Hochwertige Ausbildung

pcseeker

Lt. Commander
Registriert
Feb. 2011
Beiträge
1.105
Hallo zusammen,
Ich habe letztes Jahr mein Abitur gemacht ( 2,4 ) und bin momentan auf der Suche nach einer hochwertigen Ausbildung, bzw. einem dualen Studium, da ich mein erstes Studium abgebrochen habe. Da ein duales aber erst nächsten Jahr anfangen würde ( ich werde mich trotzdem bewerben ) wäre ich auch an einer guten Ausbildung interessiert. Ich habe die Tage einen Test für eine Ausbildung als Fachinformatiker ( Anwendungsentwicklung ). Bin aber ehrlich gesagt nicht sicher ob man in dem Bereich ohne Studium weit kommt. Würde ( falls ich die Ausbildung kriege ) die Ausbildung bei einer Stadt machen, empfehlenswert oder besser bei einer größeren Firma?
Zum anderen wollte ich mich vielleicht als Kaufmann für Bürokommunikation bewerben, und wollte wissen ob jemand Erfahrungen hat, ob dies eine gute Ausbildung ist. Habe eben mal gegoogelt, und gesehen das man die Ausbildung schon mit einem Hauptschulabschluss bekommen kann, und das wäre dann eher nicht das was ich suche.
 
Zuletzt bearbeitet:
Finde erstmal lieber heraus was du überhaupt werden willst. Zwischen Fachinformatiker Anwendungsentwicklung und Kaufmann für Bürokommunikation liegen schon Welten
 
Ich hab schon so viele Tests, Self Assessment Center, etc gemacht, und ich komm nicht wirklich weiter. Ich suche einfach eine gute Ausbildung/duales. Bin recht gut in Mathe und Wirtschaftssachen, habe gewisse Computerkenntnisse und ein halbwegs vernünftiges Abi. Bei einer Jobberatung beim Arbeitsamt sind wir auf die Ideen Fachinformatiker/It Systemkaufmann gekommen, und Kaufmann für Bürokommunikation ähnelt doch zumindest letzterem. Bin nur verunsichert, da ich gelesen habe das man diese Ausbildung schon mit einem guten Hauptschulabschluss bekommen kann. Ist das normal, also dieser Zusatz?
 
Und was ist daran so schlimm, dass Leute mit einem guten Hauptschulabschluss diese Ausbildung machen können? Ist sie dadurch in deinen Augen Minderwertig?! Ich glaube du solltest deine generelle Einstellung und Weltanschauung mal überdenken.
 
Ich möchte auf keinen Fall jemanden beleidigen, aber ich habe nicht umsonst die 3 Jahre mehr gemacht für mein Abitur, verstehst du worauf ich hinaus möchte? Das ich nun mal eine Entscheidung die mein Leben für lange Zeit prägen wird, und deswegen ist es mir wichtig nicht einfach das Erstbeste zu nehmen. Und noch einmal ich möchte niemanden zu nahe treten..
Mich stört es nicht wenn Hauptschulabgänger diese Ausbildung machen können, aber beispielsweise beim Bund kommt man über Hauptschule/Ausbildung zu dem Beruf, da bin ich davon ausgegangen das dies eher ein Beruf für andere Abschlüsse ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
wenn du die drei jahre angeblich nicht umsonst gemacht hast, wieso denkst du dann über eine ausbildung nach?

studiere halt und dann sollte ja alles passen

bei "hochwertiger ausbildung" musste ich aber schon schmunzeln ;D
 
Wie gesagt, ich wollte keinem zu nahe treten.. ehrlich.
 
mMn sollte man, wenn man schon Abitur gemacht hat, auch studieren. Ansonsten ist das Abitur "rausgeschmissene" Zeit...
 
moin, ich habe jetzt nicht viel Zeit für langen Text, deshalb sei nur kurz ein Studium der Wirtschaftsinformatik in den Raum geworfen. gibts auch als duales Studium.
was war denn das erste abgebrochene Studium?
 
