Sammelthread Handwerker - Forum

Ja, Wera ist prinzipiell gut.
Ist PH2 denn die richtige Groesse fuer die Schrauben? Dein Abnutzungsbild sieht so aus, als ob PH3 vielleicht besser passen koennte. Das hat eine deutlich stumpfere Spitze.

Ein guter Test ist den Schraubendreher mit Spitze nach oben zu halten und dann die Schraube draufzusetzen. Da sollte nix wackeln, und man solle den Schraubendreher in die Waagerechte oder weiter bewegen koennen, ohne das die Schraube runterfaellt.
Geht das nicht, passen Bit und Schraube nicht zusammen.

Generell tendieren viele (Ich auch) Schraubendreher zu nehmen die eigendlich zu klein sind...

Kreuzschlitz taugt aber meiner Meinung nach sowieso nix... Torx ist mir viel lieber.
 
Krik schrieb:
Interessanterweise habe ich nur diesen Bit so zerlegt.
Aus solchen Gründen vermeide ich es möglichst, Schrauben mit dem Akkuschrauber zu lösen oder anzuziehen. Der gute alte Schraubendreher ist da einfach sehr viel schonender. Günstige Bits sind ohnehin meist sehr weich und nutzen schnell ab.

@TheManneken
Die mitgelieferten Schrauben bei irgendwelchen DIY Geschichten sind oft auch nur aus billigem S235 und überstehen in vielen Fällen gerade mal so die einmalige Montage :-)
 
Mitgelieferte Schrauben landen bei mir immer direkt im Müll. Die Arbeit eine ungünstig abgerissene oder rund gedrehte Schraube wieder raus zu bekommen tue ich mir nicht an. Ausnahme war letztens die TV Halterung. Da waren Fischer DuoPower Dübel und ordentliche Schrauben dabei.

Beim TV selbst wiederum waren lumpige Kreuzschlitzschrauben für die Befestigung des TV Fuß dabei. Die habe ich schon beim einmaligen reinschrauben leicht verdrückt. Fernseher für über Tausend Euro verkaufen und dann 10 Cent an zwei Mistschrauben sparen. Da war aber die ganze Fußkonstruktion ein Wackelpudding, deswegen wurde dann auf Wandmontage gewechselt.
 
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@Ranayna
Jo. Die Spitze ist nur ruiniert, weil ich ein paar Mal zu oft nicht richtig reingestochen habe. Da hat es erst die Schraube und hinterher den Bit rund gedreht. Nach ein paar Jahren sieht das dann so aus.

Ich teste vorher immer, welcher Bit passt.

@areiland
Es kommt drauf an. Ich habe letztens einen Couchtisch aufgebaut. Ohne Akkuschrauber hätte ich jetzt wahrscheinlich ein Karpaltunnelsyndrom. ^^
 
areiland schrieb:
Aus solchen Gründen vermeide ich es möglichst, Schrauben mit dem Akkuschrauber zu lösen oder anzuziehen. Der gute alte Schraubendreher ist da einfach sehr viel schonender. Günstige Bits sind ohnehin meist sehr weich und nutzen schnell ab.
Da handele ich aehnlich. Und bekomme oft dumme Blicke von den Arbeitskollegen...

Mindestens sollte man ein Gefuehl haben wie man den Drehmomentlimiter einstellen muss. Denn bekanntlich: "Nach fest kommt ab"...
 
Krik schrieb:
Es kommt drauf an. Ich habe letztens einen Couchtisch aufgebaut. Ohne Akkuschrauber hätte ich jetzt wahrscheinlich ein Karpaltunnelsyndrom. ^^
In einem solchen Fall sollte man vielleicht wenigstens drauf verzichten die Schrauben mit dem Schrauber festzuziehen und nur das mit dem Schraubendreher oder einem anderen passenden Werkzeug zu erledigen.
 
