Hinweis und Einwilligung/Berechtigtes Interesse (DSGVO)

sussi88

Lieutenant
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Nov. 2018
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754
Habe mir jetzt ein Online-Forumular zusammengebaut. Kontaktformular und Fragebogen in einem :)
Kontaktdaten sind Pflichtfelder, alle anderen Angaben im Fragebogen sind freiwillig.

Gibt ja ein paar nette Anbieter wie Jotform, Hubspot, etc.

Am Ende fand ich: Hinweis und Einwilligung/Berechtigtes Interesse (DSGVO) und frage mich, ob ich das aktivieren soll?

Die beiden Textoptionen überfordern mich gerade (inhaltlich) und würden mich als Leser (Formularausfüller) eher Abschrecken als Vertrauen erwecken.

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ODER

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Die Texte kann ich beliebig anpassen. Denke ich sollte statt "wir" erstmal "ich" schreiben. Eine Datenschutzrichlinie habe ich nicht.
Was empehlt ihr mir?
 
Warum setzt du nicht auf Ehrlichkeit und formulierst es mit eigenen Worten?

Solche Texte sind für mich wie heiße Luft.
Jeder schreibt immer und überall "Datenschutz ist uns wichtig", "Wir respektieren ihre Privatsphäre", blabla und die Fakten am Ende sind, dass auf Datenschutz ge.... wird und die Privatsphäre mit Füßen getreten wird, weil man dem Nutzer nur das sagt, was er hören will und trotzdem sein eigenes Ding macht: Daten sammeln, verarbeiten, verkaufen.

Und weil diese Texte wie 1.000.000 Copy & Paste aussehen, wirken die so, als hätte selbst der "Kopierende" kein Interesse an all diesen Dingen und hat aus Faulheit einfach den Standard Text übernommen, der sowieso überall steht.
 
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Empfehlung:
DSGVO lesen und vergleichend das deutsche Datenschutzgesetz. Wenn du darauf kein Bock hast, externen Datenschutzbeauftragten bestellen der dich berät. Die erste Option ist dabei gar nicht so schlecht, für einen Rechtstext ist die DSGVO geradezu leicht bekömmliche Prosa. Die zweite Option ist teuer, es gibt zwar günstige Anbieter, die liefern aber meist nur schlecht passende bis falsche Textblöcke und keinerlei brauchbare Beratung/Erklärung.


Die beiden Texte von dir, solang du nicht beschreibst Wer welche Daten du zu welchem Zweck erhebt, ist kaum abzusehen ob deine Textblöcke passen oder nicht. Um Art. 13 ff der DSGVO zu erfüllen wäre das so oder so recht praktisch, eine solche Übersicht zur Hand zu haben..
 
sussi88 schrieb:
...
Eine Datenschutzrichlinie habe ich nicht.
Was empehlt ihr mir?
lass' es bleiben oder hole dir wirklich professionelle Hilfe!

hast du denn ein Löschkonzept? Die Daten werden nach aktuellen technischen Stand geschützt? Du kannst innerhalb der geforderten Frist auf eine Datenauskunftsanfrage antworten? Usw. usf.
 
sussi88 schrieb:
Eine Datenschutzrichlinie habe ich nicht.
Die brauchst du aber, wenn du persönliche Daten verarbeitest. Entweder solltest du auf die Erhebung persönlicher Daten verzichten, oder du solltest, wie schon gesagt wurde, dir professionelle Hilfe suchen. Es gab nicht erst einen Fall in dem auch Privatleute zu Strafen verdonnert wurden, weil der Datenschutz nicht gepasst hat.
 
@CptCupCake
Ja da hast Du recht, aber ich bin eine einzelfirma und neu im Business und werde garantiert keine Daten verkaufen oder missbrauchen! Ich meine es wirklich ehrlich mit dem Datenschutz.
Aber das meine ich ja auch ... der Text klingt wie überall ... und schreckt eher ab.
Und weil ich eben interessiert bin ... frage ich euch hier ... und kopiere nicht einfach :)
Ergänzung ()

oh je ... das klingt ja nicht gut. betreibe das nur nebenberuflich ... hab auch kein Geld mir professionelle Hilfe zu holen.
Wie machen denn das kleine Handwerksbetriebe, oder die selbständige Putzfrau, wenn diese auf Ihrer Website ein Kontaktformular hat?
Von solchen kleinen Leuten kann man doch sowas nicht verlangen!!!
Was mache ich jetzt?
Ergänzung ()

burglar225 schrieb:
Entweder solltest du auf die Erhebung persönlicher Daten verzichten,
aber wenn ich ein Kontaktformular anbiete, erhebe ich persönliche Daten um den Besucher antworten zu können.
 
