Hitzetod

Du hast nach dem Datenverlust gefragt. Die SSD wird vermutlich viel früher ausfallen. Das schwächste Glied in der Kette zählt, und das werden nicht die NANDs sein. Keramikkondensatoren z.B. sind oft nur bis 85°C bzw. 105°C ausgelegt. Es gibt natürlich auch weit bessere, die werden aber nicht eingesetzt wenn die Spezifikation nur 85°C verlangt. Jeder tausendstel Cent der eingespart werden kann, wird auch eingespart. Auch ist in einem normalen Betrieb nicht davon auszugehen, dass sich alle Bauteile gleichmäßig erwärmen. Wenn so eine SSD bei beispielsweise 90°C anfängt mit Throttling, dann wird bei höchstens +10%, also ca. 100°C, bestimmt die Zerstörungsgrenze der SSD erreicht sein.
Ergänzung ()

Der Chip war nicht in Betrieb. Es ging um die Storage-Leistung (also dem Datenerhalt).
 
Vindoriel schrieb:
Dann hast Du andere Probleme als eine knusprig gebratene SSD...

das ist schon klar :)
mich würds eben nur mal interessieren, ob in so einem Fall die Daten hinüber wären oder nicht.

Hausbrand ist auch nicht gleich Hausbrand.

fackelt die ganze Bude stundenlang vor sich her ist es eine Sache, aber brennt der PC nur kurz und wird rechtzeitig gelöscht, wie sieht es dann aus?
Ergänzung ()

Drakonomikon schrieb:
Du hast nach dem Datenverlust gefragt. Die SSD wird vermutlich viel früher ausfallen.

Das man das Teil nach dem Brand nicht mehr benutzen kann, davon bin ich ausgegangen.
hmm solange man die Daten danach irgendwie auswerten kann, hat das Gerät seinen Zweck erfüllt.
Dass es während des Brandes keine neuen Daten verarbeitet, davon bin ich auch ausgegangen.


ok wenn der Chip nicht in Betrieb war, kann dass die hohe Temperatur erklären... :(


hmm, dann bin ich wieder am Anfang...
 
Zuletzt bearbeitet:
Nein bist Du nicht. Steht oben alles bestens erklärt?

Der Betrieb wird vrmtl irgendwo um die 90°C eingestellt.

Datenverlust dürfte bei 150°C eintreten.
Ist eine SSD (Solid State Disk/Drive, die Disk. Das Drive. Aber nie Der. Oder kurz auf IT: „Die Platte.“ ;) ) in Betrieb und Du feuerst währenddessen den Rechner an, dann wird die SSD bei 90°C den Betrieb versagen und die Datenintegrität irgendwo bei 150-160°C verlieren.

Was spukt dir denn jetzt noch im Kopf rum? Was passiert, wenn in der Nachbarschaft ne Atombombe hochgeht?
Warum interessiert dich das so brennend?
 
Zuletzt bearbeitet:
MrDeter schrieb:
heist es, dass in jedem SSD ein NAND verbaut ist?
NANDs sind die Speichermedien in fast allen SSDs, in den Intel Optane ist ein anderes Medium, 3D XPoint genannte und die allerersten SSDs die überhaupt gab, was mit DRAM bestückt, aber solche gibt es heute wohl nicht mehr. SSDs bedeutet um Prinzip nur, dass es ein Massenspeicher ist in dem sich eben keine Magentplatte drehen, in dem also keine Mechanik steckt, sondern wo die Daten auf Halbleitern gespeichert werden.
MrDeter schrieb:
ok als Fazit nehme ich mit:
bis zu 150°C - 160°C kann ein SSD also aushalten, danach ist er hinüber.
Eine SSD besteht ja nicht nur aus den NAND Bausteinen in denen die Daten stehen, andere Bauteile könnten vorher ausfallen.
MrDeter schrieb:
fackelt die ganze Bude stundenlang vor sich her ist es eine Sache, aber brennt der PC nur kurz und wird rechtzeitig gelöscht, wie sieht es dann aus?
Durch das Löschmittel (CO2 Feuerlöscher sind ja praktisch verschwunden) dürfte sie auch Schaden nehmen und wenn Du solche Sorgen um Deine Daten hast, mache Dir besser Gedanken um ordentliche Backups, statt darüber ob die SSD den Brand überstehen würde. Ein ordentliches Backup gehört immer auf ein Medium welches in einem anderen Gehäuse steckt als das Medium mit den Originaldaten! Das kann ein NAS sein, Tapes, die Cloud oder USB Platten die nur für Backup dienen und nur zum Erstellen, Prüfen und Aktualisieren des Backups angeschlossen werden und blieben. Danach werden sie sicher gelagert. Wenn Du Sorge vor Feuer hast, dann legen mehrere Backups an (und Pflege sie) und lagere eine der Platten in ein anderes Gebäude aus, z.B. in einen Banktresor.
 
um mal auf die ursprüngliche frage zurückzukommen, zumindest bei den samsung m.2 nvme ssds kann man den hitzetod im betrieb wohl ausschließen, die haben ein thermal throttling. bei meiner ssd hat es bei etwa 60° eingesetzt, sie wurde dann langsamer als eine sata3 ssd. nach dem abkühlen hatte sie wieder volle geschwindigkeit.

schuld an der hohen temperatur sind die dämlichen aufkleber (man sieht ja sonst nicht, was man in der hand hält ;) ), gepaart mit dem m.2 steckplatz unter dem ssd kühler auf vielen aktuellen boards z.b. von asus gibt das einen gewaltigen hitzestau, da die aufkleber schön isolieren. schon im idle ist die ssd 44° warm geworden. also habe ich die aufkleber vorsichtig entfernt, die ssd wieder unter dem kühler verbaut, voila, im idle 32°, unter dauerlast 39°.

sata ssds haben dagegen in normal belüfteten gehäusen meist um die 30°, hier scheinen die metallgehäuse als großflächiger kühlkörper zu wirken.
 
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