ICH8R - RAID5 performanter bekommen?

JensS.

Commodore
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Moin,
ich habe in meinem Zweitrechner mal zum probieren ein RAID5 aufgebaut.
Dass das ganze in der Form nicht so richtig schnell wird ist völlig klar - aber ich komme laut HD Tune (jaja, HD Tune und RAID ist so ein Fall für sich, ich weiss) auf 40MB/s Datendurchsatz schreibend bei 3 Samsung SP2504C.
Was mich wundert: Die CPU-Last geht kaum nach oben bei den schreibenden Zugriffen - eigentlich sollte da doch ein bisschen was passieren!?

Gibt's da noch Tips um das ganze etwas flotter zu bekommen?
 
Nein, es sei denn du verbaust nen Extra Controller.

Dieses "Raid5 onboard" ist KEIN echtes Hardwareraid, da auch hier deine CPU für die XOR Operationen verwendet wird. Jedoch sind die Controller-CPU's dafür wesentlich besser geeignet.

Bei meinem 680i SLI Board (mit "Raid 5" pff) war sogar das per Windows Server eingerichtete Raid5 schneller als das pseudo-hardware-raid.
 
Ja gut, dass ein ordentlicher Controller was reißt ist klar - aber die 300€ und mehr möchte ich eher nicht anlegen, daher mal der Versuch, was die OnBoard-Lösung schafft.
Hätte man damit einen annehmbaren Durchsatz schaffen können, wäre es ja nett, aber so taugt das nicht so richtig. Da nutze ich die Platten lieber einzeln und spiele immer abwechselnd ein frisches Backup drauf. (Eigentlich sollte der ganze Plattensatz laufen und dann eben das Vollbackup und differentielle Backups aufnehmen...)
 
Hi,

helfen kann ich dir da nicht so wirklich aber ich habe bis kürzlich genau das gleiche Scenario verwendet. In meinem Fall waren es 4 x 1 TB @ Raid 5. Interessant ist aber, das sich dir selbiges Problem bestätigen kann. Im Single oder Raid 0 Betrieb gab es am ICH8 garnichts auszusetzen. Im Raid 5 Betrieb (sry) kackte er jedoch regelrecht ab.

Nun... hat mehrere Gründe. Hängt von der Filegröße ab... von der Clustergröße die man verwendet, und und und...

Das muss man näher erklären:

Ich fange mal bei der Prozessorauslastung an. Ein wichtiger Bestandteil. Theoretisch würde man es schaffen, die CPU komplett mit den Rechenaufgaben von Raid 5 auszulasten. Wird aber nie passieren. Das "warum" ist auch recht einfach. Das ganze per Software so limitiert, dass es garnicht erst zu nennenswerter Auslastung beim schreiben kommt. Zum einen will man den default User nicht damit schocken, dass beim schreiben die komplette Systemleistung in den Keller geht und zum anderen (viel wichtiger) wird kein Hersteller hingehen und zulassen, dass Hardware Controller überflüssig werden. So auf die Art "ist eh nur n Fileserver, ich knall mit XX Platten rein und nehm die CPU zum Rechnen... brauch eh für nichts anderes Rechenleistung..."

Ich habe ab diesem Punkt angefangen mit diversen Cluster- und Filegrößen zu testen. Als Beispiel kleine Clustergröße mit hunderten (tausenden) kleinen Files -> Recht gut. War zwischen 20-40MB/s. Klingt nun erst mal wenig aber, ist aber recht viel. Kleine Files drücken nun mal den Durchsatz endlos.

Andersherum Große Clustergröße mit Großen Files beginnend bei 140 MB/s aufwärts ab er desto länger der Schreibforgang, desto langsamer. Reales Mittel waren ca. 100 MB/s.

Da ich aber beides verwende habe ich letzten Endes doch auf einen Hardware Controller zurückgegriffen. Der Grund dafür ist die deutlich konstantere Schreibrate (Leserate identisch, jenseits der 300MB/s bei großen Files). Der Hardware Controller hat für mich den Vorteil, dass kleine Files beim schreiben bis zu einer gewissen Masse vom Cache abgefangen werden und große Files generell gut laufen.


