Grill/Barbecue Thread

Hatte mal irgendwann Bio-Rinderwürstchen, die fand ich als bekennender nicht Würstchen (egal welcher Art) Esser ziemlich lecker.
Werde hier auch immer leicht komisch angeschaut, wenn ich die Dönninghaus nicht soo lecker finde. Dönninghauswurst ist hier ne "über"regionale Wurstspezialität, zumindest kennen einige die auch außerhalb des Potts.

Finde es aber schon sehr erstaunlich, wie sich auch die Qualität/der Geschmack unterscheidet, wenn man im normalen Laden Bio-Fleisch kauft, oder das aufm Land direkt von nem Bauern/Wochendmarkt. Letzteres ist noch mal deutlich besser.
 
Jetzt kommt der Frevel.

Da ich noch auf dem Hot Dog Trip bin, habe ich auch mal vegetarische Varianten probiert.
Veganz hat von der Firma tofurky auch die Würstchen im Sortiment und verkauft den Kram bei meinem Edeka.

Tofurky sind ja in den USA bekannt geworden durch ihren Turkeyersatz und die Würstchen sehen auch ganz gut gut aus.

Habe jetzt die polnische Kielbasa ausprobiert. Fazit: Eine der wenigen vegetarischen Produkte die mir schmecken. Sehr intensiv im Geschmack, sehr gut gewürzt, leider natürlich vom Mundgefühl her kein Fleisch. Aber da hab ich die Hoffnung schon aufgegeben.
Dazu gab es Sauerkraft, Senf, Relish und mit Käse überbacken.
Wer also zum grillen unbedingt auch noch Vegetarier verköstigen muss, kann es mal mit den Produkten versuchen.
Selber esst ihr das ja nicht ;)
 
Jace schrieb:
Wer also zum grillen unbedingt auch noch Vegetarier verköstigen muss, kann es mal mit den Produkten versuchen.

"Muss" ich am WE, wir grillen zum Vorglühen und ein Kumpel ist einer der 2 Vegetarier die ich kenne. Falls wir am Edeka vorbei kommen, schau ich da mal nach, danke für den Tip :)
Falls das nicht klappt, muss er halt, wie geplant, Beilagen essen und mehr vom Gerstensaftschmoothie trinken. Für den Rest gibts Baconbombs, sind nur mit 8 Leuten.

Wie kommts, dass du immer mal vegetarische Sachen probierst? Einfach aus Interesse, ob davon mal irgendwas schmeckt?
 
Bis vor einigen Jahren war ich auch einer der typisch ausgemachten Fleischfresser. Bis ich mal eine Freundin hatte, die sehr sehr undogmatisch war. Die hat durchaus auch mal Rouladen gekocht, einfach damit ich was leckeres zu essen habe. Andersrum habe ich dann aber auch vegetarisch gekocht. Da bin ich mit den Valess Schnitzeln in Berührung gekommen. Das ist bis heute das einzige vegetarische Produkt was ich komplett uneingeschränkt empfehlen kann.
Und so ergibt sich eben, dass ich gerne auch beim all-you-can-eat Spareribs ein Restaurant in den Ruin treibe, aber den vegatarischen Optionen nicht gänzlich abgeneigt bin.
In den letztem Monaten forciere ich das ein bisschen mehr. Mir geht es da um Ökobilanz und eine ausgewogene Ernährung. Der Fleischkonsum ist einfach zu hoch für einen Allesfresser wie der Mensch ist. Ich glaube die langfristigen Gesundheitsauswirkungen sind definitiv da.
 
Ich weiß nicht, entweder bin ich Vegetarier und futter dann halt nur mein Grünzeug und Körner oder ich lass es. Aber dieses Ersatzbefriedigungszeug braucht kein Mensch. Ist genau so ein Unfug wie alkoholfreies Bier und E-Zigaretten.

Das schönste ist ja, dass gerade die großen Wurstbuden nun eifrig veganes Zeugs herstellen.

