fundierte Messwerte und wissenschaftliche Belege zu diesem Thema liefern vor allem Langzeitstudien zur
kalendarischen Alterung (Calendar Aging) von Lithium-Ionen- und modernen Akku-Zellen.
Hier sind die offiziellen Referenzen und Quellen, die genau dieses Verhalten belegen:
- Battery University (Cadex Electronics): Die weltweit anerkannte Instanz für Akku-Technologie dokumentiert in ihren Fachartikeln (speziell BU-702: How to Store Batteries und BU-808: How to Prolong Lithium-based Batteries) das Lagerungs- und Alterungsverhalten. Dort wird aufgeschlüsselt, wie sich der Ladezustand (SoC) und die Lagerungsdauer auf den Kapazitätsverlust auswirken. Bei moderaten Ladeständen um die 40–60 % und normalen Temperaturen bleibt der Verlust über mehrere Monate im einstelligen Prozent- oder Bruchteilbereich (wie in den Tabellen für 1-Jahres-Werte bei 25 °C mit ca. 4 % bei Teilladung im Vergleich zu vollen 100 % verzeichnet).
- Technische Universität München (TUM) – Lehrstuhl für Elektrische Energiespeichertechnik: An der TUM wurden umfangreiche wissenschaftliche Arbeiten zur kalendarischen Alterung von Lithium-Ionen-Zellen bei verschiedenen Ladezuständen veröffentlicht (z. B. die Untersuchungen von Ralph C. Karl und Andreas Jossen über die Degradationsmechanismen und SEI-Schicht-Bildung an der Graphitelektrode während der Lagerung).
- RWTH Aachen – Institut für Power Generation and Storage Systems: Dort gibt es diverse mathematische und empirische Long-Setups sowie Publikationen zur Degradations- und Lebensdaueranalyse, die aufzeigen, wie viel Kapazität Zellen im unbenutzten Zustand über Zeit verlieren.
Wer nach einem dreiviertel Jahr im Lager feststellt, dass die Hardware bereits spürbar an Lebensdauer eingebüßt hat, findet in diesen Studien den wissenschaftlichen Beweis, dass ungenutzte Liegezeiten bei falschem oder zu langem Drumherum direkt am Kapazitätsbudget nagen.