Macerkopf schrieb:
Elektroautos machen nur im Firmenleasing Sinn
Das ist ziemlicher Blödsinn. Mal eben den Style LaunchEdition mit ein wenig Zusatzausstattung (Ganzjahresräder 18", Gummifußmatten) in den Konfigurator getippt, da kam ich bei 48 Monaten und 30.000km/Jahr bei 380€/Monat raus. Ohne ID.-Kaufprämie oder Elektroförderung.
Edit: Ergibt ca. 13.000€ Leasingkosten in vier Jahren - weit geringer wie der Wertverlust, den man nach 120.000km erwarten darf…
kicos018 schrieb:
Preislich sind die Modelle abseits der Basis einfach immens unattraktiv. Für nur 3k mehr bekommst du das Facelift des neuen Born VZ mit 100PS mehr und weiteren 300km(!) Reichweite.
Der Born (VZ) ist halt auch einfach andere andere Klasse. Hier gehts um die Polo-Klasse und darüber hinaus voller Hütte. Der ID.Polo wiegt wesentlich weniger. Die geringere Reichweite bleibt, aber für regelmäßige Langstrecke ist das Auto auch nicht gemacht.
Wenn du den Born VZ abgesehen von der anderen Klasse auch noch (vergleichbar) voll machst, ist der Preisunterschied ganz erheblich, denn dann kommen noch dazu:
- Wärmepumpe (1080€)
- Immersive Pack (575€) für den Premium-Sound
- Navigationssystem 12,9" mit erweiterten Cupra Connect-Funktionen (850€)
- Skyline Roof (1120€)
... und dann sind das keine 3k mehr Unterschied, sondern eher ~6,5-7k...
frankkl schrieb:
ür einen Kleinwagen mit real unter 300 Kilometer reich'weite' für 25000 Euro na ich weis nicht.
Für einen europäischen Kleinwagen normal... Und bei den Anwendungsfällen wofür Kleinwagen meist genutzt werden ist die Basisreichweite nicht DAS Problem (auch, wenn sie mir zugegebenermaßen als 30.000km pro Jahr mit einem Kleinwagen-Fahrer ohne eigene Lademöglichzeit zu gering wäre).
Christi schrieb:
akkus bei den einstergermodellen wie bei der konkurrenz viel zu klein.
im winter 150km max will keiner für 25000euro.
Kommt auf den Anwendungsfall an. Der eUP! war damals ein echt beliebtes Elektroauto...
Christi schrieb:
würde ich mir lieber den billigsten dacia sandero für 12500€ kaufen.
Der Dacia Sandero ist aber kein Elektroauto und von der Liga her sicherlich weit unterm ID.Polo. Und was du beim Sandero in der Anschaffung weniger zahlst, zahlst du darüber hinaus bei den Betriebs- und Wartungskosten wieder drauf...
Dittsche schrieb:
160km/h Höchstgeschwindigkeit würde ihn für mich auf der autobahn disqualifizieren, aber naja dafür ist er offensichtlich auch nicht ausgelegt (?).
Wie du schon sagst, für möglichst schnelle Autobahnfahrten ist er auch nicht gedacht. Und da die wenigsten wirklich schneller wie die Richtgeschwindigkeit von 130 fahren...
wertertzu schrieb:
Wenn die Kiste am Ende ~40k€ kostet mit "Top" Ausstattung, kann ich auch noch ~10k€ drauf legen und mir nen gebrauchten Porsche Taycan kaufen.
Der 50.000€-Taycan ist dann aber auch schon gebraucht, hat hohe fünf- bis niedrige sechsstellige Kilometerleistungen, ist halt mal fast einen Meter länger (was in der Stadt ein ernsthaftes Problem sein kann!) und hat definitiv wesentlich höhere Wartungs- und Betriebskosten wie ein Polo.
