Irak: USA rufen zum Mord an Saddam auf...

Hab ich das behauptet? Aber die USA schaden nichtnur, Hussein schon.

Eben..genau das mein ich..du denkst die guten sachen machen die fehler nicht mehr so gewichtig :)

Von welcher Seite? Von Hitlers Seite? ...

ach...die waren doch alle etwa gleich..Stalin, Hitler, Roosevelt....sie haben das schreckliche alle auf eine andere weise verwirklicht (hitler und stalin mit "arbeitslagern"....auch in Japan gabs solche lager..die USA eben mit Nuklearen Waffen, Hinrichtungen etc.....)


Hussin: Maßenmörder, sehr böse.
USA-Politik: moralisch verwerflich, nie ohne Eigennutz ...
... aber Hussein fehlt die gute Seite.

eben...
 
Original erstellt von Stan
Eben..genau das mein ich..du denkst die guten sachen machen die fehler nicht mehr so gewichtig :)

Das denke ich NICHT! :skull_alt:
Btw: Du bist es doch, der STÄNDIG von der "anderen Seite" redet... :rolleyes:
Also sieh dir nichtnur das Schlechte, sondern auch das Gute an.

Original erstellt von Stan
ach...die waren doch alle etwa gleich..Stalin, Hitler, Roosevelt....sie haben das schreckliche alle auf eine andere weise verwirklicht (hitler und stalin mit "arbeitslagern"....auch in Japan gabs solche lager..die USA eben mit Nuklearen Waffen, Hinrichtungen etc.....)

...das meinst du jetzt nicht ernst, oder? :eek: ... Hitler, einen Maßenmörder (er führte den Krieg um mächtiger zu werden!), vergleichst du mit einem US-Präsidenten, der 2 Staaten (Deutschland und Frankreich) befreit und nichts als Sicherheit in Europa (und den USA) wollte! Das sehe ich als übertrieben und realitätsfremd an.

Totaler Blödsinn... is it a joke? :p

mfg,
wauwau
 
...das meinst du jetzt nicht ernst, oder? ... Hitler, einen Maßenmörder (er führte den Krieg um mächtiger zu werden!), vergleichst du mit einem US-Präsidenten, der 2 Staaten (Deutschland und Frankreich) befreit und nichts als Sicherheit in Europa (und den USA) wollte! Das sehe ich als übertrieben und realitätsfremd an.

eben..nicht nur das gute sehen..auch das schlechte..zum beispiel die nuklearen waffen oder die flächenbombardements über europa/japan...das ist in gewisser weisse auch massenmord..wobei es bei den nuklearwaffen ganz klar mord ist (aber das hatten wir ja schon :D:D)

nur nebenbei...neben frankreich und deutschland hat die USA (eigentlich ja die alleirten) auch noch Belgien, Holland, Italien, Nordafrika und was weiss ich noch befreit...nicht nur die grossmächte...die Befreiung ist ja als positiv anzusehen..aber die art und weise wie man dazu gekommen ist, ist unmenschlich..und hitler war auch unmenschlich..genau wie stalin und roosevelt (und seine typen um sich herum) :)..und schlussendlich ging es auch ihm um macht
 
Zuletzt bearbeitet:
Den sich Rooselvelt und das amerikanische Volk teuer erkauft haben.
Kein Krieg ist menschlich, doch hilft es manchmal großes Leid zu stoppen oder zu beenden.
Was wäre wohl aus Dir geworden, wenn die USA weiterhin die Füsse still gehalten hätten (WW2)? Wo würdest Du heute leben?
In der Schweiz? Who the f.. war die Schweiz?
Ich weiß, das sind vergangenene gute oder auch nicht mal gute Taten in Deinen Augen !

Doch sind es eigentlich Pazifisten wie Du, die durch Nichtstun zu Mördern werden *denKopfeinzieh*!
Hast Du Dir dieses Seite auch mal überlegt?

