dergraf1
Lt. Commander
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War das nicht immer so?Detti55 schrieb:Der Standort Deutschland ist nicht mehr so attraktiv. Zuviel Bürokratie und seeeeehr lange Bearbeitungszeiten.
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War das nicht immer so?Detti55 schrieb:Der Standort Deutschland ist nicht mehr so attraktiv. Zuviel Bürokratie und seeeeehr lange Bearbeitungszeiten.
Ja, die aktuelle SMT Implementation von Intel namens Hyper-Threading ist mit Sicherheitsrisiken behaftet... aber Intel kann ja eine neue Implementation von SMT entwickeln.Mircosfot schrieb:Oje, habe ich da SMT gelesen. War das nicht SPECTRE mit oder MELTDOWN verseucht? Hat man nun ein Zaubermittel gefunden, welches diese heftigen Lücken zumauert?
Doch, ist sie. Die International Business Machines Corporation existiert zwar noch und ist sogar weiterhin ein "global player", aber es ist bei weitem nicht mehr was es einmal war, der quasi Monopolist der Computer Industrie.Eagle-PsyX- schrieb:IBM ist nicht gefallen
Intel ist nicht der einzige Konzern der in Schieflage geraten ist. Nein es sind viele auch Deutsche und Europäische. Es sind Blasen in den oberen Strukturen und Verwaltungsebene. Eins ist aber gerate in der Elektronik der Ausschlag gebente wie kleiner geht es überhaupt noch und wann sind vorerst die Grenzen erreicht.Bunhy schrieb:Ich frag mich ja, welcher signifikante Kunde denn zu Intel wechseln sollte. AMD und Nvidia, wie Intel es wohl gern hätte, mit ganz großer Sicherheit nicht. Denn dazu würde es gehören, mit einem direkten Konkurrenten, der mit dem Rücken zur Wand steht, die Firmengeheimnisse zu teilen. Solange Intel die Fabs gehören, wird das einfach nicht passieren.
Und was bleibt dann noch übrig, das den 14A Prozess benötigen würde? Mangelware gibt es bei HBM Speicher, aber SK Hynix, Micron und Samsung fertigen eh selbst. Und die Fertigung/Anforderung ist auch eine ganz andere. Bei Automotive werden solche Strukturen nicht benötigt und die Lager sind voll.
Mir will da nichts einfallen. Außer die USA hätten in irgendeiner Form Interesse daran, dass die Fertigung nicht verschwindet. Und TACO pumpt da Milliarden rein, was ich nicht glaube. Der Clown hat andere Prioritäten.
Allerdings geht es bei SMT nicht nur rein um die Chipfläche sondern auch um Energiebedarf. SMT erhöht auch den Energiebedarf... und wenn TDP das Limit vorgibt dann reduziert SMT den möglichen Turbotakt von P-Kernen.Quidproquo77 schrieb:SMT/HT braucht etwa 5% zusätzliche Die Fläche für die Register pro Kern. Wenn man annimmt, dass ein E-Core etwa 1/8 der Fläche eines P-Core benötigt ist das Ergebnis am Ende klar zugunsten von SMT.
Icke-ffm schrieb:Das Intel bei den Fabs nun langsamer macht, finde ich richtig, lieber erstmal klein kochen bis was gutes rauskommt, die Maschinen haben sie und sind was das Material angeht mit TSMC on paar, EUV haben sie verpennt und werden TSMC bis High NA läuft eh nicht überholen können, mit High NA werden die Karten neu gemischt, wird aber wohl noch 4-6Jahre dauern, bei 18A zu bleiben und High NA klein weiter zu entwickeln ist der bessere weg, wie jetzt schon all in in High NA zu gehen was nur geld kostet.
aber werden schwere Zeiten für Intel, bin gespannt wie sich die Margen bei der CDG entwickeln und was AMD im Client liefert, was die Mage angeht, jetzt wo Intel die neuen Volumen Produkte auch bei TSMC kauft
Hochmut. Man hat sich zu sicher gefühlt. Hätte man seine Energie in Forschung und Entwicklung gesteckt, anstatt in unlautere und kartellrechtswidrige Geschäftspraktiken zur Ausstechung der Konkurrenz, wäre man heute vielleicht woanders.evilhunter schrieb:Vor 10 Jahren hätte man Intel so eine Zukunft nie zugetraut. Jahre später sprach man noch von der Schublade voller Ideen etc.
