Ob RAID 5, JBOD als einzelne Volumen oder JBOD als BIG (ein übergreifendes Volumen / Filesystem über alle Platten) musst Du wissen, vergiss aber nicht, dass bei BIG die Datensicherheit nicht besser als bei RAID 0 ist, bei Ausfall einer Platte sind alle Daten verloren und allenfalls die Chance besser noch etwas zu retten.
Auch sollte man die UBER nicht vergessen, HDDs arbeiten eben nicht 100%ig perfekt und können zuweilen Daten nicht mehr lesen, wie häufig damit zu rechnen ist ohne das die HDD ihre Spezifikationen verletzt, geben die Hersteller mit der UBER (unrecoverable bit error rate) an, die bei HDDs meist 1:10^14 beträgt, bei einige auch 1:10^15. 1:10^14 bedeutet, dass man je etwa 12TB gelesener Daten mit einem Lesefehler (HDDs geben gewöhnlich Lesefehler aber keine korrupten Daten aus, wenn sie einen Sektor nicht mehr korrekt lesen können, auch wenn sich das bei den Fans von ZFS oft anderes liest) rechnen. Die sieht man dann auch in den S.M.A.R.T. als schwebenden Sektor und sage mir keiner der sich intensiver mit den S.M.A.R.T. Werten von HDDs beschäftigt, er habe noch nie einen gesehen.
Der arbeitet dann wohl immer nur mit HDDs in RAIDs, also echten RAIDs mit Redundanz, denn dort sind schwebenden Sektoren in der Tat eigentlich nie zu sehen, da die RAID Controller/SW dann die Daten aufgrund der Daten der anderen Platte rekonstruiert und den betroffenen Sektor der Platte überschreibt, worauf hin deren Controller prüft ob die neuen Daten (die eigentlich den alten entsprechen) nun korrekt fehlerfrei gelesen werden können und den Sektor ggf. durch einen Reservesektor ersetzt, in jedem Fall aber nicht mehr als schwebend markiert.
Bei einem RAID merkt der Anwender nichts davon, außer der Verzögerung, die Platten versuchen ja eine zeitlang einen kritischen Sektor doch noch erfolgreich zu lesen, bevor sie dies aufgeben. Ohne Redundanz merkt man aber jeden Lesefehler sofort, denn das Programm welches den Lesebefehl abgeschickt hat, bekommt diese gemeldet und sollte ihn an den User weiterreichen, damit der weiß das die Datei nicht korrekt eingelesen wurde und nicht etwa halbwegs gelesen Datei einfach angezeigt bekommt und dann wieder speichert ohne etwas vom Problem zu bemerken, was dann zu entsprechender Datenkorruption führen würde.
Ein echtes RAID mit Redundanz kostet zwar die eine Platte (bei nur insgesamt ist das wirklich relativ viel), hat aber auch durchaus Vorteile die vielen Usern auf den ersten Blick gar nicht auffallen.