News Intels Quartal analysiert: Magdeburg gestrichen, 14A auf Messers Schneide, SMT zurück

Nighteye schrieb:
Aber selbst jetzt 8 Monate nach Release gibts da keine Verbesserungen.
Oh, ein SC Benchmark. Länger keinen gesehen. :D
 
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Volker schrieb:
Intel ist tot wenn sie den Schritt nicht gehen, sie haben kein Geld für sowas.

Das stimmt, wobei ich denke das Intel too big to fail ist... Sollte es wirklich Richtung Insolvenz gehen werden die Regierung der USA da eingreifen. Intel produziert in den USA fürs Militär. Das alleine wird reichen um signifikante Teile zu retten.

Sicher kommen dabei fast alle Anderen unter die Räder. Intel ist ein Musterbeispiel von Quasimonopol und deren Folgen. Gier, Wasserkopf, Inkompetenz, Faulheit, Arroganz.

Schade für meine Heimatstadt Magdeburg. Auf der anderen Seite auch gut. Wenn Intel hier groß gelandet wäre dann wäre für Viele das Leben nicht mehr bezahlbar gewesen. Und Sachen-Anhalt ist, leider, Niedriglohnland. Weit über 60 Prozent der Vollzeitbeschäftigten geht hier für Mindestlohn arbeiten. Nicht weil Sie wollen, sondern weil es nicht mehr zu holen gibt. Traurig für eine der größten Industrienationen der Welt. Wir beuten auch unsere Mitmenschen gnadenlos aus.

Gruß
Holzinternet
 
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Holzinternet schrieb:
Das stimmt, wobei ich denke das Intel too big to fail ist... Sollte es wirklich Richtung Insolvenz gehen werden die Regierung der USA da eingreifen. Intel produziert in den USA fürs Militär. Das alleine wird reichen um signifikante Teile zu retten.

Es gibt keinen Milliarden-Betrag an Subventionen, der dir garantieren könnte, dass es Intel wieder zurück an die Weltspitze der Chiphersteller schaffen wird. Selbst unter den Demokraten, die zuletzt eine sehr auf Made in USA fokussierte Wirtschafts- und Fiskalpolitik unter Biden betrieben, gab es für Intel keine 10 Milliarden USD aus dem Chips-Act.

Es ist für die USA viel kosteneffizienter Militärhilfe für Taiwan an weitere TSMC Fabs auf US-Boden zu koppeln.
 
Wer investiert in 14A wenn die Kunden den Schritt danach nicht sehen? Aktuell hatte der Kunde zumindest eine Roadmap von 20A auf 18A und später 14A. Auch hat intel neue Anlagen bei ASML bestellt gehabt die auch moderne Entwürfe nach Standard ermöglichen sollten. Bei TSMC gibt es Apple die da die Produkte mit voran treiben. Bei intel gibt es nur intel aber die fahren mitunter ja Zweigleisig da ihre eigene Fertigung im Top Bereichen es nicht hinbekommt. Für manche CPUs braucht es nicht das beste sondern da reicht eventuell ein 18A Werk.

Aber wer soll denn auf intel 14A umsteigen wenn er nicht weiß wie es da weiter geht?
Niemand wird wegen einem Schritt dahin wechseln. Industriespionage kommt noch dazu. Also wo ist der Plan für alles nach 14A? Mitunter ist die Fertigung ein so großer Geldverlust pro Quartal geworden, das diese sich schlicht nicht mehr rechtfertigen läßt. Machst du diese aber komplett dicht kann intel die Händler nicht mehr mit billig fluten. Sind die nicht geflutet, kaufen die auch AMD & Co. das intel Model würde zusammen brechen.

Das einzige was intel noch machen kann ist Samsung dazu zu bringen einen TSMC Konkurrenten zusammen zu machen mit intel. Eventuell findet sich noch ein dritter Partner. Aber auf 14A zu setzen hat keinen Sinn denn es fehlt bereits die Arbeit an 14A-E usw. Da wird sicherlich kaum Geld und Aufwand investiert werden derzeit.

