Heimserver / NAS im Eigenbau

Peppler

Cadet 4th Year
Registriert
Sep. 2009
Beiträge
78
Ich will mir einen kostengünstigen Heimserver oder eine NAS gerne selber zusammenstellen.

Einsatzgebiet:
- Hauptsächlich (Medien)speicher (MP3 und HD-Videos), die Medien sollen dann über einen HTPC mit XMBC am TV wiedergegeben werden.
- Druckserver für einen Canon Pixma MP610

Das Gerät muss nicht 24/7 laufen. Es wird nur benötigt wenn ich einen Film sehen/Musik hören will (kommt nicht jeden Tag vor) oder neue Daten ablegen will.
Ich ziehe nächstes Jahr in ein neues haus, wo ich mich bisher mit der Verkabelung schwertue.
Eventuell habe ich nicht die Möglichkeit, den HTPC per Kabel ind Netz zu bringen.
Der Heimserver / NAS wird wohl über Gbit-Lan angeschlossen sein.
Kann es da beim Streamen Probleme geben?

Zugriff erfolgt mit einen Windows XP Laptop, einem Windows 7 Laptop und hauptsächlich über einen PC (Ubuntu 11.10).

Wieso kein Fertigsystem?
Grundsätzlich habe ich kein Problem mit einer Fertig-NAS.
Ich denke aber, das ich mit einem Eigenbau flexibler bin, gerade was die Softwareseite angeht (Webserver, MySQL-Server, etc ...)
Und gerade das basteln macht mir bei sowas Spass (Soft- und Hardware).
Leider bin ich hardwaretechnisch nicht gerade auf dem neusten Stand und bräuchte deshalb ein paar Tipps.

Das Gehäuse müsste einfach nur praktikabel und nicht hübsch sein. Da investier ich doch lieber etwas mehr in eine vernünftige Netzwerkkarte.

habe ich mit einem HTPC mittels XMBC die Möglichkeit, per Wake on LAN die Kiste aufzuwecken? Wenn ja, würde auch ein weniger stromsparendes Modell in Frage kommen, da es, wie gesagt, nicht immer an sein muss.
 
Was würdest du den ausgeben wollen??
Und wv Speicher bzw. Festplatten brauchst du?
 
Ich würde mit 2 Festplatten starten (2 x 2 TB).
Beim Preis habe ich leider keine Vorstellung.
Wo fängt es an und welche Abstriche muss ich in den unteren Preisregionen machen?
 
Also bezüglich der Anbindung kommt beim HD-Filme schauen nur GBit Lan ins Frage.

Zu Hardware: es reicht schon ein P4 mit 1-2GB Ram.
Die Festplatten können ruhig Eco Green sein. Es kommt nur drauf an ob dieser NAS Silent sein muss oder nicht. Und darauf musst du entsprechend das Gehäuse und Hardware ausrichten. Ein Raid 5 wirst du dann nicht brauchen. Den Rest kannst du dir eben kostengünstig zusammentragen.
Aber für dein Vorhaben brauchst du defenetiv keine Neuware.
 
Streamen klappt prinzipiell eigentlich ganz gut, ich hab allerdings die Erfahrung gemacht, dass es hin und wieder zu Rucklern kommen kann auch im GB Netzwerk.

Deshalb hab ich mir eine Kombination aus HTPC und Nas gebaut.

CPU: Intel Core i3-2100T
Board: ASUS P8H67-I
RAM: 4 GB DDR3-1333 Kingston
Kühler: Scythe BIG Shuriken
HDD: 2x 2TB WD Green ( Raid 1 ) 4x 2 TB WD Green ( Raid 5 )
Case: Fractal Design Array R2 300W
OS: Windows Home Server 2011 + XBMC

Von Dingen wie ATOM Board würde ich abraten, vorallem wenn du wirklich Streaming nutzen willst, das geht auf die CPU.

Größtest Problem ist aber wohl, dass z.Z. die Festplattenpreise sich verdoppeln wegen der Flut in Tailand.
Platten werden vor aller vorrausicht nach erst ab ca. März wieder günstiger.
 
Zuletzt bearbeitet:
Stromverbrauch eines eigenen/selbstbau NAS-Server ist glaub ich nicht zu unterstätzen;

Persönlich hätte ich die AMD Fusion Plattform herangezogen, die bisschen performanter ist als die Intel Atom mit Nvidia ION2;

Festplatten größe kann halt via externer USB-Platte noch erweitert werden; Wie siehts mit Datensicherheit aus? Also soll es auch Backup Server sein?

