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HP EliteDesk 800 G2 DM 35W Mini - Passive Kühlung möglich?

WinstonSmith101

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Ich habe mir gerade einen HP EliteDesk 800 G2 DM 35W Mini mit 16 GB RAM, 256 GB NVMe SSD und Intel Core i5-6500T CPU für 50 € gebraucht gekauft. Direkt danach habe ich das Gerät auf die aktuelle BIOS Version geflasht, den CPU-Kühler/Lüfter gereinigt, neue Wärmeleitpaste aufgetragen und CachyOS installiert.

Besonders toll ist, dass der Mini PC unter CachyOS und bei normalen alltäglichen Aufgaben nur knapp über 10 Watt aus der Steckdose zieht. Im Leerlauf und beim Surfen liegt der Verbrauch sogar oft noch deutlich darunter. Grundsätzlich funktioniert der Mini PC einwandfrei, aber das Lüftergeräusch missfällt mir etwas.

Nach etwas Recherche habe ich herausgefunden, dass es von diesem Gerät eine im Prinzip baugleiche 65 Watt Variante gibt, in der statt der 35 Watt Intel Core i5-6500T CPU eine normale 65 Watt Intel Core i5-6500 CPU arbeitet. Die CPU ist in beiden Varianten gesockelt und grundsätzlich austauschbar. Der Unterschied bei der 65 Watt Variante liegt aber a. in einem stärkeren externen Netzteil und b. vor allem in einem CPU Kühler aus Kupfer. In der 35 Watt Variante ist dieser Kühler nur aus Aluminium oder Blech, aber in Größe und Form identisch.

In einem Experiment habe ich getestet, wie sich das 35 Watt Gerät ohne CPU Lüfter verhält. Dazu habe ich diesen einfach ausgebaut. Wenn man das Gerät wirklich nur zum Surfen oder für alltägliche Aufgaben nutzt, steigt die Temperatur recht schnell auf 50–65 °C und bleibt in diesem Bereich. Im Idle Betrieb fällt sie dann aber auch nicht bzw. kaum mehr ab. Offensichtlich ist die Kühlung ohne Lüfter in dieser Form und unter diesen Anforderungen am Anschlag. Wird die CPU dann z. B. durch 4K YouTube Videos tatsächlich belastet, steigt die Temperatur innerhalb weniger Sekunden auf über 95 Grad und fällt nach der Belastung kaum unter 80 Grad.

Meine Idee ist, den CPU Kühler gegen die 65 Watt Variante aus Kupfer auszutauschen. Ideal wäre ein lautloser Mini PC, der alltägliche Aufgaben bewältigen kann. Meint ihr, dass der Austausch des CPU Kühlers gegen die Variante aus Kupfer ausreichend sein könnte, um die CPU passiv kühlen zu können? Bei mir würde das Gerät nie wirklich CPU intensive Aufgaben bekommen.
 
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Evtl kannst du per throttlestop oder vergleichbarem dein aktuelles system so "kühl" bekommen dass es gar keinen Hardware wechsel braucht. Aber wie das auf linux geht hab ich keinen Schimmer von.

Kupfer wird helfen, aber mit 0 Airflow sicher nicht reichen. Wie wird das Gerät denn genutzt?
Ist das case einfach offen zu lassen eine option?
 
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Ich habe das gleiche Modell und konnte nicht sehen das die CPU über 30Watt zieht (CB u.a. Tests). Auch wird die CPU nicht wirklich warm. Müsste mal später mit Youtube es testen.
Würde einfach schauen ob du den CPU Lüfter steuern kannst und einfach die deffinierten Drehzahlen ändern kannst.
 
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WinstonSmith101 schrieb:
Ich habe mir gerade einen HP EliteDesk 800 G2 DM 35W Mini mit 16 GB RAM, 256 GB NVMe SSD und Intel Core i5-6500T CPU für 50 € gebraucht gekauft.
Das ist selbst gebraucht ein extrem guter Preis für die Hardware. Glückwunsch!
WinstonSmith101 schrieb:
Meint ihr, dass der Austausch des CPU Kühlers gegen die Variante aus Kupfer ausreichend sein könnte, um die CPU passiv kühlen zu können?
Ich denke, dass das nicht ausreichen wird. Kommt aber darauf an, was du unter passiv verstehst. Ich lasse ab 80°C alle Lüfter auf 100% laufen, weil meine CPUs 10 Jahre und länger halten sollen. Wenn du mit über 90°C und throttling leben kannst, könnte das anders aussehen.