Ich hau heute nochmal Pizzas in den Gaser. Hier ist immer noch richtiges Hammerwetter. Ich hab vorhin überlegt, wann es hier das letzte mal geregnet hat. Kann mich nicht so recht erinnern. Und wenn ein Lüdenscheider sich nicht erinnern kann, wann es zum letzten Mal geschifft hat, dann heißt das was. ;)
 
Was genau ist denn das schlimme an den Ersatzprodukten? Und warum braucht die kein Mensch, wenn Millionen von Menschen die konsumieren?


E-Zigaretten ist ein zu komplexes Thema, aber wenn jemand den Geschmack von Bier mag, warum sollte er kein alkoholfreies trinken, wenn er danach noch fahren muss? Gehts beim Bier trinken nur um das betrunken sein?
 
Ne, er meint warum muss ich ein Tofu-Schweineschnitzel essen. Also warum müssen vegetarische/vegane Produkte wie Fleischprodukte aussehen oder gar schmecken?

Aber ist grad Mode überall vegan draufzupinseln. Gleiche wie Gluten- oder Laktosefrei. Kann man nochmal ein paar Extrataler abgreifen.
 
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Mit dem Ersatz ist mir persönlich auch ein Rätsel, aber jeder soll halt machen wie er mag, dafür hat man ja eben die Wahl.
Nur missionieren geht halt gar nicht, aber die paar Vegetarier die ich ich kenne tun das zum Glück auch nicht.

Das Problem beim alkfreien Bier ist der Geschmack, ist halt einfach nicht das Gleiche, so wie auch ein vegetarisches Produkt niemals wie das fleischige Vorbild schmecken kann. Es geht eben einfach prinzipbedingt nicht.

Aber die Industrie ist halt schlau, Geld machen kann man mit allem, wie jetzt eben mit dem Zeugs, wie Strempe schon schreibt.
Ich würde es unter Umständen probieren, aber eben niemals kaufen oder fleischlos Kochen. Die oben angesprochene Wahl hält mich davon ab.
Das es im Alter mal eine negative Auswirkung hat, will ich nicht bezweifeln. Aber ich bekomm auch keine Rente von der man leben kann. Also hab ich lieber jetzt ein schönes Leben und tue/esse/trinke worauf ich Bock hab. Wer weiß wie alt ich wirklich werde ;)
 
@strempe Habe oemmes Aussage so verstanden, wie du es schreibst.

Gegenfrage. Was ist schlimm daran? Stört es den Fleischesser so sehr, wenn Vegetarier auch eine Wurst essen wollen, aber eben kein Fleisch? Verstehe das es eine Prinzipienfrage ist, aber eine unglaublich dogmatische. Fast wie religiöse Streitigkeiten.
So wie Scheitel es geschrieben hat. Einfach die Leute tun lassen udn nicht verurteilen. Es gibt ja das Klischee das Vegeatrier immer missionieren wollen.. meiner Erfahrung nach snid das eher die Veganer. Und militante Fleischesser.. so wie hier gerade.

Und was die Industrie daraus macht und wie sie Geld abgreift.. das ist ne ganz ganz andere Frage.
Übrigens macht die Industrie auch dick ihr Geld mit Fleisch und springt auf jeden Modezug auf. Sei es Burger, Pulled Pork, Lachs vonner Planke, Spareribs. Was hat das mit dem eigentlichen Produkt zu tun? Muss man jetzt Spareribs verteufeln, weil die Industrie mit schlechten Spareribs nen unglaublichen Reibach macht?

@Scheitel Natürlich ist es nicht das gleiche. Aber nahe dran reicht doch schon. Der Unterschied zwischen einem guten vegetarischen Schnitzel zu einem normalen Schnitzel aus dem Supermarkt ist kleiner als der vom Supermarktschnitzel zum richtig guten selbst gemachten. Will man jetzt dem SUpermarktschnitzel auch die Daseinsberechtigung absprechen?
 