Ein oder zwei Werke behalten macht bei der "kleinen" Menge aber auch keinen Sinn da diese einfach schlicht zu teuer sind um diese stets aktuell zu halten und ältere Strukturen und CPUs können auch woanders gefertigt werden. Dafür bedarf es keiner eigenen Werke mehr. Nur kann intel dann aber nicht mehr , wie hier schon richtig erkannt von einigen, den Markt fluten mit seinen Produkten. Fertigung woanders kostet halt und die Mengen sind begrenzt und ein Ausbau dauert. Zumal billig dann auch Geschichte ist.

AMD hatte den Absprung aus der eigenen Fertigung gerade so geschafft. Da fehlte nicht wirklich viel und es gäbe AMD nicht mehr. Bei intel ist es noch viel bedrohlicher. So viel Umsatz und Gewinn kann intel gar nicht machen um die Verluste der Fertigung auszugleichen. Die einzige Chance ist diese los zu werden und zwar besser gestern als Morgen. Jeder Dollar der an Verlust anfällt wirkt sich auf die Konkurrenzfähigkeit der eigenen Produkte in der Zukunft aus. AMD hat CPU, KI und GPUs. Dazu nocvh ein paar nette Bausteine. Intel dagegen CPU, eine GPU Büro und nix KI. Der Servermarkt bricht weg und ohne KI wird auch der Laptopmarkt bald weg sein. Es bedarf viel Geld um hier Anschluß zu finden. Geld was die Fertigung derzeit nur so im Hochofen verbrennt... jede Stunde, jeden Tag, jede Woche, jeden Monat.

Die USA werden nicht Boeing UND intel retten können. Sie werden nur ein Unternehmen helfen können und das dürfte nicht intel werden...
 
Intel - das neue AMD.
 
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Was mir beim Lesen des Artikels und der Kommentare immer wieder in den Sinn kommt, in den letzten 25 Jahren gab es immer Höhen und Tiefen für Intel und AMD, schön abwechselnd. Beiden Unternehmen wurde zu den Zeiten von vielen Seiten das Ende prophezeit, doch irgendwann kamen sie wieder aus der Senke und behaupteten sich erneut gegen den jeweiligen Konkurrenten. Was ich damit sagen will, nach jeder Talfahrt kommt der nächste Berg.
 
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Warum Magdeburg? Da will doch keine Sau hin...Oh, da hat man die Antwort.
 
@matmartin und das ist der Punkt, was bringen Milliarden von Dollar an Subventionen wenn das Personal für die Umsetzung fehlt. Hinzu kommt das das man jeden Prozessschritt durchlaufen muss, um den nächsten Schritt gehen zu können, dazu gab es auch ein Interview mit einer der Verantwortlichen bei TSMC die sich zum Thema Personal geäußert hat (neue Arizona Fab, 12:41). Ohne das notwendige Personal mit der entsprechenden Erfahrung kommst du nicht weit. Und ich bezweifle das sich die Taiwanesen von den Amis abwerben lassen.


 
Eagle-PsyX- schrieb:
Ist halt echt die Frage was Plan B wäre: Reine Militär-Halbleiterfertigung auf einer veralteter Node?
Auch wenn Intel viel Mühe drauf verwendet, eben dieses Narrativ von ihrer Essentialität im Hinblick auf der vereinigten Staaten „nationalen Sicherheit“ zu manifestieren, hat das trotzdem absolut gar nichts mit der Realität zu tun, auch wenn es viele Medien/Seiten immer wieder postulieren …

Weil Intel befindet sich nicht einmal auf der Liste des amerikanischen Verteidigungsministeriums in Bezug auf irgendwas mit Halbleiter aka Defense Microelectronics Activity (DMEA), nationaler Sicherheit und vertrauenswürdigen Fertigungsstätten!