Zuletzt bearbeitet:
sussi88 schrieb:
aber wenn ich ein Kontaktformular anbiete, erhebe ich persönliche Daten um den Besucher antworten zu können.
Völlig richtig. Anders gesagt: Biete kein Kontaktformular an.
Es wurde ja auch schon gesagt, dass die DSGVO und die deutsche Umsetzung ansich kein Hexenwerk ist. Ich bin auch kein Jurist, würde von mir aber behaupten, zumindest recht genau zu wissen, was Sache ist und die nötige Dokumentation zu verfassen. Was ich damit sagen will ist, mit etwas Eigeninitiative kann man das durchaus auch selbst meistern. Aber das ist definitiv kein Thema, das du einfach ignorieren solltest. Leider gibt es da draußen einige Arschlöcher...
 
Die Angaben in dem Fragebogen sind ja kein Zwang, sondern freiwillig. Warum muss ich mich an die dsgvo halten, wenn leute auf meine Website gehen, mein Kontaktformular (inkl. Fragebogen) aufrufen und mir freiwillig Ihre Infos schreiben?
Die Kunden wollen ja was von mir. Keiner zwingt sie mich zu kontaktieren und mir Ihre daten/geschichte zu erzählen.
 
sussi88 schrieb:
aber wenn ich ein Kontaktformular anbiete, erhebe ich persönliche Daten um den Besucher antworten zu können.
und dann musst du ihn auf deine Datenschutzrichtlinien hinweisen (können)!
und du musst das per Double-Opt-In bestätigen lassen, ok, "Gesetz" ist das nicht direkt aber "quasi"...

ich bin kein Jurist aber habe immerhin ein TÜV Zertifikat zum Datenschutzbeauftragten und bin mir trotzdem (oder gerade deshalb!!!) nicht 100% sicher, ob ich das so aus dem Stegreif hinbekommen würde.

die Einwilligung ist sicherlich ein wichtiger Teil aber bei weitem nicht alles worauf du zu achten hast, ein paar Dinge habe ich ja schon genannt.

deine Konkurrenz und Abmahn-Anwälte werden sich die Hände reiben, wenn sie dich wegen winziger Stockfehler in die Pfanne hauen können.

und im Falle das wirklich etwas "schief geht": bis zu 20 Mio.€ oder 4% des Jahreseinkommens (was höher(!) ist)...
Ergänzung ()

sussi88 schrieb:
Die Kunden wollen ja was von mir. Keiner zwingt sie mich zu kontaktieren und mir Ihre daten/geschichte zu erzählen.
oh man, jetzt zeigst du aber ganz deutlich, dass du den Sinn der DSGVO/GDPR nicht wirklich verstanden hast!
DU bist verpflichtet, mit den Daten entsprechend der Regularien umzugehen!!!
und da gehört schon dazu, die Betroffenen bei der Erfassung entsprechend zu informieren.
 
sussi88 schrieb:
Kontaktdaten sind Pflichtfelder
vs.
sussi88 schrieb:
Die Angaben in dem Fragebogen sind ja kein Zwang, sondern freiwillig.
Du widersprichst dir.

Abgesehen davon musst du IMMER beim Verarbeiten persönlicher Daten eine Datenschutzerklärung abgeben und eine entsprechende Richtlinie dokumentiert haben. Dabei ist es völlig irrelevant, ob die Daten "unter Zwang" erhoben wurden. Denn sie wurden erhoben und nur darum geht es.
 
gilt die dsgvo nur für schriftliche Datenerhebung oder auch für mündliche, z.B. in einer Befragung/Beratung?

gilt die dsgvo auch, wenn Besucher meine Website mich über meine Mailadresse kontaktieren und ich Ihnen einen Fragebogen als pdf zumaile?

ich habe den Text jetzt mal nach meinem Gefühl angepasst, damit es auch nicht so nach blabla klingt.


xxx verpflichtet sich, Ihre Privatsphäre zu schützen und zu respektieren. Ich verwende Ihre persönlichen Daten nur zur Verwaltung Ihres Kontos und zur Bereitstellung der von Ihnen angeforderten Dienstleistungen. Eventuell möchte ich Sie (maximal 2x/Jahr) über interessante Produkte/Dienstleistungen zum Thema informieren. Wenn Sie damit einverstanden sind, dass ich Sie zu diesem Zweck kontaktiere, aktivieren Sie bitte das folgende Kontrollkästchen.

Ich stimme zu, andere Benachrichtigungen von xxx zu erhalten.

Um Ihnen die gewünschte Dienstleistung bereitzustellen, muss ich Ihre persönlichen Daten speichern und verarbeiten. Wenn Sie damit einverstanden sind, dass ich Ihre persönlichen Daten für diesen Zweck speicher, aktivieren Sie bitte das folgende Kontrollkästchen.

Ich stimme der Speicherung und Verarbeitung meiner persönlichen Daten durch XXX zu.


Zur Verwaltung Ihres Kontos muss noch raus, da die potentiellen Kunden kein Konto (mit Login, usw.) bei mir haben. Da ich nur eine Dienstleistung verkaufe (Beratung) gibt es auch kein Kundenkonto, wo Warenverkehr, etc. ersichtlich ist.