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Prinzipiell ist mir das auch Wurst (haha, Schenkelklopfer...) mir ziehts nur bedenklich eine Augenbraue hoch wenn das wurstähnliche oder fleischähnliche Produkt so heißen muss wie das ursprüngliche. Warum nehmen die keine neue Bezeichnung? Worst, Schnutzel, was auch immer. Übelstes Trittbrettfahrertum bis Etikettenschwindel :)
 
Naja... wie soll man es denn sonst nennen? Wenn jemand eine vegatarische Bratwurst macht, wie soll er sie nennen? Veggie Bratrolle? Vegatarischer Bratzylinder? Grillgemüsestick.

Im Prinzip sind fast alle vegetarischen Name eine Mischung aus vegetarisch/vegan; Tofu; Seitan + das Produkt was es sein soll..

Vöner statt Döner kenne ich auch noch. Sehe da aber zum Trittbrettfahrertum und Etikettenschwindel noch paar Meter..
Man macht ja keinen Hehl draus, dass es ein Ersatzprodukt ist, man wirbt ja damit. Wo ist da der Schwindel? Es gibt keine Geschädigte.. jegliche Abneigung ist doch nur ein diffuses nicht erklärbares Gefühl oder nicht.


Da sehe ich die Fleischindustrie viel schlimmer, die ja jedes vom Namen nicht geschützte Produkt total in den Abgrund zieht mit Billigversionen davon. Der größte Dorn im Auge ist mir momentan das Pulled Pork.
 
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Jace schrieb:
Im Prinzip sind fast alle vegetarischen Name eine Mischung aus vegetarisch/vegan; Tofu; Seitan + das Produkt was es sein soll..

Das ist ja die Krux. Zumindest bei mir. "Sein soll" - ist es aber nicht. Auch wenns so aussieht oder so heißt, es ist es einfach nicht... Man bedient sich hier einer Eigenschaft/Zubereitung und schmückt sich mit falschen Federn. Meinetwegen kann man das wenn man unbedingt drauf besteht noch Tofu-Bratwurstersatz oder so nennen. Das wäre treffender und passender. Verkauft sich aber wahrscheinlich nicht (so gut). Ich sehe das als verpasste Chance. Gemüsefrikadellen sind keine Frikadellen. Gemüsebratlinge meinetwegen. Man hat doch die Gelegenheit etwas neues zu etablieren reitet aber auf der Welle eines etablierten und altbekannten Produkts herum.

Du hast Recht, das kann man auf viele Bereiche anwenden. Formfleisch (wobei hier der Inhalt passt, die Formgebung aber drollig ist), Analogkäse (Pflanzenöl+(Mais-)Stärke)), usw., usf..
 
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Ich habe da selber auch ein kleines Problem damit, wenn man unbedingt "veganen Räucherspeck" verkaufen muss. Wenn ein Veganer Fleisch und tierische Produkte verabschäut, dann muss das meiner Meinung nach auch nicht z.Bsp. Räucherspeck heißen.

Bei der letzten Grillfeier, wo ich Pulled Pork und Kistensau gemacht habe, waren auch 2 Veganer dabei. Denen habe ich Kürbisspalten auf der heißen Steinplatte gemacht. Danach sind sie draufgekommen dass da am Vortag Würstchen drauflagen und haben mich übelst beschimpft. Die Platte hatte ich aber wirklich sauber gemacht, also Geschmack von den Würstchen war da nicht mehr drauf.


Aber sei es wie es ist, wir haben gerade in der Firma den Grill heiß gemacht. Die Würstchen waren echt lecker.
Hier mal die Homepage vom Baiernaz :)
 
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Ich persönlich finde auch, das die Produktwortwahl ein Fail ist, aber mit Neologismen wird man sich heute wohl keine Freunde mehr machen, da nen Wort zu finden, dass Hipp genug für die ganzen neumodischen Veganer/Vegetarier ist, dürfte schwer sein. Damit beziehe ich mit jetzt auch explizit auf die "Mode"Mitläufer.

Wie ist das eigentlich mit den Zusatzstoffen da drin? Können die, wenn sie zu stark erhitzt werden (aufm Grill z.B.), dann nicht auch schädliche Verbindungen eingehen, die dann Krebserregend sind?