Gruß

Olly 3052
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: longi
*räusper*
eigentlich ja:cool_alt: , soweit ich auf dem Laufendem bin!
Ich lebe zum Glück ja auch in zZt. in D

Gruß

Olly 3052
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: longi
Ja ich lebe in der Schweiz...bin aber 100% original Holländer :cool_alt:

Ich habe ja gesagt dass ich das Ergebniss des Eingreifens der amerikaner im 2. Weltkrieg sehr positiv finde :)..aber eben..die Mittel die benutzt worden sind finde ich nicht ok. Nuklearwaffen auf nicht-militärische Ziele werfen ist für mich einfach hinterweltlerisch..oder Städte so plattbomben dass das hoechste gebaeude 1 m hoch ist...das ist alles nicht nötig gewesen..

das meinte ich dass sie eigentlich nicht besser waren als die anderen...


aber vieleicht irre ich mich ja auch..aber zur zeit ist es meine Meinung :D


btw..das gehört jedoch nicht zum thema...die Schweiz war im 2. Weltkrieg nicht gerade sehr neutral :)....


Doch sind es eigentlich Pazifisten wie Du, die durch Nichtstun zu Mördern werden *denKopfeinzieh*!

Mhh ja da hast du recht...das hat wirklich etwas..aber wenns auf der welt wirklich Krieg braucht um Leid zu verhindern..ja dann versteh ich die welt einfach nichtmehr :)
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: longi
Mhh bei der ganzen Sache gehen mir zwei Zitate durch den Kopf :

"Wir wollen das Ende aller Gewalt,notfalls auch mit Gewalt."
-unbekannt,naher Osten,1992-

und

"Viele die Leben verdienen den Tot und viele die Tot sind verdienen das Leben, kannst Du es ihnen wiedergeben?
Dann sei auch nicht so schnell mit Deinem Todesurteil."
-HdR,Gandalf zu Frodo,JRR Tolkien-

Was mir auffällt (habe gerade diesen Thread entdeckt und von vorne bis hinten in einem durchgelesen) ist, das Stan eigentlich am Anfang für die grundsätzlichen Menschenrechte eingetreten ist
und dann immer mehr von vielen in die Anti-Amerikanische Ecke verdrängt wurde und diese Rolle sogar angenommen hat. Schade, denn das passt so gar nicht zu Deinen humanistischen Denkansätzen.
Auf der anderen Seite ist wauwau, der Anfangs ein bisschen blauäugig mit Phrasen um sich geworfen hat, dann aber Stück für Stück selber nachgedacht hat und begonnen hat, "Medien-Wahrheiten" zu hinterfragen.
Zum Ende hin allerdings hat sich ein Grabenkampf entwickelt und nun schmeissen sich die Konfliktparteien festgefahren Phrasen an den Kopf. :(

Nun ja, ich selber bin bekennender Pazifist und Humanist und sehe keine Notwendigkeit für einen Krieg im Irak, den Atomwaffen sind taktische Waffen und ein Saddam Hussein wird mit Sicherheit keinen Krieg mehr auf dieser Welt beginnen, da jeder Erstschlag seinerseits eine Reaktion der Weltöffentlichkeit zur Folge hätte.
Auch ein Diktator wird keine Atomwaffen abfeuern, da er in einer Welt wie der unseren mit einem Gegenschlag rechnen muss und das auch tut. So Grössenwahnsinnig Saddam auch erscheinen mag, er ist nicht dumm oder naiv, sonst würde er nicht über 20 Jahre im Irak herrschen.

Kommen wir zu den USA. Wahr ist mit Sicherheit, das die USA viel gutes (!!FÜR UNSERE WESTLICHE GESELLSCHAFT!!) getan haben.
Und das Problem das viele "USA-Hasser"(Achtung Überspitzung!)
haben, ist meiner Meinung nach ein gesellschaftliches Problem.
Als einzige Weltmacht haben sie den kalten Krieg überstanden und in dieser Zeit die Politik der westlichen Welt massgeblich gelenkt.Nun stehen sie vor einer veränderten Welt und haben ein Problem damit ihre Langfristigen Strategien und (aussen-)politischen Ziele den neuen Gegebenheiten anzupassen, ein Koloss tut sich schwer mit schnellen Veränderungen.
Nun aber steht die amerikanische Verfassung für einen demokratischen Dialog in Konflikt Situation und das heisst aber auch das Sie Kritik und andere Meinungen akzeptieren müssen,
imho sie müssen auch eine UNO-Resolutionen gegen einen Irak-Krieg mittragen.Warten wir ab wie GWB sich entscheiden wird.

das_ICH

PS: Fragt mal bei Amnesty International nach, wieviele Menschenrechtsverletzungen es jährlich in den USA gibt !