Preis ca 260 - 280 Euro ::
1 x Samsung Spinpoint M8 1000GB, SATA II (HN-M101MBB)
1 x Transcend JetRAM SO-DIMM 4GB PC3-10667S CL9 (DDR3-1333)
1 x Foxconn Nettop nT-A3500
 
Zuletzt bearbeitet:
Nein, für Backups habe ich ext. USB Platten.

Am meisten beschäftigt mich gerade die Frage, wie ich von NAS zum HTPC streamen soll, sobald ich umgezogen bin.
Die möglichkeit mit einem Kabel kann ich fast ausschließen. :/
Und die NAS im Wohnzimmer unterm TV ... ich weiss nicht.
Dann muss ich ja auch die Daten vom PC auf die NAS bekommen und der steht widerum im 2. Stock. :D
 
Weißt du schon welches OS auf dem Heimserver laufen soll?
Bei dir könnte sich aufgrund deines Nutzungsverhaltens ein Windows Home Server mit dem Plugin Lights-Out rechnen.
Das sorgt dafür das der Heimserver immer nur dann aus dem Standby aufgeweckt wird wenn du darauf zugreifst. Danach wird er nach einer festgelegten Zeit wieder schlafen gelegt.
 
Wenn du keine Kabel ziehen kannst, dann kannst du entweder WLAN oder über Stromnetzadapter arbeiten.

Da würde ich aber versuchen eher mit Repeatern das WLAN auszubauen.

Streamen musst du ja eigentlich net, wenn du die Platten vom NAS auf deinem Client mappst, kann du die ja direkt ansprechen, auch über XBMC
 
@Kappoggo:WHS klingt sehr interessant. Aus persönlichem Interesse würde ich lieber ein Unixbasierendes OS einsetzen. Ubuntu-Server z.B.
Das Lights-Out Plugin klingt aber genau nach dem wasi ch will und scheint mir einfach zu handeln zu sein.

@Spaxgeco: jetzt wo du es sagst. Das würde bedeuten das ich deutlich weniger Rechenleistung benötige.
Die CPU sollte allerdings noch so viel Leistung haben, das sie den Netzwerktraffic bewätigen kann.
WLAN (n-Standard) sollte also locker ausreichen meinst du?

Was würde sich in dem Fall eher anbieten? ATOM oder AM Fusion?
 
Ich habe mir vor ein paar Monaten selber einen Homeserver zusammengebaut. Da habe ich folgende Hardware verwendet:

http://geizhals.at/eu/?cat=WL-143296

Ich wollte einen sehr stromsparenden Rechner. Im Betrieb verbraucht er inkl. Festplatte ca. 50W denke ich (muss nochmal auf die USV schauen). Der nackte Rechner sollte so 25-30W verbrauchen. Gibt sogar Leute die Ihre Intel Kiste undervoltet haben und dann auf ziemlich genau 20W gekommen sind (gibt viele gute Threads dazu im Forum).

Ganz billig war die Hardware natürlich nicht, AMD wäre billiger gewesen denke ich.

Mir war noch besonders wichtig das die Kiste automatisch aufwacht wenn ich meinen HTPC mit XBMC anwerfe und sich danach auch wieder schlafen legt. Deswegen habe ich den Windows Home Server gekauft und installiert. Dazu das Addon LightsOut und es funktioniert genau wie ich mir das vorstelle.

Ich mache meinen HTPC an (welcher im Standby ist) und 2 sec später ist XMBC da und der WHS im Büro wacht lautlos auf. Wenn ich den HTPC wieder in den Standby schalte geht nach ein paar Min der WHS auch wieder aus.
Da beide mit Win7 laufen habe ich eine Homegroup eingerichtet aber die Freigegenen Ordner als virtuelle Laufwerke eingebunden und in XMBC also Laufwerk X z.B. gemountet.

Ich habe extra ein Kabel verlegt da WLAN mit 54mbit/s nicht schnell genug ist für FullHD Filme, da musst du dann auf jeden Fall entsprechende WLAN Karten + Router benutzen. Ich komme mit meinen 54mbit/s WLAN auf so ca. 2.5MB/s (auch wenn es mehr sein sollten) übertragungsrate, das reicht nicht. Manche Filme brauchen einfach mehr. Mit Gigabit hab ich natürlich keine Probleme, auch 100 Mbit/s sollten reichen.