Danach sind sie draufgekommen dass da am Vortag Würstchen drauflagen und haben mich übelst beschimpft.
Ernsthaft? :freak: Was haste dann mit denen gemacht? Ist deine Kühltruhe jetzt wieder voll mit neuem Fleisch? :)
 
Das zeigt doch die Bigotterie und das Pharisäertum an der Einstellung. Ich hätte keine Probleme damit wenn vor dem Würstchen eventuell Gemüse auf dem Grill lag... Selbst Fisch, den ich eigentlich nicht so mag.
 
Ernsthaft? Was haste dann mit denen gemacht? Ist deine Kühltruhe jetzt wieder voll mit neuem Fleisch?

:evillol: nein, ich bin da eigentlich relativ ruhig geblieben. Was soll ich denen denn sagen?! Bringt ja sowieso nix. Ich dachte mir nur meinen Teil. Also ich arbeitete dort und guckte das jeder was zu Essen hat und hab auch da keine Vegeatrier oder Veganer in dem Falle benachteiligt, doch sowas wird nicht mehr geschätzt.

Ich hab mir dann einen Kurzen gegönnt, und hab vor ihnen noch schön vom Pulled Pork in meinen Mund gestopft :)
 
strempe schrieb:
Das ist ja die Krux. Zumindest bei mir. "Sein soll" - ist es aber nicht. Auch wenns so aussieht oder so heißt, es ist es einfach nicht... Man bedient sich hier einer Eigenschaft/Zubereitung und schmückt sich mit falschen Federn. Meinetwegen kann man das wenn man unbedingt drauf besteht noch Tofu-Bratwurstersatz oder so nennen. Das wäre treffender und passender. Verkauft sich aber wahrscheinlich nicht (so gut). Ich sehe das als verpasste Chance. Gemüsefrikadellen sind keine Frikadellen. Gemüsebratlinge meinetwegen. Man hat doch die Gelegenheit etwas neues zu etablieren reitet aber auf der Welle eines etablierten und altbekannten Produkts herum.

Du hast Recht, das kann man auf viele Bereiche anwenden. Formfleisch (wobei hier der Inhalt passt, die Formgebung aber drollig ist), Analogkäse (Pflanzenöl+(Mais-)Stärke)), usw., usf..
Kann man so oder so sehen ob man sich da mit fremden Federn schmückt.. verstehe worauf du hinaus willst, aber bei einem "Ersatzprodukt", ist das eben zwangsläufig so... Carokaffee hat auch Jahrzehnte gebraucht bis es ein eigenständiges Produkt war und nicht mehr der Kaffeeersatz.




Was militante Veganer angeht, glaubt mir. Ich hasse die auch extrem.
Aber das Beispiel mit dem "mich stört es nicht, wenn vor dem Fleisch GEmüse drauflag", das ist ja wohl Provokation/Polemik und kein fairer Vergleich.

Ist natürlich keine Rechtfertigung für diese Leute ausfallend zu werden oder sich zu beschweren. Vernünftige Veganer klären solche Sachen vorher ab und bringen notfalls einen eigenen Grill oder ne Aluschale mit. Veganer zu sein ist eine eigene Entscheidung und kein Recht für Sonderbehandlung.
 
Das es im Alter mal eine negative Auswirkung hat, will ich nicht bezweifeln. Aber ich bekomm auch keine Rente von der man leben kann. Also hab ich lieber jetzt ein schönes Leben und tue/esse/trinke worauf ich Bock hab. Wer weiß wie alt ich wirklich werde
Ich bin 64. Ich hab Blutwerte um die mich der ein oder andere vermutlich beneiden würde. Ich frag meinen Doc immer: Kann ich weiter saufen und kann ich weiter Schweinsbraten essen? Bis jetzt hat er immer ja gesagt. ;)

​Und ich esse ja auch nicht nur Fleisch. Fisch gibt es hier auch oder Ratatouille oder was weiß ich, jedenfalls ohne Fleisch halt.
 
So und nun zum Thema "Flexitarier" :)

Das sind die dich eigentlich kein Fleisch essen wollen, aber ohne doch nicht können:rolleyes:

Eigentlich ist mir egal was die anderen essen. Jedem das Seine, aber mir das Meiste :)
 
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