News Intels Quartal analysiert: Magdeburg gestrichen, 14A auf Messers Schneide, SMT zurück

Detti55 schrieb:
Der Standort Deutschland ist nicht mehr so attraktiv. Zuviel Bürokratie und seeeeehr lange Bearbeitungszeiten.
War das nicht immer so?
 
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Mircosfot schrieb:
Oje, habe ich da SMT gelesen. War das nicht SPECTRE mit oder MELTDOWN verseucht? Hat man nun ein Zaubermittel gefunden, welches diese heftigen Lücken zumauert?
Ja, die aktuelle SMT Implementation von Intel namens Hyper-Threading ist mit Sicherheitsrisiken behaftet... aber Intel kann ja eine neue Implementation von SMT entwickeln.
Wollte Intel SMT nicht durch RU (Rentable Units) ersetzen bei zukünftigen CPUs?
RU hat zumindest in der Theorie den Vorteil der größeren Flexibilität bei der Verteilung von Rechenlasten auf einzelne Kerne.

Andererseits dürfte die Entwicklung der in den nächsten 2 bis 3 Jahre folgenden CPU-Kerngenerationen bereits weitestgehend abgeschlossen sein... da wird es nicht möglich sein da nochmal nachträglich "auf die Schnelle" SMT hineinzubauen wenn das ursprünglich nicht vorgesehen war.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Beste was Intel für die „normalen“ Grafik Bedürfnisse im Angebot hat sind die B580 Grafikkarten mit 12 GB, preislich endlich auch für 250 zu bekommen sind die erste Wahl für alle die eben genau 250 dafür ausgeben möchten, aber trotzdem bis zu 12 GB GDDR6 VRAM möchten.

Würde ich mir jetzt einen PC zusammen stellen, er bekäme einen AMD Radeon 7700 mit 8 Cores und eine Intel B580. Alternativ könnte man auch den Intel 245K oder 265K nehmen, wieder kombiniert mit der Intel B580 GPU.

Damit spielt man eigentlich alles mit 1080p oder sogar vieles mit 1440p.

Und der Stromverbrauch bleibt im Rahmen.
 
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Wünscht man niemandem, vor allem nicht den Mitarbeitern, die dafür nichts können. Wäre außerdem sehr schlecht für uns alle. Mit Panther Lake in 18A kaufe ich zumindest nächstes Jahr einen neuen ASUS NUC um einen (sehr) kleinen Teil für die Erhaltung von Intel Foundry beizutragen.
 
Eagle-PsyX- schrieb:
IBM ist nicht gefallen
Doch, ist sie. Die International Business Machines Corporation existiert zwar noch und ist sogar weiterhin ein "global player", aber es ist bei weitem nicht mehr was es einmal war, der quasi Monopolist der Computer Industrie.

Wenn man heutzutage vom "Blauen Riesen" spricht, denken die allermeisten an Intel und kaum einer erinnert sich an das Unternehmen, welches diesen Beinamen ursprünglich getragen hat.
 
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Bunhy schrieb:
Ich frag mich ja, welcher signifikante Kunde denn zu Intel wechseln sollte. AMD und Nvidia, wie Intel es wohl gern hätte, mit ganz großer Sicherheit nicht. Denn dazu würde es gehören, mit einem direkten Konkurrenten, der mit dem Rücken zur Wand steht, die Firmengeheimnisse zu teilen. Solange Intel die Fabs gehören, wird das einfach nicht passieren.

Und was bleibt dann noch übrig, das den 14A Prozess benötigen würde? Mangelware gibt es bei HBM Speicher, aber SK Hynix, Micron und Samsung fertigen eh selbst. Und die Fertigung/Anforderung ist auch eine ganz andere. Bei Automotive werden solche Strukturen nicht benötigt und die Lager sind voll.

Mir will da nichts einfallen. Außer die USA hätten in irgendeiner Form Interesse daran, dass die Fertigung nicht verschwindet. Und TACO pumpt da Milliarden rein, was ich nicht glaube. Der Clown hat andere Prioritäten.
Intel ist nicht der einzige Konzern der in Schieflage geraten ist. Nein es sind viele auch Deutsche und Europäische. Es sind Blasen in den oberen Strukturen und Verwaltungsebene. Eins ist aber gerate in der Elektronik der Ausschlag gebente wie kleiner geht es überhaupt noch und wann sind vorerst die Grenzen erreicht.
 