Moin,
mein Junior hat zunächst (trotz Abitur) gemeinsam mit seinem Freund (kein Abitur) eine Ausbildung zum Fachinformatiker gemacht, die er mit einer guten Note abgeschlossen hat.

Nun studiert er Wirtschaftsinformatik und hat bei seiner Ausbildungsfirma einen Werkstudentenvertrag, d.h. das er neben dem Studium noch bis zu 20 Stunden in der Woche für die Firma arbeitet.

Die Ausbildung an sich war durchaus als hochwertig zu bezeichnen und der 'Wert' einer Ausbildung ist nicht unbedingt vom Schulabschluss abhängig.

Ich finde die aufgestellt These 'Ausbildung mit Abitur = hochwertige Ausbildung / Ausbildung mit Hauptschule = minderwertige Ausbildung' schon sehr weltfremd.
 
Jede Ausbildung / Studium kann hoch bzw. minderwertig sein, es gibt in jedem Beruf gute und schlechte Leute. Die Qualität der Ausbildung (vor allem Studium) hängt in erster Linie davon ab, wie sehr man diese annimmt (Eigeninitiative zeigen). Im falle einer Ausbildung gibt es natürlich das Problem an ein Unternehmen zu geraten , dass keinen Wert auf gute Betreuung legt. Dieses Problem solltest du durch dein Abitur umgehen können. Der größte Faktor bei der Ausbildungsqualität bleibt also immer der Auszubildende/Student SELBST.
 
pcseeker schrieb:
Ich möchte auf keinen Fall jemanden beleidigen, aber ich habe nicht umsonst die 3 Jahre mehr gemacht für mein Abitur, verstehst du worauf ich hinaus möchte? ...

Die 3 Jahre hast du für ein Studium gemacht das du nun abgebrochen hast. Wir verstehen das ;).

Nur weil es einen Zusatz gibt nach dem Motto "schafft auch jeder Hauptschüler" heißt das nicht, dass die Ausbildung anspruchslos oder wertlos ist. Ich habe auch eine Ausbildung gemacht und hatte ein Abi, das steht sich nicht im Wege.

theblade schrieb:
...Ansonsten ist das Abitur "rausgeschmissene" Zeit...

Ein Abi ist nie rausgeschmissene Zeit, jede Lernphase ist ein Gewinn, und wenn es am Ende nur ein persönlicher ist. Außerdem kann man später immer noch studieren, dann ist das Abi auch in einigen Jahren noch eine gute Grundlage.
 
Ich habe ein Studium im Fach Bauingenieurwesen angefangen, hatte aber starke Probleme was das räumliche denken angeht. Die Fächer die dort die höchsten Durchfallquoten hatten ( Mathe 80% ) konnte ich, zumindest im ersten Semester. Ich weiß das ich auf einer Ausbildung aufbauen kann, ich wollte eigentlich nur wissen ob "Kaufmann für Bürokommunikation" etwas ist, worauf ich aufbauen kann, oder werde ich nur Verwaltungsaufgaben im Büro übernehmen, und darauf sitzen bleiben. Man findet im Internet zwar viele Jobbeschreibungen, aber ich würde gerne die Meinung von jemandem hören der diesen Job vllt. ausübt, oder sich auskennt. Deswegen frage ich hier.

Bin momentan sehr stark unter Druck/Zeitdruck, und kann es mir nicht leisten noch einmal ein Studium anzufangen, um dann herauszufinden das es nichts für mich ist.
 
pcseeker schrieb:
... ich wollte eigentlich nur wissen ob "Kaufmann für Bürokommunikation" etwas ist, worauf ich aufbauen kann, oder werde ich nur Verwaltungsaufgaben im Büro übernehmen, und darauf sitzen bleiben. ....

