patison schrieb:
@iGameKudan Danke für diesen Kommentar. Ich habs mittlerweile aufgeben Leute davon zu überzeugen. Den Komfort und Kostenvorteil den ich mit dem eAuto habe, will ich nie wieder missen.
Nix zu danken.

Ich habe mich halt seit geraumer Zeit mal ein wenig ernsthafter und nüchterner mit dem Thema beschäftigt, da schon seit einigen Monaten (einige Zeit nachdem der Vollhybrid bei mir Einzug hielt...) ernsthafter der Gedanke bestand, vielleicht doch langsam den Umstieg auf ein E-Auto zu wagen.
Mein Ziel ist es ja nicht mal unbedingt irgendwen zu überzeugen. Die E-Mobilität geht halt natürlich auch mit einem gewissen Maß an Veränderung und auch mit Nachteilen einher. Dafür hat man wieder einige Vorteile. Das wirklich komfortable und entspanntere Fahren wegen fehlender Motorgeräusche und Schaltvorgänge, insbesondere im Stadtverkehr und im Stau. Die extrem gute Beschleunigung

. Die Lärm- und Umweltbelastung gegenüber Außenstehenden sinkt. Es entfallen viele übliche Verschleißteile, wodurch man seltener in die Werkstatt muss. Zumal viele Nachteile, die den Meisten beim Thema E-Auto in den Sinn kommen, auch eher Vorteile sind, die so oft mittlerweile garnicht mehr zutreffend sind.
Ja, man lädt länger wie man tankt. Und ja, man muss häufiger laden wie man tanken muss. Aber man muss explizit tanken fahren, während das Laden quasi nebenher erledigt wird. Mittlerweile gibt es nämlich in den meisten Ecken Deutschlands nämlich ein ganz gutes Netz an öffentlichen Lademöglichkeiten, vorallem im Bereich der meisten Ziele, die man im Rahmen des Alltag eh ansteuert.
Beim Kostenvorteil kommt halt bspw. auch noch die THG-Quote hinzu. Sind auch nochmal so 20-25€ aufn Monat gerechnet die man da einrechnen kann. Ich habe gerade mal gegooglet und schon das erste Angebot würde mir 325€ fürn ID.3 garantieren.
Natürlich muss man auch die Kehrseite der Medaille erwähnen: Die Anschaffungskosten sind höher wie vergleichbare Verbrenner - muss man auch erstmal bewerkstelligen können. Es kann zwar weniger kaputt gehen, aber das meiste was kaputt gehen kann, kann extrem teuer werden. Die Werkstattstundensätze sind auch höher.
Und man muss es halt realistisch sehen: Irgendwann kann man sehr stark davon ausgehen, dass zum einen die staatlichen Förderungen (bspw. Steuerbefreiung für 10 Jahre ab Erstzulassung, mancherorts kostenloses Parken, Kaufprämie, Wallbox-Förderung etc.) zurückgefahren werden. Und zum anderen, wenn ab einem gewissen Punkt zu viele Verbrennerfahrer umgestiegen sind, dass ausbleibende Steuereinnahmen an anderer Stelle und auch bei E-Autos generiert werden.
Nicht für jeden passt auch jetzt noch ein Elektroauto. Viele fahren vielleicht auch noch einen relativ modernen Verbrenner, wo es eigentlich finanziell und umwelttechnisch völliger Blödsinn wäre, diesen ohne ernsthafte Erfordernis für ein E-Auto wegzugeben. Und alleine daher ein E-Auto kein Thema ist.
Aber wenn sich viele wirklich mal nüchterner und ernsthafter im Gedanken mit der Anschaffung eines E-Autos auseinandersetzen bin ich stark davon überzeugt, dass beim nächsten Autokauf ein E-Auto für viel mehr Leute durchaus eine Option wäre, wie es sich diese jetzt vielleicht selbst vorstellen.
patison schrieb:
Die Fahrzeuge der deutschen Hersteller sind mittlerweile alle absolut Konkurrenzfähig und das obwohl sie die Transformation aus der alten Welt zu stemmen haben. Denn die ganzen neuen Emporkömmlinge haben auch nicht das Problem Altkunden ihre geliebten Verbrenner weg zu nehmen. Daher wirken BYD und co. genrell attraktiver. Die Kosten die bevorstehen komplette Werke umzurüsten etc. ist kein Geschenk. Aber dennoch werden da immer noch Strategische Fehler begangen...
Naja, die deutschen Hersteller haben halt auch das Problem der hohen Personalkosten und Anforderungen an die Umweltverträglichkeit. Dementsprechend werden die Preise gleichwertiger deutscher Autos immer höher sein wie solche die insbesondere in China gefertigt werden... Wo obendrein auch noch in einem Ausmaß mit Subventionen um sich geworfen wird, wie sie hierzulande oder in der EU wettbewerbsrechtlich niemals möglich sind. Zahlt sich für die Chinesen halt langfristig aus...
Und die höheren Preise muss man sich halt in erster Linie leisten können. Und wenn das gegeben ist auch wollen (für viele spielt das Herkunftsland des Herstellers halt keine Rolle... Ich persönlich lege halt zumindest auf ne europäische Herkunft wert).
Aber rein technisch sind die deutschen E-Autos mittlerweile durchaus eine gute Option. Da stimme ich dir zu. Von der Shitbox-Klasse bis zum Premium-Segment gibt es eigentlich für fast jeden Bedarf Optionen.
patison schrieb:
Mittlerweile bekommst du für einen guten Preis gebrauchte e Autos... verstehe bei so vielen das Problem net.
Jup.

Ich warte schon wirklich voller Vorfreude auf meinen erwähnten ID.3 Pro S.
g
Bei Elektroautos bin ich auch wesentlich entspannter was den Gebrauchtkauf angeht. Bei Verbrennern weiß ich nie, wie ist der Vorbesitzer damit gefahren (ist er kalt, sechseinhalb? Ständig Vollgas auf der Autobahn? Oder immer erst gediegen warmgefahren und auch danach nen entspannten Gasfuß gehabt?). Wie wurde der Wagen gewartet (gemäß scheckheft, vielleicht sogar häufiger wie laut Herstellervorgabe, oder seltener... Wurde E10, E5 oder sogar Premium gefahren?). Viel mehr Teile abseits der Verschleißteile, die kaputtgehen könnten. Daher, und ich verstehe, wenn sich das für manche jetzt dekadent liest, war schon der Kauf meines letzten Verbrenners mit 36.000km nach vier Jahren schon nicht ganz gedankenlos.
Beim E-Auto spielt die Fahrweise weit weniger eine Rolle und es gibt weit weniger Teile, die in unbekanntem Maße verschlissen sein können. Die meisten Sorgen über beeinflussbare Faktoren lassen sich mit einer sauberen Wartungshistorie und einem Batteriezertifikat zerstreuen.