PPS: Ich habe ein Problem damit, wenn Politiker Kriege schön reden, sie sollten so ehrlich sein und sich zu den offensichtlichen
Zielen bekennen. Kein Krieg, der schnell begonnen wurde, diente je "höheren Idealen", sonderen wirtchaftlichen Intressen.

PPPS: Sowohl im WW2 als auch z.B. im ehemaligen Jugoslawien
hat es lange gedauert und viel Leid zu gelassen bis man reagiert hat ! Fehlende Wirtschaftliche Intressen ?
 
PPS: Ich habe ein Problem damit, wenn Politiker Kriege schön reden, sie sollten so ehrlich sein und sich zu den offensichtlichen
Zielen bekennen. Kein Krieg, der schnell begonnen wurde, diente je "höheren Idealen", sonderen wirtchaftlichen Intressen.

hast du schon mal erlebt das POLITIKER ehrlich sind? :D

P.S. Meiner Meinung nach ist G.W. Bush ein Kriegstreiber nicht mehr und nicht weniger!
Und die USA täte gut daran sich genau zu überlegen einen Krieg gegen die Arabischen Staaten im alleingang anzufangen. Mann sollte auch nicht vergessen das Russland nicht sehr begeistert davon ist!
 
Nun ja, ich selber bin bekennender Pazifist und Humanist und sehe keine Notwendigkeit für einen Krieg im Irak, den Atomwaffen sind taktische Waffen und ein Saddam Hussein wird mit Sicherheit keinen Krieg mehr auf dieser Welt beginnen, da jeder Erstschlag seinerseits eine Reaktion der Weltöffentlichkeit zur Folge hätte.

Genau...


Nochmals Klarstellen, zum 4. Mal :): Ich war mal Anti-Amerikanisch eingestellt...habe das auch in einigen Threads gezeigt ;) (wenn ich die alten threads lese muss ich mich schämen wegen dem was ich geschrieben habe)...das hat sich aber geändert. Wenn man sich die Weltkarte ansieht wird man bemerken, dass es neben den USA so viele andere Regierungen gibt, die auf dem selben tiefen niveau sind....darunter ist auch Saddams Diktatur..


Nunja dieser Thread ist für mich gestorben...bis zum nächsten :)
 
Sehr guter Beitrag, das_ICH! Auf diesem Niveau kann man gut weiter "streiten"!

Nun zu Deiner Auffassung:

"Nun ja, ich selber bin bekennender Pazifist und Humanist und sehe keine Notwendigkeit für einen Krieg im Irak, den Atomwaffen sind taktische Waffen und ein Saddam Hussein wird mit Sicherheit keinen Krieg mehr auf dieser Welt beginnen, da jeder Erstschlag seinerseits eine Reaktion der Weltöffentlichkeit zur Folge hätte."

Ich finde, es geht gerade darum, einen solchen "Erstschlag" auszuschließen. Ich glaube nicht - und hier gehen unsere Meinungen auseinander - daß Saddam Hussein vor dem Einsatz nuklearer Waffen zurückschrecken würde.

Es geht aber darum, daß er keine besitzen darf. Und dazu ist es notwendig, ihn an der Herstellung JEGLICHER abc-Waffen zu verhindern. Das bedeutet, daß die Waffeninspekteure UNBESCHRÄNKTEN Zugang zu sämtlichen Gebäuden und Flächen im Irak zu jeder Zeit haben muß. Und dazu müssen auch die zahlreichen "Palästen" Saddam Husseins gehören.