Bedeutet für dich:

Wie oft brauchst du das ganze ? Und für was ? Und ist irrsins Speed überhaupt nötig ? Raid 5 heisst für mich: Eine gewisse Redundanz und akzeptabler Speed. Wenn du puren Speed willst musst du ein R10 nutzen (kann der ICH8 im übrigen hervorragend). Problem ist halt die "Platzverschwendung...

Mit dem ICH8 (und auch neuren ICHs) sind die Möglichkeiten halt begrenzt. Kannst das ganze in das eine oder in das andere extrem tunen. Aber selbst wenn die Einstellungen auf "mittel" eingestellt sind wirst du Leistungslücken haben.

Hardware Controller mit eigenem Prozessor und massenhaft Cache kosten nun mal n heiden Asche, sind also nur bedingt eine Lösung. Der Zweck heiligt in dem Fall die Mittel.


War zwar nun kaum ne Hilfe aber bin mal gespannt, ob dazu noch Erfahrungsberichte oder Tuningtips kommen. Wunderwerte sind jedenfalls ausgeschlossen ;)


Gruß Marco
 
Danke für den Bericht - also brauch' ich keine Wunder mehr zu erwarten.
Gut, seis drum. War ja auch mehr ein Test.

Wie gesagt, das RAID5 sollte die Backups mit aufnehmen, aber eine einzelne Platte bietet die bessere Geschwindigkeit und durch das abwechselnde Beschreiben ist halt beim Verlust einer Platte auch nicht alles komplett verloren.
Ein RAID10 kommt mangels 4. Platte zur Zeit noch nicht in Frage - und eine kleinere Platte in den Verbund zu tun wäre auch nicht so der Renner, da ich dann nochmehr Platz 'verlieren' würde.

Was mich wundert: Beim lesen vom R5 wird doch die Parität nicht weiter berücksichtigt, oder? Da sollte doch eigentlich mehr Tempo drin sein dann...
 
Jo, die Leserate sollte bei großen Files (!!) schon rapide nach oben gehen, die Parity ist in diesem Fall Tatsächlich uninteressant. Wie gesagt in meinem Fall um die 300 MB/s. Ich betone nochmals: Bei großen files.

Bei kleinen Files ist das ganze wieder rückläufig. Die sind ohnehin ein Speed Killer aber auch Rechnerisch völlig klar weshalb. Beispiel 64k Blocks... Eine Datei von 1k (um mal das "minimum" zu nennen) wird auf 3 Platten "verteilt" in einen 64k Block geschrieben. Und beim Lesen das selbe Spiel andersherum -> :(

[EDIT]

Das mit dem "mehrere Singel Platten" System hatte ich auch schon. Aber ehrlich gesagt... das war mir irgendwann zu doof. Immer diesen hin und her kopieren. Hab das dann versucht zu automatisieren, geht sicher, wenn man ganze Ordner oder Partitionen sichern will... Wenn es aber immer wechselnde Daten sind nervt das auf Dauer. Im Endeffekt hat sich herausgestellt, dass ein R5 immernoch schneller ist als 2 mal zu kopieren und deutlich entspannter ist es so oder so ;)

Und auch wichtig: 2 x kopieren braucht immernoch mehr Platz als 1 x kopieren *hrhr*
 
Zuletzt bearbeitet:
Völliger Unsinn, dass es an der CPU-Beschäftigung beim XOR liegt, das macht die BoardCPU mit links (im Gegensatz zu Crypto-Aufgaben).
Theoretisch würde man es schaffen, die CPU komplett mit den Rechenaufgaben von Raid 5 auszulasten.
nicht mal mit 6 SSDs ...
Eine Datei von 1k (um mal das "minimum" zu nennen) wird auf 3 Platten "verteilt" in einen 64k Block geschrieben
Auch das spielt es nirgendwo - 2 Sektoren könnten maximal auf 2 auf verschiedenen Platten liegen, aber nur wenn die Clusters nicht auf den Stripes aligned sind. Sonst wäre bis zur Clustergröße nur 1 Platte beteiligt, wenn man das Striping richtig verstanden hat

