HDD Schlafmodus mit JBOD

Alf2000

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Hi

Ich bin dabei mir ein NAS einzurichten. (Ob fertig NAS oder selber bauen überlege ich noch)
Worums mir geht ist:
JBOD mit z.B. 4 HDDs oder mehr.

Was ich genau wissen möchte:
Da bei JBOD in der regel ja nur von einer HDD gelesen oder geschrieben wird, möchte ich die restlichen in den sleepmodus schicken.
Geht das oder Geht das nicht?

Leider fand ich bei Google nichts.

mfg Alf
 
Es dürfte nicht funktionieren, bzw. werden wahrscheinlich alle aufwachen, wenn auf das Volume zugegriffen wird, da bei JBOD nur ein einziges Volume existiert, das sich über die Gesamtkapazität aller HDDs erstreckt. Das Volume wird als ganzes angesprochen und das Betriebssystem weiß vorher nicht, auf welcher HDD der Zugriff stattfinden wird.
 
Alf2000 schrieb:
Ich bin dabei mir ein NAS einzurichten. (Ob fertig NAS oder selber bauen überlege ich noch)
Wie kann man am Einrichten sein, wenn die HW nicht nicht einmal feststeht? Du bist wohl eher am Planen, oder?
Alf2000 schrieb:
JBOD mit z.B. 4 HDDs oder mehr.
JBOD ist leider kein eindeutiger Begriff, da gibt es die Variante so jeder LW sein eigenes Filesystem und damit im NAS wohl auch seine eigene Freigabe hat und die des übergreifenden Volumen über alle Platten hinweg (auch BIG genannt), bei der dann wohl gilt was SilenceIsGolden geschrieben hat. Generell gehen HDDs in aller Regel nicht selbst in den Standby, sondern werden geschickt, bei internen HDDs nur vom OS, bei USB Platten ggf. auch vom USB-SATA Bridgechip.

Bedenke bei der Auswahl das auch in Standby die Power-On Hours weiterzählen, aber bei 4 HDDs im Gehäuse kommen sowieso nur NAS Platten in Frage, wenn Du nicht vorzeitig Probleme bekommen möchtest.
 
Danke für die schnellen Antworten :)

@SilenceIsGolden
Das hab ich mir fast schon gedacht :(

@Holt
Wie kann man am Einrichten sein, wenn die HW nicht nicht einmal feststeht? Du bist wohl eher am Planen, oder?

Habe schon WD Reds die ich verbauen werde. (Aus meinem alten HTPC (Windows OS) )
Da hatte ich alle Festplatten einzeln angesprochen.

Nach langem suchen hab ich mich für 2 mögliche Varianten Entschieden:
1. QNAP TS-451+
+ Sehr Leise
+ Gutes OS und viele Apps
- 4 HDDs (Wenn mehr HDDs dazukommen müsste ich noch eins kaufen)

2. Nas Selber Bauen
+ Sehr Leise
+ Leicht erweiterbar mehr als 4 HDDs
+ OpenMediaVault
- Mehr aufwand ;)

Raid will ich eigentlich nicht da ich die Performence nicht brauche,
und ich den Energieverbrauch sowie die Lautstärke so gering wie möglich halten will.
Die wichtigen Daten sind durch Backups gesichert.

Schön fände ich wenn ich wie bei JBOD oder BIG einfach alle Festplatten zu einem grossen Logischen Laufwerk zusammen legen, oder so im Netzwerk darstellen könnte und nur die Festplatte Aktiv ist die gerade lesen oder schreiben muss, und die anderen schlafen.

Gibt es überhaupt eine möglichkeit das zu bewerkstelligen?

mfg Alf
 
Wie wäre es mit so einem Microserver, statt Selbstbau? Dann hat man auch ECC RAM dabei. Hier findest Du weitere Informationen über den und in dem Forum auch Sammelthreads zu dessen Vorgängern. Bedenke aber, dass Du beim Wechsel der unter Windwos Formatierten Festplatten auf Linux, egal ob Fertig-NAS oder Selbstbau mit fertiger Distribution wie OpenMediaVault, sehr wahrscheinlich die Daten auf den Platten verlieren wirst! Die NAS Distributionen arbeiten intern alle mit Linux Filesysteme und unterstützen NTFS in aller Regel nur für externe USB Laufwerke, da diese ja als Backupmedien gedacht sind. Nicht das es nach dem Umbau der Platten und dem Einrichten des NAS dann die Frage gibt, wo sind meine Daten?
 
Die Microserver hatte ich mir auch schon angeschaut, aber für meinen einsatz zweck ist die QNAP TS-451+ oder der selbst bau besser geeignet. Wichtig ist das es leise ist und nebenbei noch Strom spart, daher auch die frage wegen dem Ruhemodus mit den Festplatten.