Wenn Saddam Hussein sich entsprechend verhält, wird es mit Sicherheit keinen Krieg geben. Die USA wollen nicht Saddam beseitigen um jeden Preis, wollen auch keinen Krieg. Es wird leider in der deutschen Öffentlichkeit und auch in diesem Forum oft der gegenteilige Eindruck erweckt.

Nur kommt man zu der Frage: was zu tun ist, wenn Saddam Husseins Leute die Waffenkontrolleure wieder behindern? Läßt man Hussein, wie seit 1998, weiter gewähren, darf er davon ausgehen, daß er nun machen darf wie bisher. Er wird weiterhin abc-Waffen entwickeln und kaufen, internationale Terroristen unterstützen und irgendwannmal vielleicht die Waffen, z.B. gegen Israel, verwenden. Daß ein Diktator nicht besonnen handelt, wenn seine Macht zu verschwinden droht, sieht man am Beispiel Hitlers, der für diesen Fall, Speer zur Zerstörung Deutschlands anwies.

Irgend jemand im Forum meinte, Saddam müsse an den intenationalen Gerichtshof ausgeleifert werden. Das sehe ich auch so und dagegen haben die USA - entgegen der Meinung mancher in diesem Forum - nichts.
Daß sie gegen eine Auslieferung eigener Staatsbürger sind, steht auf einem anderen Blatt.

Das Problem mit dem Pazifismus ist die Voraussetzung, daß alle Menschen sich pazifistisch verhalten. So ist die Welt und so sind die Menschen nicht. Menschen sind Egoisten und die Welt ist ungerecht. Und dabei wird es bleiben. Wenn die USA nun - auch aus egoisten Gründen - unsere westlichen Werte schützen und erhalten, nehme ich hin, wenn auch ungerne, daß manche Ungerechtigkeit geschieht.

santos
 
Zuletzt bearbeitet:
Original erstellt von das_ICH
Auch ein Diktator wird keine Atomwaffen abfeuern, da er in einer Welt wie der unseren mit einem Gegenschlag rechnen muss und das auch tut. So Grössenwahnsinnig Saddam auch erscheinen mag, er ist nicht dumm oder naiv, sonst würde er nicht über 20 Jahre im Irak herrschen.

Das sehe ich aber anders... die 20 Jahre im Irak herrschte er mit niedrigen Ausgaben für das Volk und hohen Ausgaben für seine Paläste und die RÜSTUNG. Und er rüstet sich nicht zum Spaß, d.h. er wird imho die USA angreifen. Allerdings befürchte ich, dass er dies nicht direkt machen wird, sondern indem er Terroristen mit Waffen ausrüstet... er will Washington und London ja als einzige Gegner haben - gegen eine geschlossene / einige Nato hätte er Chancen = 0. - deswegen wird er so versuchen, einen Krieg geg. die USA zu führen, ohne sich die Hände schmutzig zu machen... aber das ist eigentlich irrelevant... Hussein rüstet sich nicht zum Spaß: Er ist bewaffnet und (mehr oder weniger) schlau (nicht naiv), was ihn gefährlich macht...

...also nehmt ihm seine abc-Waffen weg: wenn nötig, durch einen Krieg! :skull_alt:

Original erstellt von das_ICH
Sowohl im WW2 als auch z.B. im ehemaligen Jugoslawien hat es lange gedauert und viel Leid zu gelassen bis man reagiert hat ! Fehlende Wirtschaftliche Intressen ?

...es war schon schlimm genug, dass man oft zulange gewartet hat, diesen Fehler sollte man nicht wiederholen. Und neben der Wirtschaft (Öl) würde ein Irak ohne Hussein der irakischen Bevölkerung und der Weltsicherheit zugute kommen. Wieso lehnt ihr einen Krieg zur Milderung von Leid und zur Sicherung von Frieden so ab?!

mfg,
wauwau

ps: Santos: "Ich finde, es geht gerade darum, einen solchen "Erstschlag" auszuschließen. Ich glaube nicht - und hier gehen unsere Meinungen auseinander - daß Saddam Hussein vor dem Einsatz nuklearer Waffen zurückschrecken würde.