Warum ich nicht glaube, dass ein Kupferkühler ausreicht: Das Gehäuse ist wirklich klein und somit kann der Kühler, selbst wenn er aus Kupfer wäre, auch nur klein sein. Zweitens müsste die warme Luft aus dem Gehäuse heraus und ich sehe da wenige Löcher, über die das automatisiert gehen könnte. Und sie sind eher an der Seite als oben. (Kommt darauf an, wie das Gehäuse dann steht)

Ich weiß nicht, wie das bei einer Intel-CPU aktuell ist, aber AMD garantiert in der Regel bei z.B. 105W CPUs auch einen einwandfreien betrieb bei 65W cTDP. Vielleicht hast du ja bei Intel auch die Möglichkeit, die CPU im Bios noch etwas einzugrenzen, wenn das System dir zu laut ist.
 
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Die 35W stehen für die CPU Leistungsaufnahme.
Da ist in diesem Gehäuse keine Passivkühlung möglich.
 
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Durch das stark eingeschränkte Bios wird der Computer nach dieser Modifikation nicht ohne beschwerde über den nicht laufenden Lüfter starten. Und aus meiner Erfahrung mit diesen Dingern würde ich sagen, das da nichts rein passt, was die benötigte Kühlleistung zur Verfügung stellt. Entspricht keinem Standard.

Von dem quasi nicht vorhandenen Platz einmal abgesehen.


Edit: Also das Teil von Ebay sieht passend aus. Wenn es das tut was es soll das wird es funktionieren. Vertrauen würde ich darauf nicht! Aber der Computer startet dann nur noch nach der Bestätigung, das ein Lüfter Fehlt. WENN ÜBERHAUPT! HP kann da eigen sein. Das würde ich noch einmal überprüfen. Aber theoretisch ist es ein passender passiver Kühler für den oben verlinkten Elitedesk.

Kein Blech oder Alu. Dann kannst du fast schön Euro Münzen mit Wärmeleitpaste drauf kleben....
 
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TSKNF schrieb:
Durch das stark eingeschränkte Bios wird der Computer nach dieser Modifikation nicht ohne beschwerde über den nicht laufenden Lüfter starten.
Hat er doch schon gemacht....
 
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Die 65W Variante hat nicht nur einen anderen Kühler, sondern auch ein besser belüftetes Gehäuse und einen weiteren Lüfter im HDD-Tray.


Grundsätzlich halte ich den Kühlertausch für eine lustige Bastelei, ein Projekt muss nicht immer sinnvoll sein oder sich preislich lohnen, aber die Modifikation des Deckels für bessere Belüftung sollte man auch in Betracht ziehen. Der Kupferkühler nimmt die Wärme halt schneller von der CPU auf, aber sie verbleibt ansonsten im Gehäuse.
 
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Habe noch mal Youtube 4k getestet mit Firefox unter win11. CPU Last 60-70% da keine decoder für VP9. Auch laüft im Hintergrund das Windows Update was die auf 95-99% Last bringt. CPU Package 20-22W. Temperatur 65-70° C. Takt ist 2800-2900 MH/z. Mögilcherweise sitzt der Kühler nicht vernünftig auf der CPU.
Aus Erfahrung kann ich sagen das die Lüfter auf meinem Laptop, deutlich weniger unter Linux anspringen als unter Windows.
 
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ein klein bisschen Airflow hilft aber ungemein.

Ich hab hier als homeserver einen passiv gekühlten N100 industrie mini-pc (HUNSN RJ42). So ein N100 hat ne TDP von 6W.

Das vollmetall Gehäuse wird ordentlich warm, unter Last sogar so warm, dass es beim anfassen schon echt weh tut und die m.2 nvmes laufen auch sehr warm, wenn ich Daten verschiebe.
84 Grad hat mir eine SSD schon angezeigt.

Ich wünsche dir viel Glück und viel spaß beim Testen.
 
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Wenn du übrige Gehäuselüfter oder Ähnliches, vorausgesetzt das ist der gleiche Anschluss.., rumliegen hast, könntest du mal probieren einen Lufttunneladapter zu basteln.

Wenn der Lüfteranschluss nix proprietäres ist, könntest du auch ein Loch in das Gehäuse sägen und einen deutlich potenteren Kühler draufklemmen.
 