Bei https://www.technikaffe.de und https://nas-selber-bauen.de gibt es auch schöne zusammenstellungen für Nas selbstbau mit und ohne ECC speicher. Da ich aber das Nas nicht 24/7 laufen lasse und ich von den wichtigen Daten Backups mache wäre ECC nett aber denke nicht zwingend notwendig.

Hab mir schon dieverse zusammenstellungen angeschaut, auch schon überlegt ob ich ZFS einsetzen soll, da wäre dann ECC wichtig. Aber für den Heimgebrauch finde ich, ist das dann schon fast ein Overkill :)

Raid 5 mit jeweils 3 HDDs war auch ein gedanke (selbstbau), dann würden pro array nur 3 platten laufen und die anderen schlafen. nachteil: Raid 5 mit 3 HDDs ist meiner meinung nicht wirklich sinnvoll wenn man platz für mehr HDDs hat und büsst pro array immer 1 hdd ein. Das wäre dann nicht das gelbe vom ei :)

Ich versuche langfristig zu planen, da in zukunft sicher mehr daten dazu kommen, will ich auch einfach erweitern können, und weils für den heimgebrauch ist auch nur die platten online haben die gerade gebraucht werden und die anderen sollen schlafen.

Habe gehoft es würde vielleicht mit JBOD / BIG funtionieren.
 
Ob RAID 5, JBOD als einzelne Volumen oder JBOD als BIG (ein übergreifendes Volumen / Filesystem über alle Platten) musst Du wissen, vergiss aber nicht, dass bei BIG die Datensicherheit nicht besser als bei RAID 0 ist, bei Ausfall einer Platte sind alle Daten verloren und allenfalls die Chance besser noch etwas zu retten.

Auch sollte man die UBER nicht vergessen, HDDs arbeiten eben nicht 100%ig perfekt und können zuweilen Daten nicht mehr lesen, wie häufig damit zu rechnen ist ohne das die HDD ihre Spezifikationen verletzt, geben die Hersteller mit der UBER (unrecoverable bit error rate) an, die bei HDDs meist 1:10^14 beträgt, bei einige auch 1:10^15. 1:10^14 bedeutet, dass man je etwa 12TB gelesener Daten mit einem Lesefehler (HDDs geben gewöhnlich Lesefehler aber keine korrupten Daten aus, wenn sie einen Sektor nicht mehr korrekt lesen können, auch wenn sich das bei den Fans von ZFS oft anderes liest) rechnen. Die sieht man dann auch in den S.M.A.R.T. als schwebenden Sektor und sage mir keiner der sich intensiver mit den S.M.A.R.T. Werten von HDDs beschäftigt, er habe noch nie einen gesehen.

Der arbeitet dann wohl immer nur mit HDDs in RAIDs, also echten RAIDs mit Redundanz, denn dort sind schwebenden Sektoren in der Tat eigentlich nie zu sehen, da die RAID Controller/SW dann die Daten aufgrund der Daten der anderen Platte rekonstruiert und den betroffenen Sektor der Platte überschreibt, worauf hin deren Controller prüft ob die neuen Daten (die eigentlich den alten entsprechen) nun korrekt fehlerfrei gelesen werden können und den Sektor ggf. durch einen Reservesektor ersetzt, in jedem Fall aber nicht mehr als schwebend markiert.

Bei einem RAID merkt der Anwender nichts davon, außer der Verzögerung, die Platten versuchen ja eine zeitlang einen kritischen Sektor doch noch erfolgreich zu lesen, bevor sie dies aufgeben. Ohne Redundanz merkt man aber jeden Lesefehler sofort, denn das Programm welches den Lesebefehl abgeschickt hat, bekommt diese gemeldet und sollte ihn an den User weiterreichen, damit der weiß das die Datei nicht korrekt eingelesen wurde und nicht etwa halbwegs gelesen Datei einfach angezeigt bekommt und dann wieder speichert ohne etwas vom Problem zu bemerken, was dann zu entsprechender Datenkorruption führen würde.

Ein echtes RAID mit Redundanz kostet zwar die eine Platte (bei nur insgesamt ist das wirklich relativ viel), hat aber auch durchaus Vorteile die vielen Usern auf den ersten Blick gar nicht auffallen.
 
Stimmt ein Raid mit Redundanz hat auch vorteile. Meine hoffnug war es, ein leises und stromsparendes system, das die laufwerke zusammen fast aber dennoch nur die hd aktiv ist die zugriffe hat. Wenn das mit JBOD oder BIG möglich gewesen wäre hätte ich das so gemacht.

Werde nun halt ein Raid 5 machen mit 4 oder 5 Hdds (besser als 3), wenn ich schon alle laufen lassen muss macht 1 oder 2 platten (ca. 5 oder 10 watt) mehr auch nichts aus :)

Muss mir nun nur noch gedanken über die lautstärke machen und ob ich selber baue oder mir ein fertig Nas zu legen werde. :cool_alt:
 
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