Hängt Virtualisation nur von der CPU ab?

erich56

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Eine große Handelskette bietet einen "Gaming PC" mit CPU Intel Core i7-10700 an. Ich hätte allerdings vor, diesen PC nicht für Gaming, sondern für Grid-Computing einzusetzen, wofür ich überwiegend Virtualisation benötige. Daß der Prozessor das kann, ist klar, weil ja auch von den Specs auf der Intel-HP so abzulesen.
Da ich diesbezüglich kein Spezialist bin: kann die Funktion der Virtualisation auch noch von weiteren Komponenten abhängen, wie z.B. vom Mainboard?
Sprich: könnte die Situation bestehen, daß die CPU Virtualisation kann, das Mainboard aber nicht?

Ich hatte bei der Handelskette zwar um Auskunft über das verbaute Mainboard angefragt, dazu aber keine Auskunft erhalten, aus welchen Gründen auch immer. Ich weiß, daß zu solchen Punkten oftmals keine Auskünfte erteilt werden, insbesondere zu einem Zeitpunkt, wo das Gerät noch nicht vertrieben wird (ist erst in paar Tagen der Fall).

Ich möchte nur nicht in die Situation kommen, mir dieses Gerät zu kaufen, um dann herauszufinden, daß es - gegen jede Erwartung - Virtualisation nicht kann.
 
was relevant und wie wichtig ist, haengt extrem davon ab was du wie virtuallisieren willst, welche Features der Hardware du nutzen willst, welcher hypervisor,...

Einne 10700 wuerde ich schonmal nicht nehmen.
 
Was soll überhaupt auf den VMs laufen? VM braucht erstmal kaum Leistung.
Was für ein Pc hast du dir ausgesucht?
 
madmax2010 schrieb:
Einne 10700 wuerde ich schonmal nicht nehmen
weil?

was will ich virtualisieren? Ich weiß nicht, ob Dir das Grid-computing Projekt LHC@home was sagt (https://lhcathome.web.cern.ch/).
Dort benötigen einige der Sub-Projekte Virtualisation. Und die funktioniert bei mehreren meiner PCs und Notebooks bislang einwandfrei, auch bei den sich darunter befindenden älteren Geräten.
 
Powered by BOINC. Wenn das bei alten Kamellen geht und auf Android-Smartphones, wird es die angepeilte CPU wohl hinbekommen.
 
Fujiyama schrieb:
Was soll überhaupt auf den VMs laufen? VM braucht erstmal kaum Leistung.
Was für ein Pc hast du dir ausgesucht?
  • Windows 10 Home
  • Netzwerkcontroller Gigabit LAN (10/100/1.000 Mbit/s)
  • Schnelles Intel® Wi-Fi 6 AX200 Gigabit WLAN mit integrierter Bluetooth® 5.0 Funktion
  • Intel® Core™ i7-10700 Prozessor
  • NVIDIA® GeForce® RTX™ 3070 Grafikkarte mit 8 GB GDDR6 Speicher
  • 1.000 GB PCle SSD
  • 32 GB DDR4-2933 RAM mit bis zu 2.933 MHz
 
Du willst Windows 10 VMs laufen lassen? / VMs auf Windows 10 llaufen lassen?

Das ist ressourcenverschwendung..

erich56 schrieb:
Same Page sharing ware da ein Grund. Sehr parktisch, aber ohne ECC keine gute idee.

Nochmal: Welcher Hypervisor? Wie sind die Anforderunngen an den Speicher was Latenzen angeht? eine NVMe SSD kann man super als write cache nutzen, die daten aber auf Sata SSD lagern.

https://www.hetzner.com/de/dedicated-rootserver/matrix-ax
Der AX51 ist als VM Host excellent. Ich habe einen 3 im Proxmox Cluster ueber die Hetzner Rechenzentren verteilt. 50 VMs sind da schon realistisch
 
Er will BOINC ausführen auf einem WIndows 10 Rechner mit besagter CPU. Ja, wird gehen. Er will nichts virtualisieren, er will wissen ob er mehr beachten muss als ob die CPU das Feature-Set unterstützt: Nein.
 
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Cat Toaster schrieb:
Wenn das bei alten Kamellen geht und auf Android-Smartphones, wird es die angepeilte CPU wohl hinbekommen.
das bezweifle ich in keinster Weise.
Ich wollte eben nur wissen, ob die Virtualisation eh nur alleine von der CPU abhängt, und nicht etwas auch vom Motherboard o.ä.
 
Man muss das Feature im UEFI/BIOS des Mainboars halt aktivieren können. Das sollte wohl möglich sein, aber natürlich will ich nicht ausschließen dass irgendein OEM für einen Supermarkt-PC es hinbekommt, dass zu verkacken.
 
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Cat Toaster schrieb:
Das sollte wohl möglich sein, aber natürlich will ich nicht ausschließen dass irgendein OEM für einen Supermarkt-PC es hinbekommt, dass zu verkacken
genau das ist eben irgendwie meine Sorge
 
Im Taskmanager im Reiter "Leistung" steht irgendwo unten, ob Windows Hardwarevirtualisierung nutzen kann(Virtualisierung: aktiviert). Wenn da nicht "aktiviert" steht, ab ins BIOS/UEFI und schauen, ob es eine passende Option gibt und die aktivieren. Wenn es da keine solche Option gibt, prüfen, ob das aktuellste BIOS/UEFI eingespielt ist. Wenn es auch dann die Option nicht gibt, den Hersteller anschreiben und hoffen ;)
 
madmax2010 schrieb:
Nochmal: Welcher Hypervisor?
da müßte ich jetzt mal auf der LHC@Home Page ackern, um zu sehen, ob ich diese Info irgendwo finde.
Bislang wäre sie mir noch nicht ins Auge gestochen.
Ergänzung ()

KillerCow schrieb:
ab ins BIOS/UEFI und schauen, ob es eine passende Option gibt und die aktivieren.
all das ist mir eh klar.
 
