Hausneubau, Kabelanschluss auf "Verdacht"?

JuggedHareBoy

Lieutenant
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Moin,

werde demnächst ein Haus bauen, im Prinzip ist der Zugang zum Internet für DSL ausgefallen. Direkte Nachbarn haben u.a Kabel und haben mit der 32er Anbindung keine Probleme. Allerdings ist der Upload bei DSL deutlich höher (bei 100er Leitungen). Allerdings würde ich gerne die Möglichkeit haben in Zukunft bei Bedarf auf Kabel umzusteigen. Dabei habe ich mir gedacht, wäre es sinnvoll beim Bau direkt die Leitung zu legen.
Hat da jemand schon Erfahrungen mit gemacht? Ist das sinnvoll? Muss ich mit dann beim Anbieter (Vodafone,...) dafür melden oder kann ich einfach eine Leitung XYZ bis zur Grundstücksgrenze legen?
 
Sinnvoll, ja, bleibt dann einfach eine kostenfrage..
 
Du kannst dir den Kabelanschluss mit HÜP (Hausübergabepunkt) bis in den Keller legen lassen.
Ansprechpartner ist der Bauherrenservice vom Kabelbetreiber in deiner Region.

Wenn auf der Straße schon Kabel möglich ist würde ich mir die Option auf jeden Fall offen halten wollen. Immerhin gehen mit Docsis 3.x verdammt hohe Datenraten.
 
Wenn Du neu baust, dann lass Dir gleich Telefon-, Kabel und Glasfaser Leitung legen. Und wenn es nur bis zum Haupt Schacht unter die Straße geht und nirgendwo angeschlossen wird. Hauptsache die Leitung ist schon mal da

Edit: gut die Glasfaser Leitung muss natürlich entsprechend lange ausgelegt werden - bis zum theoretischen Übergabe Punkt (der bestimmt noch nicht da ist) :(
 
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Du kannst auf deinem Grundstück Kabel verlegen wie du willst. Wenn überhaupt, wird dieses dann erst ans Netz angeschlossen, wenn du bei denen einen Vertrag abschliesst. VF ist halt nicht verpflichtet. Mein Ex Nachbar hat sich jetzt hier im Ort auch ein Second Hand Haus gekauft. Kabel liegt in der Strasse, ist aber nicht mit dem Haus verbunden weil der vorherige Besitzer es nicht wollte. VF will ihn jetzt nicht anschliessen weil denen die Tiefbaukosten für Strasse/Bürgersteig für eine einzelnde Partei zu groß sind.
 
Hi,

bin ebenfalls gerade am bauen und ja ich persönlich finde das sinnvoll. Einmal hat man selber eine Alternative wenn einem die "konventionellen" DSL Provider in irgendeiner Form quer kommen, zweitens ist bei einem Verkauf in der Zukunft ein plus Argument das an solche Alternativen gedacht wurde und die Einfahrt nicht noch einmal auf gemacht werden muss (oder der Käufer verzichtet weil es zu viel Aufwand ist).

Es ist eine weitere Möglichkeit die eben Geld kostet. Wobei die Mehrkosten sich im Rahmen halten. Den Schacht für Strom, Wasser und DSL muss eh kurz vor ende einmal gemacht werden. Somit fallen "theoretisch", je nach Planung, nur die Zusatzkosten deines örtlichen Kabelproviders an dir das Kabel vom Netz bis an deinen Hausanschluss zu legen und anzuschließen. Evtl. gibt es je nach dem wie umkämpft die Region ist, auch Zuschüsse oder Vergünstigungen vom Kabelprovider. Einfach mal ein bisschen fragen und Druck machen (und zur Not 24 Monate Kabel Internet haben ;) ).

Da dieser Betrag aber variiert musst du das bei deinem Kabel Provider erfragen. Wie oben erwähnt, wenn du das Geld übrig hast, (vermutlich ein dreistelliger Betrag) dann mach es. Aber wenn du knapp bist wie die meisten beim Bauen, dann ist es durchaus auch etwas auf das man verzichten kann, wenn du dich mit konventionellem DSL abfinden kannst.

Grüße Jens
 
Zuletzt bearbeitet:
Ist ne Sackgasse, laut Check bei Vodafone hat einer am Ende der Sackgasse schon (theoretisch) einen Kabelanschluss. Ok, da wird wahrscheinlich dann auch das Bauunternehmen entsprechende Ansprechpartner haben/kennen :-) kann man denn grob abschätzen wie teuer das sein könnte für etwa 10m? Grob, ob 500€ oder 6000€ zum Beispiel.
 
Ich bin da kein Fachmann aber bei uns ist der Kasten an der Hausaußenwand. Von dort geht ein dünnes Kabel zum zentralen Punkt-FritzBox. Die Kosten im Haus sind da minimalst. Das Kabel kostet nicht viel und die Leerrohre solltest du eh verlegen bzw. CAT-Kabel da rein (Sternenförmig).