Ich frage mich an welchem Punkt man so falsch abgebogen ist, dass es nun zur Krise gekommen ist.
Damit habe ich auch gerechnet.foofoobar schrieb:HODL :-)
Und noch ne Frage an die Börsenfuzzis: Müsste Intel jetzt nicht den Wert seiner Fabs in der Bilanz korrigieren?
Die sind durch diese Ankündigung schlagartig nur noch einen Bruchteil wert.
Mehrheitlich zwar ja, aber gerade ThinkPads sieht man sehr oft mit AMD Prozessoren, auch HP Pro und Elitebooks. Meine Frau arbeitet in einem grösseren Versicherungskonzern und ihr Arbeitslaptop hat einen AMD Prozessor. Ich würde sogar behaupten in Business Notebooks sieht man häufiger AMD Prozessoren als in Consumer Notebooks.Ruff_Ryders88 schrieb:Ich meine, man schaue sich mal bei Firmenlaptops etc. um. Man sieht nach wie vor nur Intel-Prozessoren. Wie kann das sein, wenn AMD auf fast allen Ebenen seit Jahren leistungstechnisch dominiert?
Grundsätzlich nicht falsch. Aber das war auch schon so, als man die Fabrik in Magdeburg plante - ist ja so lange noch gar nicht her. Insofern darfst du getrost davon ausgehen, dass die Gründe für die Streichung nicht im Standort begründet liegen - zumal die Analyse "zu viel Bürokratie und sehr lange Bearbeitungszeiten" die strukturellen Probleme Deutschlands nur sehr unzureichend beschreibt. Das grunddefekte Sozialversicherungssystem ist beispielsweise ein viel größeres Problem für viele Unternehmen als eine Baugenehmigung, die sechs Monate länger auf sich warten lässt als geplant. Die Arbeitskosten schnellen aktuell in rasantem Tempo nach oben und tiefgreifende Reformen wird der Faktor Arbeit es sein, der jedes Wachstum erdrosseln wird.Detti55 schrieb:Der Standort Deutschland ist nicht mehr so attraktiv. Zuviel Bürokratie und seeeeehr lange Bearbeitungszeiten.
Ja das ist richtig, allerdings sehe ich die Ausgangslage für Intel als deutlich problematischer.Volker schrieb:Man erinnere sich an AMD in den Jahren 2010 bis 2014. 40, 45 Prozent der Angestellten entlassen, komplett unten gewesen, Fabs abgeschrieben und abgegeben, alles rausgeworfen was nicht Kerngeschäft war.
Also nix ist unmöglich, aber wird hart wie Sau. Und dauert.
Tschüss PC Hardware.oldBeat schrieb:tschüss intel 👋
Ist aber halt auch eine überaus effiziente Kostensenkungsmaßnahme. Der einzige Grund, warum das in Deutschland und Europa so nicht machbar ist, ist unser (aus der Sicht mancher vermutlich zu starker) Arbeitnehmerschutz. Hier bedeuten abgebaute Stellen dann eben meist, dass man nicht neu besetzt, wenn Leute gehen.Diablokiller999 schrieb:Wenn du als CEO nicht weiter weißt, erstmal Leute raus schmeißen - der Klassiker, zieht immer an der Börse.
Von den Zahlen her wohl schon. Aber Intels Overhead ist, Stand heute, viel, viel größer und ohne externe Investoren fehlt es absehbar an Liquidität. AMD wurde damals, soweit ich mich erinnere, von viel Ölgeld aus Nahost durchgefüttert. Es wird eine wilde Phase werden. Mal sehen, wie steil der Abstieg letztlich wirklich ausfällt.Wolfgang.R-357: schrieb:AMD ist damals, als sie am Abgrund standen, viel schlimmer dagestanden als Intel heute, der Saftladen wird das also überstehen.
Das was mich stört ist, dass die Bosse weiter ihre Millionen an Boni für ihr fortlaufendes versagen bekommen, aber zehntausende Menschen verlieren ihren Arbeitsplatz 😒
Aus rein politischer Sicht, ist die USA gut daran getan die Fabs auf keinen Fall wirklich vollkommen sterben zu lassen und bis Ende der Dekade "vollständig aufzulösen".Krik schrieb:Können die das Ruder wirklich wieder rumreißen?