Schreibend ist die Performance bei RAID5 onboard-Controllern deswegen im Keller, weil
a) kein Cache wie bei externen Controllern vorhanden
b) die verlängerte Zugriffszeit, weil mehr als 1 Platte beteiligt, zuschlägt
c) zum XOR u.U. erst von der(den) Platte(n) gelesen werden muss
d) nicht wie bei externen Controllern all das asynchron abgearbeitet werden kann
e) daher gewartet werden muss, bis obiges vollendet ist, bevor der nächste I/O abgehandelt werden kann

Lesend erhöht sich die Zugriffszeit für Dateien bis zur Größe von Stripesize*(Member-1), erst danach verbessert sich die Leistung durch parallele Übertragung von mehr als einer Platte.

das RAID5 sollte die Backups mit aufnehmen
Auf ein und demselben RAID5 die Originale und die Backups aufzuheben, ist der gleiche Unsinn, als ob man das auf derselben Einzelplatte tut. Ein RAID ersetzt kein Backup auf einem anderen physischen Medium!
 
Zuletzt bearbeitet:
@Ernst@at

Will garnicht so wirklich auf deine Antwort eingehen denn außer (sry) besserwisserrei hat er rein garnichts mit dem Threat zu tun, mal abgesehen davon, dass du die Tatsachen total verdrehst. Soll vorkommen.

Und wer redet überhaupt davon, dass die Daten innerhalb des Plattensatzes herumkopiert werden sollen ? Niemand. Lies erst ma richtig bevor du kritisierst anstatt konstruktiv zu helfen.

Bei einem hast aber sicher Recht. Er sollte sich wohl eher n Bandlaufwerk für 800 Euro hinstellen als die drei vorhandenen HDDs zu verwenden. Und die dann auch noch in ein mehr oder weniger ausfallsicheres Raid 5 zu stecken... Boah, wer kommt denn auf sowas ztztzt...
 
Was verdreht er denn da? Er erklärt doch die minimierte Transferrate ...

"Und wer redet überhaupt davon, dass die Daten innerhalb des Plattensatzes herumkopiert werden sollen ? Niemand. Lies erst ma richtig bevor du kritisierst anstatt konstruktiv zu helfen."

Post Nr5 vom Threadersteller:
"Wie gesagt, das RAID5 sollte die Backups mit aufnehmen"

Soviel zum lesen.

"Bei einem hast aber sicher Recht. Er sollte sich wohl eher n Bandlaufwerk für 800 Euro hinstellen als die drei vorhandenen HDDs zu verwenden. Und die dann auch noch in ein mehr oder weniger ausfallsicheres Raid 5 zu stecken..."

Ausfallsicher bei was?
Zum einen hast du beim Raid-5 wenn du nen Virus hast den überall drauf. Geht das Netzteil inne Fritten kann es alle drei Festplatten mitnehmen. Der "Geschwindigkeitsschub" kann erst gar nicht ausgenutzt werden weil man auf dasselbe Medium liest und schreibt.... Das Raid ist, um es abzukürzen, in diesem Falle reine Spielerei.

Da kann man lieber eine Platte mit Windows, eine Platte mit der Auslagerungsdatei belegen. Die letzte für Daten... Und das Ganze dann extern per Netzwerk, Firewire, USB oder eSATA sichern.... Als SIcherung braucht man immer ein externes Medium. Eine Bandsicherung meintest du sicher als Überspitzung und nehm ich nicht ernst.
 
Uff, danke für den weiteren Lesestoff...

Ernst@at schrieb:
Auf ein und demselben RAID5 die Originale und die Backups aufzuheben, ist der gleiche Unsinn, als ob man das auf derselben Einzelplatte tut. Ein RAID ersetzt kein Backup auf einem anderen physischen Medium!
Wartemal...
Wie kommst du drauf, dass auf dem RAID5 auch die Originale lägen?