Ich stelle das Drehmoment so weit runter, dass es die Schraube gerade so bis zum Anschlag reinzieht. Das entspricht ungefähr handfest. Wer da mehr Newton drauf gibt, läuft Gefahr, dass die Schraube durchdreht oder der Kopf abdreht.

Damit laufe ich seit Jahren gut.
 
Gute Bits habe ich auch von Dewalt - konkret die Impact Variante. Die Dinger sind ein Traum.

Wenn es ums grobe geht nur Akkuschrauber. Beim Möbelaufbau in der Regel Hand, wenn es viele Schrauben sind (Pax Kleiderschrank oder die Küche letzte Woche) immer minimales Drehmoment einstellen und mit Hand festziehen. Selbst wenn die Schraube überlegt, wie oft kommt es zu Ausbrüchen etc. bei diesem billig verarbeiteten Zeug...
 
Mein Akkuschrauber besitzt gar keine Drehmomentregelung :-) Von daher muss das immer schön nach Gefühl gehen.
 
Krik schrieb:
Interessanterweise habe ich nur diesen Bit so zerlegt.
Das ist der sog. "Cam Out Effekt". Durch die leicht schräg geschliffenen Flächen des PH-Antriebes wird der Bit beim Eindrehen der Schraube aus dem Kopf gedrückt. Drückt man da nicht sehr fest dagegen, rutschen die "Zähne" über den Antrieb und werden mit der Zeit abgenagt.

Ich nutze deswegen auch, wann immer es möglich ist, Torx. Außensechskant geht beim sich gut. Den Kopf will man aber nicht immer haben. Innensechskant nudelt man, vor allem bei rostfreien Schrauben, leider auch schnell aus. Immer noch besser als PH, aber lang nicht so gut wie Torx.

Bei Torx braucht man (im Hausgebrauch) nicht mal besonders gute Bits. Da wird es erst wirklich interessant, wenn man mit Tangentialschlagschraubern hantiert. Wir mussten letzten Sommer grob 500 Stk. 8er Betonschrauben mit Injektionsmörtel setzen. Da haben wir irre viele Bits und Nüsse vernichtet. Da war alles mögliche dabei. Hilti, Würth, Dewalt, Hazet, Milwaukee und Wera. Preisklasse ging los bei Bits für ein paar Cent das Stück bis hin zu Steckschlüsseleinsätzen für Schlagschrauber für 30 €/Stk.
Am besten bewährt hatten sich letzten Endes die ganz einfachen Bits von Wera. Die haben dann immerhin ein paar Schrauben lang gehalten und waren gleichzeitig aber mit unter den günstigsten Varianten.
 
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Krik schrieb:
Stellt Wera vernünftiges Werkzeug her?
Stellt Mercedes gute Autos her? Wera ist Oberklasse was Werkzeug anbetrifft, man gönnt es sich auf "Lebenszeit".

Krik schrieb:
Ich kaufe quasi keinen Schrauben selber. Ich verschraube immer nur das, was mitgeliefert wird.
Also billigsten Müll, der oft schon beim ersten Einschrauben kaputt geht, egal wie gut das Werkzeug ist was man nutzt. Das gilt erst recht für Dübel, die mitgelieferten Teile taugen nichts, neigen dazu sich in Löchern beim Einschrauben zu verdrehen oder halten auf lange Sicht schlecht.

Kann @TheManneken nur fürsprechen, Schrauben von Spax, Dübel von Fischer, das mitgelieferte Zeug für die gelbe Tonne.

