ipv4 & ipv6, was bekommt die öffentlichkeite? uvm.

Caine1

Commander
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1. ok ich habe gelernt das man im heimnetzwerk das klasse c netz nutzt also standard 192.168.x.x, wann benutzt man klasse a und b privatbereiche?

2. soweit ich es verstanden habe, wenn ich eine anfrage an google.de z.b. sende (die webseite öffne) dann wird natürlich nicht meine private ip z.b. 192.168.0.2 gesendet da es sonst milllionen mit dieser adresse draußen gäbe, was und wer ändert diese adresse um damit ich eine eindeutige ip adresse im netz habe? wird dann eine ipv4 oder ipv6 adresse genutzt?
 
Die öffentliche IP Adresse wird von deinem Provider vergeben.
Über NAT vom Router wird der Verkehr zwischen deinem PC und dem Netz an dich weitergeleitet.
 
also wird ipv6 immer noch nicht verwendet? ich dachte die werden nun verwendet da man doch das erschöpfen von ipv4 adressen hatte.
 
Caine1 schrieb:
1. ok ich habe gelernt das man im heimnetzwerk das klasse c netz nutzt also standard 192.168.x.x, wann benutzt man klasse a und b privatbereiche?

Das stimmt so nicht. Private Adressbereiche sind 10/8; 172.16/12 und 192.168/16. Was man davon nutzt ist jedem selbst überlassen.

2. soweit ich es verstanden habe, wenn ich eine anfrage an google.de z.b. sende (die webseite öffne) dann wird natürlich nicht meine private ip z.b. 192.168.0.2 gesendet da es sonst milllionen mit dieser adresse draußen gäbe, was und wer ändert diese adresse um damit ich eine eindeutige ip adresse im netz habe?

Dein Router. Die öffentliche IP-Adresse bekommt dieser vom Provider.

wird dann eine ipv4 oder ipv6 adresse genutzt?

Je nachdem ob dein Internetzugang über v4 oder v6 läuft.
 
Was hat die Frage mit IPv4 & 6 zu tun?

Welche Netzwerkstruktur Du unter Deinen Rechner zu Hause hast, das spielt keine Rolle für den Internetverkehr. Dafür hast Du ja irgend ein Endgerät Deines Providers. Von dem bekommst Du ein öffentliche (WAN) IP.
 
Exakt wie B0LLD0Z3R schreibt...

Du hast bei dir ja ein Modem, entweder mit eingebauten oder mit seperatem Router. Der Router sammelt alle Anfragen ins Internet und vom Internet zu deinen PCs zurück und tut so als hättest du nur einen PC bei dir stehen, dadurch hast du dann eine einzige IP welche durch das Modem jeh nach Übertragungsart DLS/LTE/Docsis/Glasfaser zu deinem Anbieter übertragen wird. Und vom Anbieter geht es dann mit der dir zugewiesenen IP Adresse raus ins Netz.

Ob dein Anbieter dir nun eine der knappen IPv4 schaltet oder eine v6 mit sogenannten Fallback auf v4 wo du dir eine v4 Adresse mit mehreren Nutzern teilst (So machen das Kabelanbieter z.B.) hängt von deinem Vertrag und deinem Anbieter ab.
 
Also wenn du darauf hinaus willst, ob deine Anfrage an Google per v4 oder v6 geht => kommt auf den Provider an

es gibt
- Natives v4
- NAT v4
- natives DualStack
- DSLight (natives v6 und NAT v4)
 
vielen dank, aber bei so vielen millionen webseiten (die ja statische ips haben) und user die rumsurfen, wie kann der ip pool noch nicht bei ipv4 erschöpft sein?
 
der Pool ist erschöpft - das liegt aber nicht an den Websites sondern an der Art und Weise, wie die IPs zu Beginn vergeben wurden
 
Caine1 schrieb:
vielen dank, aber bei so vielen millionen webseiten (die ja statische ips haben) und user die rumsurfen, wie kann der ip pool noch nicht bei ipv4 erschöpft sein?