Dass ein RAID kein Backup ersetzt predige ich hier auch immermal. Von daher brauche ich keine Erklärung, dass ein RAID nur erhöhte Verfügbarkeit bedeutet...

Onkelhitman schrieb:
Das Raid ist, um es abzukürzen, in diesem Falle reine Spielerei.

Da kann man lieber eine Platte mit Windows, eine Platte mit der Auslagerungsdatei belegen. Die letzte für Daten... Und das Ganze dann extern per Netzwerk, Firewire, USB oder eSATA sichern.... Als SIcherung braucht man immer ein externes Medium. Eine Bandsicherung meintest du sicher als Überspitzung und nehm ich nicht ernst.

Im Moment ist es eine Spielerei, ja. Aber:
Mein eigentliches System läuft auf einer Raptor, Swapfile auf einer Seagate 7200.12 500GB - und die Backups sollen dann via Netzwerk auf den Zweitrechner mit dem RAID wandern.
Derzeit landet das Backup auf einer internen Datenplatte und wird dann auf eine externe Platte kopiert.

Bei all zu viel Langeweile könnte ich sogar auf Tape sichern - ein DLT VS80 fliegt hier auch rum. Aber das ist dann doch nicht unbedingt, was ich mir antun würde. ;)
 
@JensS.
Die Formulierung "sollte die Backups mit aufnehmen" ließ dies befürchten. Es soll schon Leute gegeben haben, welche ihre Backups auf der selben Platte in einer anderen Partition "gesichert" haben. Ist soweit ja logisch, um einer Zerstörung des Filesystems vorzubeugen - aber was, wenn die Platte den Abgang macht? Diese Gefahr scheint den meisten mit der RAID5-Redundanz gebannt, wobei denen nicht in den Sinn kommt, dass sich auch das komplette RAID5 in Verschwindibus üben kann. Alles schon dagewesen und ich hab mich immer amüsiert...
Nachdem Du es jetzt näher ausgeführt hast, bin ich allerdings beruhigt. :)

@zEtTlAh
Besserwisserei ist ein natürlicher Vorgang, wenn man über Jahrzehnte mit der Materie arbeitet und sie bis ins letzte Detail versteht. Neidvoll deren bezichtigt wird man bloß von jenen, die mangels Kenntnis sich irgendwas aus dem Kaffeesud zusammenreimen und die korrekten Informationen dann dem "Fach"mann nicht ins geträumte Konzept passen und das Mitdenken zu beschwerlich wäre.

XOR gehört seit jeher zu den Basisoperationen einer ALU und ist somit das schnellste, was eine CPU ohne heißzulaufen aus dem Ärmel schüttelt.
Von am RAID Herumkopieren oder Bandlaufwerken habe ich kein Wort verloren, womit all Deine heimlichen Annahmen zum Urteil über mein Post aus der Luft gegriffen sind.

Solange man keine Kenntnis von der tatsächlichen Funktionsweise eines RAIDs hat, ist jede Performacemessung auf eigene Faust mitsamt der Ergebnisse für die Fische, weil man damit zu völlig falschen Schlußfolgerungen kommen kann.
Die ins Volk gestreuten Falschinformation:
http://de.wikipedia.org/wiki/RAID#Stripe_Size schrieb:
Stripe Size

Die Stripe Size bezeichnet die Größe des aus einem oder mehreren Datenblöcken bestehenden Datenbereichs (Striping-Granularität), der auf die RAID-Speichermedien verteilt wird. So wird bei einem aus vier Festplatten bestehenden Array mit einer Stripe Size von 64 kB ein Datenblock in einer Größe von 16 kB auf jede Festplatte geschrieben.
...
übernimmt man dann vorbehaltlos(und stört sich nicht daran, dass dann bei drei Festplatten auf jede 21,333333KB geschrieben werden müssten - wie man das bloß anstellt?), und schwelgt auch schnell mal am Ende des Holzweges in der Vorstellung
zEtTlAh schrieb:
Bei kleinen Files ist das ganze wieder rückläufig. Die sind ohnehin ein Speed Killer aber auch Rechnerisch völlig klar weshalb. Beispiel 64k Blocks... Eine Datei von 1k (um mal das "minimum" zu nennen) wird auf 3 Platten "verteilt" in einen 64k Block geschrieben. Und beim Lesen das selbe Spiel andersherum