Der Witz ist, daß Intel nicht einmal auf der DMEA-akkreditierten Liste des Trusted Foundry-Programms für das US-Verteidigungsministerium steht und dies wahrscheinlich auch in naher Zukunft nicht der Fall sein wird.
Gucke Dir die offiziellen Dokumente des US-Verteidigungsministerium an. Und Du wirst feststellen müssen, Intel wird darin nicht erwähnt – Das ist übrigens schon in den vorherigen Jahren der Fall gewesen.


Das liegt einzig und allein daran, daß Intel noch niemals für das Militär irgendeine große Rolle gespielt hat (nicht anders herum) und der Großteil der Chip-Fertigung des US-Militärs (für Super-Jets, Panzer, und irgendwelche Kino-reifer Top-Notch Super-Duper-Tech), welche in den USA gefertigt wird, stammt ironischerweise ausgerechnet vom Konkurrenten GlobalFoundries (der ehemaligen Halbleiterfertigungssparte von AMD, die später ausgelagert wurde) und wird von anderen Halbleiterherstellern wie Analog Devices, L3Harris, On Semi (ehem. Motorola), Micro Semi oder Marvell und Wolfspeed durchgeführt.

Darüber hinaus hat GloFo seinerzeit 2014/2015 die Fertigung von IBM übernommen, wobei IBM selbst damals die allererste vertrauenswürdige Foundry des Verteidigungsministeriums überhaupt war.
Ebenfalls ziemlich ironisch ist es, daß AMD bereits Jahrzehnte vor Intel selbst ein zertifizierter, vertrauenswürdiger Halbleiterlieferant gemäß MIL-STD-750D für allgemeine Verteidigungsunternehmen und das US-Militär war, und zwar meines Wissens seit den 70er Jahren – Intel hat diesen Status (politisch motiviert!) erst vor wenigen Jahren erworben.

Das Geschäft mit dem Militär war für Intel immer verschwindend gering, meist nur erfunden ...


Also nein, das Militär wird Intel definitiv nicht helfen, nur weil ein paar Politiker sich dazu haben breitschlagen lassen (daß mit den Geldkoffern wollen wir an dieser Stelle einfach mal unter den Tisch fallen lassen…), einige DoD-Abteilungen dazu zu nötigen, Intel medienwirksam den Status einer Trusted Foundry zuzuerkennen, nur um Intel selbst (und ihrer Clique an Helfershelfern in Amt und Würden) zu helfen, prominent damals den CHIPS for America Act durchzudrücken (was dann als CHIPS & Science Act verabschieded wurde).

Weil die Haltung dazu vom Militär kann man nämlich an der Reaktion des Pentagon ablesen – Das hat seine Finanzierung der Intel'schen betriebsinternen Sicherheits-Enklave für Intel vor einiger Zeit sogar zurückgezogen, um den Politikern einen Denkzettel zu verpassen.

Weder das US-Verteidigungsministerium noch das Pentagon lassen sich vorschreiben, welche Foundry sie nutzen, um zuverlässige Halbleiter-Produkte zu haben, die auch funktionieren. Intel vertraut man nicht.

TechPowerUp: Pentagon Reportedly Refuses to Invest $2.5 Billion into Secret Intel Defense Grant
 
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Brrr schrieb:
Mehrheitlich zwar ja, aber gerade ThinkPads sieht man sehr oft mit AMD Prozessoren, auch HP Pro und Elitebooks. Meine Frau arbeitet in einem grösseren Versicherungskonzern und ihr Arbeitslaptop hat einen AMD Prozessor. Ich würde sogar behaupten in Business Notebooks sieht man häufiger AMD Prozessoren als in Consumer Notebooks.
Nein, ich rede von Firmennotebooks. Ich sehe hier (in der Schweiz, ZH) ausschliesslich Intel-Modelle. Ich selber nutze ein Thinkpad gerade mit (drei mal darfst du Raten) Intel-CPU.
 
Tharan schrieb:
Chiplets sind doof --> Nun baut man sie selbst
SMT braucht es nicht --> Nun rudert man zurück
SMT wurde bei AMD lizenziert.
Man spart sich einfach die Lizenzgebühren.

