News Intel Optane SSD DC P4801X: Geschrumpfter Controller für 3D XPoint auf M.2 im Server

MichaG

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#1

benneque

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#2
Hoffentlich gibt's dann demnächst dazu auch ein paar Benchmarks hier. Auch wenn das Teil preislich bestimmt nochmals deutlich über der 4800X liegen wird, könnte es interessant sein.
 

r4yn3

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#3
Welche Erkenntnisse sollte man sich von einem Test erhoffen, welche man nicht bereits von der P4800X weiß? Interssant finde ich nur dass man nun die benötigte Packages hat, um die 1,5TB Version zu realisieren.

Bezgülich geschrumpfter Controller. Der Chip ist doch klein genug? Oder benötigt der Chip wirklich so viel mehr BGA Kontakte als andere M.2 Controller als das hier zum Problem wurde? Wirkt eher so, als hätte man dieses Produkt spontan geplant, sonst hätte man sicher bereits bei den PCIe Karten die Controller kleiner entwerfen können.
 

Holt

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#4
Interessant wäre schon wie die Leistung mit dem neuen Design ausfallen wird, aber eigentlich nur, wenn dann auch eine Consumer Versiond davon erscheint. Bisher sind aber nicht einmal die angekündigten 900P mit mehr Kapazität (960GB und 1,5TB) erschienen.

r4yn3, der Die auf dem Controller ist klein, aber scheinbar braucht man eben so viele Verbindungen um die 3D XPoint anzusprechen, denn wenn man die Latenzen gering zu halten will, darf man da auch keine Leistungen einsparen und etwa wie bei RAM die Adressen der Rows und Columns nacheinander übertragen.
 
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r4yn3

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#5
Der Artikel sagt doch dass es sich um die gleiche Controller Architektur handelt, nur kleineres Package. Nur da es keinen Kühlkörper gibt ist die Leistung eher darunter, aber wohl kaum höher.
 

Holt

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#6
Die Leistungsaufnahme muss deutlich gesenkt werden, da ein M.2 Slot maximal so 8.5W abgeben kann und ich meine dauerhaft sind sogar nur 7W vorgesehen. Die 900P 280GB ist aber schon mit "Power - Active: 14W" spezifiziert, Kühlung hin oder her, so viel Leistung darf eine M.2 SSD gar nicht über den Slot ziehen.
 

r4yn3

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#7
Und deswegen erwartet man mehr Performance?
 

Holt

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#8
Wer erwartet denn mehr Performance? In der News steht doch: "Die gleiche Leistung ist dennoch nicht zu erwarten, denn in puncto Leistungsaufnahme und Abwärme bringt der kompakte Formfaktor Limitierungen mit sich."
 

r4yn3

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#9
Gut, wäre das geklärt. Bringt mich aber wieder zu meiner ursprünglichen Frage,

Welche Erkenntnisse sollte man sich von einem Test erhoffen, welche man nicht bereits von der P4800X weiß?
Leistung sollte ja identisch sein, nur holt einem hier im M.2 Format irgendwann mal das Temperature Target bei Dauerlast ein. Man hat dann das selbe Problem wie auch bei einer 960 Pro. Habe ich selbst überhaupt ein Szenario wo ich in ein thermisches Limit laufe? Wie die Lesertests zeigen, hat das ein 0815 User nicht.

Da es sich hier aber um Server Hardware handelt, gehe ich davon aus dass man das meiste sowieso über den Luftstrom abfängt. Wenn man das gute Stück in einen Server steckt wie sie ständig drosselt weil Dauerlast und keine Kühlung, hat man wohl ohnehin den falschen Beruf.

Edit: Mich hätte ja nun eine Test einer 900P ohne Kühler interessiert. Die Mühe hat sich scheinbar noch keiner machen wollen.
 
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Holt

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#10
Was für ein Temperatur Target sollte einen einholen? Wenn das Teil vernünftig gekühlt wird, wird es auch nicht zu warm und muss nicht throtteln. Von dem Designer eines Enterprise Rechners der so eine Enterprise SSD aufnehmen soll, kann man wohl erwarten das dieser auch genug von der Kühlung der Komponenten versteht und die Spezifikationen lesen kann, denn dort wird wie bei allen Intel Enterprise SSDs sicher auch drin stehen welchen Luftzug bei welcher Temperatur die SSD erfordert.