Das endet dann tragischerweise noch in der Überlegung
zEtTlAh schrieb:
Das mit dem "mehrere Singel Platten" System hatte ich auch schon. Aber ehrlich gesagt... das war mir irgendwann zu doof. Immer diesen hin und her kopieren. Hab das dann versucht zu automatisieren, geht sicher, wenn man ganze Ordner oder Partitionen sichern will... Wenn es aber immer wechselnde Daten sind nervt das auf Dauer. Im Endeffekt hat sich herausgestellt, dass ein R5 immernoch schneller ist als 2 mal zu kopieren und deutlich entspannter ist es so oder so ;)
Die Entspannung lässt ganz sicher nach, wenn das RAID5 mal zerfällt. Versprochen! :daumen:
 
Zuletzt bearbeitet:
JensS. schrieb:
Im Moment ist es eine Spielerei, ja. Aber:
Mein eigentliches System läuft auf einer Raptor, Swapfile auf einer Seagate 7200.12 500GB - und die Backups sollen dann via Netzwerk auf den Zweitrechner mit dem RAID wandern.
Derzeit landet das Backup auf einer internen Datenplatte und wird dann auf eine externe Platte kopiert.

Was spricht den dagegen die HDDs einzeln im System zu betreiben? Klar, du musst dann selbst schauen auf welcher ist noch genug platz frei, aber der Aufwand ist ja vertretbar.

JensS. schrieb:
Bei all zu viel Langeweile könnte ich sogar auf Tape sichern - ein DLT VS80 fliegt hier auch rum. Aber das ist dann doch nicht unbedingt, was ich mir antun würde.

Ja, ein Bandlaufwerk per USB/eSata mit annehmbarem Preis/GB für die Bänder... das wär was :>


Was mich bei RAIDs immer gestört hat ist die Angst dass der Controller ausfällt und dass es dann schwer ist Backups von dem Ganzen zu machen (auf welchem Medium kann man ein 6TB RAID sichern?). Ganz zu schweigen davon dass es dann auch nicht so ohne weiteres möglich ist das Array zu vergrößeren oder zu verkleinern bzw. eine Platte auszutauschen...
 
@Ernst@at

Das schöne an Foren ist, dass Dinge wie " " oder ;) nicht so doll wiedergeben wie etwas eigentlich gemeint ist. Es war lediglich der Versuch es etwas leihenhaft auszudrücken, gefällt aber vielen Profis nicht. Ich weiss schon sehr gut wie welches Raid funktioniert und dass die Cluster nicht derart zerhackt werden ist auch klar.

Falsch war die Beschreibung dennoch nicht: Wird ein Cluster nicht voll beschrieben wird der Rest verblasen. Bei Großen Files wie beschrieben kein Problem aber bei kleinen Files eben auch ein Grund für Performanceverlust. Es sollte also ausdrücken, dass die Performance je nach Verwendung durchaus noch optimiert werden kann, egal ob Onboard Controller oder Hardware Controller.

Die Frage warum Raid 5 musste nicht mal gestellt werden. Schau dir doch mal die HDDs an... 250er... Das ist schon fast den Aufwand nicht wert. Aber deshalb wegwerfen ? Dann lieber n Raid 5 bei dem man nur n-1 an Platz verliert und dennoch eine gewisse "Sicherheit" am Start hat.