Quidproquo77 schrieb:
SMT/HT braucht etwa 5% zusätzliche Die Fläche für die Register pro Kern. Wenn man annimmt, dass ein E-Core etwa 1/8 der Fläche eines P-Core benötigt ist das Ergebnis am Ende klar zugunsten von SMT.
Allerdings geht es bei SMT nicht nur rein um die Chipfläche sondern auch um Energiebedarf. SMT erhöht auch den Energiebedarf... und wenn TDP das Limit vorgibt dann reduziert SMT den möglichen Turbotakt von P-Kernen.
SMT ist nur sinnvoll wenn Anwendungen auch viele Threads gleichzeitig nutzen.
Bei einem Desktop-Betriebssystem wie Windows 11 werden die SMT-Threads der P-Kerne durch den Thread Director mit der niedrigsten Priorität genutzt, da werden sogar erst Threads auf die E-Kerne geschoben...
 
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Mich würde ja mal interessieren, warum die potentiellen Kunden Intels 18A nicht wollen und lieber auf TSMCs 2nm setzen. Allein die Ausbeute kann es ja nicht sein, denn die könnte Intel durch günstigere Preise kompensieren.
Sind es die möglichen Taktraten ? Ist es die Energieeffizienz ? Oder hat es mit der Technik per se gar nichts zu tun, sondern eher mit generellem Vertrauen oder Angst vor IP-Klau ?
Anders gefragt: was muss Intel 14A leisten, damit Kunden auf den Zug aufspringen ?
 
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Icke-ffm schrieb:
Das Intel bei den Fabs nun langsamer macht, finde ich richtig, lieber erstmal klein kochen bis was gutes rauskommt, die Maschinen haben sie und sind was das Material angeht mit TSMC on paar, EUV haben sie verpennt und werden TSMC bis High NA läuft eh nicht überholen können, mit High NA werden die Karten neu gemischt, wird aber wohl noch 4-6Jahre dauern, bei 18A zu bleiben und High NA klein weiter zu entwickeln ist der bessere weg, wie jetzt schon all in in High NA zu gehen was nur geld kostet.
aber werden schwere Zeiten für Intel, bin gespannt wie sich die Margen bei der CDG entwickeln und was AMD im Client liefert, was die Mage angeht, jetzt wo Intel die neuen Volumen Produkte auch bei TSMC kauft

Da wird garnix neu gemischt, wenn TSMC nicht in eine Sackgasse läuft, wird Intel das niemals aufholen. Und glaubst du allen ernstes das die Mitarbeiter diesen ständigen Druck und 60-80h Wochen langfristig mitmachen? Glaubst du es macht Spass permanent Angst um seinen Job haben zu müssen? Wenn die guten schlau sind, wechseln sie alle zu TSMC. Permanent unter Druck und Stress arbeiten zu müssen fördert nicht gerade die Kreativität.
 
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evilhunter schrieb:
Vor 10 Jahren hätte man Intel so eine Zukunft nie zugetraut. Jahre später sprach man noch von der Schublade voller Ideen etc.
Ich frage mich an welchem Punkt man so falsch abgebogen ist, dass es nun zur Krise gekommen ist.
Hochmut. Man hat sich zu sicher gefühlt. Hätte man seine Energie in Forschung und Entwicklung gesteckt, anstatt in unlautere und kartellrechtswidrige Geschäftspraktiken zur Ausstechung der Konkurrenz, wäre man heute vielleicht woanders.

Ich meine, man schaue sich mal bei Firmenlaptops etc. um. Man sieht nach wie vor nur Intel-Prozessoren. Wie kann das sein, wenn AMD auf fast allen Ebenen seit Jahren leistungstechnisch dominiert?
 