Es geht aber darum, daß er keine besitzen darf. Und dazu ist es notwendig, ihn an der Herstellung JEGLICHER abc-Waffen zu verhindern. Das bedeutet, daß die Waffeninspekteure UNBESCHRÄNKTEN Zugang zu sämtlichen Gebäuden und Flächen im Irak zu jeder Zeit haben muß. Und dazu müssen auch die zahlreichen "Palästen" Saddam Husseins gehören.

Wenn Saddam Hussein sich entsprechend verhält, wird es mit Sicherheit keinen Krieg geben. Die USA wollen nicht Saddam beseitigen um jeden Preis, wollen auch keinen Krieg. Es wird leider in der deutschen Öffentlichkeit und auch in diesem Forum oft der gegenteilige Eindruck erweckt.

Nur kommt man zu der Frage: was zu tun ist, wenn Saddam Husseins Leute die Waffenkontrolleure wieder behindern? Läßt man Hussein, wie seit 1998, weiter gewähren, darf er davon ausgehen, daß er nun machen darf wie bisher. Er wird weiterhin abc-Waffen entwickeln und kaufen, internationale Terroristen unterstützen und irgendwannmal vielleicht die Waffen, z.B. gegen Israel, verwenden. Daß ein Diktator nicht besonnen handelt, wenn seine Macht zu verschwinden droht, sieht man am Beispiel Hitlers, der für diesen Fall, Speer zur Zerstörung Deutschlands anwies.

Irgend jemand im Forum meinte, Saddam müsse an den intenationalen Gerichtshof ausgeleifert werden. Das sehe ich auch so und dagegen haben die USA - entgegen der Meinung mancher in diesem Forum - nichts.
Daß sie gegen eine Auslieferung eigener Staatsbürger sind, steht auf einem anderen Blatt.

Das Problem mit dem Pazifismus ist die Voraussetzung, daß alle Menschen sich pazifistisch verhalten. So ist die Welt und so sind die Menschen nicht. Menschen sind Egoisten und die Welt ist ungerecht. Und dabei wird es bleiben. Wenn die USA nun - auch aus egoisten Gründen - unsere westlichen Werte schützen und erhalten, nehme ich hin, wenn auch ungerne, daß manche Ungerechtigkeit geschieht.
"

*100% agree* :)
 
Zuletzt bearbeitet:
hmm

Ich hab das heute im Radio gehört und bei http://www.sueddeutsche.de/ recherchiert:

Ein US-Angriff auf Irak könnte nach Einschätzung des US-Geheimdienstes CIA den irakischen Machthaber Saddam Hussein zu Terroranschlägen und zum Einsatz von Massenvernichtungswaffen veranlassen.

Bagdad halte sich derzeit offenbar mit Terrorakten zurück, erklärte CIA-Chef George Tenet in einem am Dienstag veröffentlichten Brief an den US-Kongress. Wenn sich Saddam Hussein jedoch durch einen Angriff der USA bedroht fühle, sei es „sehr wahrscheinlich“, dass er diese Zurückhaltung aufgeben werde. Der irakische Staatschef könnte sich dann „zu dem extremen Schritt“ entschließen, islamistische Terrorgruppen bei einem Anschlag mit Massenvernichtungswaffen gegen die USA zu unterstützen, um so in einem letzten Racheakt „möglichst viele Opfer mit sich zu reißen“, hieß es in dem Schreiben.

Der CIA verfüge über „glaubwürdige Informationen“ darüber, dass al-Qaida-Führer den Kontakt zu Irak gesucht hätten, erklärte Tenet weiter. Irak habe nach Informationen der US-Beratungszentrale Al-Qaida-Mitglieder in der Herstellung von Gift und Gasen sowie im Bau von Bomben unterrichtet. Die Verbindung zwischen Bagdad und dem Terrornetzwerk bestehe seit sechs Jahren. Es gebe zudem „handfeste Beweise“ für den Aufenthalt von Al-Qaida-Mitgliedern in Irak.