Was heisst muss ich Ihre persönlichen Daten speichern und verarbeiten ?
Was ist denn mit verarbeiten gemeint. Muss ich ja gar nicht. Oder?
 
Es tut mir Leid, aber das geht jetzt wirklich zu weit. Das Thema is bei weitem zu umfangreich, um an dieser Stelle in seiner Gänze besprochen zu werden. Dein letzter Beitrag ist in jedem Fall nicht mal ansatzweise ausreichend.
Bitte informiere dich selbst (umfassend!) oder lasse dich im besten Fall von einem Fachmann beraten.
Die DSGVO kommt immer dann zum Tragen, wenn persönliche Daten erhoben werden, völlig unabhängig davon, wo das geschieht. Ausnahmen sind lediglich Behörden und Polizei, sowie die Schufa und GEZ. Gibt bestimmt noch ein paar andere, aber das sind so die wichtigsten.
 
ja aber es muss doch eine Grenze geben .... wenn Besucher meiner Website mich anmailen, und ich ihnen zurückmaile, sie sollen mir schreiben, für welches Thema sie sich interessiern ... dann frage ich ja auch schon Daten ab ... das kann doch jetzt nicht alles unter die DSGVO fallen.

ok, dann noch einfacher:

xxx verpflichtet sich, Ihre Privatsphäre zu schützen und zu respektieren. Ich verwende Ihre persönlichen Daten nur zur Bereitstellung der von Ihnen angeforderten Dienstleistung.

Um Ihnen die gewünschte Dienstleistung bereitzustellen, muss ich Ihre persönlichen Daten speichern
Wenn Sie damit einverstanden sind, dass ich Ihre persönlichen Daten für diesen Zweck speicher, aktivieren Sie bitte das folgende Kontrollkästchen.

Ich stimme der Speicherung meiner persönlichen Daten durch XXX zu.

Ergänzung ()

wie machen denn das Handwerksbetriebe? Wenn Kunde Dachdecker anmailt, Dachdecker mailt zurück und fragt was ist kaputt, usw. da fliessen ja auch daten
kann einem doch keiner erzählen das Ein-Mann-Firmen einen Datenschutzbeauftragten haben und wenn nicht risiko laufen auf 20 mio verklagt zu werden
 
Mir ist hier dieses Gezerre um die DSGVO zu hoch.
Klingt toll, wir verwahren und gegen Abmahndisnste… (Oh, da kam Markchen dazwischen.)

Warum steht da nicht als Hinweis, dass man sich ans BGB und das StGB hält, HGB gleich noch mit dran? Für mich ist es selbstverständlich, dass alle Gesetze eingehalten werden. Ob ich sie benenne oder nicht.
Und wenn ich mich nicht dran halte trage ich Konsequenzen, egal was da steht.

Diese Abhakluftblasen sind sind so glaubwürdig wie [je nach Lust und laue einzusetzen] und gehen mir einfach nur auf den Keks.

CN8
 
Die EU DSGVO gilt immer dann, wenn du personenbezogene Daten verarbeitest. Lies doch erst einmal das Gesetz, das ist kein Hexenwerk. Dann google Informationspflicht nach Artikel 13 EU DSGVO, dann google das Ganze noch einmal für den Bundesland zieh dir das Muster des Landesdatenschutzbeauftragten.

Für dich wahrscheinlich maßgeblich sind Artikel 6 (1) a Freiwilligkeit oder 6(1)b zur Anbahnung eines Vertrages.
 
sussi88 schrieb:
ja aber es muss doch eine Grenze geben [...]
Hatten wir eigentlich schon den Vorschlag, dass du die DSGVO einfach mal liest? Könnte ja sein, dass da in den ersten Artikeln der Wirkungsbereich sowie Begriffsdefinitionen stehen -.-

Und du meinst es nicht ernst mit dem Datenschutz. Denn anstatt dir Gedanken darüber zu machen wie du mit Daten umgehst (was die DSGVO erzwingt), dies dokumentierst und den betroffenen dies transparent machst willst du irgendwelche Texte für die Fassade.
 
@Piktogramm
Wenn ich verstehen würde, was ich in der DSGVO lese, dann würde ich sicherlicht hier nicht fragen. Mann oh Mann. Glaubst Du echt, wenn ich die DSGVO verstehe würde, komme ich hierher, stelle Fragen, damit mir jemand wie Du denn Tipp gibt, lies mal die DSGVO.
Was hast Du für Gedankengänge???

Und was ich meine ... davon hast du am allerwenigsten Ahnung !!! Also hör auf hier Mutmassungen anzustellen, sondern frage mich einfach. Wenn Du aus Deiner Kristallkugel zitieren willst, ist das hier das falsche Forum.

Ich meine es ernst mit dem Datenschutz und würde nie Daten weitergeben oder verkaufen. Das sind meine Kunden!!! Ist der Ruf erstmal ruininiert ... usw.
Nur habe ich keine Lust auf Abmahnanwälte die mir was unterstellen, weil mir irgendwas bei der Datenabfrage fehlt. Ganz einfach Frage.
 
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