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tschüss intel 👋
 
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foofoobar schrieb:
HODL :-)

Und noch ne Frage an die Börsenfuzzis: Müsste Intel jetzt nicht den Wert seiner Fabs in der Bilanz korrigieren?
Die sind durch diese Ankündigung schlagartig nur noch einen Bruchteil wert.
Damit habe ich auch gerechnet.
Allerdings wäre das noch schlechter von der Börse aufgenommen worden.
Intel hat ein massives Liquiditätsproblem, eine noch schlechtere Aktie würde das noch vergrößern.
Aber ich rechne noch fest mit einer Anpassung in diesem Jahr.
 
Ruff_Ryders88 schrieb:
Ich meine, man schaue sich mal bei Firmenlaptops etc. um. Man sieht nach wie vor nur Intel-Prozessoren. Wie kann das sein, wenn AMD auf fast allen Ebenen seit Jahren leistungstechnisch dominiert?
Mehrheitlich zwar ja, aber gerade ThinkPads sieht man sehr oft mit AMD Prozessoren, auch HP Pro und Elitebooks. Meine Frau arbeitet in einem grösseren Versicherungskonzern und ihr Arbeitslaptop hat einen AMD Prozessor. Ich würde sogar behaupten in Business Notebooks sieht man häufiger AMD Prozessoren als in Consumer Notebooks.
 
Detti55 schrieb:
Der Standort Deutschland ist nicht mehr so attraktiv. Zuviel Bürokratie und seeeeehr lange Bearbeitungszeiten.
Grundsätzlich nicht falsch. Aber das war auch schon so, als man die Fabrik in Magdeburg plante - ist ja so lange noch gar nicht her. Insofern darfst du getrost davon ausgehen, dass die Gründe für die Streichung nicht im Standort begründet liegen - zumal die Analyse "zu viel Bürokratie und sehr lange Bearbeitungszeiten" die strukturellen Probleme Deutschlands nur sehr unzureichend beschreibt. Das grunddefekte Sozialversicherungssystem ist beispielsweise ein viel größeres Problem für viele Unternehmen als eine Baugenehmigung, die sechs Monate länger auf sich warten lässt als geplant. Die Arbeitskosten schnellen aktuell in rasantem Tempo nach oben und tiefgreifende Reformen wird der Faktor Arbeit es sein, der jedes Wachstum erdrosseln wird.

@topic:

Immerhin nennt man das Kind jetzt mal beim Namen. Ich werde fortan unter der Annahme operieren, dass Intels Fertigung sterben wird. Letztlich passiert das ja schon seit über einem Jahrzehnt, aber jetzt ist das letzte bisschen Kredit, das man durch Jahrzehnte der Dominanz lange noch hatte, wohl aufgezehrt. Wenn Intel die resultierende Restrukturierung überlebt, werden sie "fabless" Halbleiterhersteller wie AMD, Nvidia und Qualcomm sein. Dieses Modell ist durchaus hochprofitabel, das zeigen die vorgenannten Beispiele ja. Dann müssen halt nur noch die Produkte passen.

Ganz ehrlich, ich sehe nicht, wie Intel mit 14A schaffen soll, was schon zwei Nodes zuvor nicht vermochten. Die finanziellen Reserven schrumpfen und faulende Gliedmaßen müssen abgetrennt werden, bevor sie den ganzen Körper mitnehmen.
 
Volker schrieb:
Man erinnere sich an AMD in den Jahren 2010 bis 2014. 40, 45 Prozent der Angestellten entlassen, komplett unten gewesen, Fabs abgeschrieben und abgegeben, alles rausgeworfen was nicht Kerngeschäft war.

Also nix ist unmöglich, aber wird hart wie Sau. Und dauert.
Ja das ist richtig, allerdings sehe ich die Ausgangslage für Intel als deutlich problematischer.
Würde gerne mal die Verträge sehen die Intel mit ihren Investoren der Fabs geschlossen haben.
Da ist bestimmt eine Klausel drin, die die Entschädigung betrifft.
 
Wenn du als CEO nicht weiter weißt, erstmal Leute raus schmeißen - der Klassiker, zieht immer an der Börse.

Der Neue scheint gar keine Vision zu haben, braucht er bei dem Gehalt aber auch nicht.