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WinstonSmith101 schrieb:
eint ihr, dass der Austausch des CPU Kühlers gegen die Variante aus Kupfer ausreichend sein könnte, um die CPU passiv kühlen zu können?
Nein ohne Luftbewegung irgendwie wird das nichts. Du brauchst eher den löchrigen Deckel statt des Kupferkühlers. Ansonsten ist im Mini halt nichts mit passiver Kühlung, die reicht im idle gerade eben, aber wenn Last kommt, geht es halt durch die Decke. Und wirklich kontrollieren kann man den Lüfter ja auch nicht.
 
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rollmoped schrieb:
Das ist selbst gebraucht ein extrem guter Preis für die Hardware. Glückwunsch!
Ich habe die Dinger bis G4 stappelweise hier. 😅
Wenn man einen befreundeten IT-ler hat, bekommt man die Dinger sicher auch gratis.
Die Dinger sind ja EOL.
 
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AAS schrieb:
Wenn man einen befreundeten IT-ler hat, bekommt man die Dinger sicher auch gratis.
Die Dinger sind ja EOL.
Bei Ebay sehe ich das Mini mit 16GB RAM über 100€ pro Stück.
Für Office sind die ja noch top.

Ich sehe gerade, dass die CPU nicht offiziell von Windows 11 unterstützt wird, also nur noch mit Linux top. :)
 
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Gigaherz schrieb:
Evtl kannst du per throttlestop oder vergleichbarem dein aktuelles system so "kühl" bekommen dass es gar keinen Hardware wechsel braucht. Aber wie das auf linux geht hab ich keinen Schimmer von.
Das Gerät ist durch das BIOS sehr eingeschränkt. Soweit ich es verstanden habe, ist beispielsweise Undervolting gesperrt. Zumindest waren meine Versuche unter Linux erfolglos. Man kann aber z.B. durch
bash echo 10000000 | sudo tee /sys/class/powercap/intel-rapl:0/constraint_0_power_limit_uw das Power Limit auf 10 Watt (oder andere Werte) beschränken. Doch selbst für 10 Watt reicht die passive Kühlung nicht aus.
Gigaherz schrieb:
Kupfer wird helfen, aber mit 0 Airflow sicher nicht reichen. Wie wird das Gerät denn genutzt?
Ist das case einfach offen zu lassen eine option?
Ja, das scheint so zu sein. Das Gerät wird nur für alltägliche Aufgaben und zum Surfen genutzt.

NameHere schrieb:
Würde einfach schauen ob du den CPU Lüfter steuern kannst und einfach die deffinierten Drehzahlen ändern kannst.
Das hilft leider nicht. Der Lüfter ist selbst bei der niedrigsten Drehzahl noch deutlich zu hören.

rollmoped schrieb:
Das ist selbst gebraucht ein extrem guter Preis für die Hardware. Glückwunsch!
Danke!
rollmoped schrieb:
Ich denke, dass das nicht ausreichen wird. Kommt aber darauf an, was du unter passiv verstehst. Ich lasse ab 80°C alle Lüfter auf 100% laufen, weil meine CPUs 10 Jahre und länger halten sollen. Wenn du mit über 90°C und throttling leben kannst, könnte das anders aussehen.

Warum ich nicht glaube, dass ein Kupferkühler ausreicht: Das Gehäuse ist wirklich klein und somit kann der Kühler, selbst wenn er aus Kupfer wäre, auch nur klein sein. Zweitens müsste die warme Luft aus dem Gehäuse heraus und ich sehe da wenige Löcher, über die das automatisiert gehen könnte. Und sie sind eher an der Seite als oben. (Kommt darauf an, wie das Gehäuse dann steht)
Nein, das scheint leider definitiv nicht zu funktionieren. Die CPU wird nach kurzer Zeit extrem heiß. Das kann nicht gut für die Lebensdauer sein.
rollmoped schrieb:
Ich weiß nicht, wie das bei einer Intel-CPU aktuell ist, aber AMD garantiert in der Regel bei z.B. 105W CPUs auch einen einwandfreien betrieb bei 65W cTDP. Vielleicht hast du ja bei Intel auch die Möglichkeit, die CPU im Bios noch etwas einzugrenzen, wenn das System dir zu laut ist.
Im BIOS kann man die CPU leider nicht eingrenzen, wie oben bereits geschrieben, aber in Linux. Nur reicht die passive Kühlung leider auch dann nicht aus.