Was das dann kostet, wenn du DSL haben möchtest musst du eh anfragen (Telekom, Vodafone...).

P.S.Irgendwie haust du was durcheinander. Mal redest du von Kabel, mal von DSL. Wenn dein Nachbar Kabel hat und kein DSL wird Kabel einfacher werden oder halt anders herum. Aber das musst du entsprechend anfragen.
 
JuggedHareBoy schrieb:
... kann man denn grob abschätzen wie teuer das sein könnte für etwa 10m? Grob, ob 500€ oder 6000€ zum Beispiel.

Siehe meinen Beitrag oben. In der Regel 3 Stellig. Aber genau erfahren wirst du das indem du bei VF an der entsprechenden Stelle anrufst. Die können dir das sagen.
 
Selbige Situation aktuell.
Nur, dass Unitymedia die einzige vernünftige Option ist, da DSL zu weit vom Verteiler weg.
Da vom Bürgersteig zum Haus sowieso ein Leerrohr verzogen wird und von Telekom und
Unitymedia eigene Bautrupps kommen würden, wird erst mal nur der benötigte Anschluss gelegt.

Ein Nachverlegen des anderen Anschlusses in Kombination mit einem Vertrag ist sowieso generell günstiger. ;)
 
Baut ihr in einem Neubaugebiet oder auf einen schon älteren Grundstück?
Wir bauen gerade auch und das ganze Neubaugebiet wird nur noch per Glasfaser angeschlossen. Glas und Kupferdoppelader zusammen macht die Telekom auch nicht, es wird nur ein Liniennetz angeschlossen so die Bauherrenhotline.

Wenn du die Möglichkeit hast auf Glas zu gehen wäre das auf jeden Fall die beste Lösung. Ich freu mich auf Ende des Jahres und eine 200/100 Mbit FTTH Leitung :)
 
Ist ein altes Grundstück, weswegen Glas vermutlich nicht möglich oder zu teuer ist. Will dann auch keine 80€ im Monat oder so zahlen ^^
 
Ob der Boden zehn oder tausend Jahre alt ist, ist egal. LWL läßt sich überall verlegen. Für die Tiefbaukosten ist die Bodenklasse, Bauweise und Distanz entscheidend. Die Erschließungskosten bezahlst du ein einziges Mal. Die sind unabhängig vom Glasfasertarif, den du später buchst und monatlich bezahlst.
 
Da ich ein Freund von abgeschlossenen Themen bin, und das auch evtl dem ein oder anderen helfen kann hier unsere Umsetzung =)
Wir haben den Anschluss mit der Telekom gemacht, d.h. ganz normal Kupfer. Wir haben noch kein Glasfaser in der Siedlung und wer weiß wann das kommt. Der Anschluss kostet 799€ (Standard Grabenlänge), kann aber reduziert werden wenn man den Graben selber erstellt.
Leider ist es nicht möglich mit einem Auftrag alle möglichen Leitungen (Kupfer, Kabel, Glasfaser) legen zu lassen. Es muss für jede Leitung jeweils ein eigener Auftrag erstellt werden, das kann auch bedeuten das die Leitungen mit einem Abstand von mehreren Werktagen / Wochen gelegt werden. Das wären dann also 2x 799€ für die Telekom und nochmal 1000€ für Vodafone.

Wir haben uns also für den normalen Anschluss der Telekom entschieden. Haben aber auch das Tiefbauunternehmen beauftragt ein großes Leerrohr verlegen zu lassen. D.h. wir haben vom Bürgersteig bis zur Mehrsparteneinführung ein Leerrohr legen lassen. Somit muss nicht noch einmal ein Graben auf unserem Grundstück ausgehoben werden. Ein Kompromiss zwischen Kosten und Nutzen =)
 
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Wenn man es nicht genau weis wie es kommen soll, bietet sich an ein Leerrohr zu legen von der Grundstücksgrenze bis ins Haus dorthin wo die E-Verteilung ist. Dann kann man nachträglich dort das Kabel für Kabel-TV oder für Telefon oder Glasfaser durchziehen, ohne noch einmal ausbaggern. Kosten laufen gegen Null, wenn man das beim Stromkabel mit reinlegt.
 
Ich würde mir das Kabel bis zum Hausübergabe Punkt legen lassen, wenn du eh bis zur Kanalisation graben musst, du musst ja nicht anschliesen, aber was liegt das liegt. Sollten sie den Anschluss nicht legen würde ich Leerrohre bis Aussenkante Haus oder wenn ein Bürgersteig nach dem Haus kommt bis dort danach legen, dann können die jederzeit zu dir ins Haus fahren und du musst nicht mehr graben, sondern es ist deren Problem
 
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