Ist ja schon erschöpft. Deswegen bekommen Neukunden bei manchen Providern v6 Adressen.
 
> 1. ok ich habe gelernt das man im heimnetzwerk das klasse c netz nutzt also standard 192.168.x.x, wann benutzt man klasse a und b privatbereiche?

Man kann Klasse C auch gewerblich und A und B privat nutzen, das bleibt jedem selber überlassen in Abhängigkeit der geplanten Netzgröße. Grundsätzlich wird bei IP-Adressen aber nicht in Heim/Gewerblich sondern zwischen Privat (interne Routerseite) und Öffentlich (externe Routerseite) unterschieden.

> was und wer ändert diese adresse um damit ich eine eindeutige ip adresse im netz habe?

Dein Provider. www.wieistmeineip.de da kannst du deine öffentliche IP-Adresse auslesen. Wenn du keinen Business-Anschluss mit einer statischen Adresse hast, wird deine IP bei jeder 24h Trennung zurückgesetzt und du bekommst eine Andere.
 
Caine1 schrieb:
wie kann der ip pool noch nicht bei ipv4 erschöpft sein?
Weil einige Provider, z.B. viele Kabelanbieter, bei ihren DS Lite Anschlüssen den Kunden keine öffentliche, sondern eine IPv4 Adresse aus dem privaten Bereich geben, was das Hosten zu Hause unmöglich macht, zumindest via IPv4. Die öffentlichen Adressen sind erschöpft.

Zumindest bei meinem Anschluß ist es so, daß IPv6 genutzt wird, wenn der gewünschte Server auch über IPv6 erreichbar ist, bei mir ist es eh immer aktiv, in allen anderen Fällen wird IPv4 genutzt. Das Routing unter IPv6 ist etwas schneller, da 1. die Header kleiner als bei v4 sind und es 2. Ressourcenfresser wie das RIP Protokoll nicht mehr gibt. Gerade das erzeugt zwischen den Routern enormen Traffic, der die Netze belastet, weshal man als Endkunde RIP auch nie aktivieren sollte, selbst wenn es der Router unterstützt. Typischen Endkunden nutzt RIP zudem eh nichts.
 
Caine1 schrieb:
vielen dank, aber bei so vielen millionen webseiten (die ja statische ips haben) und user die rumsurfen, wie kann der ip pool noch nicht bei ipv4 erschöpft sein?

Erschöpft ist so ne Sache. Realistisch betrachtet dürfte weit weniger als die Hälfte der Adressen praktisch auch in Benutzung sein.

Das Problem ist die Art der Verteilung. Hier kannst du sehen welcher Bereich wem zugewiesen ist:
http://www.iana.org/assignments/ipv4-address-space/ipv4-address-space.xml

Grob gesagt kann nur das was als "ALLOCATED" deklariert ist sinnvoll benutzt werden. Alles andere ist für irgendwas reserviert oder wurde in der Anfangszeit großzügig als /8 Netz an Firmen vergeben.
Von dem was "ALLOCATED" ist, wird wiederum nur ein Teil benutzt weil jeder Provider einen eigenen Pool mit teilweise historisch bedingen riesigen Reserven hat.


Wenn es "politisch" gewollt wäre, dann würde man auch noch die nächsten 10-20 Jahre mit IPv4 auskommen, allerdings würde das eine "IP-Enteignung" von Firmen wie Level(3), IBM, AT&T und die Abschaffung von Multicast und auch strengere Kontrollen (welcher Provider was für welche Zwecke an wen vergibt) vorraussetzen.
Das ist schlichtweg nicht gewollt.

PS:
Wenn du IPv4 und IPv6 haben möchtest (warum auch immer), geh einfach zur Telekom und lass dir nen Anschluss mit VoIP geben, da bekommst du DualStack, sprich ne eigene IPv4 Adresse und ein IPv6 Netz.