Oder ums kurz auszudrücken: Das eine ist ein gebrauchter Sportwagen, das andere ein neuer Kleinwagen.
wertertzu schrieb:
Nee, 25k€ mit vernünftiger Ausstattung, 200km/h VMAX, 350km realer Reichweite im Winter und Heck/Allradantrieb reicht vollkommen.
Mit einem E-Auto will man in der Realität eh selten viel schneller wie 130 fahren - selbst da leidet der Durchschnittsverbrauch schon massiv.
Und wozu es unbedingt Heckantrieb braucht sei mal dahingestellt - aber wozu braucht es einen Allradantrieb in nem Kleinwagen und dessen üblichen Einsatzzweck? Auch bei einem E-Auto ist genau wie ein Verbrenner ein Allradantrieb beim Verbrauch mehr oder weniger deutlich nachteilig wie ein reiner Front- oder Heckantrieb.
Aquaero schrieb:
Würde der 200 PS Polo mindestens auch so eine Reichweite haben (550 km plus) und die Ladedauer wäre nur maximal 10 Minuten, würde ich sofort auf Elektro umsteigen.
Ganz ehrlich: Überlege mal, wo im Alltag (Restaurantbesuch, Einkauf, Arztbesuch, Ausflug, Pause auf der Autobahn etc.) das Auto mal ne halbe Stunde oder so rumsteht.
Das E-Auto-Laden dauert selbst beim Schnellladen länger, ja. Ist aber nur ein Problem, wenn man bei dem Thema Laden genauso denkt wie beim Tanken. Wenn man mal ein wenig umdenkt stellt das auf einmal kein großartiges Problem mehr dar...
SKu schrieb:
Als reines Stadtauto evtl. interessant, nicht aber für Pendler, die auch nicht zuhause laden können.
Zu geringe Reichweite, zu niedrige Ladeleistung. Da geht viel Lebenszeit bei drauf durch die Ladedauer. Macht echt nur Sinn, wenn man das Ding zuhause an einer Wallbox anschließen kann und keine großen Strecken täglich gefahren werden müssen.
Ich weiß zwar nicht was du für Kilometerleistungen für Pendler im Gedanken hast. Aber bei 300-400km Reichweite kommt der durchschnittliche Pendler easy eine Woche rum... Thema Zeitaufwand fürs Laden ist im Zitat über deinem behandelt.
Klar, für regelmäßige Langstreckenfahrer ist der ID.Polo nix. Dafür ist er aber auch nie gedacht worden.
Hamburger85 schrieb:
211 ps und dann nur 160 km/h. Warum sollte sich jemand diese überhaupt holen? Bis auf den größeren Akku bietet dieses keinen Vorteil.
Wer macht sowas?
Beschleunigung? Elastizität beim Überholen?
Die Höchstgeschwindigkeit von 160 reicht für die allermeisten Autofahrer völlig raus.
nighteeeeey schrieb:
37kWh mit 90kW Ladeleistung 😂😂😂 im Jahr 2026. Die deutsche Autolandschaft hat den Untergang echt verdient ey. Das ist ja einfach eine absolute Frechheit sowas überhaupt noch anzubieten.
Ich hoffe wir werden alle von China überranntfahren. Holy shit.
Ich weiß nicht was an 90kW Ladeleistung bei einem 37kWh-Akku so eine Frechheit ist, dass man der eigenen Schlüsselindustrie den Untergang wünscht?
Eher ist dein Kommentar dabei ein wenig frech. Die Ladeleistung ist nämlich immer auch gewissermaßen von der Akkugröße abhängig. 90kW Ladeleistung sind bei dem Auto echt ordentlich - ca. 2,5C. Unter 30 Minuten fürs 10-80% laden. Völlig in Ordnung.