Ich versteh unser beider Meinungen, ist an beiden was dran, auch wenn mein CPU Beispiel etwas überzogen war. Muss klar sein, dass man das mit den 3 Platten nicht hin bekommt, ich danchte da mehr an ein Rack voll Platten das aus einem unsinnigen Softraid besteht ;) Und wenn kein Controller vorhanden ist muss halt die CPU leiden *g*

Meinugen gehen eben an manchen Stellen auseinander. Wäre ja langweilig sonst :) Ich hoffe ich komme dir damit etwas entgegen, hab keine Lust auf Ärger ;)




Eine Bemerkung vielleicht noch... Dein Hinweis mit dem Softraid, ohne Cache, das mag soweit stimmen, ist aber für den fortgeschrittenen Anwender unter Umständen ein Segen. Man kann in fast jedem Betriebssystem die Caching Einstellungen vom BS händisch überschreiben. Hat den witzigen Effekt, dass man (je nach dem was der RAM mitmacht) einen "Riesencache basteltn", sofern man für die Zeit des Schreibvorgangs das Sicherheitsriesoko eingeht. Beim Leihen hört sich das dann meistens so an: "Haha, du hast nur ne Burst Rate von XXX MB/s ? Ich hab 3,X GB/s !!"

Gott vergieb ihnen denn sie wissen nicht was sie tun ! lol

Ist zwar nicht die professionelle und schon garnicht die Sichere Lösung, ich habs lieben gelernt. Bin mir aber auch dem Risiko bewusst. Soooo schlecht isses garnicht :) Geht aber selbstverständlich nichts über einen gescheiten Controller.
 
@Ernst@at:
Das scheint so das typische Missverständnis zu sein dass ein RAID ein Backup komplett ersetzt - aber ein paar Tage lese ich hier ja auch schon mit (und habe uA mal das Thema überflogen, wo du mitgeholfen hattest einen großen RAID-Verbund zu retten...).

@Cytrox:
Meinst du die 250er? Die möchte ich ungern alle in den PC stopfen, da die alten SpinPoint P120s doch relativ warm werden und nicht ganz so ruhig laufen.
Und der Zweitrechner steht hier eh als 'Server' umher und wird nur bei Bedarf angeworfen.

Was den Controllerausfall angeht, sollen die Intel ICH untereinander recht kompatibel sein sodass man den Plattenverbund problemlos an einem anderen RAID-ICH in Betrieb nehmen kann.
Und wenn ich das gestern richtig gesehen habe, kann man den Verbund am ICH sogar relativ einfach erweitern während alles läuft - aber ich habe von einem Versuch doch abgesehen, da das ja ein wenig dauert, ein RAID neu zu organisieren...
 
JensS. schrieb:
Und wenn ich das gestern richtig gesehen habe, kann man den Verbund am ICH sogar relativ einfach erweitern während alles läuft - aber ich habe von einem Versuch doch abgesehen, da das ja ein wenig dauert, ein RAID neu zu organisieren...

Ja, ist schon klar, dass es machbar und nicht sonderlich schwer ist - aber es ist eben umständlich (Rebuild usw.)

zEtTlAh schrieb:
Schau dir doch mal die HDDs an... 250er... Das ist schon fast den Aufwand nicht wert. Aber deshalb wegwerfen ? Dann lieber n Raid 5 bei dem man nur n-1 an Platz verliert und dennoch eine gewisse "Sicherheit" am Start hat.

Von wegwerfen hat keiner was gesagt. Weiters könte man den "n-1 Platz" auch verwenden um die wichtigeren Sachen ein weiteres Mal abzusichern. Davon abgesehen sind 250 GB nicht so wenig, da passt schon einiges drauf - auch ohne die Sachen aufsplitten zu müssen.

JensS. schrieb:
Meinst du die 250er? Die möchte ich ungern alle in den PC stopfen, da die alten SpinPoint P120s doch relativ warm werden und nicht ganz so ruhig laufen.
Und der Zweitrechner steht hier eh als 'Server' umher und wird nur bei Bedarf angeworfen.

Ich hab gemeint wieso tust du die nicht als einzelne/selbständige HDDs in den Server rein. Das RAID ist imho nur ein Mehraufwand ohne wirklichen Nutzen.