Gelsinger lag schon richtig, da muss ich Keller und den anderen Recht geben. Würde mich nicht wundern wenn man Intel nur in Position bringt um die Leiche dann günstig zu fleddern.
 
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AMD ist damals, als sie am Abgrund standen, viel schlimmer dagestanden als Intel heute, der Saftladen wird das also überstehen. Ich erinnere nur an die ATI Übernahme wo sie sich Finanziell fast überhoben haben, oder an deren FX-CPUs die weit abgeschlagen zur Konkurrenz waren.

Das was mich stört ist, dass die Bosse weiter ihre Millionen an Boni für ihr fortlaufendes versagen bekommen, aber zehntausende Menschen verlieren ihren Arbeitsplatz 😒
 
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Diablokiller999 schrieb:
Wenn du als CEO nicht weiter weißt, erstmal Leute raus schmeißen - der Klassiker, zieht immer an der Börse.
Ist aber halt auch eine überaus effiziente Kostensenkungsmaßnahme. Der einzige Grund, warum das in Deutschland und Europa so nicht machbar ist, ist unser (aus der Sicht mancher vermutlich zu starker) Arbeitnehmerschutz. Hier bedeuten abgebaute Stellen dann eben meist, dass man nicht neu besetzt, wenn Leute gehen.
Wolfgang.R-357: schrieb:
AMD ist damals, als sie am Abgrund standen, viel schlimmer dagestanden als Intel heute, der Saftladen wird das also überstehen.

Das was mich stört ist, dass die Bosse weiter ihre Millionen an Boni für ihr fortlaufendes versagen bekommen, aber zehntausende Menschen verlieren ihren Arbeitsplatz 😒
Von den Zahlen her wohl schon. Aber Intels Overhead ist, Stand heute, viel, viel größer und ohne externe Investoren fehlt es absehbar an Liquidität. AMD wurde damals, soweit ich mich erinnere, von viel Ölgeld aus Nahost durchgefüttert. Es wird eine wilde Phase werden. Mal sehen, wie steil der Abstieg letztlich wirklich ausfällt.
 
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Krik schrieb:
Können die das Ruder wirklich wieder rumreißen?
Aus rein politischer Sicht, ist die USA gut daran getan die Fabs auf keinen Fall wirklich vollkommen sterben zu lassen und bis Ende der Dekade "vollständig aufzulösen".
Sollte das passieren, gibt es nur noch Samsung, die haben gerade aber auch massive Probleme und wie lange Samsung das in der Firma noch querfinanziert bekommt, ist auch eine andere Frage.
Wenn Samsung dann auch noch den Löffel abgibt, haben wir nur noch TSMC, quasi Monopol adabsurdum.
Und wenn dann noch China Bock hat seine Kolonie wieder zu kontrollieren, dann gehts schön in den 3ten Weltkrieg.
Und wenn alles schief geht, gehen wir straight wieder zurück zu Stock und Stein....

Ich sehe diese Entwicklung nichtmal als kritisch für unseren Geldbeutel, der wird im Monopol Fall sowieso bis ans Maximum gemolken, gleichzeitig gibts dann wohl weniger Innovation, weil alles stockt, sobald TSMC doch mal massive Probleme mit nem Node bekommt.

Ich seh das Ganze hier als weltpolitisches Pulverfass... ich hoffe einfach nur, dass Intel seine 7 Sachen endlich zusammenbekommt und wieder etwas von früherem Glanz zurückbekommt.

Sie sind selber Schuld, verdient haben sie es für die maximale Gier und Innovationslosigkeit über viele Jahre.
Aber das was jetzt hier gerade abgeht, das wünscht man selbst seinem schlimmsten Feind nicht.

In letzter Konsequenz stehen wie gesagt politische Konflikte, Jobverlust von mehreren zig 1000 Mitarbeitern und technologischer Rückschritt/Verlangsamung für die gesamte Menschheit.

Gerade wenn Intel alles aufgibt, wie viele Arbeitsplätze dann wegfallen müssten.... jetzt sinds noch 75K, davon kann man dann nochmal locker 30K "entsorgen", bis man sich dann gesund geschrumpft hat....


Sehr pessimistisch das Ganze.... hoffentlich kriegen sie die Kurve....
 
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