Entwicklung bei den Chips dauert ca. 6 bis 10 Jahre.

Das heißt im Umkehrschluss, Intel hat den Ist-Zustand vor 10 Jahren eingeläutet.
 
Fakechaser schrieb:
Aktuell im x86-Markt vielleicht, aber sicherlich nicht im Chipmarkt.
Man muss sich jetzt wirklich kein Horrorszenario zusammenspinnen, wenn Intel über die SF Bay geht.
Knifflig ist nur der Budget Markt, da kommt vielleicht ein Windows-on-ARM Markt, wobei Intel/ AMD native x86-64 Core beisteuern könnte.

Das wären günstige Notebooks und Thin Clients, die Microsoft Windows erhalten.
 
Kaufmannsladen schrieb:
Die Arroganz des Marktführers. Nokia und Kodak grüßen aus dem Grab.
Ja und Nein. Definitiv ein „Ja“ im Falle von Santa Clara!

Aber Nokia wurde von Microsoft zerstört (der Patente und des mobilen Portfolios wegen), als man ihren Maulwurf Stephen Elop eingeschleust hat und der ihrer bis dahin berühmten Mobilsparte des liebevoll „Gummistiefel-Handy-Herstellers“ getauften Nokia den Rest gegeben hat …

Und Kodak, tja … Das war Steve!
 
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Sehr gut, jetzt können wir das Geld dort investieren, wo auch tatsächlich viele Menschen leben. Zum Beispiel in Stuttgart, dort werden dank des Niedergangs von Automotive viel Arbeitskraft und Platz frei.
 
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Tici schrieb:
Warum Magdeburg? Da will doch keine Sau hin...Oh, da hat man die Antwort.
Warum so ätzend? Bringt dir das irgendwas?
 
SMT kehrt zurück, ohne ist man chancenlos

Dass man mit ohne der Hyper-Threading Technology schlechter dran sein würde, das befürchtete ich immer.
Zwar verfügen die Arrow Lake-Prozesoren noch über das Instruction-Level Parallelism, doch die Ermangelung um das Thread-Level Parallelism ist für viele Anwender ein zu schmerzliches Kriterium.

Dieser Umstand ist einer der Haupgründe, weshalb einer meiner Brüder sich vorzugsweise für das Upgrade auf den Intel Core i9-14900K entschieden hat (ausgehend von einem Intel Core i7-12700K) und sich das teure Geld für ein sinnloses Upgrade auf Arrow Lake mit Besonnenheit durchdachte.
 
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LETNI77 schrieb:
Das heißt im Umkehrschluss, Intel hat den Ist-Zustand vor 10 Jahren eingeläutet.
Glaube ich in dem Fall nicht. Die selbe P-Core-Architektur (Lion Cove) hat in den Server CPUs noch HT/SMT, soweit ich weiß. Der Tenor ist wohl, dass die Schaltkreise in den Desktop- und Notebook-Cores tatsächlich weg sind - ein einfaches Deaktiveren im Softwarecode war es wohl auch nicht.
Ich spekuliere, dass es ein kurzfristiges Re-Design irgendwo um Alder oder Raptorlake war, bevor der Tapeout nahe kam. Da hat man wohl realisiert, dass man das Scheduling niemals "gut" hinbekommt zwischen P-Core, P-Core im HT-Modus und zwei, drei, vier, ... E-Cores.
 
Wer hier höhnisch lacht, der blendet wahrscheinlich aus,

das Intel technische Meilensteine in der Computergeschichte gesetzt hat, ohne die er jetzt nicht mit seiner 5090 in 4K sein Lieblingsgame zocken könnte.
 
Ja, gut, ich lebe aber halt 2025 und nicht 1989. Weiß aber nicht wie das in Magdeburg ist tbh.

Wir siedeln ja auch keine Hufschmiede, Faxhersteller oder Nuklearreaktorspezialisten an.
 
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