Wohin soll der Aufbau denn gehen? Was ist dein Ziel? Wenn du sagst das du auf etwas aufbauen willst musst du ja wissen was das Ziel des Aufbaus ist. Und daraus leitest du die Basis ab.

Ist das Ziel egal/unbekannt, dann ist jeder Weg der Falsche.

Aber falls du später auf dem Bürokaufmann aufbauen willst - du kannst immer noch ein Studium danach anfangen, und das sogar nebenberuflich, sogar parallel zur Ausbildung (hat ein Kollege so gemacht)
 
pcseeker schrieb:
Ich habe ein Studium im Fach Bauingenieurwesen angefangen, hatte aber starke Probleme was das räumliche denken angeht. Die Fächer die dort die höchsten Durchfallquoten hatten ( Mathe 80% ) ...

Hohe Durchfallquoten können übrigens ein Indikator für hochwertige Ausbildungen sein,
genau so wie starke Zulassungsbeschränkungen mit NCs -> 1 und vorausgesetzten Praxiserfahrungen. ;)

Zahlreiche Praktika werten deine Bildung auf, die bei verschiedenen Institutionen (staatlich und freie Wirtschaft) über längere Zeiträume absolviert werden. Eine gute Uni zeichnet sich hier durch Kooperationen mit anderen Unis und Instituten aus. Dazu kann man noch Zertifikate erwerben, ein/zwei Semester im Ausland studieren und bei verschiedensten Forschungsprojekten arbeiten und nebenbei fleißig in einschlägigen Fachjournals veröffentlichen.
Nach dem Diplom/Master/Magister fehlt nur noch die Promotion im Rahmen eines internationalen Projektes, summa cum laude, versteht sich. ;)

Das wäre jetzt meine Skizze der höchstwertigen Ausbildung, wobei einzelne Teile eventuell ausgelassen werden können, manche aber konsekutiv sind. Aber jeder hat da auch andere Vorlieben und Voraussetzungen, also auch teilweise ganz andere Wege ...

Dir wird keine gute Ausbildung hinterher geschmissen, sie ist das Produkt von Planung, Eigeninitiative, Hartnäckigkeit und natürlich auch Leistungsfähigkeit. Glück/Geschick sind eher zweitrangig.
 
tao te schrieb:
Hohe Durchfallquoten können übrigens ein Indikator für hochwertige Ausbildungen sein,
genau so wie starke Zulassungsbeschränkungen mit NCs -> 1 und vorausgesetzten Praxiserfahrungen. ;)

Hohe Durchfallquoten: in begrenztem Maße ja.
Hoher NC: Nö. Der sagt im Wesentlichen, dass deutlich mehr Leute den Studiengang studieren wollen, als es Plätze gibt. Über die Qualität der Ausbildung sagt das prinzipiell erstmal überhaupt nichts.
 
MisterMankind schrieb:
.. Über die Qualität der Ausbildung sagt das prinzipiell erstmal überhaupt nichts.

Da stimme ich dir vollkommen zu!
Ich habe ja auch extra den Konjunktiv genutzt und auf Indikatoren und nicht direkte Zusammenhänge verwiesen. ;)
 
Vom Kaufmann für Bürokommunikation würde ich mit solchen Zielen etwas Abstand nehmen.

Die IT Ausbildungen sind allerdings recht ähnlich und überschneiden sich thematisch FiSi und Informatikkaufmann überschnitten sich bei mir auf jeden Fall relativ stark, natürlich beim einen mehr BWL, beim anderen mehr Netzwerke usw. aber trotzdem habe ich als Informatikkaufmann schon in der Ausbildung meinen CCNA gemacht - Informatikkaufmann ist somit wesentlich näher mit FiSi verwandt als der Kaufmann für Bürokommunikation, der nichts mit IT zu tun hat.

Wenn dir Mathe extrem leicht fällt, sollte FAE eher zu dir passen.
 
Zurück
Oben