@KillerCow
Kann er vor dem Kauf schwer tun. Liegt das am Wetter oder ist das mit Leseverständnis heute schwer? :-)

@erich56
Wie dem auch sei, ohne Kenntnis des Mainboards/BIOS/UEFI wird Dir das niemand im Internet aus irgendeinem Forum garantieren können. Die Chance das es nicht geht, würde ich im Promillebereich ansiedeln.

Du musst auch nicht nach einem Hypervisor suchen, wenn Du nicht weisst was das ist, denn Du brauchst für Dein Vorhaben auch keinen, sonst würdest Du es wissen.
 
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erich56 schrieb:
Ich hatte bei der Handelskette zwar um Auskunft über das verbaute Mainboard angefragt
Das wird vermutlich irgendein Custom Ding sein und bei der Hotline wird dir sowas Spezifisches keiner sagen können (oder wollen).

Ich gehe davon aus, dass es aktivierbar sein wird. Meine Praxiserfahrung mit "Handelskette"-PCs hält sich allerdings auch in Grenzen.
 
Cat Toaster schrieb:
Wie dem auch sei, ohne Kenntnis des Mainboards/BIOS/UEFI wird Dir das niemand im Internet aus irgendeinem Forum garantieren können. Die Chance das es nicht geht, würde ich im Promillebereich ansiedeln.
okay, soweit plausibel und klar.
Sollte ich das Gerät tatsächlich kaufen, würde ich es ohnehin online bestellen, was mir die gesetzliche Rückgabefrist von 2 Wochen einräumt. Somit könnte ich, falls alle Stricke reißen, den PC wieder retournieren.
 
Boinc wird laufen, auch im Grid. Das funktioniert, zumindest unter Linux, selbst auf einem uraltem Netbook. Gleichzeitig kann es aber passieren das die Virtualisierung nicht fehlerfrei arbeitet. Wenn sie dann nicht abschaltbar ist kann es sein das du für die Anwendung eine Möglichkeit finden musst den Fehler zu umgehen oder im schlimmsten Fall den Computer dafür einfach nicht verwenden kannst.
 
Techniker Freak schrieb:
Boinc wird laufen, auch im Grid. Das funktioniert, zumindest unter Linux, selbst auf einem uraltem Netbook. Gleichzeitig kann es aber passieren das die Virtualisierung nicht fehlerfrei arbeitet.
Ich hatte BOINC mit Projekten, die Virtualisierung erfordern, bereits vor 15 Jahren auf PCs und Notebooks laufen, völlig ohne Probleme.
Daher mache ich mir diesbezüglich eigentlich keine großen Sorgen.
 
LHC lässt Linux Maschinen in der VM laufen. Zwingend notwenig ist die passende Bios-Unterstützung dafür.
Bei aktuellen AMD Boards muss man fast immer SVM im Bios aktivieren, bei den meisten Boards ist das erst mal deaktiviert. Wie das bei Intel heißt fällt mir gerade nicht ein.
Kann mir aber nicht vorstellen das man das bei Fertigrechnern nicht aktivieren kann.
Für LHC sollten vor allem möglichst viele threads vorhanden sein.
Bei mir laufen 5 Atlas-WU's a 4 threads auf dem 3900X (12Core 24 Threads).
Achtung: dafür müssen 64GB Ram im Rechner sein, Je 4 thread WU sollte man mit min. 8GB Rambedarf kalkulieren.
Bei einem 8-Kerner mit 16 Threads braucht man mindestens 32GB Ram, man kann dann aber nicht mehr Amicable mit der Graka rechnen da Amicable auch 8GB Ram schluckt.

Über 8 Kerne / 16 threads sollten immer 64GB Ram in dem Rechner sein, sonst geht nicht mal Rosetta mit voller Leistung.

Der größte Nachteil bei den meisten Fertigrechnern ist die mangelhafte Kühlung für 24/7 Betrieb mit Vollast auf CPU und Graka. Oder sie sind sehr laut.
 
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Wichtig sind die BIOS Features Intel Virtualisation VT-x usw. Da könnte es durchaus sein, daß der eine oder andere Hersteller bei den OEM Boards dieses Feature "einspart" oder abspeckt. Daher würde ich mir für Virtualisierung zu keinem Zeitpunkt ein Massen-Hersteller-Consumer-PC von irgend jemanden kaufen, Ausnahme vielleicht Dell und HP im Workstation-Bereich. Wir können ja hier oft lesen, wie marginal die BIOS Unterstützung von Medion und Co. wirklich ist.

Daher lieber ein gescheites Board kaufen. Und was ich gelernt habe, für mehreren VMs im Clusterverbund: Unbedingt ein Intel 10Gbit LAN Adapter!

Ansonsten die üblichen Tipps wie oben genannt, viel RAM, und eine schnelle NVMe SSD per PCIe. Es ist zwar auf SSD schon schnell, aber mehrere VMs mit ihren virtuellen Laufwerken performen auf einer NVMe SSD doch signifikant besser.
 
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