Was in meiner Auflistung nicht dabei ist, sind noch externe Backup Festplatten, wobei ich nur wichtige Daten auf eine externe 2TB Platte sichere. Intern werkelt ein Raid5 aus 5 Festplatten am Intel Controller des Mainboards + eine einzelne 2TB Platte für das System und andere temp. Daten. Ich habe mir dazu noch eine USV besorgt da nach einem Stromausfall eventuell das Raid neu aufgebaut werden muss was bei mir so 3-4 Tage gedauert hat. Wenn in dieser Zeit noch ein Stromausfall kommt ist es halt kacke :)
Nun hab ich eine 7.x TB Partition für die Filme.

FreeNAS oder Openfiler kamen für mich alle nicht in Frage da man die zwar mit Wake-On-Lan wecken kann, die sich aber nicht selber wieder schlafen legen. Der WHS hat auch noch andere Vorteile.

Intel Atom sollte zwar für reines NAS reichen, aber find mal ein Board mit vielen SATA Ports und Raid Funktionialität. Ich hab lieber eine richtige CPU genommen, da hab ich noch genug Reserven für andere Sachen die der WHS übernehmen kann.
 
Mit Unix kenn ich mich kaum aus, aber möglicherweiße gibts dafür auch entsprechende Software die wie Lights-Out arbeitet. Einfach mal googeln.
Wenn du was findest schreibs bitte hier rein. Würd mich auch interessieren ;)
 
Peppler schrieb:
Ich will mir einen kostengünstigen Heimserver oder eine NAS gerne selber zusammenstellen.
Einsatzgebiet:
- Hauptsächlich (Medien)speicher (MP3 und HD-Videos), die Medien sollen dann über einen HTPC mit XMBC am TV wiedergegeben werden.
- Druckserver für einen Canon Pixma MP610
Wenn keine direkten Kodierungs- bzw. Grafikansprüche an den Server gerichtet werden, lang ein ATOM 2-Kerner mit Linux als Betriebssystem. Wenn es ein Windows-Betriebssystem sein soll, dürften die Anforderungen an den Prozessor größer sein. (Ich selbst habe ein kl. Linux Server mit Atom-Prozessor als Datengrab, auf den 5 Rechner zugreifen - Ubuntu mit Samba + Twonkey Media Server - läuft ohne Probleme).

Peppler schrieb:
Der Heimserver / NAS wird wohl über Gbit-Lan angeschlossen sein.
Kann es da beim Streamen Probleme geben?
Gbit-Lan reicht. Bei WLAN hast Du Probleme, den Server via WakeOnLan wieder auf zu wecken.

Peppler schrieb:
Wieso kein Fertigsystem? ...
kein Problem. Die Hardware wird teuer, wenn der Rechner leise werden/sein soll.
Gruß
doraberta
 
Also da ich ja nicht wirklich streame, kann ich über einen Intel Atom nachdenken?
Oder sollte ich mich lieber an Vorschlägen wie dem Bauvorschlag in der aktuellen CT orientieren?
 
ich stand genau vor dem selben problem. ich hab mir einen heimserver zusammen gebaut auf basis einer D525 Atom CPU. 4GB RAM und Samsung SSD als system platte. Zum streamen reicht das system völlig aus. mein poppy spielt alles ruckelfrei ab. Allerdings wenn du mal was konvertieren willst, wie zB eine mkv File über Air Video Server fürs ipad/iphone reicht die Leistung nich aus. Ich werde demnächst auf einen i3 umsteigen. Betriebssystem hab ich auch den WHS 2011. Das Add In Lights Out ist sehr zu empfehlen!
 
Der Vorschlag in der ct basiert auf einem Celeron G530 und als Mainboard Inten DB65AL.

Über den Fusion habe ich auch nachgedacht, da kann ich aber auch den D525 nehmen.
Wobei mir beides ein wenig schwach auf fer Brust zu sein scheint. ;)

Ein i3 (2100 z.B.) ist schon eher das was ich suche, aber auch deutlich teurer.
Welches MB würdet ihr für den i3-2100 empfehlen? Sollte möglichst energieeffizient sein.
 
Ähm der E-350 Fusion ist etwas performanter als der Atom D525 (siehe Notebookcheck) und für File-/Print-Services müsste der doch locker ausreichen; Wenn auch ein kleiner Webserver draufläuft ist auch nicht so wild oder willst du ne riesen DB dranhängen die vom Internet aus massiv genutzt wird?

Ok -- Wenn Strom nicht wirklich eine Rolle spielt, dann fährt man mit dem i3-2100 wirklich um einiges besser und man hat genügend Leistungsreserven;
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben