News Innenminister wollen Facebook-Partys verbieten

leon habe ich heute auch gesehn. ich verfolge die deutsche politik sehr. bei uns ist es ja langweilig dagegen. aber sei dir gewiss die nächste regierung steckt mit denen auch wieder unter einer decke. wie immer und immer weiter, und weiter und das gleiche und das gleiche..... der verlierer bleibt immer das volk. genau das volk welche diese vertreter wählt.
 
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Das geht schon fast in den Bereich Offtopic.
Im Kern wird von den Ministern die Versammlungsfreiheit eingeschränkt.
Den Computerführerschein verstehe ich auch als eine Art von Einschränkung.
 
Leon schrieb:
... unseren Frontallappen mindermöblierten Politiker ...

Genial! :D

Als ich die Meldung las, kam mir als erstes in den Kopf, dass unsere Politiker echt nichts besseres zu tun haben, als sich mit Nichtigkeiten auseinanderzusetzen.

Jetzt mal ernsthaft und abgesehen von davon, dass damit Kosten entstehen, die ersetzt werden müssen usw..., aber gibt es wirklich keine wichtigeren Dinge? Anstatt sich ernsthafte Gedanken zu machen, soll einfach alles verboten werden, von dem die Leute (Politiker) keine Ahnung (oder vielleicht sogar Angst) haben. Irgendwie lächerlich, glaubt Ihr nicht auch?
 
Nochmal zum Topic/Thema:

Ich denke nicht, dass es hier um eine "Scheindebatte" oder gar die Einschränkung von Freiheitsrechten geht. Ich glaube viele sind sich gar nicht bewusst darüber, wie glimpflich der Vorfall von Hamburg abgelaufen ist.
Das Problem an dem ganzen Thema stellt sich für mich anders da:
Bei den sogenannten „Facebook-Parties“ haben die Behörden, aufgrund der Kurzfristigkeit und sofern sie überhaupt informiert sind, wenig Möglichkeiten ausreichende Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Sofern die Behörden informiert sind stellt sich zudem die Frage, wieviele Personen denn tatsächlich kommen. Es ist somit vielmehr eine Frage des Sicherheitsaspektes.

Ich habe in einem Fernsehbericht die örtlichen Gegebenheiten in Hamburg gesehen. Es ist eine Wohnstrasse und das Wohnhaus des Mädchens ist nur über einen schmalen Fußgängerweg zugänglich, d.h. das Ziel- bzw. Wohnhaus hat keinen direkten Anschluss zur Wohnstrasse.
Jetzt werden sich wohl die meisten von uns ausmalen können was hätte passieren können, wenn innerhalb von kürzester Zeit, und möglicherweise ohne Kenntnis der Behörden, 16.000 Menschen versucht hätten zum Wohnhaus des Mädchens durchzukommen. Hier hätte es unter ungünstigen Umständen ganz schnell zu einer handfesten Massenpanik kommen können. Ich bezweifel ganz stark, dass allein die Wohnstrasse 16.000 Menschen verkraftet hätte. Spätestens der schmale Fußgängerweg zum Wohnhaus des Mädchens wäre zum Nadelöhr geworden und die teilweise betrunkenen Gäste hätten vermutlich von hinten nachgeschoben. Da hätten nur ein paar Personen stürzen müssen und nachfolgende ebenfalls, dann hätte man ein ähnliches Horror-Szenario gehabt, wie beim Unglück bei der Loveparade 2010. Und diese Vorstellung ist alles andere als abwegig. Die Menschen die sich am Rand der Wohnstrasse befunden hätten, hätten vielleicht über die Vorgärten der Anwohner einen Fluchtweg gehabt. Die Menschen die sich vorne am Nadelöhr befunden hätten, hätten keine Fluchtmöglichkeit gehabt. Googelt mal nach den Bildern von der Massenpanik auf der Loveparade. Parallelen durch örtliche Begebenheit, mangelnde Ausweichmöglichkeiten, und Menschenmenge sind durchaus gegeben.

Insofern Glück im Unglück, dass es in Hamburg letztendlich nur 1.600 Menschen waren, die Behörden kurzfristig Personal bereitstellen konnten und dass es "nur" zu Sachbeschädigungen, leichten Körperverletzungen und zugemüllten Strassen bzw. Vorgärten gekommen ist. Es zeigt aber auch, dass es ohne die Polizei leider nicht geht. Und sei es nur, um den Vandalismus im Zaum zuhalten.

Resümierend kann ich somit den Vorwurf von Herrn Spitz nicht teilen. Entweder ist er sich über die o.a. potenzielle Problematik bzw. Sicherheits-Risiken nicht bewusst oder er initiert eine Scheindebatte zur vermeintlichen "Scheindebatte" um sich einen Namen zu machen und um Sympathiepunkte bei den vielen jungen Facebook-Usern zu sammeln.

EDIT
Damit manche eine Vorstellung davon bekommen wie voll die Wohnstrasse bereits mit 1.600 Menschen war, habe ich ein paar Bilder hinzugefügt. Die 10-fache Menge an Menschen wäre definitiv zum Problem geworden. Speziell ohne ausreichende Sicherheitsvorkehrungen. Sofern dies bei den örtlichen Gegebenheiten überhaupt möglich wäre.
fb1z.jpg

fb2w.jpg

fb3t.jpg

fb4e.jpg

Btw und zum Abschluss mal ein heiterer Gedankengang zum Thema:
Was wäre gewesen, wenn 16.000 Menschen gekommen wären und jeder einzelne ihr ein Geburtstags-Geschenk überreicht hätte? :)
 
Zuletzt bearbeitet: (Bilder hinzugefügt)
@FreeYourMind:
Ich gebe Dir in allen Punkten Recht.
Aber es geht um die Einschränkung der Versammlungsfreiheit.
Die Frage ist nur, ob die Einschränkung hier sinnvoll ist.
Ich persönlich finde, dass egal warum, es keine Einschränkung geben darf.
Es wird eine Grenze überschritten. Und ich kann nicht vorhersagen, welche Auswirkungen das hat.
Das System muss meiner Meinung nach in der Lage sein die Sturm- und Drangphase der Jugendlichen zu ertragen. D.h. nicht das man sich alles von den Jugendlichen gefallen lassen muss.
 
@ matty2580
Laut Wikipedia gibt es Einschränkungen zum Grundrecht der Versammlungsfreiheit die Gesetzeskonform sind:
Einschränkungen in der Ausgestaltung der grundrechtlichen Versammlungsfreiheit ergeben sich in erster Linie aus dem Versammlungsgesetz (VersammlG), das jedoch seinerseits im Lichte des Art. 8 GG und seiner grundlegenden Bedeutung zu betrachten ist:
Auflösung/Verbot der Versammlung: Die zuständige Behörde kann eine Versammlung oder einen Aufzug verbieten oder von bestimmten Auflagen / Beschränkungen abhängig machen, wenn nach den zur Zeit des Erlasses der Verfügung erkennbaren Umständen die öffentliche Sicherheit oder Ordnung bei Durchführung der Versammlung oder des Aufzuges unmittelbar gefährdet ist (§ 15 Abs. 1 VersammlG). Diese unmittelbare Gefährdung ist im Hinblick auf die hohe Bedeutung des Art. 8 GG anhand konkret belegbarer Tatsachen aufzuzeigen: Bloße Vermutungen, Annahmen und Erfahrungssätze reichen dafür nicht aus (konkrete Gefahrenprognose).

P.S.
Ich bin zwar kein Jugendlicher, aber ein Spießer der den Jugendlichen keinen Spass gönnt bin ich auch nicht. Ich versuche nur, das Thema aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. ;)
 
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@FreeYourMind:

Danke für die Bilder. Aber jetzt finde ich das erst richtig gut;)

1600 meist junge Menschen die zusammen Spaß haben. Ich denke mal die Freiheit sollten wir uns dann doch gönnen.

Findest du die Menge an Menschen bedrohlich? Warst du schon mal auf einer großen Kirmes oder kurz vor Weihnachten in der City etc.
Vielleicht sollten wir wirklich nur noch Zuhause bleiben oder uns in kleinen Gruppen bis max. 4 Personen treffen ich denke das Risiko das es zu Unglücken oder Gewalttaten kommt sinkt proportional ;)

Bei der Loveparade in Duisburg ist es trotz Plannung von langer Hand zu einen Unglück gekommen und zwar aus einen Grund. Man wollte die Menschen aus der Innenstadt heraus halten. Es hätte ja zu Vandalismus und Gewinneinbrüchen kommen können.
Eine seltsame Gesellschaft die Angst vor der eigenen Jugend hat.
 
"Bloße Vermutungen, Annahmen und Erfahrungssätze reichen dafür nicht aus (konkrete Gefahrenprognose)."
Genau diesen Bereich wollen die Minister verändern.
 
savage. schrieb:
Findest du die Menge an Menschen bedrohlich? Warst du schon mal auf einer großen Kirmes oder kurz vor Weihnachten in der City etc.
Nein, ich empfinde die Menge nicht als bedrohlich, da es nur 1.600 Menschen sind. Wie geschrieben, wären es 16.000 dann würde ich mir Sorgen um die Sicherheit der Jugendlichen machen.
Sicherlich war ich schonmal auf einer Kirmes. Nach meinen Informationen gibt es sehr strenge Auflagen was die Sicherheitsvorkehrungen betrifft. Zum Beispiel sind auf solchen Veranstaltungen immer Mediziner und Sanitäter vor Ort.
Vielleicht sollten wir wirklich nur noch Zuhause bleiben oder uns in kleinen Gruppen bis max. 4 Personen treffen ich denke das Risiko das es zu Unglücken oder Gewalttaten kommt sinkt proportional
Nein. Ich glaube, wenn man von einem extrem ins andere extrem fällt, dann ist dies einer sachlichen diskussion eher abträglich. ;)
Bei der Loveparade in Duisburg ist es trotz Plannung von langer Hand zu einen Unglück gekommen und zwar aus einen Grund. Man wollte die Menschen aus der Innenstadt heraus halten.
Nach meinen Informationen gab es eklatante Sicherheitsmängel.

@ matty2580
Die Behörden müssten von Fall zu Fall vor Ort entscheiden. Gegen ein striktes und Generelles Verbot bin ich auch. Im übrigen glaube ich auch nicht, dass es dazu kommen wird:

Schünemann: Kein generelles «Facebook-Party»-Verbot
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin seit Jahren in meinem Ortsverein tätig(SPD).
Ich habe über dieses Thema mit Bundes- und Landestagsabgeordneten geredet.
Ich darf leider keine Namen nennen. Aber es gibt Grund sich um die Versammlungsfreiheit zu sorgen.
Solche Meldungen unterstützen ihre Positionen.
 
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FreeYourMind schrieb:
Sicherlich war ich schonmal auf einer Kirmes. Nach meinen Informationen gibt es sehr strenge Auflagen was die Sicherheitsvorkehrungen betrifft. Zum Beispiel sind auf solchen Veranstaltungen immer Mediziner und Sanitäter vor Ort.

Mag sein, was machen die bei einer Massenpanik?
Ich glaub wenn die Menschen bei was weiß ich für Extremsportarten ohne Medizinische Betreuung durchkommen schaffen sie es auch bei einer Party;)



FreeYourMind schrieb:
Nach meinen Informationen gab es eklatante Sicherheitsmängel.
Polizei und Politik hat nur einfach alle Warnungen in den Wind geschlagen... aus schon erwähnten Gründen.

Und noch mal zum Sicherheitsaspekt. In einer Disco reichen für 1300 Menschen laut Gesetz 4 Security Leute, keine Sanitäter oder ähnliches.
Ich denk mal das bei der Facebook Party mindestens 6 erwachsene, besonnen Männer waren die die Aufsicht hatten;)
 
@FreeYourMind:
Schütze Deine Rechte.
Mehr will und kann ich dazu nicht sagen.
Einige der Abgeordneten haben schon eine extreme Meinung.
Und ich habe nicht nur mit SPD-Abgeordneten gesprochen.
Ich will aber auch keine Paranoia auslösen.
Ich glaube nicht das diese extremen Meinungen Mehrheiten finden.
Über die Anträge der einzelnen Fraktionen kann sich jeder selbst ein Bild machen.
Wir sind ja eine offene Demokratie.
Aber was unter 4 Augen gesagt würde, bleibt auch unter 4 Augen.
 
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savage. schrieb:
Mag sein, was machen die bei einer Massenpanik?
Bei unserer Kirmes kann es zu keiner Massenpanik kommen, weil es in kurzen Abständen Fluchtpunkte bzw. Auslaufzonen gibt. Massenpaniken enstehen i.d.R. dann, wenn die Menschen o.a. nicht haben.
Ich glaub wenn die Menschen bei was weiß ich für Extremsportarten ohne Medizinische Betreuung durchkommen schaffen sie es auch bei einer Party
Solange nichts passiert...
Im übrigen auch schlecht vergleichbar, weil sich Extremsportler der Gefahr bewusst sind und mehr oder weniger auf eigenes Risiko handeln.
Polizei und Politik hat nur einfach alle Warnungen in den Wind geschlagen... aus schon erwähnten Gründen.
Einer schiebt dem anderen den schwarzen Peter zu. Fakt ist, das es Sicherheitsmängel gab. Wer jetzt der Schuldige ist für mich eher zweitrangig.
Vorrangig sollte sein, dass sich der Vorfall nicht wiederholt.
 
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FreeYourMind schrieb:
Bei unserer Kirmes kann es zu keiner Massenpanik kommen, weil es in kurzen Abständen Fluchtpunkte bzw. Auslaufzonen gibt. Massenpaniken enstehen i.d.R. dann, wenn die Menschen o.a. nicht haben.

Massempaniken können auch enstehen wen es einen knall (schreck) gibt, dan handelt der Mensch instinktiv und rennen in eine richtung (die denken nimmer sind wie zombies und rennen alle in eine richtung) da kann es noch so viele möglichkeiten zur flucht geben
Ergänzung ()

FreeYourMind schrieb:
Was wäre gewesen, wenn 16.000 Menschen gekommen wären und jeder einzelne ihr ein Geburtstags-Geschenk überreicht hätte? :)


Dan hätte sie 16k Geburstagsgeschenke
 
Smockil schrieb:
Massempaniken können auch enstehen wen es einen knall (schreck) gibt, dan handelt der Mensch instinktiv und rennen in eine richtung (die denken nimmer sind wie zombies und rennen alle in eine richtung) da kann es noch so viele möglichkeiten zur flucht geben
Wäre mir neu. Und selbst wenn, soll man deswegen sämtliche Sicherheitskonzepte bzw. Bestimmungen über Bord werfen?
Dan hätte sie 16k Geburstagsgeschenke
Nicht nur das. Sie hätte ein massives Platzproblem und wäre vermutlich heute noch damit beschäftigt, ihre Geschenke auzupacken. :D
 
"Dan hätte sie 16k Geburstagsgeschenke"
Cool ich werde sofort eine Facebook-Party in Potsdam eintragen.
 
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@ matty2580
Dann miete im voraus schonmal ein Lagerraum an. ;)
Abschliessend nochmal von meiner Seite zum Thema:
http://www.sueddeutsche.de/panorama...gaeste-elf-festnahmen-drei-anzeigen-1.1105389
"Mit zunehmender Alkoholisierung", so ein Polizeisprecher, kippte die Stimmung ins Aggressive. Mülltonnen wurden angezündet, eine Gartenlaube brannte nieder, Autos demoliert. "Es flogen Steine, Flaschen und Feuerwerkskörper. Partygäste nahmen Vorgärten auseinander, Zäune wurden niedergetrampelt", so der Sprecher. Einige machten es sich auf Dächern gemütlich. Zur Abkühlung oder auch nur zum Urinieren nutzte mancher den nahen Bramfelder See. Um zwei Uhr war der Spuk vorbei - auf welche Höhe sich die Kosten für Polizei, Sicherheitsdienst und Stadtreinigung belaufen, war noch unklar.
Bei solchen Vorfällen nützt auch einer Verniedlichung oder Bagatellisierung nichts mehr. So nach dem Motto: Jugendliche wollen doch nur Spass haben und alle anderen sind Spießer.
In dem o.a. Fall ist es absolut legitim, wenn die Polizei die Versammlung auflöst, weil die öffentliche Ordnung und Sicherheit gefährdet ist.
Smockil schrieb:
Blöd und unsachlich in dem Kontext.
Es mag zwar Spiesser unter Erwachsenen geben, aber es gibt auch Ignoranten unter Jugendlichen.
 
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Du hast den Sinn von den Artikel nicht kapiert... ;)

Es geht ja nicht darum das sie Polizei das aufgelöst hat sondern darum alles gleich zu verbieten...
Marijuhana ist auch Verboten und wieviele halten sich daran? 5-10%?
 
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