@frankpr:
a) RIP benutzt auch bei IPv4 fast niemand, das ist was für Netzwerke aus den 90ern
b) RIP gibts auch für IPv6: http://networking-guides.blogspot.de/2010/03/ripng.html
c) mit RIP hat das gar nichts zu tun, IPv6 ist nur deshalb (in der Theorie, in der Praxis nicht) schneller weil man den Header was effizienter gemacht und eine Checksummen-Berechnung gestrichen hat (die größere Router eh in Hardware ohne merkliche Performanceeinbußen berechnen).
 
Zuletzt bearbeitet:
Caine1 schrieb:
1. ok ich habe gelernt das man im heimnetzwerk das klasse c netz nutzt also standard 192.168.x.x, wann benutzt man klasse a und b privatbereiche?
Wie Mallory bereits es bereits sagte, es ist jedem selbst überlassen wann man was verwendet. Das sind im Normen (RFC?) wann Du was verwenden solltest. Die ersten FritzBox Geräte die ich damals konfigurieren durfte, hatten als Klasse C Netz "172.168.0.0/24" verwendet.

Beispiel:
Code:
IP PC: 172.168.0.5
Subnetz: 255.255.255.0

IP Router: 172.168.0.1
Subnetz: 255.255.255.0

Ebenso könntest Du auch für Dich Zuhause ein Klasse A "10.0.0.0/8" oder Klasse B "172.16.0.0/12" Netz verwenden. Es kommt halt drauf an wie vielen Geräten Du eine IP Adresse verpassen willst. Bei einem handelsüblichen Klasse C Netz kannst Du maximal 254 PCs anschließen, dann ist Schluss. Bei einer Schule mit mehr als 254 Endgeräten (Router, Server, PCs etc.) wird es dann eng und somit kommt Klasse A oder Klasse B zum Einsatz.

Und wenn Dir Langweilig ist, könntest Du auch "10.0.0.1/24" verwenden und könntest Deine Endgeräte von 10.0.0.1 - 10.0.0.254 durch nummerieren :D Hab ich schon alles gesehen.

Was Frage 2 angeht, da sagte auch schon jeder das Dein Router eine IP Adresse von deinem Provider bekommt. Wenn sich also dein Router nun ganz neu mit dem Internet verbindet, schaut dein Provider welche Adresse gerade frei ist und vergibt Dir diese. Wenn ich mich nicht irre, müsste es sogar eine "192.168.158.55/32" Adresse sein. Wobei es sich hierbei jetzt um eine Beispiel IP Handelt, nur das Subnetz müsste ein /32 oder /31 sein, wenn ich mich nicht irre.

Wer einen Kabel DE Anschluss und keinen Router hat, müsste eigentlich seine IP + Subnetzmaske auslesen könnten und die dürfte, wenn ich mich jetzt nicht irre ungefähr so etwas beinhalten...
Code:
IP: 192.168.0.0 (Beispiel!)
Netz: 255.255.255.255 oder 255.255.255.254

Und was das Thema IPv6 angeht, z.B. bei meiner FritzBox Zuhause ist das schon aktiviert, dadurch hat meine FritzBox von der Telekom eine IPv4 und IPv6 Adresse zugewiesen bekommen. Der Vorteil von IPv6 soll für die Zukunft darin liegen, dass man in seinem Router nicht mehr NAT aktivieren muss, wenn man etwas freigeben will.

Wenn ich das noch richtig im Kopf habe, bekommt deine FritzBox (Router etc.) dann einen IP Adressraum vom Provider zugewiesen (IPv6-Präfix) und dieser wird in Deinem lokalen Netzwerk verteilt.
- IPv6-Präfix: 2002:1111:1a2a::/56

Alle PCs in Deinem Netzwerk Zuhause haben dann alle eine IPv6 Adresse, die mit "2002:1111:1a2a" anfangen sollten. Somit soll es dann in Zukunft einfacher sein, Freigaben im Internet zu machen, wenn man z.B. einen Server bei sich Zuhause für diverse Dienste aufgebaut hat. Aber so genau habe ich mich leider damit noch nicht befasst und Subnetting ist schon ein paar Jahre her :D

Gruß, Domi
 
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