Krik schrieb:
Sollte ich für irgendwas selber Schrauben besorgen müssen, würde ich wahrscheinlich auf Innensechskant,
Nein und nochmal nein! Wenn man Schrauben selbst kauft dann Torx. Höchster Drehmoment (nach Außensechskant), keine Gefahr beim Einschrauben abzurutschen und die Schraubfläche oder Bits zu beschädigen. Man muss nur etwas aufpassen wenn man einen Akkuschrauber ohne Drehmomentbegrenzung nutzt, damit man den Kopf nicht abreißt.
Ergänzung ()

wrglsgrft schrieb:
Das ist der sog. "Cam Out Effekt". Durch die leicht schräg geschliffenen Flächen des PH-Antriebes wird der Bit beim Eindrehen der Schraube aus dem Kopf gedrückt. Drückt man da nicht sehr fest dagegen, rutschen die "Zähne" über den Antrieb und werden mit der Zeit abgenagt.
Kann man mit guten Bits etwas gegen steuern, aber ändert natürlich nicht an den Defiziten von Philips/Pozidriv.
1770750083523.png


https://www.wera.de/de/werkzeuge/highlights-great-tools/diamant-bits/

Mir schon klar, ist viel "Werbeblahblah" dran, aber es geht hier weniger um die TiN Beschichtung sondern um die aufgerauhte Fläche die sich "reinfrisst" und es vorschnelles Rausrutschen verhindert.
 
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xexex schrieb:
Schrauben von Spax, Dübel von Fischer
Gibt durchaus noch mehr vernünftige Hersteller. Grad von Fischer bin ich, als auch professioneller Anwender, nicht begeistert. Primär ist Fischer einfach nur teuer. Wirklich besser als die ernstzunehmenden Wettbewerber sind die nicht..Ich bin bei einfachen Kunststoffdübeln mittlerweile beim Tox Tri. Deutlich günstiger als Fischer, funktionieren aber auch sehr gut. Außerdem haben die mit dem Bizeps-Dübel ein Modell, dass unschlagbar in Hochloch-Ziegeln ist. Da hat Fischer nichts vergleichbares. Celo ist auch solide. Die haben Mea übernommen. Von denen gibt es auch einen langen Dübel, der sehr gut für Hochlochziegel geeignet ist.

Gegen Spax kann ich nichts sagen. Dresselhaus, Reiser und JD kann ich aber auch uneingeschränkt empfehlen. Auch alles absolut brauchbar.

Wenn man Zugriff drauf hat, kann man natürlich auch das Zeug von Hilti, Würth und Konsorten nehmen. Auch gutes Zeug. Kommt man als Privatanwender aber gar nicht (Würth) oder nur zu völlig überzogenen Listenpreisen (Hilti) ran.
 
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wrglsgrft schrieb:
Außerdem haben die mit dem Bizeps-Dübel ein Modell, dass unschlagbar in Hochloch-Ziegeln ist. Da hat Fischer nichts vergleichbares.
Eigentlich doch, wenn nicht gar (auf dem Papier) besser, aber das muss jeder anwendungsspezifisch entscheiden.

wrglsgrft schrieb:
Grad von Fischer bin ich, als auch professioneller Anwender, nicht begeistert. Primär ist Fischer einfach nur teuer.
Primär ist Fischer schlichtweg überall in den Baumärkten vertreten und hat ein riesiges Sortiment für Heimwerker. Das ist oft viel mehr Wert, als irgendwas was man erst über einen Fachmarkt oder Amazon beziehen müsste. Das Angebot ist durchaus stark lösungsbezogen, ich schwöre aber auf die DuoPower, sie gehen halt praktisch immer.

Will jetzt aber keine Lobeshymnen auf den Hersteller singen, im Vergleich zu dem was den Produkte in egal welcher Preisklasse beiliegt, liegen da schlichtweg Welten zwischen dem was man in freien Markt bekommt.

wrglsgrft schrieb:
Würth ist kein Hersteller, sie waren schon immer nur ein Händler und genauso wie bei Hilti oder Bosch, weiß man nie was man am Ende bekommt oder wo es hergestellt wurde. Gut für Handwerker die gerne alles aus einer Hand beziehen, als Heimwerker ist man da doch flexibler.

Spax halt halt den gleichen Vorteil wie Fischer, sie gibt es überall und sie machen Schrauben. Letztens so dumm gewesen für Trockenbau die Schrauben von Knauff dazuzukaufen, Schuster bleib bei deinem Leisten sage ich da nur.

