Hallo @ all,
bevor jemand glaubt mich in eine Schublade stecken zu müssen soviel zu mr: Ich selber bin halb deutscher, würde mich aber nicht gerne als "
Deutscher mit Migrationshintergrund" titulieren lassen, klingt irgendwie genauso wie "
homosexuell". Irgendwie wie der medizinische Fachbegriff für eine Krankheit. Also nenne ich mich lieber selber "
Halbkanacke".
Was den Paragraphen 130 anbelangt, denke ich daß er abgeschafft gehört, ebenso wie alle Verbote bezüglich Nazi-Symbole, Holocaust-Verleugnung usw. Diese Maßnahmen dienen nur als Paradebeispiel, daß wir nicht in einem Rechtsstaat leben (auch wenn alle Anstrengungen unternommen werden das Gegenteil zu beweisen) sondern in einem System das auf Zensur und Selbstschutz basiert.
Ein System das sich sich selbst schützen muß, kann kein freiheitliches sein.
Wenn ich in Freiheit leben würde, dann müßte ich auch die Freiheit haben alles sagen zu dürfen was ich denke. Ich hätte die Freiheit mich für ein System zu entscheiden das ich für richtig halte - ohne daß davor eine übergeordnete Macht eine "politisch korrekte" Vorauswahl für mich trifft.
Wenn ich in Freiheit leben würde, dann dürfte ich das System "Demokratie" an sich in Frage stellen würde, ohne gleich politisch verfolgt zu werden - auch wenn das mit beschönigenden Worten wie "Verfassungsschutz" oder "kriminelle Handlungen" geschieht.
Wenn ich in Freiheit leben würde, dann könnte ich offen für die Verherrlichung des Krieges einstehen oder erläutern warum ich für (Passiv-)Euthanasie plädiere. Ich bin zum Schweigen verurteilt, die Leute aber die gegenteiliger Meinung sind, dürfen sich frei äußern.
Wenn ich in Freiheit leben würde, dann hätte ich das Recht für die Wiedererröffnung von Dachau zu plädieren - als neuen Abenteuerurlaub zu buchen für alt- und junggebliebene Nazis, mit vertauschten Rollen selbstverständlich.

Aufgrund so manchen Beitrags hier, hätte sich so mancher qualifiziert.
Das Problem ist, daß wenn wir Freiheit einschränken, gerade der NPD u.ä. nur Vorschub leisten. Genauso wie wenn wir weiterhin nur einseitigen Geschichtsunterricht in den Schulen zulassen und nur Kriegsverbrechen und Greueltaten der Deutschen erwähnen, die Kriegsverbrechen der westlichen Allierten nach wie vor entweder überhaupt nicht oder nicht als solche erwähnen (Sprichwort Horoshima, Kaytan usw). Damit lassen wir zu, daß solche radikale Elemente überhaupt erst eine Argumentationskette aufbauen können.
Gäbe es all diese Verbote nicht, hätten wir mit Sicherheit nicht mehr Radikalismus. Nein denn dann würden so mancher dieser Herren sich völlig hemmungslos äußern können. Das wäre mMn eine wirkungsvollere Abschreckung als ein Verbot sein kann.
Es reicht nicht einfach zu behaupten, daß man in einem Rechtsstaat lebt. Man muß das auch beweisen können. Z.B. damit daß man dem Volk nicht nach über 65 Jahren noch immer zumutet, keine freiheitliche Verfassung zu haben. Damit meine ich ich nicht eine Verfassung, in der nur das Wort Freiheit vorkommt, sondern eine Verfassung die das Volk selbst zugestimmt hat und nicht durch Siegermächte diktiert worden ist.
Ich für meinen Teil wurde 18 und durfte dann wählen. Ich durfte aber nur wählen von welcher Partei ich mich regieren lassen will. Ich durfte niemals wählen, ob ich mit einer Demokratie überhaupt einverstanden bin oder überhaupt willens bin mich regieren zu lassen. Also bin ich fast 30 Jahre lang nie wählen gegangen.

Bis die
Piraten kamen.