Das ist genau meine Befürchtung, warum auch Deutschland nicht in den Krieg einziehen darf.
Wenn die Amis schon Krieg und Terror wollen, dann sollen sie die Konsequenzen auch selbst ausbaden.
Sicher ist es naiv zu glauben, dass Deutschland im Falle eines "Stillhaltens" fein raus wäre, sprich keine Gefahr für Terroranschläge oder deren Folgen besteht - aber so egoistisch bin ich bei gleichzeitiger Verbundenheit mit dem deutschen Volk schon:
Lieber die anderen als Deutschland!

Und wie schon gesagt wurde, ist es nicht erwiesen, dass Hussein angreifen würde - wieso spricht dann jeder von einem Präventivschlag?
 
Was heißt eigentlich "Bagdad hält sich derzeit mit Terrorakten zurück"? Das impliziert doch, daß die Iraker bereits Terrorakte gegen (sogenannte) "westliche" Nationen verübt oder wenigstens unterstützt hätten. Dafür hätte ich gerne Beispiele und Beweise.
Genau so ärgert mich der Versuch, ein Vorgehen gegen Saddam nun mit Al-Qaida-Verbindungen zu rechtfertigen. Gerade der Umstand, daß die amerikanische Regierung stets von Beweisen spricht, diese dann aber nicht öffentlich macht, stimmt mich mißtrauisch. Es mag ja sein, daß vieles geheim bleiben muß, um strategische Vorteile nicht preizugeben; aber was bis jetzt offenliegt, würde niemals reichen, um jemandem den Prozeß zu machen, geschweige denn ihn militärisch anzugreifen.

Saddam hat genug Verstöße gegen das Völkerrecht auf dem Kerbholz, um ihn lebenslang hinter Gitter zu bringen. Ich finde es vor diesem Hintergrund übrigens auch merkwürdig, daß Bush ihn allein wegen Al-Qaida-Verbindungen angreifen will. Damit sagt er indirekt aus, daß ihm die Völkerrechtsverstöße (und damit das irakische Volk sowie die kurdische Minderheit) völlig egal sind.

Btw, die USA mögen nichts dagegen haben, daß Saddam vor den ICC kommt, aber so lange sie den ICC selbst nicht akzeptieren, entmachten sie ihn von vornherein. Die arabische Welt wird ein Urteil des ICC über Saddam nicht respektieren, wenn die Amerikaner sich vor diesem Gericht nicht auch verantworten müssen. Hier ist ein amerikanischer Sonderstatus einfach nicht akzeptabel, er würde alle Ressentiments gegen die USA bestätigen.

@Stan
Ich wußte nicht, daß du so stark von deiner früheren Haltung abgerückt bist - das wußte hier wohl niemand so wirklich. Wie du vielleicht weißt, klebt nichts besser als ein schlechter Ruf.
Was mich angeht, bist du geläutert. Einen Pazifisten kann ich akzeptieren, bei einem blinden USA-Hasser konnte ich das nicht - wobei du auch nie der Schlimmste aus diesem Lager warst. ;)
 
Mit dem Rücken zur Wand...

...wird jedes Schaf zur reissenden Bestie.

Ein Krieg gegen einen Diktator wird genau das erreichen, er sieht
seine Macht und seine Position gefährdet und hat dann keine Skrupel mehr, alle Mittel einzusetzen.
Auch ein Saddam Hussein hat Pläne und Ziele und sein primäres Ziel war und ist ein sicheres Leben in Luxus und voller Macht und die Erhaltung seiner eigenen kleinen Dynastie.
Solange ihm Luxus und Macht im eigenen Land bleiben, besteht die grosse Wahrscheinlichkeit, das er dieses eben nicht gefährden wird und somit auch keinen grossen, öffentlichen Krieg anzetteln wird imho wird ist er keine Gefahr für einen Ausbrechenden Krieg im Nahen Osten. Er weiss genau das ein, wie auch immer gearteter Schlag mit der Beteiligung des Iraks, auf der Stelle alle Zweifler mit Sicherheit hinter die USA bringen würde und schon wäre er isoliert.