Macerkopf schrieb:
Hinzu kommt der zusätzliche Zeitaufwand für die Planung der Ladestopps und das laden selber, wenn deine Zeit keinen Wert hat, dann ist das deine Sache, ich hab besseres zutun als mir irgendwelche Routen vorab anzuschauen und mich 20min an eine Ladestation zu stellen
Also ich weiß ja nicht, wie stressig/vollgepackt dein Alltag ist. Aber die Routenplanung inklusive Ladestopps machen die neueren E-Autos alle automatisch. Und irgendwo mal 20-30 Minuten rumstehen tut das Auto im Alltag auch während man es nutzt (d.h. nicht auf Arbeit oder Zuhause geparkt ist) sowieso. Sei es beim Einkaufen, bei Arztbesuchen, beim Essen oder während der Pause bei längeren Autobahnfahrten.
Wenn man also vielleicht mal beim Thema Laden umdenkt (es wird nebenher gemacht) anstatt so zu denken wie wenn man nen Verbrennerfahrzeug tanken muss (man muss extra zur Tankstelle fahren), ist es kein sooo großartiges Drama mehr, was den zeitlichen Aufwand angeht.
Macerkopf schrieb:
dann hält sich der Spareffekt bei öffentlichem Laden mehr als in Grenzen.
Selbst bei nur 1000km/Monat ist der Spareffekt erheblich. Mal als Rechenbeispiel (vereinfacht ohne Ladeverluste, denk dir halt 10-15% dazu):
Mal angenommen du fährst einen Benziner mit 6,5L pro 100km und derzeitigen Spritpreisen von locker 2,10€/L für Super E5.
6,5L*2,10€ = 13,65€
Oder für 1000km 136,50€.
Bei einem E-Auto kannst du so mit 15-16kWh/100km in der Realität rechnen. Gehen wir erstmal davon aus, du lädst irgendwo ungünstig ohne Ladetarif für 69ct/kWh...
16kWh*0,69€ = 11,04€ an Ladekosten
Oder für 1000km 110,40€.
Wenn du jetzt einen Ladetarif buchst, reduzieren sich gegen eine Grundgebühr die Ladekosten für Ladungen an den Säulen des Anbieters (d.h. man sollte Ladesäulen des Anbieters in der Nähe haben, von dem man nen Tarif abschließt). Beispielhaft bei Ionity oder EnBW für 11,99€/Monat auf 0,39ct/kWh.
Du fährst die beispielhaft genannten 1000km/Monat, verbrauchst 16kWh/100km, also benötigst du 160kWh Ladestrom im Monat. Also beträgt auf die kWh gerechnet die Grundgebühr 7,49ct. Insgesamt zahlst du mit also 46,49ct/kWh bei 1000km Fahrleistung im Monat und 11,99€/Monat Grundgebühr.
Und nun die Ladekostenrechnung:
16kWh/100km*0,4649€ = 7,44€.
Oder für 1000km halt 74,40€. Statt 136,50€.
Das ist ein Unterschied, der sich für dich "in Grenzen hält"? Da ist die ausgedachte E-Karre sogar billiger wie mein äußerst sparsamer Vollhybrid, den ich im Alltag mit 3,8L/100km bewege (7,98€/100km).
Nehmen wir nun den vermutlich noch sparsameren ID.Polo (angenommen 13kWh/100km und dementsprechend bei 1000km Fahrleistung im Monat und einem Verbrauch von 130kWh/Monat einen kWh-Preis von 49,84ct):
13kWh*0,4984€ = 6,48€/100km
Manchmal gibt es auch günstige Möglichkeiten zum AdHoc-Laden (d.h. Kreditkartenzahlung, ohne App, Ladekarte oder Tarif). Bei manchen JET-Tankstellen bspw. für 49ct/kWh, oder an vielen Supermärkten.
Beim E-Auto lädt man übrigens meist nur von 10-80% (der Bereich, wo das Laden am Schnellsten geht und der Akku am wenigsten belastet wird). Ergibt also beim 52kWh-Akku des ID.Polo im Alltag ne Kapazität von 36,4kWh. Du müsstest also für 130kWh 3,57x im Monat laden.
Also mal wirklich... Kein Beinbruch. Und erheblich Einsparungen.