Und warum sollte man eine 900P ohne Kühler testen, wenn sie ab Werk mit Kühler ausgeliefert wird? Wenn, dann ist die Temperatur allenfalls bei den 800P interessant, denn die sind für Consumer, Consumer verstehen oft wenig bis gar nicht von der Kühlung der Komponenten und Slientfans sparen sich gerne alle Lüfter ein, greifen dann zu passiv gekühlter HW ohne zu Wissen das passiv gekühlt nur bedeutet das die Teile keine eigenen Lüfter haben, aber noch längst nicht das sie auch ohne einen kühlenden Luftstrom auskommen!
 

r4yn3

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#11
Du musst nicht immer meine Aussage mit anderen Worten wiederholen nur damit es so wirkt als hätte ich unrecht. Aber seis drum.

Naja, du möchstest wissen wie die Leistung einer P4801X ist. Technisch gesehen sollte sie gleich sein, hast du ja gelesen. Die Leistung limitieren kann nur die Temperatur. Also läge es nahe, eine bereits ähnliche Hardware mit den selben Vorraussetzungen zu testen (wenn man denn scharf auf das Ergebniss ist).
Eine Consumer SSD werden sicher mehr Leute durch einen Parcour jagen, als eine Server SSD. Daher hätte ich spontan nach der 900P gesucht. Zumal du selbst sagtest, es wäre nur interessant um zu sehen wie eine Consumerversion davon abschneidet. 900P, Consumer...

Eine 800P ist irrelevant da sie einen anderen Controller verbaut hat.
 

Holt

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#12
Nein nicht nur die Temperatur kann die Leistung limitieren, auch die Leistungsaufnahme, wie ich schon schrieb. Ist ist nämlich für M.2 auf so etwa 8,5W beschränkt, während die bei den Optane in den anderen Formfaktoren unter Last deutlich höher liegt. Für die DC P4800X 375GB in 2.5" gibt Intel z.B. 18W an, die DC P4801X 375Gb dürfte also nicht einmal halb so viel Leistung ziehen, nicht wegen der Temperaturen, sondern wiel M.2 nicht so viel Leistungsaufnahme über den Slot erlaubt!
 

r4yn3

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#13

Holt

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#14
Das haben sie eben damals auch auf Kosten der Schreibperformance gemacht, da NANDs beim Schreiben am meisten Leistung aufnehmen. Die DC P4800X 375GB braucht Idle 5W und 18W im Betrieb, also 13W mehr, ein Teil mag auf den Controller entfallen, am meisten dürften aber die 3D XPoint nehmen, was sich auch mit dem Hinweis deckt, dass Cascade Lake-SP durch die 3D-XPoint-DIMM Unterstützung einen deutlichen Mehrverbrauch hat. Die DC P4801X wird also weniger Dies parallel ansprechen können um nicht zu viel Leistungsaufnahme zu haben und dies dürfte auf die Performance gehen, sofern Intel nicht die interne Rendundanz denkt hat und damit nicht so viele Dies ansprechen muss um trotzdem zuverlässige Daten zu erhalten.

Die DC P4800X und 900P haben ja viel mehr Overprovisioning als etwa die kleinen 800P, die 900P ist aber trotzdem pro GB deutlich günstiger, obwohl sie den aufwendiger ist (große Platine, großer Controller, Kühlkörper), daher liegt die Vermutung nahe, dass die schlechten Qualitäten dort landen und eben viel Redundanz nötig ist um die Daten sicher zu speichern, weshalb selbst der fette Controller so massiv limitiert, dass die 480GB nicht schneller als die 280GB ist und beide deutlich unter dem Limit der Schnittstelle bleiben. Bessere Qualitäten scheinen weniger Bitfehler zu produzieren und damit in der 800P zu landen, die mit weit weniger OP auskommt. Allerdings scheint die DC P4801X ja auch mit 375GB Nutzkapazität zu kommen, obwohl ja wohl 4 Dies in jedem der 7 Chips stecken, also bei 128Gb (16GiB) Diesize dann immer noch 448GiB 3D XPoint verbaut sind. Aber warten wir mal ab ob dem wirklich so ist, Intel hat auch bei NAND immer gerne mal SSDs auf den Markt gebraucht bei denen nicht in allen Chips die gleichen Anzahl an Dies steckt.
 
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