@Damien
Ich finde deinen Diskussionsstil ehrlicherweise zu aggressiv. Wenn du an einem Dialog interessiert bist, dann bitte mit der entsprechenden Umgangsform.
Daaron und sxc geben da ein guten Beispiel ab.
Trotzdem mag ich darauf hinweisen, dass wir beide gar nicht soweit voneinander entfernt sind. Du selbst sagst, dass diese Wissenschaftliche Theorien austauschbar sind. Der Unterschied ist nur, dass ich nun eben diese Austauschbarkeit kritisieren und auf diese Hinweisen wollen. Ich ziehe darauf, dass auch die Wissenschaften nichts "wissen", eben dank der Austtauschbarkeit. Eine Wissenschaft kann in Ihrem System funktionieren, aber nicht mehr. Auch hier herrscht ein Konsens, wie ich jetzt feststelle, nur drücke ich es anders aus und ziehe andere Schlüsse für mich. Aber das sollte wohl legitim sein.
Der einzige Punkt, wo wir auseinander gehen in deinem Post, von Dingen die ich als sachlich empfinde, ist das mit der Suche nach Wissen. Du stellst, ohne zu hinterfragen, fest, dass die Wissenschaften auf der Suche nach Wissen seien. Dort ist ein Knackpunkt, der halt meiner Meinung nach nicht geklärt scheint. Meiner Meinung nach ist die Wissenschaft nicht auf der Suche nach Wissen, sondern bildet Konstrukte, die die Welt abbilden und erklärbar machen sollen. Ob dies mit Wissen, wie es teilw. hier dargestellt wurde, Übereinstimmt bezweifel ich.
@sxz
Und was wäre daran dann nicht mehr real?
Wenn alle Menschen ein gleich verzerrtes Bild von etwas haben und man durch Beobachtung dieses verzerrten Bildes Gesetzmäßigkeiten erkennen, in Worte fassen und durch Experimente belegen, was ist dann daran nicht mehr real?
Wenn rot eigentlich blau ist und blau eigentlich grün und grün eigentlich rot, dann ändern sich die Namen, aber wenn ich und alle anderen Menschen stets das Selbe meinen, wenn wir von rot reden, dann hat das keinerlei Auswirkung darauf, was wirklich ist und was nicht.
Es würde die geistunabhängige Welt schlicht nicht darstellen. Es ist zu unterscheiden, ob man diese geistunabhängige Welt wahrnimmt, mit Filtern, durch interpretation etc. oder ob man sie wirklich real wahrnimmt.
Auch in meiner persönlichen Meinung ist das was der Mensch wahrnimmt ausschlaggebend. Aber ich akzeptiere, dass dies nicht die reale Existenz widerspiegeln muss, bzw. das die Möglichkeit besteht.
Ich würde eher sagen, bis ein Sachverhalt auftritt, der nach einer besseren Theorie verlangt, die diesen und den bisherigen ausreichend detailiert erklärt.
Aber was ziehst du aus deiner Aussage für einen Schluss? Ich ziehe daraus, dass alle wissenschaftlichen Theorien Konstrukte sind, die nur Aussagen in ihrem System machen können. Dies ist schon sehr viel! Aber es ist bestimmt nicht die Wirklichkeit. Diese Theorien sind nützlich, solange sie funktionieren. Irgendwann werden sie ersetzt, verändert oder widerlegt. Daraus folgt, dass sie wenig Aussagekraft für die Wirklichkeit haben, selbst wenn wir diese richtig wahrnehmen, da sie beliebig sind.
Kopernikus zum Beispiel hat ein Erklärungssystem zum Sonnensystem durch ein falsches weiteres ersetzt. Da stellt sich mir die Frage, wie man davon ausgehen kann/will, dass die heutigen richtig bzw. wahr seien?
zu deinem 3. Ansatz finde ich den Kontext nicht. Aber ich glaube sicher nicht an Heinzelmännchen. Eher geht es bei mir um den letzteren Aspekt, dass einige hier suggerieren, dass sie wirklich Wissen anhäufen würden, was ich wiederum nicht so sehe. Die Wissenschaften sind gut indem was sie tun, nämlich Erklärungen suchen für Phänomene, die wir wahrnehmen. Aber halt auch nicht mehr. So wenig, wie schon erwähnt ist das aber auch wiederum nicht.
Natürlich denkt sich ein Mensch die Experimente aus... wir haben schließlich (zum Glück) noch keinen Durchbruch bei der KI-Forschung gemacht.
Aber anders: Wenn das Experiment genau die erwarteten Ergebnisse liefert, dann kann der grundlegende Ansatz nicht so verkehrt sein. Die Experimentalphysik hat für vieles einfach unwiderlegbare Beweise geliefert.
Aber genau da sehe ich einen Schwachpunkt. Es dauert sehr lange, bis ein anderer Mensch aus einem neuem Blickwinkel diese Sachen wirklich "testen" kann. Wenn man eine Theorie aufstellt bzw. sich in diese Einarbeitet, dann sehe ich die Problematik, dass auch die Experimente in diesem System bleiben. Erst durch Zufall wird dann vieles viel später Entdeckt, dass es nicht so ist, wie Gedacht. Meistens bei Beobachtungen von Experimenten, die einen anderen Hintergrund haben. Für mich sind Experimente, zu sehr auf die jeweilige Wissenschaftliche Theorie ausgelegt. Dies ist menschlich und kann von uns leider nicht umgangen werden. Aber bisher ist es bei JEDER Wissenschaftlichen Theorie so gewesen, dass sie später nicht standhalten konnte. Warum sollte dies bei den heutigen anders sein? Das erschließt sich mir nicht. Und auf Zeit unwiderlegbar schon gar nicht. Es ist zu Wahrscheinlich, dass etwas kommt was nicht im Einklang damit steht.