Was aber wenn man jetzt einen Krieg gegen ein Land beginnt und derjenige, der im Besitz (mit Sicherheit) eines grossen und gefährlichen Arsenals an B und C-Waffen ist, nun um sein eigenes Leben bangen muss, um seinen Luxus, seine Dynastie ?
Was wird Saddam tun, ich glaube die Antwort findet sich in dem
Artikel den die CIA öffentlich gemacht hat.

Zur Situation im Irak (ist aus einer WDR-5 Reportage) :

...vor dem ersten Golfkrieg 1991, war das kulturelle Leben im Irak
vielfältig und die Gleichberechtigung von Frauen, im Gegensatz zum Rest der Region, vollzogen. Ärztinnen, Lehrerinnen und Physikerinnen gehörten zum normalen Alltagsbild...
...finden sich heute gehäuft Krankheiten bei Kindern, die 1991 faktisch ausgestorben waren, wie Dyphterie.Sogar an einfachen Kinderkrankheiten sterben die Kinder aufgrund mangelnder Medizinischer Versorgung, die vor 1991 flächendeckend war...
...eine allgemeine Schulpflicht und eine Analphabetenrate unter 3%...



Und noch einmal aus WDR-5 :

Das Nachdenken über die Entstehung von Gewalt und den Charakter von Kriegen bleibt leider politisch aktuell: Bei den Angriffsplänen der USA gegen den Irak geht es um eine Auseinandersetzung, die einen gefährlichen und wenig kalkulierbaren Krieg in einer der labilsten Regionen der Welt zur Folge haben kann. Das wäre ein klassischer Krieg: Staaten kämpfen gegeneinander. Daneben hat sich jedoch, von der Öffentlichkeit lange Zeit unbemerkt, in den letzten Jahrzehnten schrittweise eine andere Form des Krieges entwickelt. Vor allem in Afrika und Asien dominieren nicht mehr militärische Auseinandersetzungen zwischen Staaten das Szenarium, sondern Kriege werden nun innerhalb von Staaten geführt. "Der klassische Krieg, der die Szenarien des Kalten Krieges noch weithin geprägt hat, scheint zu einem Auslaufmodell geworden zu sein." Das ist die Hauptaussage des Politikwissenschaftlers Herfried Münkler in seinem Buch "Die neuen Kriege". Seit den 70er Jahren sind, so beschreibt es Münkler, unter der Glocke des Ost-West-Gegensatzes und der damit verbundenen Aufteilung der Dritten Welt Gewaltmärkte entstanden - vor allem in Afrika und Asien. Damit ist in diesen Regionen der Welt der Staat als faktischer Monopolist des Krieges zunehmend abgetreten. Über das Kriegsgeschehen herrschen vermehrt sogenannte Warlords, die die Macht spontan an sich reißen. Für sie wird Krieg zur Lebensform, Raubzüge werden zur lukrativen Einnahmequelle. Und die Kriegsakteure sind vermehrt Kindersoldaten: Sie kosten nicht viel, und mit Drogen werden sie für gefährliche Einsätze missbraucht. Erschreckend ist auch, dass die Warlords ihre Kriege über die organisierte Kriminalität durch Handel mit den reichen Industriestaaten finanzieren: Handelsgüter sind Drogen, Diamanten, seltene Rohstoffe und zur Prostitution gezwungene Frauen. Überall dort, wo der Staat zur Beute von Clans und Cliquen wird, wächst die Gefahr des Chaos - ideale Bedingungen für die neuen Kriege.

Gruss
 
"vor dem ersten Golfkrieg 1991"

- dasICH

Wie bitte?
Verwechselst Du da was oder erzählt der WDR Unsinn?
Der ERSTE Golfkrieg war der Krieg zwischen Irak und Iran, der 1980 durch den Einmarsch irakischer Truppen in Iran ausgelöst wurde. Erst im August 1988 wurde durch Waffenstillstand dieser Krieg beendet.

Mit dem zitierten Krieg ist wohl der ZWEITE Golfkrieg gemeint, der Saddam Hussein im August 1990 ausgelöst hat. Ab Januar 1991 wurden die internationalen Truppen gegen die irakischen Truppen eingesetzt.

