Internet-Hardwareshop aufmachen? Was gibt es zu bedenken?

Glaubt ihr ich hätte Erfolg damit? Würdet ihr bei mir kaufen?


  • Umfrageteilnehmer
    52
@ hardwärevreag

Hast du auch schon einmal drangedacht, dass du auf das Produkt 2 Jahre Gewährleistung geben musst?
Es gibt genug Hersteller, die auf ihre Produkte nur 1 Jahr Garantie geben. Und nach dem Jahr musst du als Händler dann selbst dafür (sofern du nicht deine Kunden verlieren willst) gerade stehen.
Was ist, wenn jemand ein Produkt gemäß des Fernsabsatzgesetzes zurückschickt. Das darfst du (sofern es schon geöffnet war) eigentlich nicht mehr als "neu" verkaufen.

Und so eine knappe Kalkulation wie bei deinem Monitor kannst du als kleiner Händler sowieso nicht machen.
 
hardwärevreag schrieb:
Ich weiß z.B., dass der Einkaufspreis des HP w2207 ~250€ als Kleinhändler betragen würde - +15€ Logistik macht 265€ - im Moment würden ihn manche Leute für 300€ inkl. kaufen...
Das wären dann pro Monitor 35€ Gewinn.

Nur mal ein Beispiel:
Wenn jetzt aber einer wegen zwei wirklich störender Pixelfehler wieder zurückgeschickt wird (gemäß des Fernabsatzgesetz kann er das ohne Grund tun), dann kann es gut sein, dass du den Monitor nicht mehr losbekommst (zum Hersteller kannst du ihn auch nicht schicken, weil er ja eine bestimmte Anzahl von Pixelfehlern haben darf).
Du kannst jetzt selbst ausrechnen, wieviele Monitore du verkaufen musst, damit du den Verlust wieder reinholst.
Deine Gewinnspanne muss einfach deutlich größer sein. Sonst ist das Risiko zu groß!
 
Wieso kann ich den nicht weiterverkaufen?

wenn Verpackung etc. OK sind geht er direkt zum Nächsten - für Fehlerpixel bin ich auch nicht zuständig - ist zwar scheiße, aber was soll man machen?

wenn nicht, muss der Kunde eine Nutzungsgebühr entrichten und ich verkaufe ihn als b-ware so weiter, dass ich keinen Verlust mache...
 
Weil der von dem nächsten Nutzer höchstwahrscheinlich dann auch wieder zurückgeschickt wird.
Vorallem dann, wenn er merkt, dass es eben keine "Neuware" ist. Sobald die Ware nicht mehr originalverpackt ist, darfst du sie als solche auch nicht mehr verkaufen (auch wenn es manche Shops so machen).
Und wie stellst du dir das vor, sie so einfach als B-Ware zu verkaufen?
Im allgemeinen sind die Leute, die über das Internet einkaufen, doch etwas besser informiert und lassen störende Pixelfehler nicht so einfach durchgehen.

Hast du dir eigetnlich auch schon einmal den aktuellen Preis für den Monitor angschaut? Der Kostet auch nur noch 272€. Also bist du selbst mit der sehr knappen Kalkulation bei weitem nicht Konkurrenzlos billig!
Außerdem: Was besonderes willst du den Kunden denn bieten? Der Preis ist woanders billiger. Der Support ist auch bescheiden (wenn dann bei dir nur spät abends vorhanden).

Du scheinst aber etwas blauäugig zu sein. Dein Verkaufsvolumen (und die engen Gewinnspannen), lässt keine Form Kulanz zu (was aber wichtig ist, wenn man sich einen guten Namen machen will)!

Mein Rat: Entweder macht man es richtig oder überhaupt nicht. Und das geht, wie viele andere vor mir geschrieben haben, nicht nur so nebenbei!
 
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Guck mal auf die verfügbarkeit, aber du hast schon recht, dass sich die Situation bessern könnte...

Außerdem bleibt mir ja quasi keine vernünftige Alternative:

--> Als Händler viel flexibler und eigener Chef
--> Viel von der steuer abschreiben
--> günstiger an Hardware für den Eigenbedarf rankommen...
 
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Hast du dir schon einmal die Preise im Großhandel angeschaut?
In den Mengen, in denen du etwas abnimmst, sind die in den seltensten Fällen günstiger, als die Preise, die z.B. Mindfactory und Co. anbieten.
Von daher wird es wohl auch nichts mit der so günstigen Hardware für den Privatgebraucht.
Glaubst du wirklich, dass du am Anfang flexibel bist? Du bist vielleicht dein eigener Chef, aber die Arbeitszeit wird dir von den Kunden diktiert (sofern du Wert darauf legst, dass man sich mal einen Namen (durch guten Service) macht (was zwingend erforderlich ist in dem überlaufenen Hardwaregeschäft)).

Und nochmal:
Was willst du den Kunden bieten? Warum sollen die überhaupt bei dir einkaufen?
Wie planst du die Handhabung von Reklamationen, wenn die Garantie des Herstellers nicht mehr besteht.
Wie planst du überhaupt den Service?
 
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Salut,

wenn man wie ich aus dem steuerberatenden Beruf kommt, friert es einen, wenn man das geballte Fachwissen zum Thema Steuern hier durchliest. :freak:

Tip1: geh zur IHK und laß dich dort beraten, was im Falle einer Gewerbeanmeldung alles auf dich zu kommt - fängt beim Finanzamt an und hört beim Gewerbemüllbescheid auf
Tip2: geh zu einem Anwalt und laß dich beraten i.S. Gewährleistung, Haftung und Insolvenzrecht - du wirst es brauchen
Tip3: such dir was anderes als Geschäftsidee - das Thema Internet-Hardwareshop haben schon so viele versucht und sind kläglich gescheitert. Das Thema ist ausgelutscht, Zeug was du heute einkaufst ist vor Lieferung veraltet und den Markt teilen sich die Großen
 
@JulesBärle
Ich komme zwar nicht aus einem steuerberatenden Beruf, aber ich verstehe Dich voll und ganz :).

Interessant ist, dass Du in Deiner Signatur den gleichen Spruch hast wie Blade 1988. Dieser fiel aber auch eher durch gefährliches "Halbwissen" auf. Finde ich putzig, dass zwei so verschiedene Typen den gleichen Spruch drin haben. Deine Tipps sollte sich der Threadersteller wirklich mal zu Herzen nehmen und dann nochmal über sein Vorhaben nachdenken.
 
hardwärevreag schrieb:
Falls du keine Ahnung hast bzw. immer noch n ein Großunternehmen denkst, ließ doch bitte, was oben steht...

Ich denke nicht an ein Großunternehmen, ich denke nur, dass Du wirklich alles maßlos unterschätzt.

Ich versuchs nochmal: Um nebenher ein "bisschen" Geld zu machen, eignet sich ein "Internet-Hardwareshop" nicht. Aus dem simplen Grund, dass es überhaupt nicht zu Umsatz kommen wird. Gründe siehe mein Posting weiter oben.

D. h. wenn Du oder irgendwer sonst sowas angehst/angeht, dann richtig. Also mit Kapital im Rücken und viel Werbung und "Einkaufsmacht". Wenn das nicht möglich ist: Sein lassen!

Ich kenne die Branche und auch die Selbständigkeit aus mehreren Perspektiven und kann nur sagen, dass man mit einem Ansatz, wie Du ihn hier vorgebracht hast, eher Geld verliert, als auch nur einen Pfennig verdient.
 
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