Wenn man das nicht macht und kritiklos alles was es dort draußen gibt nutzt und seine Daten freiwillig uneingeschränkt rausrückt, sollte man sich bischen an die eigene Nase fassen und nicht immer die böse böse Firma anklagen.

Google macht zumindest in weiten teilen keine unlauteren Sachen, Sie zwingen User nicht irgendwelche (z.B. ihren eigenen) Browser zu benutzen, oder ein bestimmtes OS zu benutzen oder sonst irgendwelche Formate zu nutzen, gut Flash war natürlich noch ein großes Ärgernis aber das wurde jetzt abgeschafft. Wenn google es schafft Sachen zu machen die nicht erwünscht sind, dann liegt das nur an der Faulheit der Leute sich dagegen zu wehren oder einfach nicht mit zu spielen. Wenn man den Staat halt z.B. überall aushungert von politikseite (und als Bürger die Leute wählt die das tun) bekommt halt eine Bibliothek oder ein Archiv nicht genügend Mittel alle Bücher und anderen werke zu digitalisieren, was heute natürlich aber sein muss, das diese dann zangsläufig auf den "kostenlosen" service von Google zurückgreifen und dafür ein paar Rechte abgeben ist dann halt fast zwangsläufig. Wenn man das nicht will sollte man halt aufhören die Steuer+Lohnsenkungsparteien (1eurojobs...) zu wählen.

Google ist kein Engel aber mir ist die Firma immernoch 10x lieber als Microsoft, Adobe, Apple und co, die User über inkompatibilitäten zu Lizenzgebühren zwingen wollen. (Sony beinahe vergessen ein ganz wichtiger der auch überall inkompatibilitäten einbaut (kameras, eigene flash-speichertypen, eigene "mp3" player formate (OMA das o steht dabei zynischerweise sogar für offen, offen für den Erhalt von Lizenzgebühren)
 
Zuletzt bearbeitet:
Das_W schrieb:
Wer glaubt, dass google über 100.000.000 Dollar ausgegeben hat ohne einen konkreten Nutzen verglichen mit anderen freien Standards (aka OggTheora) zu erlangen, der ist mit verlaub gesagt...
Naiv.
Nochmal. Google verfolgt teilweise die Politik und Taktik der Bayern. Es kann vom Vorteil sein jemanden zu kaufen und auf die bank zuu setzen, als daß andere Mannschaften ihn einsetzen könnten.

Wobei das einzig Gute bei Google ist, sie geben viele Sachen der OpenSource-Szene. Damit kann man dann machen was man will. Daß Google VP8 nicht unter einer BSD-Lizenz ist schon klar. Und auch sinnvoll!

Wie gesagt sehe ich da aber keinen großen Gewinn für HTML5 gegenüber Theora 1.1.x.

Bis dann mal.
 
@BeeHaa: Theora war ja aber schon länger ausm rennen weil keiner der großes es wollte. Nun bekommen wir einen genausofreien aber deutlich besseren Codec, wo ist das problem?
 
Ich freu mich auf den Tag, an dem dieser ganze Flash-Scheiß verreckt... unglaublich, wie sich dieser Mist so durchsetzen konnte. Und Adobe kümmert sichn Scheiss um Support, bis heute haben die keine 64-bit Version auf die Reihe bekommen. Firefox ist, dank Adobe, die einzige, häufig genutzte Anwendung auf meinem Rechner, die noch 32-Bit ist.
 
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