Die menschliche Spezies ist, aufgrund ihrer körperlichen Unzulänglichkeiten (kein Fell, keine Klauen, keine Fangzähne, wir rennen nicht sonderlich schnell, wir verdauen Pflanzen hochgradig ineffizient,....), zwingend auf Erkenntnisgewinn angewiesen.
Vielleicht hätte ein Homo Habilis noch komplett ohne Werkzeuge, soziale Strukturen und Kommunikation existieren können. Ein Homo Sapiens kann das nicht.
Erkentnisgewinn in Form von für sich selber nützliche Konstrukte und ich gehe sofort d´accord.
Eine wissenschaftliche Theorie ist etwas anderes als das, was man im allgemeinen Sprachgebrauch unter Theorie versteht. Tatsächlich haben wissenschaftliche Theorien Hand und Fuß, sie basieren auf Berechnungen und vorherigen, verifizierten Erkenntnissen.
Hand und Fuss im System, bis es widerlegt wird?! Ich denke nicht, dass sie so Aussagekräftig sind wie du sie darzustellen versuchst. Sie basieren auf Berechnungen und Experimente, die für diese erzeugt, erdacht und ausgeführt wurden. Wenn in 100 Jahren ein Experiment oder eine Beobachtung diese Widerlegt hat, was hast du dann? Eine Theorie, die widerlegt wurde. Das ist für mich nicht Hand und Fußfest... Für die Wissenschaftler im 17. und 18. Jahrhundert war auch das "Phlogiston" Hand und Fussfest bewiesen. Was es damit auf sich hat sieht man ja. Und ich sehe keine Veranlassung beim Mensch, der sich irren kann zu glauben, dass sich da auf einmal was dran geändert hat. Im Gegenteil, es wird immer weiter von den Fundamenten der Wissenschaft weggegangen, was die Fehlerquotenwahrscheinlichkeit extrem erhöht.
Der Beweis für die Korrektheit ist, dass es schlichtweg funktioniert. Dein PC geht an, also funktionieren NPN- und PNP-Halbleiterübergänge. Selbige wurden berechnet z.B. auf Basis der Fermi-Dirac-Statistik.
Oder anders: Unser Verständnis der Elementarteilchen kann nicht all zu weit von der Realität entfernt sein. Evtl. gibt es komplexere Ansätze, die noch mehr erklären. In denen ist dann aber das bereits erlangte, verifizierte und angewandte Wissen enthalten.
Auch Kopernikussystem hat funktioniert und zwar solange, bis man genauer hinsehen konnte, und es anders erklären musste. Ich denke, auch in Zukunft wird man genauer hinsehen können und vieles, was wir heute denken zu Wissen muss geändert, teilw. gar verworfen werden.
Eine Theorie gilt so lange, bis eine bessere auf kommt, die alles detaillierter erklärt und ebenfalls verifizierbar ist.
Also in deinem Falle: Wie sieht das Universum denn aus, wenn es nicht so aussieht, wie uns Teilchen- und Astrophysiker erklären?
Das was du beschreibst ist nur der unbewusste Wunsch nach etwas Magischem, nach Wundern. In die Religion kann man sich kaum noch flüchten, ohne für einen Hinterwäldler gehalten zu werden. Viel zu verbohrt und weltfremd sind alle Religionen. Also sucht man seine Magie in ebenso weltfremder Philosophie.
Ganz im Gegenteil. Ich zweifel an und stelle Fragen. In dem Fall ist es eher so, dass du versuchst Antworten zu geben. Die Wissenschaften sind anstelle der Religionen getreten, um Beobachtbares zu erklären und antworten auf Fragen der Menschen zu geben. Der Ansatz der Wissenschaft ist auf jeden Fall der mir viel angenehmere, antworten zu suchen. Aber ich denke, der Mensch ist noch lange nicht soweit reale Antworten zu haben. Die Götter haben in den Religionen ihre Funktion erfüllt und jetzt erfüllt die Wissenschaft ihre Funktion, Dinge zu erklären.
Den letzten Satz mit Philosophie mag deine Ansicht sein, ich denke aber, dass du ein unkonkretes und unvollständiges Thema der Philospohie hast. Diese hat ein so weites Spektrum, dass der Satz nicht richtig ist. Es gibt Bewegungen und Gedankengut, der sicherlich weit weg ist, genauso aber gibt es auch in der Philosophie sehr viel, was sehr nützlich für die Menschen ist (Moral und Ethik als Beispiel, oder Gesetze, oder auch wie die Wissenschaft einzuordnen ist). Auch deine Ansicht ist eine Philosophie, der sehr starken, gar dogmatischen Wahren Wissenschaft. Ich finde sie zu extrem, was aber völlig legitim ist. Nur durch unterschiedliche Ansätze und Diskussionen dieser kommt man voran. Ist in den anderen Wissenschaften nicht anders.