Naja, ich will dir die Freude am RAID nicht nehmen. Es waren nur ein paar Anregungen wie man den Aufwand für das Ganze evtl. etwas verringern könnte. :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ach so meintest du das mit den einzelnen Platten - ganz einfach: Der Server hat eine Backplane in der normalerweise andere Datenplatten hängen und die Anzahl der SATA-Ports ist auch begrenzt.
Also belasse ich das, wenn ich die 250er einzeln nutze lieber beim aktuellen Stand: Im Server die Datenplatten und die Backup-Platten kommen hier aufs eSATA-Dock.

Und die Freude am RAID... nunja, es war ein Test, ob es sich gut macht. Es macht sich nicht sooo toll und somit lass ich das bleiben. Ein bisschen spielen muss doch sein ;)
 
Cytrox schrieb:
auf welchem Medium kann man ein 6TB RAID sichern?

Na auf einem 6TB Raid :-) Wenn man schon mit sowas anfängt, dann baut man es doppelt. Is zwar blöd wenn in der Kammer dann zwei File-Server (Produktiv/Backup) stehen, aber wenigstens sind die Daten einigermaßen sicher^^
 
Ein RAID5 aus ein paar kleineren Platten kommt dem Sinn der ganzen Erfindung ja näher als der Aspekt der zusätzlichen Ausfallsicherheit, was natürlich auch ein Schärflein zur Beliebtheit beiträgt.
Weder vom onboard-Controller noch von einem externen darf man sich aber keine Wunder von dem Ding erwarten.
Erster Fehler, der gerne passiert, ist das Misalignment, wenn der erste Partitioncluster in bester DOS-Manier auf Sektor 63 beginnt und schon mal die Performance kaputt macht.
Zweiter Fehler, das Verhältnis Clustersize:Stripesize nicht für den jeweiligen Verwendungszweck auszurichten. Fährt man ungewollt im Mischbetrieb vor sich hin, hält sich die Begeisterung über die Performance in Grenzen. Beim Lesen hat man ja die Wahl zwischen hoher Transferrate großer Dateien oder mehrerer nebenläufigen I/Os kleiner Dateien unterhalb der Stripesize.
Vollends enttäuscht wird man mit überzogenen Erwartungen beim Schreiben auf RAID5, weil man sich mit dem Redundanzbestreben mit wachsender Anzahl der Memberplatten der halben Leistung einer gleich großen Einzelplatte nähert.
Wem das nicht stört, der kann einem RAID5 auch was Sinnvolles abgewinnen, statt bloß ein Array mit xxTB zu bauen, um der Verwirrung durch die vielen Einzellaufwerken zu entgehen. :D
 
Ich sollte da eigentlich einen neuen Threat aufmachen, aber vielleicht hat hier ja jemand Infos dazu. Falls nicht mach ich gerne einen neuen Threat auf:


Windows Software Raid (egal welches) hat bisher immer absolut einwandfrei funktioniert sobald eine neue Windows Version installiert wurde. Konnte man direkt importieren.

Mit Controller Wechseln hatte ich auch aller seltenst Probleme, sofern ich beim selben hersteller geblieben bin. Als Beispiel: Eine HDD fällt aus und der Controller gleich mit. Baugleicher oder neuerer Controller rein, Array samt Problem wird erkannt, rebuild und gut.

ABER:

Hat schon jemand Erfahrung von ICH8 Board nach ICH8 Board oder neuere Generation ? Die raid Informationen werden ja mit auf die HDDs geschrieben und sollte somit THEORETISCH keinerlei Probleme bringen, aber hat das schon mal wer gemacht ?

Würde mich echt interessieren ob das sauber läuft.
 
ICH8 auf 9 auf 10 geht problemlos, in die andere Richtung geht es offiziell nicht (mit ein wenig Gefrickel schafft man es trotzdem, wie auch auf jeden anderen beliebigen onboard/externen Controller).
Zur Not heißt die Devise einen Schwung Platten kaufen und mit RAID Recovery Tools ist alles auch ohne Trickserei möglich.

ICH8 auf 8 geht gleichermaßen nur, wenn der Version Level des RAID-BootROM nicht kleiner ist als vorher
 
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