Aber wenn wir schon bei Fischer sind, das Video möchte ich trotzdem hier noch verlinken, RIP Artur Fischer.
 
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xexex schrieb:
Nein. Den von dir genannten Dübel gibt es in exakt einer Abmessung. Und mit 10 mm Durchmesser ist der, grade für Heimanwendungen, oft völlig überdimensioniert. Dazu kommt die proprietäre Schraube. Einfach mal eine andere Schraube nehmen, weil man einen größeren Klemmbereich braucht oder eine andere Kopfform, ist nicht. Der einzige Vorteil ist die Zulassung für Brandschutzanwendungen. Die interessiert den Heimwerker für gewöhnlich aber überhaupt nicht.
Selbst auf dem Papier steht der Dübel mit grade mal 0,45 kN Auszugskraft in Beton relativ schwach da. Selbst der 6er Tox Bizeps liefert hier schon 1,5 kN.
In modernen Lochziegeln hast du extrem viele und sehr dünne Wandungen. Viel wichtiger als die Geometrie und das Material des Dübels ist also, dass du in möglichst vielen dieser Wandungen verankerst. Ähnlich ist es im Altbau. Desto länger der Dübel, desto eher triffst du irgendwas, was hält.
Tox Bizeps und Celo FL gibt es beide in den für Heimandwendungen deutlich häufigeren Durchmessern von 8 und 6 mm. Und hier ist das (und das ist letztlich das Einzige, was im Lochziegel relevant ist) Verhältnis von Durchmesser zu Länge einfach besser.
Also nein. Fischer bietet hier (warum auch immer, wie es geht wissen die eigentlich) kein konkurrenzfähiges Produkt an.

Wenn wir jetzt das komplette Sortiment miteinbeziehen, gibt es da weitere Beispiele. Schön ist auch der Vergleich zwischen Fischer Thermax und Celo Resitherm. Man muss Fischer zugestehen, dass sie mit dem Thermax die ersten auf dem deutschen Markt waren. Dann hat man aber leider aufgehört, das Produkt weiter zu entwickeln. Der Resitherm ist in jeglicher Hinsicht besser und gleichzeitig günstiger.

xexex schrieb:
Primär ist Fischer schlichtweg überall in den Baumärkten vertreten und hat ein riesiges Sortiment für Heimwerker. Das ist oft viel mehr Wert, als irgendwas was man erst über einen Fachmarkt oder Amazon beziehen müsste.
Ich bevorzuge letzteres. Es gibt wenig Baumärkte, in die ich freiwillig gehe. Meistens gnadenlos überteuert, dafür wenig bis gar kein Service und die Produktauswahl ist auch oft beschränkt und nicht selten minderwertig.

xexex schrieb:
Würth ist kein Hersteller, sie waren schon immer nur ein Händler und genauso wie bei Hilti oder Bosch, weiß man nie was man am Ende bekommt oder wo es hergestellt wurde.
Das ist auch definitiv falsch. Hilti entwickelt und/oder produziert den Großteil des Sortiments selbst. Was sie nicht selbst machen sind Akkuzellen und Ladegeräte (hier wird mit Panasonic kooperiert) sowie bestimmtes Zubehör (Bits z.B.).
Bei Würth ist der Anteil an eigenen Produkten kleiner (ist aber auch dem riesigen Sortiment geschuldet; die nehmen die Bezeichnung "Vollsortimenter" absolut ernst), aber die wichtigen Kernprodukte Schrauben und Dübel sind auch hier weitestgehend eigene Produkte. Die Würth Assy Plus-Schrauben sind im konstruktiven Holzbau zum Beispiel nonplusultra. Da kommt Spax nicht mal ansatzweise hin.

Aus mir wird kein Fischer-Fan mehr. :mussweg:
 
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Lob und Anerkennung für @xexex und @wrglsgrft, wirklich sehr erhellend hier mitzulesen!
 
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