Nero FX schrieb:
Da ist in diesem Gehäuse keine Passivkühlung möglich.
Das scheint leider definitiv so zu sein.
TSKNF schrieb:
Durch das stark eingeschränkte Bios wird der Computer nach dieser Modifikation nicht ohne beschwerde über den nicht laufenden Lüfter starten.
Richtig, nach der Meldung des fehlenden CPU-Lüfters muss man den Start des Geräts mit einem Tastendruck bestätigen.
TSKNF schrieb:
Edit: Also das Teil von Ebay sieht passend aus. Wenn es das tut was es soll das wird es funktionieren.
Leider habe ich starke Zweifel, dass der Kupferkühler allein ausreicht.
chrissv2 schrieb:
Die 65W Variante hat nicht nur einen anderen Kühler, sondern auch ein besser belüftetes Gehäuse und einen weiteren Lüfter im HDD-Tray.
Danke! Das Video und die anderen Unterschiede waren mir noch nicht bekannt. Der Austausch des Deckels und des Kühlkörpers ist vermutlich tatsächlich nicht wirtschaftlich sinnvoll und eventuell auch nicht ausreichend. Das ist vermutlich das Ende dieses Experiments.

NameHere schrieb:
Mögilcherweise sitzt der Kühler nicht vernünftig auf der CPU.
Aus Erfahrung kann ich sagen das die Lüfter auf meinem Laptop, deutlich weniger unter Linux anspringen als unter Windows.
Der Kühler sitzt, wie er soll. Unter Linux läuft das Gerät tatsächlich ruhiger als unter dem vorinstallierten Windows 11 und benötigt auch weniger Strom. Das konnte ich auf dem externen Strommessgerät deutlich erkennen.

chris_2401 schrieb:
ein klein bisschen Airflow hilft aber ungemein.
Ja, das wird der Schlüssel zum Erfolg sein. Nur durch diese aktive Maßnahme kann die Wärme aus dem Gehäuse entweichen.
VDC schrieb:
Nein ohne Luftbewegung irgendwie wird das nichts. Du brauchst eher den löchrigen Deckel statt des Kupferkühlers. Ansonsten ist im Mini halt nichts mit passiver Kühlung, die reicht im idle gerade eben, aber wenn Last kommt, geht es halt durch die Decke. Und wirklich kontrollieren kann man den Lüfter ja auch nicht.
Das stimmt vollkommen. Dieses Projekt hier ist wohl zum Scheitern verurteilt. Das Problem ist der vorinstallierte CPU-Lüfter, der selbst im Leerlauf deutlich zu hören ist.
AAS schrieb:
Ich habe die Dinger bis G4 stappelweise hier. 😅
Wenn man einen befreundeten IT-ler hat, bekommt man die Dinger sicher auch gratis.
Die Dinger sind ja EOL.
So viel Glück hatte ich leider nicht. Ich habe das Gerät über Kleinanzeigen gekauft. Der Verkäufer war ein junger Erwachsener, der das Gerät angeblich „geschenkt” bekommen hat. Im Prinzip habe ich das Gerät aus wirklich katastrophalen Wohnverhältnissen gerettet. Durch Kleinanzeigen bekommt man manchmal Einblicke in wirklich „interessante” Haushalte.
 
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Vielleicht würde es auch helfen, den CPU-Lüfter zu tauschen.
Es gibt, beispielsweise bei Lenovo, verschiedene Zulieferer, die durchaus auch unterschiediche Lüfterqualitäten haben. Bei Lenovo sind mir AVC und Foxconn bekannt, Foxconn-Lüfter sind gefühlt deutlich ruhiger als die Version von AVC.
Oder aber ein Umbau auf einen selbst ausgewählten, leiseren Radiallüfter.
 
Nicht aufgeben.

Wenn der offen und stationär laufen kann dann reicht es wohl entweder einen leisen 120 auf den bestehenden kühler pusten zu lassen oder man "montiert" über die Schwerkraft einen "großen" Heatsink auf der CPU. Sowas wie ein 0815 3€ AMD Kühler bekommt die 10W Locker passiv weg. Hab ich schon hundertmal gemacht.

Noch eine idee wäre es die skylake cpu mal zu köpfen und neue wlp unter den ihs zu packen. Hilft auch nochmal ein paar Grad nach unten.
 
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