So, wenn der WDR schon die 2 Golfkriege nicht auseinanderzuhalten weiß, was soll ich von diesen Angaben zum kulturellen Leben halten. Wie Du den Bericht zitierst, hört es sich an, als wäre der Irak ganz friedfertig bevor die bösen Amerikaner einmarschiert sind.

Aber eigentlich belegt das, was Du zitierst die Auffassung der Amerikaner, Saddam Hussein zu beseitigen. 1979 ist Saddam Hussein an die Macht gekommen. 1980 zettelte er den Krieg gegen Iran an. Seit er an der Macht ist, werden gegen die Kurden chemische Waffen eingesetzt. Schließlich ist er 1990 in Kuwait einmarschiert und konnte erst durch die internationale Gemeinschaft vertrieben werden. Niemand anders als Saddam hat den von Dir (bzw. den WDR) angeführten "hohen Lebensstandard" zerstört.


santos
 
Ich zweifele gar nicht an, das Saddam Hussein Auslöser des Krieges war und somit Verursacher des sozialen Notstandes im
Irak,
aber Fakt ist, das das immer noch andauernde Embargo gegen den Irak nicht Saddam trifft, der lebt weiter im Luxus und hat keine Angst vor ner Grippe, sonderen einzig und allein die Bevöllkerung.
Und was soll das für eine Bestrafung durch die Vereinten Nationen für einen Kriegstreiber sein, wenn in jedem erdenklichen und bisher eingetroffenem Fall die Bevölkerung der einzige wirklich Leidtragende ist.

@Santos : Fehler passieren jedem Mal, auch einem Reporterteam
auf Recherche, jedenfalls ist ein WDR eine seriösere Quelle, als die gesammte Kirch/SpringerRTL-Sippschaft.
 
Zuletzt bearbeitet:
"Ich zweifele gar nicht an, das Saddam Hussein Auslöser des Krieges war und somit Verursacher des sozialen Notstandes im
Irak"

-das ICH

Okay Du hast ausfürlich dargelegt, was es alles für Mißstände gibt, was Saddam falsch macht, was die USA falsch machen, wer leidet und wer nicht leidet. Nun frage ich Dich:

Was sollte also die internationale Gemeinschaft DEINER MEINUNG nach gegen diese Lage in Irak konkret tun?


santos
 
Meine Antwort ist ganz einfach und vielleicht ein bisschen naiv,
aber da der Westen IMHO die USA sich Saddam selber herrangezogen haben, muss man ihn zumindestens dulden.
Jugoslawien und auch Afgahnistan zeigen, das ein Sturz von aussen nicht aussreicht (in Bosnien sind jetzt wieder die alten Nationalisten an der Macht...) sondern ein Macht/Politikwechsel,
der Erfolg haben soll, den haben wir (fast) alle doch schon erlebt.
Denkt mal daran was vor 15 Jahren im Ostblock begann und dann in der Wiedervereinigung Deutschlands gipfelte.
Genau, das Volk eines Landes kann einen wirklichen Wechsel nur
alleine bewirken,denn ein Eingriff von aussen führt zu einem Machtvakuum und in ein Machtvakuum tritt immer wieder nur ein neuer Diktator oder eine andere Kraft, die nicht das Wohl eines Volkes, sondern den eigenen Reichtum und die eigene Macht zum Ergebniss hat.
Ein vom Westen getöteter Saddam hat immer nur einen neuen Saddam zur Folge.

Meiner Meinung nach müssen die Embargos, bis auf Rüstungsrelevante Güter aufgehoben werden, damit die Bevölkerung im Irak wieder leben kann und sich dann auch Gedanken über ihre eigenen Machthaber machen kann.
 
"aber da der Westen IMHO die USA sich Saddam selber herrangezogen haben"

- dasICH


Bitte erzähle, wo Du das, in your honest opinion, her hast. Kann es sein, daß Du Saddam Hussein mit den Taliban verwechselst ?

santos
 
Zurück
Oben